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Fleur Delacour..


 
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IloveME-x3
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 17:50    Titel: Fleur Delacour.. Antworten mit Zitat

Informationen:
- Fleur Delacour FanFic (baut auf Band 1-6 auf, und weicht teilweise von den Geschehnissen dort ab. Das werdet ihr aber mitbekommen.)
- Point of view: Fleur
- knüpft nicht an Band 6 an, sondern ist eine eigene Geschichte, die keine vergangene Sachen aufgreift. Das heißt, Dumbledores Tod, Snape etc. werden nicht mehr erwähnt. Genauso wenig wie Horcruxe.)
- Cedric ist nie gestorben, sondern etwas anderes ist mit ihm passiert (ihr werdet lesen, was.)
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IloveME-x3
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

ich versuch schnell zu posten und hoffe, die ff gefällt euch..
wenn euch etwas nicht gefällt, dann sagt mir bitte bescheid..

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Kapitel 1 - Spuren

Fleur Delacour war eine wahre Schönheit. Kein Wunder, ihre Großmutter war auch eine Veela.
Ihre silbernen Haare hingen glänzend über ihre Schultern, und liefen nahtlos in ihren dunkelblauen, hauchdünnen Mantel über. Er bestand aus einem etwas transparenten Stoff - wie der Rest ihres knielangen Kleides.
Würde jemand anderes als Fleur dieses Kleid tragen, würde man denken, es wären ein paar dreckige Fetzen. Doch Fleur verstand es, perfekt darin zu wirken.
Als sie, ohne irgendwelches Schuhwerk tragend, die steinernen Treppenstufen auf dem Hogwartsgelände vom Schloss abstieg, spürte sie wie kalte die Nachtluft doch war.
Es war still, und vom Schloss her drang kein Licht, es war ja geschlossen. Doch nicht mehr lange, denn bald würden die Ferien zu Ende sein und ein neues Schuljahr würde anbrechen.
Das alte hatte abrupt geendet, und mit dem Tod des Schulleiters Albus Dumbledore schien auch die Schule zu Grunde zu gehen. Doch es gab bereits einige andere Schulleiter, die gestorben sind. Und immer ging es weiter. So auch diesmal.
Minerva McGonagall war die neue Schulleiterin.
Doch Fleur Delacour, die junge Hexe und Beauxbatons Schülerin, wusste mehr, als alle anderen.
Schnelle huschte sie ans Ufer des Hogwarts Sees und kniete nieder in den nassen Sand. Sie streckte beide Hände über die spiegelglatte Oberfläche, sog die Luft ein und schloss ihre Augen.
Ein kräftiger Wind zog auf, und wirbelte ihr das Haar um das Gesicht. Das Wasser tat sich plötzlich auf und schlug immer größer werdende Wellen.
"Animatus", flüsterte Fleur und ohne einen Zauberstab benutzt zu haben, entfaltete ihr Zauber seine Wirkung. Aus dem Wasser schoss eine riesige Wassersäule empor, die immer breiter wurde.
Doch plötzlich spürte Fleur einen Druck, der auf ihr lastete, und sie auf einmal wegriss. Sie wurde 2-3 Meter auf die Seite geschleudert, und sobald der Kontakt zwischen ihr und dem Wasser abgebrochen war, stürzte die Säule ein.
Die gewaltigen Wassermassen prallten zurück auf dem See auf, und fluteten das Ufer.
Fleurs Angreifer, ein Zauberer, der in eine dunkel Kutte gehüllt war, deutete mit einem Zauberstab auf Fleur und murmelte etwas. Er war wie aus dem nichts gekommen.
"Protego!!!", brüllte Fleur, zog ihren Zauberstab unter ihrem Kleid hervor und verwendete den Schutzzauber gegen die Attacke.
"Bleib hier! Ich will wissen, was du hier machst!", rief der Zauberer.
"Animus!", brüllte Fleur mit voller Kraft, und während sie etwas angeschlagen im Gras lag, deutete sie mit der Spitze ihres Zauberstabes in Richtung See um die Wassersäule erneut zu beschwören.
Diesmal reichten einige wenige Sekunden, und Fleur hatte ihr Werk vollbracht.
Das Wasser aus der Säule färbte sich plötzlich blutrot und verbreitete sich in einem Funkenregen über dem See. Dessen Oberfläche begann sich allmählich zu verändern.
Während der Zauberer skeptisch betrachtete, was gerade vor sich ging, leuchtete der See rot auf, und die Wassersäule verschwand.
"Was hast du gemacht?!", fragte er und ging mit bedrohlichen Schritten auf Fleur zu.
Diese atmete kurz auf, sprang in die Höhe und rannte so schnell sie konnte zurück ans Ufer. Der Zauberer folgte ihr.
Sobald Fleur das Wasser unter ihren Füßen spürte, sprang sie in die Höhe und wirbelte durch die Luft.
Der Zauberer bremste vor dem See ab, richtete seinen Zauberstab auf um Fleur zu stoppen, doch es war zu spät:
Fleur war mit dem Kopf voran in das kalte Wasser eingetaucht. Und sofort danach nahm der See seine ursprüngliche Farbe an.
In diesem Augenblick erkannt der Zauberer, was die Hexe getan hatte: Sie hatte den See als Portal genutzt.
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IloveME-x3
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Harry Potter wachte etwas verschlafen aus seinem Feldbett im Fuchsbau auf. Er hatte die Nacht durchgeschlafen, was ihm seit langer Zeit zum ersten Mal gelungen war.
Neben ihm kam auch Ron aus dem Reich der Träume zurück.
Die Schlaf"kammer" der beiden lag im Dach des Hauses, und grelles Sonennlciht fiel durch die schief eingesetzten Fenster direkt in die Gesichter der beiden Jungen.
"Morgen Harry.", murmelte Ron, setzte sich auf und rieb sich die Augen.
"Morgen Ron...", sagte Harry und setzte seine Brille auf. Langsam lief er den kurzen Weg zur Tür und öffnete sie. Vor ihm lag ein kurzer Gang, der an einer Treppe endete. Der Boden war mit rotem Teppich ausgelegt, und die Wände mit altmodischen Tapeten zugeklebt.
Ron war ihm bereits auf den Fersen, und kurz darauf waren sie auch schon in der Küche.
Hermine und Ginny saßen bereits am Tisch und aßen, während Molly am Herd werkelte.
"Guten Morgen!", riefen Ginny und Hermine im Chor, und auch Mrs. Weasley stimmte mit ein.
Harry und Ron winkten verpennt ab, und setzten sich. Im selben Moment kamen Fleur und Bill die Treppe herunter und gesellten sich zu ihnen.
"Hallo ihr beiden. Habt ihr gut geschlafen?", fragte Molly und setzte sich als letzte an den Tisch. Rasch stellte sie einen Brotkorb auf den Tisch, warf einen prüfenden Blick darüber, ob etwas fehlte, und fing dann guten Gewissens an zu Essen. Die anderen stimmten mit ein.
"Na, Harry. Gut geträumt?", fragte Hermine, wobei dies mittlerweile ihre Standartfrage war.
Harry rollte mit den Augen und nickte. Er wusste es zu schätzen, wenn sie sich um ihn sorgte. Doch ab und zu konnte Hermine wirklich nervig sein.
"Mensch, Hermine. Nun lass Harry doch mal in Ruhe. Du gibts ihm ja keine freie Minute...", sagte Ron verteidigend.
"Du weißt genau was passiert, wenn er träumt. Es ist gut, wenn wir alles wissen.", rechtfertigte sich Hermine und biss herzaft in ihr Brötchen.
"Worüber redet ihr?", fragte Ginny und mischte sich so unaufällig ins Gespräch mit ein.
Harry schüttelte den Kopf. "Nicht so wichtig."
"Wenn du meinst... Ach, Ron. Wann kommt Dad nochmal zurück?", wollte Ginny wissen und wand sich an ihren Bruder.
Mr. Weasley hatte seit einigen Wochen viel mehr Arbeit aufgelegt bekommen, als nötig. Rund um die Uhr war er beschäftigt, hatte keine festen Arbeitszeiten mehr und litt unter dem starken Stress. Die gesamte Familie (und ihre Bekannten) litt ebenfalls darunter.
"Welcher Tag ist heute...hmm...Mittwoch. Das heißt, er kommt so gegen 23 Uhr. Falls nichts dazwischen kommt."
Ginny seufzte, und wurde bei dem Gedanken an ihren Vater etwas traurig.
Für eine weitere Minute kehrte Schweigen am Tisch ein. Schließlich ergriff Molly das Wort:
"Sag mal, Fleur. Du hast doch so ein dunkelblaues Kleid, nicht wahr?"
Fleur verschluckte sich an dem Kaffee, den sie gerade trank, antwortete jedoch schnell: "Ganz richtig. Wieso?"
Molly schmunzelte. "Nur so. Ich habe es heute morgen draußen am Zaun hängen sehen. Es war ganz nass. Was hast du denn angestellt?"
Fleur spürte wie ihr Puls zu rasen begann. Unter keinen Umständen durfte jemand erfahren, dass sie gestern Abend in Hogwarts war. Und niemand durfte wissen, weshalb.
Auch wenn sie sich ihre Flucht durch den See, den sie als magisches Portal benutzt hatte, anders vorgestellt hatte, war sie froh, dort gewesen zu sein. Nur dieser Zauberer musste noch aus dem Weg...
"Ich habe ausversehen einen Zauber daran angewendet. Augamenti. Und ehe ich mich versah, war das Kleid nass."
Molly nickte. "Dann ist ja alles in Ordnung." Sie setzte ihr schönstes Lächeln auf, und während die anderen munter weiter aßen und diskutierten, beugte sie scih nach links um hinter Hermine, Ginny, Fleur und Bill vorbei durch das Fenster auf den Zaun zu sehen. Eine kleine Wasserlache hatte sich unter dem dorthängenden Kleid gebildet. Sie war rot. Blutrot. Und im Inneren wusste Molly, dass ganz und gar nicht alles in Ordnung war.
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem das Frühstück beendet war, halfen Ginny und Hermine Mrs. Weasley beim Abwasch, während Fleur und Bill wieder nach oben verschwanden. Harry und Ron verschwanden in die Felder, die um den Fuchsbau herum wuchsen. Das Wetter war traumhaft, und die Sonne schien genüsslich vom Himmel.
Nachdem sie eine Jagd auf diverse kleine Wesen wie Kobolde gemacht hatten, ließen sich die beiden Jungs voller Erschöpfung in das Weiche Gras fallen.
"Puh... das war anstrengend!", meinte Ron und atmete auf. "Bin ich froh, wenn wir dieses Schuljahr hinter uns haben."
Harry runzelte die Stirn. "Was meinst du damit?"
"Wenn wir von Hogwarts runter sind, dürfen wir auch außerhalb der Schule zaubern! Dann kann ich diese Kobolde mit einer kleinen Handbewegung stoppen."
Harry grinste, als plötzlich eine dritte Stimme an sein Ohr drang: "Dafür solltest du aber auch die Sprüche beherrschen." Es war Hermine.
Ron fuhr erschrocken auf und sah in ihr Gesicht. "Hermine!!?"
Harry hatte sich mindestens genauso erschrocken wie Ron, doch er blieb liegen und hörte sich an was Hermine zu sagen hatte.
"Und um Zaubersprüche zu beherrschen, müsstest du einen Blick in die Bücher werfen."
"Ich schaue oft in unsere Bücher. Ich kann alle Zauber!", rechtfertigte sich Ron, kam sich jedoch ziemlich klein im Vergleich mit Hermine vor. Schon alleine, weil sie stand und er saß.
Harry konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, und auch Hermines Gesicht erhellte sich.
"Was machst du eigentlich hier?", fragte Ron schnell, um das Thema zu wechseln.
"Ich wollte euch rufen. Dein Dad ist da, Ron.", verkündete Hermine. Ron sprang sofort auf, und auch Harry kam schneller auf die Beine, als gedacht.
Zu dritt liefen sie quer durch das Feld, zurück zum Fuchsbau.
"Wieso ist er schon da?", erkundete sich Ron unterwegs. Hermines Gesicht veränderte sich plötzlich.
"Das ist eine gute Frage... Es gibt wohl einige Ungereimtheiten in der Zauberwelt, die die momentane Arbeit zurückstellen. Dein Dad und auch der Rest des Ministeriums ist ziemlich angespannt und nervös."
Harry legte erneut seine Stirn in Falten. "Was ist denn passiert?"
"Das weiß ich auch nicht genau. Er wollte erst etwas genaueres sagen, wenn alle zusammen sind. Los, beeilt euch.", meinte Hermine und mit ein paar schnelle Schritten waren die drei in der Küche des Fuchsbaus angelangt.
Die gesamte Familie (mit Ausnahme von Percy und Charlie) war dort versammelt. Mr. Weasley hatte bereits begonnen zu erzählen, und die 3 Neuankömmlinge horchten gespannt zu. Doch sie brauchten nicht viel zu hören, um zu wissen, dass es sich um eine grauenhafte Nachricht handelte: "Heute morgen erreichte uns eine schreckliche Meldung. Es tut mir Leid, euch dies mitteilen zu müssen." Mr. Weasley legte eine langatmige Pause ein, in der sich niemand traute etwas zu sagen. "Gestern Nacht gab es einen Einbruch in Hogwarts."
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Anmeldungsdatum: 24.09.2007
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Für einen Moment lang herrschte drückende Stille im Fuchsbau.
Keiner traute sich, sich zu bewegen oder etwas zu sagen. Alle Blicke waren gespannt auf Mr. Weasley gerichtet. Dieser erzählte weiter: "Heute morgen erreichte mich die Nachricht wegen des Einbruchs. Das gesamte Ministerium ist im Ausnahme Zustand. Es ist eigentlich unmöglich in Hogwarts einzubrechen, da man nicht auf das Gelände apparieren kann, noch Portschlüssel oder ähnliches verwenden kann. Und der Hogwarts-Express fährt nie während der Ferien oder eines Schuljahres - von den Ferien abgesehen."
"Wie konnte dann dort eingebrochen worden sein?", fragte Hermine, sichtlich geschockt.
Mr. Weasley schnaufte scharf ein und sprach weiter: "Das ist eine sehr gute Frage, Hermine. Wir wissen nicht, wie das passiert sein konnte. Doch es gibt keine Spuren oder ähnliches die uns auf einen Täter hinweisen könnten."
Es war eine ziemlich erschreckende Nachricht, da man immer glaubte, Hogwarts wäre ein sicherer Ort gewesen. Oft wurde von unbekanntem Eindringen berichtet, doch meistens stelle sich dies als Täuschung heraus. Niemals hätte jemand mit so etwas gerechnet.
"Das komische an dieser ganzen Sache ist, dass nichts gestohlen wurde. Es wurden keine Pergamente entwendet, noch Elixiere gestohlen oder sonst etwas angestellt. Doch die Ermittler vom Ministerium sind sich sicher, dass der Einbruch nicht belanglos war. Irgendetwas geht vor sich."
Erneut trat Schweigen ein. Doch diesmal nicht aus Sprachlosigkeit, sondern aus Ratlosigkeit. Jeder einzelne, der die Worte von Mr. Weasley mit angehört hatte dachte darüber nach.
Er überlegte, wie so etwas nur möglich werden konnte. Und was wollte der Täter nur in Hogwarts?
"Sobald ich etwas neues erfahre werde ich euch sofort informieren. Doch im Moment gibt es nichts Weiteres. Jeder einzelne Mitarbeiter des Ministeriums ist nun gefragt und eine Menge Arbeit kommt auf uns zu."
Nun meldete sich auch Molly zu Wort: "Oh Arthur... Das ist ja so schrecklich! Und wir werden dich nun noch seltener sehen?"
Mr. Weasley nickte erschwert. Er mochte seine Familie sehr, und er wusste, wie sehr sie an ihm hang.
"Oh Dad...", hauchte Ginny und umarmte Mr. Weasley.
Ein Schmunzeln machte sich ringsum breit, doch es war allen klar, wie ernst die momentane Situation war. Wie sicher würde es nächste Schuljahr werden?
Fleur war natürlich von all dem unbeeindruckt. Sie wusste genau, wer gestern den Einbruch begangen hatte. Und sie wusste auch weshalb.
Nachdem sich alle einigermaßen beruhig hatten, ging jeder seinen täglichen Arbeiten nach.
Nach einer langen Verabschiedung verschwand Mr. Weasley wieder zur Arbeit, Mrs. Weasley erledigte ausstehende Hausarbeiten und Bill ging mit Fleur, Harry, Hermine, Ron und Ginny an den hinteren Waldrand an einen See, um den schönen Tag zu nutzen.
Kaum hatten sie den Laubwald hinter sich gelassen, erreichten sie den traumhaften See. Links und rechts erstreckten sich steinige Berge, an denen ab und zu ein Felsvorsprung auftauchte. Hinter dem See fing der Wald wieder an, von dem aus einige Bäume auch um den See herum standen.
„Seht euch das an!“, staunte Ginny, und zeigte auf das glasklare Wasser.
Die Sonne strahlte immer noch hell und tauchte die gesamte Atmosphäre in ein goldenes Licht.
„Los! Lasst uns schwimmen gehen!“, rief Bill und begann sein Shirt und die Hose auszuziehen. Badekleidung hatten sie in weiser Voraussicht im Fuchsbau angezogen.
Ron und Harry waren die ersten, die in das kühle Nass eintauchten. Doch es hatte sich gelohnt: Nachdem sie sich an die Temperatur gewöhnt hatten, und die erste Gänsehaut überwunden hatten, bereitete es ihnen reichlich Spaß zu baden.
Schließlich kamen auch Bill, Fleur, Ginny und Hermine nach.
Die Zeit verging, und nachdem Hermine, Fleur und Ginny „an Land“ gegangen waren um sich zu sonnen, jagten Bill, Ron und Harry kleine Wassertierchen.
Immer wieder tauchten sie unter Wasser und drangen dabei immer tiefer in die Mitte des Sees.
„Das nächste Vieh gehört mir!“, kündigte Harry mit einem Lachen an und sprang schließlich, gefolgt von Bill und Ron, kopfüber unter Wasser.
Die drei waren mittlerweile so tief getaucht, dass sich ein unangenehmer Druck auf den Ohren anbahnte.
Das Sonnenlicht reichte gerade so auf den Boden, dass sie nicht erst mit der Nase dran stoßen mussten, um ihn zu erkennen.
Harry griff gerade nach einem der Lebewesen, als er von links angestupst wurde. Es war Bill, und er wollte Harry anscheinend etwas zeigen.
Harry drehte sich zu ihm um, als Bill seine Hand ergriff und ihn zu Ron führte. Der war einige Meter weiter weg.
Harry machte eine Gestik, die seine Verwirrung gut zum Ausdruck brachte. Um das Rätsel zu lösen, deutete Ron ungefähr einen Meter von ihm entfernt auf den Boden.
Harry folgte seinem Deut und sah auf einmal, was Ron und Bill entdeck hatten.
Damit wäre der Spaßtag wohl beendet.
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Keine zehn Minuten später fanden sich Bill, Harry, Ron, Hermine, Ginny und Fleur wieder in der Küche des Fuchsbaus ein.
Molly war dazu gestoßen, und nun hatten sie sich alle um den Tisch versammelt und betrachteten merkwürdig was darauf lag:
Bill hatte auf dem Grund des Sees ein Oraculum gefunden. Das ist ein goldener Ring, der einen enorm großen Seltenheitswert besitzt. Es gibt nur wenige Exemplare dieses Stücks auf der Welt, da die große Magie eines Oraculums unberechenbar ist.
Jeder Zauberer weit und breit wusste, was dieser kleine unscheinbare Ring anrichten konnte:

1756 wurden 24 Hexen und Zauberer auf einem Ausflug in Cornwall von den negativen Stahlen des Oraculums ihrer Lebenskraft beraubt

1822 verwandelte sich der Ring in eine Feuerspirale, die ein ganzes Dorf niedergebrannt hatte

1945 und 1967 machte das Oraculum zwei Schüler aus Hogwarts zu Wachsfiguren, die kurz darauf in der Sonne schmolzen

Dies waren jedoch nur die schlimmsten Anrichtungen des Ringes. Niemand konnte wissen, wann er erneut zuschlug, geschweige denn, weshalb er es eigentlich tat. Die Herkunft des Ringes war unbekannt, und man wusste auch nicht, wie er gesteuert wurde. Es ranken sich viele Legenden um das Oraculum, und es gab viele Kämpfe und Kriege für und gegen den Ring.
Denn es gab nicht die zerstörerische Seite, sondern auch eine helfenden: Das Oraculum kann, wie der Name schon sagt, einen Einblick in die Zukunft geben. Jedoch ist das eine sehr gefährliche und riskante Sache, da man den Ring vorerst aktivieren muss.
Zahlreiche Erlebnisse zeigten, dass blanke Gier auf das Gold des Ringes vernichtende Folgen mit sich zog. Und nur Menschen mit einer reinen Seele konnten die guten Seiten des Oraculums für sich beanspruchen.
Kurz gesagt: Das Oraculum war ein komplexes, riskantes und ziemlich unüberschauberes Ding.
"Ist das ein... Oraculum?", tastete sich Ginny vor, die in Hogwarts erst letztes Schuljahr etwas darüber gelernt hatte.
Molly nickte langsam.
"Sehr gefährlich, sehr gefährlich dieser Ring. Passt bloß auf, bevor er irgendwelchen Schaden anrichtet!", warnte sie und näherte sich dem Oraculum. "Ich werde Arthur anrufen. Er soll den Ring umgehend ins Ministerium bringen. Dort wird er vor Neid und Gier geschützt sein."
Harry betrachtete den Ring misstrauisch. Er sah ganz normal aus, war mit einem funkelnden Diamanten besetzt und einige Symbole waren eingraviert. Eigentlich hatte er nichts bösartiges an sich. Eigentlich war er auch nicht bösartig...
Molly, eigentlich kein großer Fan von Muggeldingen wie einem Telefon, hatte Ron oft dabei zugeschaut, wie er Harry anrief. Und nachdem sie ein paar Mal auf den Zettel mit Arthurs Nummer geschielt hatte, und genauso vergangen war wie Ron, erreichte sie ihren Mann im Ministerium.
"Was glaubt ihr, weshalb das Oraculum hier ist? Mitten im See?", fragte Hermine auf einmal und sah sich in der Runde um.
"Von alleine kann es sich eigentlich nicht bewegen. Irgendjemand muss ihn dorthin gezaubert haben oder selbst hingelegt haben.", erklärte Bill. "Doch wieso sollte jemand so etwas tun?"
Eine weitere Minute kehrte Schweigen ein.
"Wer wollte uns in so eine Gefahr bringen?", fragte Ron. "Niemand lebt weit und breit hier, außer wir. Das war ganz klar auf uns abgesehen.", meinte er ganz panisch und fing sogar etwas zu zittern an.
"Quatsch, niemand wollte euch etwas antun. Jedenfalls nicht absichtlich, da bin ich mir sicher.", beruhigte Hermine und auch Harry pflichtete ihr bei: "Das war ein Zufall, wieso sollte der Ring denn in diesen See geworfen werden? Nur um euch etwas anzutun? Das ist doch unmöglich..."
"Aber, kann es denn sein?", stotterte Ginny und sah ihren größten Bruder an. "Kann es sein, dass uns jemand verletzen will?"
Bevor Bill zu einer Antwort ansetzen konnte, war Molly zurück.
"Einige Zauberer von Ministerium werden gleich kommen und den Ring beschlagnahmen.", kündigte sie an und scheuchte nun alle aus der Küche. "Geht wieder raus, an die frische Luft und habt Spaß. Kümmert euch nicht mehr um den Ring.", sagte sie und setzte ein Lächeln auf. Harry dachte kurz nach, ob Molly etwas verschwieg und ihr Wissen durch Lachen überspielte, doch kurz darauf stand er mit den anderen vor der Haustür und hörte nur noch ein "Plopp" aus dem Kamin, als die Zauberer des Ministeriums mit Flohpulver ankamen.
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Er konnte einige Sätze von Innen wahrnehmen, während die anderen wieder zurück zum See liefen, und was er erfuhr, war schockierend: Es gab all die Jahre ein Oraculum in Hogwarts, und seit gestern Nacht ist es unauffindbar. Wohlmöglich handelt es sich um dieses, welches eben noch auf dem Tisch lag, doch in dem Augenblick, in dem die Zauberer ankamen, war der Ring verschwunden. Einfach weg. Irgendjemand hatte ihn genommen.
Harry beschloss den anderen vorerst nichts zu sagen, rannte ihnen jedoch schnell hinterher um nicht den Eindruck erweckt zu haben, er hätte gelauscht.
Aber er wusste nicht, dass Fleur einige Meter weiter entfernt hinter einem Baum lehnte und ihn beobachtete.
Ein böses Grinsen machte sich auf ihrem Gesicht breit, und in ihrer Hand glänzte das Oraculum.
Kaum war Harry mit den anderen verschwunden, fasste Fleur Fuß und rannte so schnell sie konnte hinter dem Fuchsbau vorbei an das andere Ende des Waldes. Hier würde sie niemand vermuten, da der See genau gegenüber liegt.
Sie hatte eine kleine, geheime Lichtung entdeckt, welche durch das Sonnenlicht ausgiebig beschienen wurde.
Fleur setze sich ins Gras und legte das Oraculum vor sich.
"Wer hat dieses Oraculum nur gestohlen?", fragte sie sich laut. Einige Gedanken gingen ihr durch den Kopf. Gestern nacht bin ich doch durch den See auf das Hogwartsgelände geschwommen. Ich hatte den Ring sehen müssen, wenn er schon so hell golden glänzt. Das bedeutet, das Oraculum liegt weniger als 24 Stunden auf dem Grund des Sees. Nur wer sollte solch einen mächtigen Gegenstand besitzen und ihn dann in einem See verlieren? Die einzige Person, die mir dazu einfällt wäre der mysteriöse Zauberer von gestern nacht... Vielleicht hat er mich ja verfolgt und auch versucht durch das Portal zu kommen. Und unterwegs fiel ihm das Oraculum aus der Tasche und landete deshalb im See. Das wäre eine realistische Möglichkeit.
Je mehr die junge Veela den Ring betrachtete, desto mehr Ungereimtheiten taten sich auf. Sie nahm ihn in die Hand und suchte ihn von allen Seiten mit ihren Blicken ab. Geheimnisvolle Dinge und Zeichen waren eingraviert, doch Fleur hatte keinen Schimmer was sie wohl zu bedeuten hatten.
Aber wieso sollte ausgerechnet ein Zauberer im Besitz dieses Ringes sein? Und wenn er ihm wirklich gehört hätte: Warum setzte er ihn nicht ein, um mich zu töten? Er war immerhin ernsthaft dabei, und ein wenig Hilfe gegen mich hätte ihm sicher nicht geschadet.
Da Fleur tief in ihre Gedanken vertieft war, bemerkte sie erst gar nicht, dass sie sich mittlerweile nicht mehr auf der kleinen Lichtung befand. Der Ring drückte für einen kurzen Moment mit unsichtbarer Kraft auf die Nerven in ihrer Hand, und während sie zusammenzuckte veränderte sich ihre Umgebung drastisch: Alles war schwarzweiß und Fleurs Sicht war nun aus der Luft. Sie sah unter sich den See, doch die andere befanden sich nicht dort. Ein gewaltiges Beben erschütterte den Grund, und plötzlich tat sich die Oberfläche auf und spie riesige Massen Wasser in die Luft. Wie ein Geysir spritze das Wasser aus dem See nach oben, doch als dieser sich wieder beruhigt hatte, bekam Fleur einen Blick auf Hermine, die dort hilflos um Wasser trieb. Ohne jegliche Kraft paddelte sie mit ihren Armen und schrie panisch um Hilfe. Irgendetwas zog sie wieder für eine Weile unter Wasser, und nach einer erneuten Reihe von Wasserstößen, kam auch Hermine wieder an die Oberfläche. Doch diesmal schwächer als zuvor. Fleur fragte sich, wie lange Hermine wohl schon in der Gewalt des Wassers war. Doch ehe sie Hermine weiter beobachten konnte, wechselte ihre Umgebung erneut.
Diesmal sah sie Ron, wie er gerade in Hogwarts durch die Gänge streifte. Und wieder war alles in Graustufen getönt. Nach einigen Blicken aus den Fenstern hinaus stellte Fleur fest, dass es bereits tiefste Nacht war. Sie beobachtete Ron – mehr oder weniger freiwillig – eine Weile, dann erreichte er die Eingangshalle, die er durchschritt und durch das große Eichenportal verließ. Er befand sich nun draußen, und stieg die steinernen Stufen zu Hagrids Hütte hinunter. Schnell hechtete er dorthin, und spürte, wie es plötzlich anfing zu nieseln. „Na super…“, murmelte er, doch schon bald hatte er die Hütte erreicht.
Fleur wunderte sich, was Ron dort wohl wollte. Doch Ron interessierte sich gar nicht für die Hütte, und genauso wenig für Hagrid. Er ging geradewegs in den Verbotenen Wald. Der Lag ziemlich düster und unheimlich daneben und in der nächtlichen Stille war nur das Knirschen der Äste zu hören. Hin und wieder heulte eine Eule oder gar ein Wolf, doch die Schüler von Hogwarts, und so auch Ron, waren das gewöhnt.
Der Wind zischte wie eine Schlange an Fleurs und Rons Ohren, und gab ab und zu ein rasselndes Geräusch von sich.
Fleur Sichtweise wurde nun breiter, da sie sich vom Erdboden entfernte und, wie bereits zuvor am See, hoch über dem Wald befand. Sie sah Ron als kleinen Menschen, wie er das Gehölz betrat, und ehe sie sich wundern konnte, was Ron tat oder weshalb sie das alles eigentlich sah, wurde sie von Rons Schmerzensschrei erschüttet. Verängstigt verzog Fleur das Gesicht, schließlich war ihr im Laufe der Zeit Ron wie ein Bruder ans Herz gewachsen.
Einige Lichtreflexe zogen an ihr vorbei, dann befand sie sich wieder auf der Lichtung. Es war hell, und die Sonne leuchtete ihr entgegen. Der plötzliche Rückfall in die Realität, kam so plötzlich, dass Fleur den Ring erschrocken ins Gras fallen ließ und nach hinten umfiel. Etwas hart schlug sie mit dem Rücken auf, doch sie versuchte das Gesehene zu verkraften. Wieso sah sie Hermine und Ron sterben?
Ihre Atmung war unregelmäßig, und ihr Puls raste. Auch wenn das ganze schwarzweiß gewesen ist, war Fleur sehr beängstigt und besorgt. Sie wusste nur zu gut, was für eine Macht das Oraculum hatte, und ihr wurde klar, dass dieser Ring einem Wesen mit reiner Seele die Zukunft vorhersagen konnte. Je mehr sie darüber nachdachte, desto stärker zitterte sie. Da sie nun als einzige wusste, dass Ron und Hermine bald sterben würden, und niemandem davon erzählen durfte (sonst hätte sie ja erklären müssen, dass sie das Oraculum hatte) belastete sie sehr. Wem konnte sie dies schon anvertrauen, ohne als Diebin oder dergleichen dargestellt zu werden? Fleurs Kopf schien zu explodieren, da sie zweifelhaft überlegte, was schlimmer wäre: Als Diebin entlarvt zu werden, oder mitunter dafür zu Sorgen, dass Hermine und Ron sicher sterben würden? Eigentlich sollte die Antwort klar sein, doch Fleur zögerte.
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

ich glaub, mir is n fehler unterlaufen...die ff sollte eig gar nich unter fertige ff's sein...naja...jetzt is auch egal....

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Janine0906
Ausgebildeter Zauberer


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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

Der Anfang gefällt mir, ich bin nur etwas irritiert. Also stirbt DD, aber es wird nicht mehr erwähnt, oder was bedeutet das?
Bitte weiter!! Very Happy

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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

ja genau, der stirbt, abba das kommt jetzt nich mehr drin vor Wink
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Kapitel 2 - Die Rückkehr
Fleur beschloss das, was sie gesehen hatte, für sich zu behalten. Sie wusste, dass sie nicht tatenlos dasitzen konnte, deshalb bemühte sie sich immer im Hinterkopf zu haben, dass Hermine und Ron sich niemals wieder dem See oder dem Verbotenen Wald nähern sollten. Wenn sie das nicht taten, wäre alles in Ordnung.
Fleur wusste genau, dass sie das nie hinbekommen würde, doch die Angst war zu groß, um mit jemandem ihrer Erfahrungen zu teilen. Sie wählte den Mittelweg, und hoffte, dass es ihr gelang.
Die letzten Tage der Ferien verliefen relativ unspannend: Fleur sorgte immer dafür, dass die Exkursionen zum See ausblieben, und sie stattdessen kleine Trolle jagten oder in die Winkelgasse aufbrachen.
Harry, Ron, Hermine und Ginny hatten ihre Bücherlisten per Eulenpost erhalten, und deshalb waren sie noch am selben Tag aufgebrochen um ihre Einkäufe zu erledigen.
Anders als in den Jahren zuvor, stieß ihnen nichts Schreckliches zu. Sie sahen nicht mal einen Ansatz von Malfoys blonden Haaren, noch bekamen sie es mit irgendwelchen Zauberern in der Nocturne Gasse zu tun. Harry hatte schließlich gelernt mit Flohpulver zu reisen. Und so vergingen die Ferien, ohne weitere Meldungen über den Einbruch bei Hogwarts, oder Informationen über das Oraculum.
Fleur hielt den Ring nämlich gut versteckt in ihrer Hosentasche, mit einem Schutzzauber belegt, damit ihn niemand aufspüren konnte. Sie wollte schließlich auf Nummer sicher gehen.
Erst am Abend vor der Abreise nach Hogwarts ereignete sich wieder etwas:
Die gesamte Familie Weasleys und ihre eingeladenen Freunde wie Harry und Hermine hatten fertig zu Abend gegessen, und sich wieder in ihre Zimmer verkrochen.
Ron und Harry teilten sich den Dachboden und begannen zu packen.
"Was denkst du, wir dieses Jahr passieren?", fragte Ron und stopfte seine Kleidung sorglos in den alten, braunen Koffer.
Harry verstand nicht recht: "Was meinst du?"
"Na, jedes Mal ist uns etwas widerfahren. Der Stein der Weisen, die Kammer des Schreckens, die Geschichte mit Sirius und den Dementoren, dann das Trimagische Turnier oder der Kampf im Ministerium. Und nicht zu vergessen....", Rons Stimme senkte sich etwas. "Dumbledores Tod."
Harry fühlte sich plötzlich unwohl, hier im Fuchsbau neben Ron. Er wollte sich immer noch nicht mit dem Tod des Schulleiters abfinden. Schließlich war er mehr als nur ein Direktor. Im Laufe der Zeit war er Harry sehr ans Herz gewachsen, als Freund, Lehrer und mächtiger Zauberer.
Harry hatte nicht viel nachgedacht, wie die Zeit nun werden würde. Er versuchte die Gedanken zu verdrängen, bis es nicht mehr ging.
"Ich hoffe, dass dieses Jahr ein ruhiges Jahr wird. Schließlich ist es unser letztes an der Schule und wir haben genug mit dem Schulstoff zu tun. Da brauchen wir keine anderen Zwischenfälle.", fand er und klappte seinen Koffer mit einem lauten Klatschen zu. "Entschuldige mich."
Harry warf einen kurzen Blick zu Ron, dann verließ der die Dachkammer durch die Tür. Er wollte rausgehen und ein wenig frische Luft schnappen, und hauptsächlich eine Konfrontation mit Dumbledores Tod zu verhindern.
Beim Hinausgehen ging er an Hermines und Ginnys Zimmer vorbei, die auch mitten im Packen waren und sich über die Quidditchmannschafften unterhielten. Gegenüber diesem Zimmer, waren Fleur und Bill, jedoch drang dort kein Laut heraus. Vielleicht waren sie ja ausgegangen.
Im Erdgeschoss begegnete Harry den beiden Weasley-Eltern, die am Kamin saßen und ihre raren gemeinsamen Minuten genossen.
"Willst du noch raus?", wunderte sich Molly, als Harry sich fasst lautlos an ihnen vorbei geschlichen hatte.
Augenblicklich blieb er stehen, seufzte und drehte sich um. "Ich brauche noch ein wenig frische Luft, ich werde nicht weit gehen."
Arthur nickte. "Aber komm bald wieder zurück, ja?“
„Ja.“, antwortete Harry kurz und knapp und stieß die Tür nach draußen auf. Sofort kam ihm ein kühler Windhauch entgegen. Der Tag war zwar sonnig und warm gewesen, doch nun in der Dämmerung kühlte alles wieder ab. Die Sonne schickte ihre letzten Strahlen, dann machte sie sich auf, hinter dem Wald zu verschwinden.
Zur gleichen Zeit betrat Fleur im ersten Stockwerk das gemeinsame Zimmer von ihr und Bill. Der war nämlich gerade in eine lange Diskussion über den Einbruch in Hogwarts mit seinem Vater verwickelt, und Fleur hatte sich auf nach oben gemacht, um früh schlafen zu gehen. Denn morgen würde ihr erster Tag als Lehrerin in Hogwarts beginnen. Als die letzten Stellenausschreibungen bei ihr eingetroffen sind, hielt sie es für richtig, sich um die Stelle der Lehrerin für Kräuterkunde zu melden. Ihr Englisch hatte sie bei Gringotts perfektioniert, und deshalb hielt es das Kollegium von Hogwarts für richtig, sie einzustellen.
Mit ein paar schöne Gedanken an ihre Zukunft mit der Familie Weasley, der Hochzeit mit Bill und ihrer Stelle in Hogwarts, ging sie lächelnd zu Bett und schob den Ring dabei behutsam unter ihr Kopfkissen.
„Ich bin gespannt, was der Tag morgen bringt.“, dachte sie, und plötzlich überkam sie wieder ein Einblick in die Zukunft. Der kurze Kontakt mit dem Ring, während sie ihn aus ihrer Tasche geholt und unter ihr Kissen gelegt hatte, reichte bereits aus, um sie erneut abdriften zu lassen.
Ihr Gesicht verzog sich schmerzhaft, und einige Sorgenfalten bildeten sich auf ihrer Stirn. Fleur lag mit geschlossenen Augen sehr angespannt auf dem Bett und zuckte zusammen, als sich das Bild wieder von ihr löste. Wieder einmal musste sie in die Zukunft sehen. Wieder einmal schwarz weiß. Doch diesmal sah sie niemanden sterben, sondern etwas weitaus merkwürdigeres. Und dann wurde ihr klar, dass sie noch einmal nach Hogwarts gehen musste. Und zwar diese Nacht.
Kaum war sie sich klar darüber geworden, zauberte sie sich ihr Wasser abweisendes Kleid herbei und schlüpfte hinein. Es war dasselbe, das sie bei ihrem ersten Ausflug getragen hatte.
Doch plötzlich verharrte sie, und lauschte, was draußen auf dem Gang geschah. Sie hörte, wie jemand die Treppen von unten hochkam, und sich dem Zimmer näherte.
Oh nein! Das ist Bill! Wenn er mich so sieht!, dachte Fleur und überlegte rasch, was sie nun am besten machen würde. Ich muss verschwinden.
Schnell ergriff sie den Ring, steckte ihn ein und nahm ihren Zauberstab zur Hand. Bill war nur noch wenige Schritte entfernt. Fleur ging unsicher an die Wand zurück, als sie nach ein paar Schritten spürte, dass sie dort endgültig angelangt war.
Bill umfasste den runden Knauf der Tür, drehte daran und Fleur hörte, wie das Schloss klickte und die Tür weiter aufging. Die Zeit war viel zu knapp gewesen um das Kleid auszuziehen und wegzuzaubern oder riskieren zu können, sich selbst mit wegzuhexen.
Meine einzige Möglichkeit ist wohl ein non verbaler Zauberspruch, dachte sich Fleur und konzentrierte sich stark, da Bill gerade die Tür öffnete.
„Fleur?“, fragte er und schaute sich um. Doch alles was er vorfand, war ein leeres Zimmer. „Bist du hier irgendwo? Fleur?“
Harry hatte mittlerweile die ganze Zeit unten an der Hauswand gelehnt, und seinen Blick starr auf die Scheune gerichtet. Seine Füße fühlten sich nass und kalt an, da der Boden mit Schlamm und feuchtem Gras übersäht war, und auch der eisige Wind, der mit der Nacht kam, zehrte an ihm.
Erst als das Licht aus Bill und Fleurs Zimmer im ersten Stock ausgelöscht würde, und es wieder stockdunkel draußen war, besann er sich und marschierte mit ein paar großen Ausfallschritten über Pfützen hinweg zurück in den Fuchsbau.
„So ein dreckiges Wetter… Mein Geburtstag vor ein paar Tagen war der letzte warme Tag. Und jetzt, bah, so was hier.“, murmelte er etwas enttäuscht über den raschen Wetterumschwung ins herbstliche und kickte einen Brocken herumliegender Erde nach vorn. Plötzlich hörte er ein leises Zischen. Augenblicklich verharrte er, und lauschte, während er bereits aus dem Matsch auf den trockenen Boden des Hofs gelangt war. Unwissend, was ihn erwartet, drehte sich Harry um und sah in die Dunkelheit. Aber! War das nicht der silberne Schopf von Fleurs Haar? War sie eben etwas appariert? Sie hatte Beauxbatons erfolgreich abgeschlossen, sie beherrschte bestimmt die Fähigkeiten dazu. Verursachte dies etwas das Geräusch, welches Harry eben gehört hatte?
Er hörte, wie irgendetwas (oder irgendjemand) durch das nasse Gras streifte und sich vom Fuchsbau entfernte.
Kurz zögerte er und haperte mit sich selbst, doch dann siegte seine Neugier mal wieder über ihn und trieb ihn der mysteriösen Gestalt hinter her. War dies nun Fleur oder war sie es nicht?
Zum größte Teil verließ er sich bei seiner Verfolgung auf die Geräusche, die die Gestalt verursachte. Doch ab und zu sah er das silbrige Haar glänzen, und so verlor er nie die Spur.
Harry jagte noch bis zum See, dann verlor er jegliche Spur.
„Fleur? Bist du hier irgendwo?“, er hatte kein Wort gesprochen, da er sich nicht verraten wollte. Doch nun war es an der Zeit, schließlich müsste sie ihn auch schon längst bemerkt haben. Anders als Harry es erwartet hatte, gab es keine Reaktion. Eine Weile suchte er die Gegend mit seinen Blicken ab, dann blieb er am See hängen, da Fleur plötzlich von links aufgetaucht war, und direkt ins Wasser rannte.
Und diesmal war er sich sicher, dass es Fleur war.
War sie es also? Hatte sie das Oraculum auf den Grund des Sees gelegt??, wunderte er sich und ohne weiter nachzudenken, trat er die Verfolgung an. Er spürte das Eiswasser an seinen Füßen, und wie die Kälte an ihm hoch kroch, doch das beunruhigende Gefühl, etwas großem auf der Spur zu sein, trieb ihn weiter voran.
Fleur war bereits unter getaucht. Offenbar schien ihr die Kälte des Sees nichts ausmachen.
Harry verlor nach kurzer Zeit auch den Grund unter den Füßen, und ihm blieb nichts anderes übrig als ebenfalls unter zu tauchen, sonst würde er Fleur verlieren und umsonst ins Wasser gestiegen sein.
Sofort wurde er von tiefer Dunkelheit eingehüllt, als draußen bereits herrschte. Er konnte nicht einmal hinunter bis an seine Füße sehen.
Verzweifelt sah Harry sich um und versuchte Fleur zu sehen, doch es gelang ihm nicht. Der Wasserdruck schnürte ihm die Kehle zu, die Kälte drohte ihn zu erfrieren und er war ohne jede Aussicht verloren.
Er fühlte, wie sein Gehirn begann sich zu verabschieden, als ihn eine Hand an der Schulter packte und herum riss.
Er starrte direkt in Fleurs Gesicht. Ihr Haar schwebte sanft im Wasser, und ein weißes Leuchten ging von ihr aus, sodass der See komplett hell war. Ihre Haut war glatt, ihre Lippen rot und ihre Augen leuchteten traumhaft.
Fleur legte ihren Finger auf den Mund, und deutete Harry an zu schweigen. Ein leichtes Schütteln mit ihrem Kopf zeigte ihm, dass er das Geheimnis für sich wahren sollte.
Und bevor er vollkommen das Bewusstsein verlor, gab die Veela ihm einen kräftigen Stoß, der ihn an die Oberfläche schleuderte.
„Wo bleibt Harry bloß? Er sollte längst wieder zurück sein.“, meinte Molly Weasley besorgt. Sie stand in einen Bademantel gewickelt am Küchenfenster und spähte hinaus auf den nächtlichen Hof.
„Jetzt mach dir mal keine Sorgen. Ihm wird schon nichts passiert sein.“, versuchte Arthur Weasley sie zu beruhigen und trat an ihre Seite. Doch obwohl er es nicht zugeben wollte, nagte auch an ihm ein Beunruhigendes Gefühl. Harry wollte nur kurz frische Luft schnappen gehen, doch er ist bereits seit einer halben Stunde weg.
„Könntest du nicht bitte rausgehen und nach ihm sehen? Es ist doch schon so dunkel! Bitte, Arthur.“, flehte Molly, die sich um Harry sorgte, als ob er ihr eigener Sohn wäre, und nervös von dem einen auf den anderen Fuß tippelte. „Bitte.“
Artuhr seufzte, besann sich dann jedoch: „Meinetwegen. Ich hole nur schnell meinen Mantel.“ Und schnurstracks lief er an die Garderobe, streifte sich seine Jacke über und schlüpfte in ein paar dreckige Stiefel, die auf einem Fußabtreter naher der Tür standen, und gab Molly ein Küsschen. „Ich bin gleich wieder da.“
Damit verließ er das Haus und trat in die Kälte nach draußen.
Zur selben Zeit trat Fleur aus dem Hogwarts See empor. Wieder einmal hatte sie es geschafft, die Oberfläche zu einem Portal zu machen und die schweren Schutzvorkehrungen von Dumbledore zu überlisten. Es war beruhigend zu wissen, dass der alte Mann auch nicht alles unter Kontrolle haben konnte. Er war zwar sehr weise und gerissen, doch letztendlich auch nur ein Mensch.
Fleur hingegen war nur zur Hälfte ein Mensch, und zur anderen eine Veela. Dies erlaubte ihr Dinge wahrzunehmen, die man unter normalen Umständen nicht sehen konnte.
Ihr Haare hingen ihr nass über die Schultern und beim Gehen rutschten ihr ab und zu einige Strähnen ins Gesicht. Sie hatte Mühe, den Halt mit nassen Füßen auf den glitschigen Steinstufen zu bekommen, doch sie stand fest und erreichte bald das große Portal, durch das sie ohne große Mühe schlüpfte.
Als es hinter ihr ins Schloss fiel, dröhnte ein lauter Knall, der durch das Zuschlagen ausgelöst worden war, durch die riesige Eingangshalle. Fleur lehnte sich mit dem Rücken an eine der kalten Steinwände, um weg vom Portal zu kommen und horchte kurz. Es war ziemlich dunkel in der Halle, die einzige Lichtquelle war der Schimmer des Mondes. Fleur zog ihren Zauberstab unter ihrem Kleid hervor, flüsterte „Lumos“ und brachte so etwas mehr Licht in das Geschehen.
Mit leisen und bedachten Schritten schlich sie sich in den ersten Stock, vorbei an Glasvitrinen, den schlafenden Bildern und den ruhenden Treppen. Diese waren in den Ferien inaktiv.
Fleur ließ noch einmal ihren Einblick in die Zukunft in ihrem Zimmer Revue passieren. Mit ihrem inneren Auge sah sie noch mal Dumbledores Büro vor sich, und diese Oraculum auf seinem Tisch. Völlig unbehütet und achtlos lag es dort, und es war das richtige. Nicht das, welches Fleur bei sich trug. Es war zwar auch eine Art Oraculum, und konnte ihr ebenfalls die Zukunft sagen, doch es hatte nicht die gigantische Macht, die eben dieses Oraculum mit sich trug. Und Fleur musste das wahre haben.
Sie hatte gedacht, ihr erste nächtlicher Ausflug wäre ihr letzter gewesen, doch ihre Beute zeigte ihr die Wahrheit: Sie würde heute noch einmal dorthin zurück gehen müssen, noch bevor die Schule beginnen würde.
Da die Treppen ja inaktiv waren, blieb ihr nichts anderes übrig, als die klaffenden Löcher zu überspringen. Irgendwie musste sie ja in den nächsten Stock kommen, und wenn die Treppen nicht aneinander geschoben waren, sprang sie vom letzten Absatz auf den links davon liegenden und stieg dort die Treppen hinauf.
Letztendlich kam sie im dritten Stockwerk an, und vor ihr lag der Weg zum Dumbledores Büro. Doch im Gegensatz zu dem, was normalerweise erforderlich gewesen wäre um diesen Raum zu betreten, reichte bei Fleur nur ein gewisser Blick, und schon drehte sich der Vogel, der den Weg zur Treppe versperrte, von alleine und gab den Eingang frei.
Ein letztes Mal sah Fleur zurück, dann steig sie hinauf.
Immer noch beleuchtete ihr Zauberstab ihre Umgebung, und so konnte sie sich mühelos in dem fast schwarzen Raum bewegen.
Sie hörte die Figuren in den lebenden Bildern schnarchen, und schlich leise voran, um keinen von ihnen aufzuwecken. Wo ist nur dieses Oraculum?, fragte sie sich. Mittlerweile war sie an dem Tisch angelangt, den sie in ihrem Einblick gesehen hatte, doch der Ring war nicht da. Hatte ihre Kopie des wahren Oraculum sie etwas hinters Licht geführt?
Doch Fleur wusste genau, dass diese mächtigen Ringe nie die Unwahrheit sagen. Folglich musste das echte Oraculum bereits in anderen Händen sein. Mitunter in den falschen.
Eine ganze Weile suchte Fleur weiterhin nach dem Ring, doch sie fand ihn einfach nicht. Egal in welche Schublade, in welchen Schrank, auf welches Regal oder unter welche Kommode sie auch sah: Das echte Oraculum war nicht auffindbar.
Fleur wollte nicht, doch sie musste der Wahrheit ins Auge sehen. Sie spürte, wie ein gewisses beunruhigendes Gefühl in ihr Aufstieg, welches ihr große Sorgen bereitete: Wenn ihr gefälschtes Oraculum trotzdem die Zukunft zeigte, und dort das oraculum noch zu sehen war, kann es nicht lange entfernt worden sein. Ihr Kontrahent musste also noch in der Umgebung sein, und Fleur musste ihn finden. Wenigstens um herauszufinden, wer ihr die Show stahl.
Entschlossen verließ Fleur Dumbledores Büro, ohne auch nur die geringste Spur zu hinterlassen. Beim Gang nach draußen vergewisserte sie sich, dass ihr Gegner sie nicht sah, bevor sie ihn sehen konnte. Doch als der Gang leer war, hechtete sie diesen leise entlang, genauso wie die folgenden Korridore.
Als sie am Treppenhaus angelangt war, konnte sie einen Blick auf die restlichen Stockwerke werfen. Sie neigte ihren Kopf nach oben und konnte so gut drei Stockwerke nach oben sehen. Aber sie sah niemanden.
Jetzt blickte sie nach unten, wobei die Treppen bereits nach einem Stockwerk im Schwarzen Nichts verschwanden, welches auch die Sicht auf übrige Gänge verdeckte. Fleur harrte eine Weile aus, bevor sie weiter ging. Ihr Gefühl sagte ihr, dass sie noch abwarten sollte. Und keine Minute später zeigte sich, dass Fleur richtig gehandelt hatte: Sie hörte, wie etwas dumpf auf einer der unteren Treppe aufschlug, die weiteren Stufen hinunterrollte, und dann (da die Treppen ja unbeweglich waren und somit plötzlich in der Luft endeten) über den Absatz hinausgewirbelt wurde und unsanft auf dem Boden der Eingangshalle aufprallte. Der laute Knall, der sogleich das Ende der unfreiwilligen Reise war, hallte durch ganz Hogwarts, da es sonst totenstill war.
Fleurs Herz begann auf einmal schneller zu schlagen, denn sie hatte denjenigen gefunden, der das wahre Oraculum haben musste. Schließlich konnten sich in dieser Nacht nicht viele Menschen herumtreiben, die auf den Ring aus waren.
Sie musste nun schnell handeln, also ging sie mit schnellerem Tempo und weitaus leiser als ihr Konkurrent die Treppenstufen hinab und kam so geschwind in der Eingangshalle an. Wie sie es schon erwartet hatte, ging die Verfolgung außerhalb Hogwarts weiter. Fleur verließ das Schloss, und bekam von draußen sofort eine kühle Brise der Nachtluft ab. Das Rennen hatte sie mittlerweile sehr aufgewärmt, und da sie nur mit einem Kleid bekleidet war, fror sie rasch.
„Wo ist der nur hin?“, wunderte sich Fleur und sah sich um. Mit einer gewissen Sicherheit war sie überzeugt, dass es sich hier um einen Er handeln musste – nicht um eine Sie.
Für kurze Zeit dachte sie, sie hätte die gesuchte Person gesehen, doch leider täuschte sie sich und sah stattdessen den Schatten einer Eule. Sie hatte ihr Ziel wohl verfehlt.
Gerade wollte sie sich niedergeschlagen und erfolglos auf den Weg zum See zurück machen, als irgendjemand von hinten an sie ranstürmte und sie nach vorne umriss.
Gemeinsam und Arm in Arm rollten beide den Grashang hinunter und kamen schließlich auf einer geraden Ebene zum Liegen.
Das ist er!, schoss es Fleur durch den Kopf und sie versuchte sich aufzusetzen, da sie auf dem Rücken lag. Doch just in dem Moment, drückte ihr Angreifer sie wieder zurück auf den Boden und eine Rangelei entstand, bei der Fleur durch geringe Kraft unterlegen war. Ihre Hände und ihr gesamte Körper waren auf den Boden gedrückt, und nur ihren Kopf konnte sie noch frei bewegen. Ein verzweifelter Hilfeschrei war umsonst, und in dieser panischen Situation konnte sie keinen klaren Gedanken für eine Zauberformel fassen.
„Wer bist du?“, presste sie hervor. „Lass mich los!!“, rief sie empört und versuchte sich immer noch zu befreien.
„Shhh!“, hauchte ihr Gegner, und zum ersten Mal seit ihrem Aufeinandertreffen entspannte sich die Lage etwas. Er ließ von seinem kräftigen Griff ab und legte seine Finger auf die Lippen, während Fleur sich beruhigte und still da lag.
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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Und dann trat der Moment ein, der das Rätsel lösen sollte. Der Moment, indem Fleur den Großteil ihrer Fragen beantwortet bekommen würde: Der Mann über ihr bewegte endlich seine Hand an seine Kapuze und zog sie langsam nach hinten. Und Stück für Stück konnte man sein Gesicht sehen, und trotz des düsteren Mondlichtes konnte Fleur erkennen, wer auf ihr lag. Cedric Diggory.
„Cedric?“, entfuhr es ihr mit einem Ton, der verriet, dass sie es kaum glauben konnte. „Aber du bist doch…“
„Tot?“, vollendete Cedric den Satz und schüttelte den Kopf. „Nein, das war ich noch nie.“ Cedric schaffte es mit Leichtigkeit auf die Beine zu kommen, danach streckte er die Hand aus und half Fleur dabei.
„W-wie?“, stotterte Fleur, immer noch halb benommen. Sie stand etwas hilflos im nassen Gras des Geländes, wohingegen Cedric standhaft und stark auftrat. „Ich dachte, der… Avada Kedavra Fluch hätte dich getroffen. Das hat Harry Potter gesagt, und auch die Ärzte sowie Dumbledore. Du warst tot. Ich habe es selbst gesehen.“
„Das was du gesehen hast war nur mein leerer Körper. Meine Seele ist bereits bei der Reise mit dem Portschlüssel verloren gegangen. Ich war zwar für kurze Zeit auf dem Friedhof anwesend, doch nur um Harry darum zu bitten, dass er meinen Körper mitnimmt. Denn ich dachte damals, ich wäre wirklich tot.“
Fleur stockte der Atem, je mehr sie von dieser Geschichte hörte. Niemals hätte sie sich ausgemalt, dass diese Nacht so verlaufen würde.
„Doch schon nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, dass ich noch am Leben bin.“, fuhr Cedric fort und machte einen Schritt auf Fleur zu. „Ich fand meinen Körper und kehrte zurück.“
Eine Weile herrschte Stille, da Fleur das Gehörte erst einmal verarbeiten musste. Dann fing sie an Cedric zu fragen: „Wie überlebt man den Todesfluch?“
„Fleur, der Fluch war nicht auf mich gerichtet, sondern nur auf meinen Körper. Die Macht und Energie griff nicht auf mich über, ich bleib unverletzt.“
„Und wieso konntest du deinen Körper verlassen? Was hat dich am Leben erhalten?“, wollte Fleur wissen, wobei sie versuchte sich so gut wie möglich ein Bild der Situation zu machen.
„Wie einst bei Harry Potter: Die Liebe.“, sagte Cedric sanft, und auf einmal wich ein weiterer Teil der Spannung zwischen den beiden. Der einstige Kampf hatte sich nun in ein ruhiges Gespräch verwandelt, und das Oraculum war nur noch Nebensache.
„Liebe? Weiß Cho denn davon?“
Cedric lachte kurz auf. Dann legte er seinen Arm um Fleurs Schulter und ging ein Stück mit ihr zum See.
„Nein, Cho weiß nichts davon. Sie hat allerdings auch keinen Grund es zu wissen.“, fand er und betrachtete das Wasser.
„Wieso dass denn? Eure Liebe hat den Tod überwunden! Das ist … unglaublich!“, meinte Fleur und riss sich aus Cedrics Griff los. Es fiel ihr zwar immer noch schwer zu glauben, dass Cedric zurück ist. Doch sie fand es bewundernswert, dass er den Tod überwunden hatte. Ihre Gedanken schweiften einige Jahre zurück, in die Zeit des Trimagischen Turniers. Sie hatte bitter geweint, als Harry Potter mit dem toten Cedric zurückkam. Sie waren sich nicht sonderlich nahe gekommen, doch eine gewisse Freundschaft war entstanden.
„Fleur, ich glaube wir sollten ein andermal darüber sprechen. Ich kann mir vorstellen, dass das alles ein bisschen viel auf einmal ist. Doch bitte versprich mir: Niemand darf von meiner Rückkehr erfahren, sofern ich es nicht selbst bekannt mache. Du bist die einzige Person, die es weiß. Nicht einmal mein Vater weiß davon.“, eröffnete Cedric und brachte Fleur damit in eine zwiespältige Lage.
„Versprich es mir.“
„Ich verspreche es.“, sagte Fleur und wandte ihr Gesicht vom See ab, hin zu Cedric. „Aber warum ich? Wieso bin ich die einzige?“
Cedric lächelte und streifte mit der Hand durch sein braunes, leicht gewelltes Haar.
„Fleur, deine Augen sind wunderschön.“
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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 16:20    Titel: Antworten mit Zitat

Kapitel 3 – Der dritte Ring

Mit dem typischen Pfiff rauschte der rote Hogwarts-Express am nächsten Mittag von Gleis 9 ¾ ab. Glückliche Erstklässlereltern standen winkend am Gleis; die Eltern von Schüler höherer Klassen winkten nicht ganz so stolz, sondern eher etwas gediegener – fast in Routine. Als der Zug um die Kurve bog, und nur noch dichte Dampfschwaden zu sehen waren, leerte sich das Gleis rasch.
Das Wetter war einwandfrei, es regnete nicht, und man hatte einen schönen Blick auf die Felder, die vorbeizogen. Je schneller der Zug wurde, desto verschwommener erschien die Umgebung. Mit der Zeit waren die Äcker nur noch als grünbraune Streifen wahrzunehmen, und so lehnte sich Fleur in ihrem Lehrerabteil mit dem Kopf gegen die Scheibe und starrte nach draußen in die Leere.
Neben ihr saß Severus Snape, ihm gegenüber Sybill Trelawney (welche Snape sehr verachtete); der Platz gegenüber Fleur war leer.
Plötzlich wurde die Abteiltür rabiat aufgerissen, und eine genervte Professor McGonagall stürmte herein. Sie zog die Tür hinter sich zu und ließ sich auf den freien Platz neben Professor Trelawney fallen.
„Entschuldigen sie, dass ich so spät komme. Aber ich hatte noch einige Dinge bezüglich…“, sie stockte etwas.
„Ihrer neuen Position als Schulleiterin?“, setzte Snape süffisant fort.
„Richtig, Severus.“, befand Professor McGonagall. „Ich hatte noch einige Dinge bezüglich meiner neuen Position zu erledigen. Sie können sich nicht vorstellen, wie viel Arbeit das ist.“
„Kann ich nicht?“, wunderte sich Snape, wieder mit diesem spöttischem Unterton in der Stimme.
Professor McGonagall sah keinen Sinn mehr, dieses Gespräch weiter zu führen und schwieg daraufhin.
Die übrigen Lehrer waren Großteils schon heute morgen in Hogwarts angereist, doch Professor Trelawney zog die Fahrt mit dem Hogwarts-Express vor, Severus Snape war bis heute Mittag auf einer Reise gewesen, und Fleur Delacour hatte ihr erstes Jahr als Lehrerin in Hogwarts.
Professor McGonagall selbst musste als neue Schulleiterin im Zug mitfahren.
„Ist alles in Ordnung mit ihnen, Fleur?“, fragte sie schließlich besorgt und lugte über ihre Brillengläser hinaus auf Fleur, die etwas abwesend wirkend aus dem Fenster blickte.
Sofort schreckte sie auf.
„Mit mir? Nein, ich hab nur gerade nachgedacht.“, sagte Fleur und nickte höflich.
Man sah, wie die Besorgnis aus Professor McGonagalls Gesicht wich, und sie sich entspannt zurücklehnte. Sie hat es nicht leicht, dachte Fleur und überlegte, welche Melodie wohl in Professor Trelawneys Kopf herumspuckte, da diese fröhlich vor sich hin
wippte.
Severus Snape saß still auf seinem Platz und Fleur begann wieder an Cedric
zu denken, an die rätselhafte Begegnung und was für Folgen sie mit sich ziehen würde.
Sie war froh, dass er wieder da war, und keinerlei Dränge verspürte, sein
letztes Schuljahr nachzuholen und den Abschluss zu schaffen.
Denn das schlimmste, was ihr jetzt passieren konnte, war, Cedric nun jeden
Tag in Hogwarts sehen zu müssen. Und das, nachdem er für tot erklärt war!
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Janine0906
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BeitragVerfasst am: 24.01.2008, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Tolle Chaps!!! Cedric ist also nicht tot, das ist ja super!! Ich finds nur komisch, das es keiner weiß, ich meine noch nicht einmal sein Vater... Confused
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BeitragVerfasst am: 24.01.2008, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

„Wir haben jetzt 9 Schockofrösche, 13 Kürbispasteten, 12 Blasekaugummis, 8 und 7 Kesselkuchen. Damit sollten wir den Rest der Fahrt überstehen.“, höhnte Ron im hinteren Teil des Zuges, und balancierte seine Süßigkeiten vorsichtig im Gang entlang. Harry und Hermine liefen ihm hinterher, und beobachteten etwas skeptisch, wie Ron so voll belanden herumtorkelte.
„Sollen wir dir wirklich nichts abnehmen?“, fragte Hermine noch einmal, doch Ron schüttelte den Kopf.
„Nein, das geht schon. Krieg ich hin.“, befand er und stieß mit dem Fuß eine herumstehende Tasche aus dem Weg.
„He!“, schimpfte es aus dem angrenzenden Abteil. Ein kleiner Junge mit schwarzen Haaren zog ärgerlich seine Tasche zu sich. „Pass doch auf, wo du hinläufst!“
„Pass du auf, wo du dein Gepäck abstellst.“, raunte Harry zurück, bevor ihm die Tür des Abteils vor der Nase zugeschoben wurde.
„Waren wir auch so frech?“, wunderte sich Hermine. „Oder sind die Rotzbengel einfach schlimmer geworden?“
„Also, wenn du mich fragst, waren wir auch so. Nur denke ich, dass wir das damals einfach nicht als frech empfunden haben.“, sagte Harry und fing einen Schockofrosch auf, der von Rons Armen purzelte.
„Danke.“, murmelte dieser und atmete erleichtert auf, als sie an dem Abteil ankamen, dass sie sich mit Neville teilten.
Hermine öffnete zuvorkommend die Tür, und Ron ließ die ganzen Süßigkeiten auf die freie Polsterbank fallen.
Hermine setzte sich neben Neville, Ron und Harry schaufelten die Leckereien etwas zur Seite, und setzten sich dann ebenfalls.
„Wow!“, staunte Neville. „Da habt ihr ja mal richtig eingekauft!“ Ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit.
„Magst du was abhaben?“, fragte Harry und hob ihm etwas hin. „Ein Stück Kürbiskuchen vielleicht?“
Nevilles Augen weiteten sich, und er griff nach dem Kuchen. „Au ja! Danke, Harry!“
Doch gerade in dem Moment, in dem Neville kurz davor war, den Kürbiskuchen zu berühren, erstarrte er mitten in der Bewegung. Nicht einmal die Augen konnte er noch bewegen.
Das Rauschen des Zuges wurde abrupt eingestellt, die Stimmen der Schüler und Lehrer verstummten, das Licht ging schlagartig aus und jegliche Bewegungen wurden nicht mehr weiter ausgeführt.
Der ganze Zug schien wie eingefroren.
Fleur Delacour bewegte erstaunt ihren Kopf hin und her. Wieso waren die Professoren Snape, McGonagall und Trelawney plötzlich so stumm?
„Ist alles in Ordnung?“, fragte sie in die Stille hinein. Kein Geräusch war mehr zu hören – weder vom Zug selbst, noch aus der Umgebung.
Fleur stand auf, wandte sich durch die Arme und Beine ihrer Kollegen hindurch und stolperte hinaus auf den Flur.
Es war dunkel geworden, und große Regentropfen klatschen an die Scheiben.
Fleur sah nach links, doch auch hier war alles erstarrt. Ein Blick in die andere Richtung des Ganges zeigte ihr, dass es auch hier nicht anders aussah.
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BeitragVerfasst am: 24.01.2008, 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Panik begann langsam in ihr aufzusteigen. Alles wirkte kalt und leblos, die Körper der Schüler standen oder saßen einfach da, und Fleur war die einzige, die nicht eingefroren war.
„Hilfe! Was ist hier los?!“, rief sie mit einem leichten Zittern in der Stimme, da sie ahnte, dass dies nichts gutes war. Hektisch und etwas verzweifelt rannte sie den Gang entlang, vorbei an den leblosen Körpern und kam in einem hinteren Teil des Zuges schließlich zum Stehen. Sie lehnte sich mit dem Rücken an die Wand und schluchzte
Sie wusste nicht, weshalb sie gerannt war, doch irgendetwas in ihr sagt ihr, dass sie nicht stehen bleiben konnte.
Fast schwarze Wolken zogen sich am Himmel zusammen, und der Regen prasselte unablässig auf den Zug. Das Tosen auf dem Dach war das einzige Geräusch, und Fleur bildete sich ein, es würde kälter werden.
„Du hast nur Angst. Deine Gedanken machen alles nur schlimmer, als es ist.“, redete sich zu. „Wie soll sich die Situation so plötzlich ändern? Wie sollte aus dem belebten, hellen Zug auf einmal dieses dunkle Szenario werden?“
Sie wusste selbst genau, dass dies nur leere Worte waren, denn schließlich hatte sich der Zug tatsächlich in ein dunkles Szenario verwandelt – auch wenn sie sich nicht mit diesem Gedanken anfreunden wollte.
Fleur ging wieder zurück, vorbei an vollen Abteilen, die dennoch wie tot wirkten. Als sie wieder im vorderen Teil des Hogwarts-Expresses angekommen war, traute sie sich kaum weiter zu gehen. Die Abteiltür wurde wie von Zauberhand langsam zugezogen, und rastete mit einem Klicken ein.
Fleurs Puls raste, und ihr Herz schlug noch schneller, als bisher.
Mit zitternder Hand tastete sie nach dem Türgriff und legte schließlich ihre Finger um das kalte Metall.
Sie bewegte die Tür zur Seite, und dann verstummte der Regen.
An den Fensterscheiben liefen Regentropfen weiterhin herunter, und auch draußen blieb es weiterhin stockdunkel. Doch das laute Klatschen des Wassers war nun versiegt, und die grauenhafte Stille kehrte zurück.
In Fleurs Kopf rasten die Gedanken durcheinander, und ohne es zu wollen, stieg ihr die Angst in alle Glieder. Eine einzelne Träne rann ihr aus purer Furcht die Wange herunter, als sie in das Abteil schauen konnte.
Es hatte sich verändert, seit sie es verlassen hatte.
Fleur riss die Hand vor den Mund, unterdrückte einen Schrei und sank weinend hinter sich an die Wand.
„Fleur.“
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IloveME-x3
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BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Fleurs Schwester Gabrielle schwebte mitten im Abteil über den Beinen von Severus Snape und Sybill Trelawney, die beide an der Tür saßen. Sie waren noch wie der Rest des Zuges eingefroren.
Wie in Trance starrte Gabrielle Fleur mit einem durchbohrenden Blick an.
„Hör auf damit. Du machst mir Angst.“, klagte Fleur, die wirklich mit den Nerven am Ende war. Auch sie war nun mal nur ein Mensch und leicht verletzlich.
„Fleur.“, sagte Gabrielle noch einmal, wieder mit diesem Angst einflößenden Unterton in der Stimme. Sie war durchsichtig wie ein Geist und kam immer näher auf Fleur zu.
„Gabrielle! Was ist mit dir?!“, rief Fleur und stand langsam wieder auf. Als ihre Schwester weiterhin auf sie zu schwebte, begann Fleur immer einen Schritt nach dem anderen den Gang entlang zu gehen.
„Gabrielle!“, Fleur musste zugeben, dass sie langsam richtige Angst vor ihrer Schwester bekam. „Antworte mir doch!“
Aber Gabrielle hielt es nicht für nötig. Jedes Mal, wenn Fleur beschleunigte, schwebte auch Gabrielle schneller und so vergrößerte sich die Distanz der beiden nie.
Auf der einen Seite wollte Fleur nur wegrennen, doch auf der anderen wollte sie ihre Schwester beschützen und von dem retten, was auch immer in sie gefahren sein mag.
Fleur lief noch ein paar Schritte, doch dann spürte sie einen stechenden Schmerz in ihrer Bauchgegend. Sie stöhnte kurz auf, und hielt sich dann die Hand dorthin, wo sie den Schmerz verspürte. Dabei berührte sie ihre Jackentasche und stellte entsetzt fest, dass das gefälschte Oraculum genau über ihrer Verletzung in der Tasche steckte.
Gabrielle holte sie ein, und nachdem Fleur noch ein paar Schritte vorwärts gestolpert war, verhinderte dieses Stechen ein weiteres Vorankommen.
Fleur fiel auf den Boden, und Gabrielle hielt einen halben Meter vor ihr inne. Sie streckte ihre Hände zu Fleur und murmelte: „Fleur. Gib ihn mir.“
Fleur setzte sich auf und holte den falschen Ring aus ihrer Jackentasche heraus. Er leuchtete grell auf, deshalb hob sie schützen ihre Hände vors Gesicht.
Die Schmerzen ließen nicht nach, doch als Gabrielles Geist gegen irgendeine unsichtbare Kraft die von dem Oraculum ausging ankämpfte, waren sie nur noch Nebensache.
„Gabrielle! Was ist los?!“, schrie Fleur erneut, aber ihre Schwester antwortete immer noch nicht.
„Gib ihn mir!“, rief sie stattdessen und streckte ihre Hände nach dem Ring aus.
Fleur lag am Boden, den leuchtenden Ring in die Höhe gestreckt und Gabrielle schwebte vor ihr, doch eine unwahrnehmbare Barriere hielt sie von Fleur und dem Oraculum ab.
Als das Stechen seinen Höchstpunkt erreicht hatte, gab Fleur endlich nach und steckte sich den Ring aus ihr unerklärlichen Gründen auf den Finger.
Sofort krachte der unsichtbare Schutz zusammen, Gabrielles Geist löste sich auf, die grauen Wolken verschwanden und ließen einen strahlend blauen Himmel zurück, die Sonne flutete den gesamten Zug mit warmem Licht, alle Personen tauten wieder auf, Neville nahm den Kürbiskuchen aus Harrys Hand und Fleur sank kraftlos zu Boden.
Eine geschlagene Stunde später saß Fleur bereits wieder mit ihren Kollegen in der Großen Halle am Lehrertisch.
Nachdem sie ohnmächtig zu Boden gesunken war, ist Prof. McGonagall nach draußen auf den Gang gelaufen, da Fleur vor ihren Augen von ihrem Sitzplatz verschwunden war. Sie hatte sie auf dem Boden gefunden und war nach der Ankunft in Hogwarts so schnell es ihr als Lehrerin möglich war mit Fleur zum Krankenflügel gegangen.
Fleurs Zustand hatte sich wieder etwas gebessert und nach einer Behandlung von Madame Pomfrey fand sie sich im Stande, am Essen in der Großen Halle teilzunehmen.
McGonagall begrüßte die neuen Schüler sowie das neue Jahr mit bester Laune und hoffte, dass Fleurs Zwischenfall der einzige blieb.
Sobald das Essen auf den Tischen erschien, stieg der Geräuschpegel in der Großen Halle wieder an.
Fleur aß nicht viel – ihre Gedanken kreisten immer noch um den Vorfall von vorhin. Was hatte ihre Schwester nur so besessen gemacht? Und warum um alles in der Welt hatte Cedric das echte Oraculum? Und wieso hatte das falsche sie solange gequält, bis sie ihn über den Finger gezogen hatte? Die einzige Möglichkeit die ihr blieb, war zu Cedric zu gelangen. Das wäre immerhin ein Anfang. Zu Gabrielle könnte sie unmöglich – sie wüsste gar nicht wie.
Und plötzlich fiel es ihr wie Schuppen vor die Augen: Die einzelnen Bruchstücke fügten sich zusammen, und ergaben ein Gesamtbild: Als sie vor einigen Wochen nachts am Hogwarts-See war, konnte sie das Portal nicht öffnen. Erst ein Zauberspruch mit gewaltiger Kraft öffnete es. Damals hatte sie sich gefragt, wieso das Wasser rot war… nun wusste sie es. Nur so konnte Mrs. Weasley entdecken, dass Fleur nachts davongeschlichen war.
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redbuffy
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BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Very Happy ac90024b.gif b108061b.gif 3406ffd9.gif f77afce4.gif party.gif *kasperl*





supi echt klasse weiter so
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Honigbärchen
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BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Schöne ff!! Tolle Idee!
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Die Starken sind die, die unter Tränen lachen, eigene Sorgen verbergen und andere glücklich machen!





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IloveME-x3
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BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Und warum hatte das falsche Oraculum ihr eine unwahre Zukunft vorgegaukelt? Natürlich, sie musste sich voll Sorge um Hermine und Ron nachts noch einmal davon schleichen. Doch nur um von Harry entdeckt zu werden.
Und Cedric… Er brauchte den Ring nicht wegen den Fähigkeiten in die Zukunft zu blicken, sondern um sich selbst wieder zu erwecken. Was ihm schließlich auch gelungen ist.
Nur eine Frage: Wer hat ihre Entlarvung veranlasst? Und was ist mit Gabrielle?
Fleur schluckte ihren letzten Bissen und dann verließ sie die Große Halle. Auf der Suche nach Antworten.
Fleur durchquerte die leere Eingangshalle und hoffte niemandem zu begegnen. Ihr verschwinden am Lehrertisch könnte sie mit einer kleinen Ausrede gleichgültig machen. Aber warum sie durchs Schulhaus schlich wäre schwer zu erklären. Glücklicherweise waren ausnahmslos alle in der Großen Halle, und sie war alleine.
Fleur war auf der Suche nach der Lehrerkammer, die sie im dritten Stockwerk erreichte.
Sie lief durch etliche Korridore, bis sie letztendlich vor eine kahlen Steinwand anhielt.
„Wolkenbruch“, flüsterte Fleur leise und legte ihre Handflächen an die Wand. Plötzlich begann ihr Körper transparent zu werden, und keine Sekunde später erschien sie hinter der Wand, in der Lehrerkammer.
Es war bereits dunkel, und alle Kerzen waren gelöscht. Nur die fast untergegangene Sonne erhellte den Raum. Obwohl er den Namen Lehrerkammer trug, war er gigantisch groß.
Schreibtische, Regal mit Büchern und alle möglichen Objekte und Maschinen befanden sich hier. Fleur Schreibtisch war noch leer, da sie keine Möglichkeit hatte ihn einzuräumen. Während sie im Krankenflügel lag, zauberten die anderen bereits ihre Utensilien auf ihre Ablagen.
„Dafür bleibt später auch noch Zeit.“, murmelte sie und schlich in die Mitte des Raumes. Die Decke war leicht kugelförmig und an diesem Punkt am höchsten.
„Cedric! Ich weiß, dass du mich hören kannst.“, rief sie und legte dabei den Kopf in den Nacken, als würde Cedric irgendwo über ihr sein. Doch es gab keine Reaktion.
„Na los, du hast mich früher auch beobachtet. Ich weiß, dass du es jetzt auch tust.“, doch erneut geschah nichts. Enttäuscht legte Fleur ihren Kopf zur Seite. Sie fuhr mit ihrer hand durchs Haar, als plötzlich ein mannsgroßer Lichtstrahl aus der Decke fuhr, auf den Boden sauste und Cedric hervorbrachte.
Fleur erschrak.
„Bist du in Ordnung?“, war Cedric Begrüßung. Sein mittellanges, braunes Haar war recht geordnet, und er selbst relativ herausgeputzt. Sauberer, seit ihrer letzten Begegnung.
Cedric hob fürsorglich die Hand, doch Fleur wich ihm aus.
„Ich stelle die Fragen.“, erwiderte Fleur, und ließ Cedric den plötzlichen Abstand zwischen ihnen deutlich spüren. „Warst du es? Hast du Ginny und Harry auf mich angesetzt? Wolltest du, dass ich als Diebin des Oraculums dastehe?“
Cedric machte den Mund auf, doch es drang kein Laut heraus. Stattdessen schüttelte er den Kopf. „Fleur… Ich benötigte das richtige Oraculum, um wieder ein Mensch zu werden. Ich musste meinen Körper heilen. Nur so konnte ich zurückkehren.“
Fleur starrte Cedric an. „Du hast das falsche Oraculum in die Welt gesetzt! In der Nacht als Dumbledore ermordet worden war, hast du dich in sei Büro geschlichen und es ausgetauscht.“
„Fleur ich-“
„Als ich es stehlen wollte hatte ich das falsche gestohlen. So konntest du mir falsche Einblicke in die Zukunft geben und mich von dir Ablenken. So konntest du unbemerkt an das wahre Oraculum gelangen. Du konntest Ginny und Harry auf mich ansetzen, und deinen Plan in aller Ruhe ausführen. Doch du hast einen Fehler gemacht.“, Fleur begann alles zu verstehen. Mit jedem Wort, dass sie sagte, verachtete sie Cedric mehr.
„Fleur, hör mir doch zu!“, flehte er, doch die Veela unterbrach ihn erneut.
„Du hast nicht damit gerechnet, dass eine falsche Vision in die Zukunft trotzdem die richtige Reaktion bei mir auslösen könnte. Du wolltest mich davon fernhalten in jener Nacht erneut nach Hogwarts zu gehen und das wahre Oraculum zu holen. Doch was ich damals im Fuchsbau gesehen hatte, war zwar falsch, aber dennoch Grund genug für mich nach Hogwarts zurückzukehren. Und dann hatte ich dich entdeckt. Plötzlich war dein Plan nicht mehr so gut, was?“
Cedric schwieg. Fleur hatte tatsächlich herausgefunden was wirklich war. Er wollte sie niemals in Gefahr bringen, doch die Zufälle reihten sich an einander und ihm blieb nichts anders übrig.
„Was hast du gesehen? Was hat dich in jener Nacht nach Hogwarts gebracht?“, fragte Cedric schließlich.
„Ich hab gesehen, wie ich Bill heirate. Und ich wusste, dass es falsch war.“, gab Fleur zu, und bevor Cedric etwas erwidern konnte, küsste Fleur ihn bereits stürmisch.
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redbuffy
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BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

supaaaaaaaaaaaaaaa schreib weiter immer fleißig wie ein binchen sein Very Happy
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IloveME-x3
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BeitragVerfasst am: 26.01.2008, 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Kapitel 4 – Hau rein, Schwester

„Ich kann dir helfen.“, erklärte Fleur und sah Cedric eindringend an. Seit ihrer letzten, etwas intimeren Begegnung, waren alle Zweifel und Ängste bei Fleur verloren. Und das beruhte auf Gegenseitigkeit. „Ich kann dir helfen, ein normales Leben als Mensch aufzunehmen! Du musst da nicht alleine durch. Das können wir schaffen – zusammen!“
Cedric lächelte. Er wusste Fleurs Fürsorge zu schätzen, aber es war nun mal nicht so einfach, seinen Tod zu erklären. Sein Umfeld würde mit Sicherheit beängstigt reagieren, und nichts wäre wie früher. Doch damit könnte Cedric leben.
„Wie du siehst habe ich von meinem Körper wieder besitz ergriffen, das Oraculum hat mir dabei mit seiner Macht geholfen. Doch wie beseitigen wir dieses ohne Spuren zu hinterlassen? Und was soll mit der Kopie geschehen?“
„Das Oraculum legen wir an seinen Platz zurück. In Dumbledores… ich meine, in McGonagalls Büro.“
„Glaubst du etwa, sie merkt das nicht? Sie hat das Büro umgeräumt, jeden Winkel begutachtet als sie es in Anspruch genommen hat. Wie würde sie s sich erklären, dass sich plötzlich eines der mächtigsten Werkzeuge der Magie auf ihrem Tisch befinden?“
Fleur wusste keine Antwort darauf, doch das Oraculum musste verschwinden.
„Moment mal…“, plötzlich kam ihr ein Gedanke: „Was ist, wenn du einfach die Wahrheit sagst?“
Cedric sah sie entsetzt an. „Das ist nicht dein Ernst, oder?“
„Doch! Das wäre die einfachste Lösung! Denn: Wenn das Oraculum entsorgt ist, wie willst du dann begründen, wie du wieder lebst? Wer oder was soll dir dann in deinen Körper zurück geholfen haben?“
„Das habe ich dir doch schon erklärt… Meine Liebe zu dir hat mir die nötige Kraft gegeben, mit der Macht des Rings umzugehen. In meiner Ausrede lasse ich diese Macht einfach weg.“
„Einfach weglassen? So funktioniert das aber nicht, Cedric.“
„Wie denn sonst? Deine Liebe brachte mich ins Leben zurück. Das ist glaubhaft, und wenigstens nicht komplett gelogen.“
Fleur ließ den Kopf sinken. Sie wollte Cedric wirklich helfen, ja, sie wollte. Aber nicht, wenn sie sich dabei immer tiefer in etwas verstrickte, aus dem sie keinen Ausweg mehr fand.
„Fleur, ich will doch nur, dass wir glücklich werden.“, Cedric hob ihren Kopf mit seiner Hand an. „Gemeinsam schaffen wir das.“
Es herrschte kurz Stille, in der sich die beiden lange ansahen. Es war ein schwieriger Moment, und eine einmalige Situation. Keiner von beiden wusste, wie man damit umgeht. Doch irgendwie musst es gehen.
„Also, wie verbleiben wir?“, resümierte Cedric.
Fleur seufzte. „Heute Abend kontaktierst du Prof. McGonagall. Als Geist, in diese Form kannst du dich doch noch zurück verwandeln?“ Cedric nickte. „Gut. Du erklärst ihr, was passiert ist, und dass es dir möglich ist, wieder in deinen Körper zurück zu schlüpfen… wegen mir.“
Cedric nickte erneut und führte fort: „Daraufhin wird sie entweder freiwillig oder durch meine Bitte zu dir gehen, und dich darauf ansprechen. Du weißt, wie du reagieren musst. Ich hoffe sie wird von selbst darauf kommen, mich ins Leben zurück holen zu wollen. Daraufhin kehre ich wieder in meinen menschlichen Körper zurück, und du erklärst, diese Verwandlung sei über Nacht geschehen. McGonagall wird das so hinnehmen, und ich werde mit ihrer Hilfe ohne großen Ärger zurück ins Leben kommen.“
Erneut war Stille. Der Plan stand fest, jetzt musste er nur noch funktionieren.
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Janine0906
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BeitragVerfasst am: 26.01.2008, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Tolles Chap!! Ist schon eine seltsame Vorstellung, das Fleur und Ced zusammen sind, aber es passt in deine ff finde ich.
Ich bin gespannt ob der Plan funktioniert!!
Bitte weiter!! Very Happy

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IloveME-x3
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BeitragVerfasst am: 26.01.2008, 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

„Geh wieder zurück.“, murmelte Cedric schließlich. „Die werden dich sicher schon vermissen.“ Er lächelte Fleur an. Fleur lächelte ihn an. „Viel Glück.“, fügte Cedric noch hinzu, ehe Fleur zurück zur Steinwand lief. Bevor sie ging, drehte sie sich noch einmal um: „Cedric ich habe ein Frage.“
Der junge Mann sah sie an, doch Fleur, die mit ihrem Körper bereits abgewandt war, schüttelte nur den Kopf. „Nicht so wichtig. Vergiss es.“
„Sicher?“, hackte Cedric nach, doch Fleur winkte nur erneut ab.
„Ja, es ist nur … wegen meiner Schwester. Naja, egal. Kümmre dich nicht weiter.“, meinte sie, und klag dabei sehr verwirrt.
Cedric verharrte noch eine Weile, doch Fleur schickte ihn fort.
„Wie du meinst…“, nuschelte er, ehe er in gleißendem Licht gen Himmel verschwand.
Fleur starrte kurz auf die Stelle, an der Cedric eben noch gestanden hatte. Dann drehte sie sich um, und verließ den Raum durch die Steinwand.
Mit eisigen Fingern packte Gabrielle Fleurs Hals und drückte sie gegen die Wand. So hatte sich die Veela ihre erste Nacht in Hogwarts nicht vorgestellt.
Mit Ausnahme des Geistes ihrer Schwester war sie alleine in ihrer Schlafkammer, und selbst wenn ihr jemand zur Hilfe hätte kommen können: Was sollte man schon gegen einen Geist ausrichten?
„Gabrielle.“, presste Fleur hervor und versuchte sich aus deren Griff zu lösen. Fleur konnte zwar Gabrielle nicht anfassen, aber Gabrielle konnte Fleur anfassen. „Was hast du vor?“
Gabrielle zog Fleur von der Wand weg und schleuderte sie quer durch den Raum, ehe sie auf dem Bett landete.
„Du bist besessen. Von diesem Ring!“, vermutete Fleur, obwohl sie keine Ahnung hatte, wie genau ihre Schwester mit dem Oraculum in Verbindung stand.
Gabrielle wurde zorniger und schwebte drohend auf Fleur zu. Diese sprang vom Bett und hechtete auf die Tür zu, doch der Geist ihrer Schwester kam ihr zuvor und versperrte ihr den Weg.
„Du hast sie. Beide!“, fluchte Gabrielle und legte ihren Zeigefinger auf Fleurs Stirn. Ein greller Blitz erhellte den Raum und wirbelte Fleur nach hinten. Sie kam auf dem Rücken liegend auf.
„Was habe ich? Was?!“, rief sie und versuchte aus Gabrielle schlau zu werden. Jeder Knochen ihres Körpers schmerzte, und sie fühlte sich schwach. Zu schwach um aufzustehen, oder sich zu wehren. Die Augen schmerzten und in ihrem Kopf pochte das Blut.
„Die Ringe. Du hast beide. Du hast die Macht! Gib sie mir. Sofort!“, schrie Gabrielle förmlich und schwebte über Fleur. „Na los!“
Fleur hatte keine Ahnung wovon ihre Schwester sprach. Wollte sie das echte Oraculum? Oder das gefälschte? Oder beide? Und woher sollte Fleur sie bitte her haben?
Gabrielles Gesicht verzog sich, und mit einer kleinen Handbewegung machte sie einen Riss in Fleurs Hosentasche, sodass diese geöffnet war. Munter fielen zwei Ringe heraus.
Gabrielle stand das Erstaunen und der Schock ins Gesicht geschrieben. Doch Fleur war nicht weniger verwundert. Wie kamen diese Ringe in ihre Hosentasche?
„Du hast sie! Die Macht! Du hast das einzig wahre Oraculum. Verstehst du es nicht?“, brüllte Gabrielle und schwebte bedrohlich aber etwas zufriedener durch den Raum. „Verstehst du es nicht?!“, wiederholte sie und verpasste Fleur eine schallende Ohrfeige.
Doch Fleur verstand. Die ganze Zeit hatte sie an falsche Dinge geglaubt, doch nun war es ihr klar: Das, was sie und die anderen als Oraculum bezeichnet hatten, war nur die halbe Wahrheit. Beide Ringe, vereint an einer Hand bildeten eine starke Macht, das Oraculum. Und nicht ein einzelner. Deshalb konnte Cedric ohne Probleme von den Toten auferstehen. Deshalb war Gabrielle ein Geist, und so verstört. Die Ringe hatten den beiden Menschen, die Fleur am liebsten hatte, beigestanden. Cedric hatte den „guten“ Teil, der ihm half von den Toten auf zu erstehen. Gabrielle hatten den „bösen“ Teil, der sie in einen wahnsinnigen Geist verwandelte.
Und dann wusste Fleur, wie sie all dem ein Ende bereiten konnte: Sie nahm die Ringe vom Boden auf, und steckte sie sich übereinander an den Mittelfinger.
„Was tust du da?“, rief Gabrielle und kehrte zu ihrer Schwester zurück. „Hör sofort damit auf, du…“
Doch Fleur ignorierte ihre Worte. „Na los, sag es. Du weißt, was ich hören will.“
Gabrielle verstummte und erstarrte in der Luft. Dann flüsterte sie leise. „Hau rein, Schwester.“
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BeitragVerfasst am: 26.01.2008, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Fleur streckte ihren Arm nach vorn, und in dem Moment, in dem sie Gabrielles Körper durchbrach, verbanden die Ringe sich und das Oraculum wurde frei.
Gleißend helles Licht durchstrahlte den Raum.
Als Fleur die Augen aufschlug, lag sie auf einer Bahre in einem kleinen Zelt. Neben ihr lag Gabrielle, diesmal nicht als Geist, und vor ihr befand sich nur ein Besen und eine Truhe. „Wo bin ich?“, murmelte sie. Keine Antwort.
Fleur schob die Decke zur Seite und stand auf. Sie war zwar etwas schwach auf den Beinen, doch sie konnte sich immer noch bewegen.
Ihr Blick fiel auf Gabrielle.
„Hey…“, flüsterte sie und näherte sich ihrer Schwester. Gabrielle schlief tief und fest.
Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen löste sich Fleur von ihr und trat nach draußen. Dort traf sie ein weiterer Schock: Sie befand sich mitten im Wald.
Sie lief einmal rund um das Zelt und versuchte die Umgebung zu erkennen, doch sie erkannte gar nichts.
„Was soll der Mist? Wie bin ich hierher gekommen?“, regte sie sich auf und ging zurück in das kleine Zelt. Sie schnappte sich den Besen, warf noch einen besorgten Blick auf Gabrielle und ging dann nach draußen, um sich in die Lüfte zu erheben.
Sie stieg nach oben und konnte immer mehr sehen. Doch es half alles nichts. Sie fand nur Bäume, egal in welche Richtung sie flog. Doch dann geschah etwas Merkwürdiges: Wie bei einem unsichtbaren Schild, prallte Fleur plötzlich mitten im Flug in der Luft ab. Wahrscheinlich war es sogar ein unsichtbares Schild.
Wie aus dem Nichts erschien ein kleiner, dicker Mann im Anzug.
„Wer bist du?“, knurrte er. Trotz seiner schlechten Laune, schien er freundlich zu sein.
„Eeeh…. Bin die Fleur.“, stotterte diese und schüttelte die Hand, die ihr entgegen gestreckt wurde.
„Fleur… Ow.“, erwiderte ihr Gegenüber und deutete ihr an, ihm zurück zum Zelt zu folgen.
Als die beiden wieder hinein traten, schlief Gabrielle immer noch.
„Setz dich.“, bat der kleine Mann Fleur, und sie tat, wie ihr befohlen war. „Es gibt da etwas, das du wissen musst.“
Er setzte sich neben sie, und wurde plötzlich recht einfühlsam. „Was ist das letzte, an das du dich erinnerst?“
Fleur überlegte kurz. „Ich war in Hogwarts. Mit meiner Schwester.“ Sie sah hinüber zu Gabrielle.
„Und dann?“
„Nichts.“
Der Mann seufzte.
„Können sie mir jetzt vielleicht sagen, was hier los ist?“, fragte Fleur.
„Na gut. Ich muss wohl. Fleur, du bist in die Machenschaften des Bösen geraten. Wir gehen davon aus, dass einige Anhänger, oder sogar Lord Voldemort selbst, die Ringe des Oraculums verteilt hat. Jahrelang dachten wir, es gäbe einen echten und einen falschen. Doch dank dir haben wir erkannt, dass das Oraculum nur eine Macht ist, die durch das Zusammenführen beider Ringe entsteht. Du konntest es nicht wissen, aber als du damals das Oraculum freigesetzt hast, um deiner Schwester und Cedric zu helfen, hast du gleichzeitig die größte, gefährlichste und eindrucksvollste Macht entfesselt. Das Oraculum war zu viel für die magische Welt.“
Fleur runzelte die Stirn. „Sie wissen von… Gabrielle und Cedric? Und was meinen sie mit damals?“ In den Blicken ihres Gegenübers erkannte Fleur, dass etwas nicht stimmte. „Wie lange liegen wir schon hier?“
„4 Monate.“
„Oh Gott.“, entfuhr es Fleur, die mit den Tränen kämpfte. „Was… was ist passiert?“
„Gehen sie nach Hogwarts.“
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BeitragVerfasst am: 26.01.2008, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Fleur wischte sich die Tränen von ihrem Gesicht, als sie mit rasantem Tempo über den Himmel raste.
Nach einigen Minuten sah sie Hogwarts, und kurz darauf landete sie an dem See, an dem ihr Abenteuer begonnen hatte. Doch seitdem hatte sich etwas verändert: Hogwarts war zerstört.
Das alte Gemäuer war komplett ineinander gebrochen. Schutt und Asche wirbelten immer noch durch die Luft. Steine, Holz und anderes Material lag haufenweise herum.
Cedric stand neben Fleur, und nahm sie in den Arm. Sie wusste, dass das Oraculum hierfür verantwortlich war, doch immerhin hatte sie da Ganze erst ausgelöst.
„Cedric ich-“
„Es ist okay… alles in Ordnung Fleur. Dich trifft keine Schuld.“, sagte Cedric besänftigend und streichelte Fleur über den Kopf.


ENDE!!!!!!!!
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Janine0906
Ausgebildeter Zauberer


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Anmeldungsdatum: 24.09.2007
Beiträge: 688

BeitragVerfasst am: 28.01.2008, 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Wieder tolle Chaps!! Das Oraculum ist also beide Ringe zusammen...
Wie Ende?? Aus?? Vorbei?? Du kannst doch jetzt nicht einfach so aufhören!! Shocked

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redbuffy
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Alter: 29
Anmeldungsdatum: 21.01.2008
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BeitragVerfasst am: 28.01.2008, 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

super chap weiter so freue mich auf mehr Very Happy
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IloveME-x3
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Anmeldungsdatum: 24.09.2007
Beiträge: 425
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BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

@Janine0906: doch, kann ich Wink..
ich weiß noch nicht, ob ich weiter schreib...aber das is jetzt erst ma das vorraussichtliche ende Smile
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Ginny007
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Alter: 14
Anmeldungsdatum: 13.02.2009
Beiträge: 70
Wohnort: Fuchsbau

BeitragVerfasst am: 20.02.2009, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

waaas? Wenn du nicht weiter schreibst wäääääre das richtig doooooof Confused
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