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Freunde für immer!? (abgebrochen)
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Lily Lupin Orden des Merlin 3. Klasse

 Alter: 17 Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1614 Wohnort: Nähe Dresden
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Verfasst am: 05.11.2007, 20:05 Titel: Freunde für immer!? (abgebrochen) |
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Also ich mach dann mal den Anfang
Titel: Freunde für immer!?
Autor(in): Lily Lupin
Disclaimer: Hiermit weise ich daraufhin das alle Charaktere, Orte, Wesen und Ideen von JKR stammen (mit Ausnahme von den meinigen) und ich daraus keinen Nutzen ziehe, außer den eigenen Spaß am schreiben.
Hauptpersonen: Lily Lupin, Ginny Weasley, Marc Hyde und Draco Malfoy
Vorwort: Die Geschichte spielt nach dem 6. Band. Das heißt, dass die Handlung aller Bücher soweit übernommen wird. Es gibt eigentlich nur kleinere Unterschiede, abgesehen davon, dass Lily die ganze Zeit existiert. Die Geschichte orientiert sich, soweit das möglich ist, am siebenten Buch, IST ALSO STARK SPOILERBEHAFTET!!
Außerdem habe ich vor, einige Flashbacks einzubauen.
Eine der Hauptpersonen ist Lily Lupin. Die Tochter von Remus Lupin und Emilia (Mily) Lupin. Sie lebt bei ihren Pflegeeltern Mary und John Strong, die auch Zauberer sind. An der Stelle möchte ich mich entschuldigen, wenn ich mal von Eltern und das nächste Mal von Pflegeeltern schreibe, aber die drei „Betroffenen“ fühlen sich wie eine richtige Familie. Nicht dass Lily ihren Vater Remus (meist mit „Dad“ angesprochen, während Mary und John, „Mama“ und „Papa“ sind) weniger lieben würde, aber sie hat die meiste Zeit ihres Lebens mit ihren Pflegeeltern verbracht.
Jetzt will ich aber nicht zuviel vorweg nehmen.
Ich hoffe, dass ich es schaffe mindestens ein Kapitel pro Woche reinzusetzen, aber es sollte machbar sein.
Über Kommis freue ich mich natürlich immer. Also fleißig kritisieren und spamt bitte nicht!
lg
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Chapter 1: Abschied
Sie saßen an Bills Bett im Krankensaal. Greyback hatte ihn angefallen. Diese Nacht war schrecklich gewesen! Diese Nacht...
Die Tür schlug auf. Harry stand da. Bleich! Rote Augen! Kratzer im Gesicht!
„Harry! Was... Was ist passiert?“
„Dumbledore sie haben...“, er brach ab.
„Wer sind „sie“, Harry?“
„Draco... Snape... sie haben... Dumbledore ist... er ist... sie haben... ihn ermordet..“
„NEEEEEEEEEEEIN“ Lily fuhr schweißgebadet aus dem Schlaf empor. Ihr Herz raste und ihr Atem hatte sich stark beschleunigt. Sie saß aufrecht in ihrem Bett und Tränen rannen ihre Wangen hinab. Trotz der Wärme in ihrem Zimmer zitterte sie am ganzen Leib.
‚Warum? Warum er? Wie konnte er mir das antun? Er war mir so wichtig! Nein! Lily, das darfst du nicht denken! Wieso denkst du überhaupt? Wieso? Ja! Wieso musste das geschehen?’
Sie sank zurück auf ihr Kopfkissen. Noch immer bahnten sich die Tränen ihren Weg in ihre Halsbeuge. Durch das Fenster über ihrem Bett konnte sie die Sterne sehen. Alles wirkte so friedlich. ‚Friedlich? Pah! Oh wie ich ihn hasse! Diesen falschen Schein! Diesen falschen, trügerischen Schein! Frieden? Dumbledore ist tot. Voldemort erlangt immer mehr Macht. Das Ministerium unternimmt rein gar nichts und er hat ... NEIN! Hör auf zu denken, Lily! Es ist falsch! Es darf nicht sein!’ Sie war am Ende, verzweifelt! Seit sie nach Hause zurückgekehrt war, hatte sie keine Nacht durchgeschlafen. Jede Nacht derselbe Traum! Jede Nacht die gleiche Qual. Dumbledores Tod war für alle ein Schock gewesen, doch das war nicht das einzige, was sie belastete.
Inzwischen hatte sie sich wieder einigermaßen beruhigt. Ihr Atem ging normal und auch ihr Herz schien wieder annähernd sein altes Tempo angenommen zu haben. Langsam wanderte ihr Blick auf ihren Nachttisch und auf ihren Muggelwecker. Die Anzeige verkündete mit leuchtenden, roten Zahlen, dass es 2:30 Uhr war. Ihre Pflegeeltern lebten in einer Muggelsiedlung und hatten sich deshalb an ihre Umgebung angepasst. Für Lily war das kein Problem. Schließlich war ihre beste Freundin eine Muggelstämmige. Auch wenn Hermine Granger immer auch ihre Konkurrentin war, konnten sich die beiden kaum voneinander trennen. Jetzt in den Ferien schrieben sie sich regelmäßig Briefe. Durch die Eulenpost war das kein Problem. Diese Tiere flogen zu jeder Tages- und Nachtzeit. Doch auch mit ihrer anderen Freundin, der Tochter eines Muggelliebhabers, die keine andere als Ginny Weasley war, schrieb sie sich fast täglich.
Auch in diesem Jahr würde Lily die letzten drei Wochen der Sommerferien im Fuchsbau bei den Weasleys verbringen. Auch Ron und Harry würden da sein. So waren die Freunde wieder vereint. Sicherlich würden sie Spaß haben und vielleicht würde sie auch ihren Vater... Allmählich glitt Lily wieder zurück in den Schlaf.
Nachdem sie in der Nacht noch zweimal von diesem schrecklichen Traum heimgesucht worden war, erwachte Lily nun durch ein Klopfen.
„Lily-Schatz? Bist du wach?“
„Jetzt schon, Mama!“
Die Tür öffnete sich. „Das Frühstück ist in fünf Minuten fertig. Aber lass dir.. Oh mein Gott, Lily! Du siehst ja aus wie der Tod! Was machst du nur immer nachts?“
„Träumen, Mama. Träumen.“, seufzte Lily.
Ihre Pflegemutter blickte sie besorgt an. Sie wusste, dass ihre Tochter Dumbledore sehr gemocht hatte, aber das sein Tod ihr so zu schaffen machte, verwunderte sie schon etwas. Es war schrecklich, was im vergangenen Schuljahr passiert war. Doch konnte es so schlimm gewesen sein, dass es ihre Tochter bis in den Schlaf verfolgte?
„Keine Sorge, Mama! Es geht mir gut. Ich komme gleich runter.“
„Na gut.“
Unmerklich mit dem Kopf schüttelnd verließ Mary das Zimmer. Lily blickte ihr nach und ließ sich dann zurück in ihr Bett fallen. Sie war so müde. Und irgendwie fühlte sie sich ausgebrannt. Vor ihren Pflegeeltern verbarg sie das, so gut es ging, und auch ihren Freunden hatte sie nichts dergleichen in den Briefen geschrieben. Was sollte sie auch sagen? Sie wusste ja selbst nicht, was in ihr vorging. Es schmerzte so in ihrem Innern. Wütend über sich selbst schüttelte Lily den Kopf. Sie musste sich zusammenreißen! Heute war für ein Jahr der letzte Tag, den sie mit ihren Pflegeeltern verbrachte und in diesen ungewissen Zeiten konnte man nie sicher sein, ob das nächste Jahr alle erlebten. Sie würde ihren Schmerz, den sie seinetwegen empfand, (‚Nein!’) weitestgehend verdrängen und ihren Eltern ihre fröhliche Tochter vorspielen. Das war ihre Pflicht, nach allem, was sie für sie getan hatten.
Entschlossen schob sie ihre Decke weg und stand auf. Sie fröstelte, aber davon ließ sie sich nicht abhalten. Das einzige, was ihre Gänsehaut bewirkte, war der Fakt, dass sie sich schneller als sonst anzog. Nachdem sie ihre Sinne mit etwas kaltem Wasser wieder zum Leben erweckt hatte, machte sie sich auf den Weg nach unten in die Küche.
Ihre Eltern saßen schon am Küchentisch, der mit Brötchen, selbstgemachter Marmelade und anderen Köstlichkeiten gedeckt war. Daran merkte man wieder, dass sie sehr unter Muggeleinfluss lebten. Lily lächelte gequält, setzte sich dann auf ihren Platz und schnitt sich ein Brötchen auf. Nach kurzem Überlegen griff sie nach dem Nuss-Nougat-Aufstrich. Sie war einfach süchtig nach diesem Zeug und angeblich machte Schokolade glücklich. John verdrehte leicht die Augen und warf seiner Frau einen vielsagenden Blick zu.
„Lily-Schatz, meinst du nicht, du solltest etwas mehr auf eine gesunde Ernährung achten? Man sieht dir zwar nicht unbedingt an, dass du dich ausschließlich von süßem Kram ernährst, aber du solltest an deine Gesundheit denken. Die Anderen müssen sich doch auch schon über dich lustig machen.“
Mit jedem Wort ihrer Pflegemutter, war der gespielt lächelnde Ausdruck auf Lilys Gesicht mehr eingeschlafen. Sie zwang sich nicht das Brötchen auf den Teller zu werfen und in ihr Zimmer zu rennen. Sie atmete tief durch. „Keine Sorge, Mary, die Anderen stören sich nicht an meinen Gewohnheiten.“
Mary sah Lily bestürzt an. Noch nie war sie von ihr bei ihrem Namen genannt wurden. Und dieser bissige Ton. Was war aus dem kleinen, netten Mädchen geworden?
„Lily Emilia Lupin, iss dein Brötchen und geh dann bitte auf dein Zimmer. Deine schlechte Laune ist nicht zu ertragen! All die Jahre haben wir uns um dich gekümmert. Kannst du dir vorstellen, wie schwer es oft für uns war? Die jetzige Situation ist auch für uns hart, aber benehmen wir uns deshalb so? Ist das die Art und Weise, wie du uns dankst?“
John hätte wohl weitergesprochen, wenn Lily nun nicht doch das Brötchen auf ihren Teller geschmissen hätte. Sie wollte so viel sagen, schreien, fluchen, aber am Ende brachte sie nur ein gepresstes „Ihr habt ja keine Ahnung“ hervor.
Sie stürmte aus der Küche und knallte die Tür hinter sich zu. Sie war wütend. Entsetzlich wütend; wütend auf ihre Eltern, sich selbst, die Todesser, Voldemort und ... auf absolut alles und jeden! Tränen stiegen in ihr auf, bahnten sich den Weg aus ihren Augen. In ihrem Zimmer angekommen warf sie sich auf ihr Bett, vergrub ihr Gesicht im Kissen und schluchzte sich die Seele aus dem Leib. Nach einer halben Stunde versiegte der Tränenschwall.
Ein paar Stunden später saß Lily auf ihrem Fußboden und warf alle ihre Sachen durch ihr Zimmer. In zwanzig Minuten musste sie im Fuchsbau sein, denn Molly Weasley würde sonst wohl eine Legion von Auroren auf die Suche nach ihr schicken. Jetzt Mily loszuschicken würde nichts bringen und ein Telefon besaßen die Weasleys trotz Arthurs Besessenheit nach allem möglichen Muggelkram nicht. Sie hatte das Packen wieder mal auf die letzten Minuten herausgeschoben. Der heutige Tag war fantastisch gewesen. Die ganze Zeit hatte sie sich in ihrem Zimmer verbarrikadiert und immer wenn ihr Eltern mit ihr sprachen stur auf Durchzug geschalten. Die Situation war aussichtslos. Sie würden sich heute unmöglich versöhnen können.
Nach zehn Minuten hatte Lily alles wichtige zusammengesucht, mit Mühe ihren Koffer geschlossen, Black, ihre Ratte, und Mily, ihre Schleiereule, in ihren Käfigen verstaut und stand nun im Wohnzimmer. Ihre Eltern sahen sie an. In ihren Blicken konnte Lily Enttäuschung über ihr Verhalten, das Erwarten einer Entschuldigung, aber auch Trauer über den anstehenden Abschied erkennen, doch sie musste das ignorieren. Dennoch hatte sie ein seltsames Gefühl. Der Abschied vollzog sich schweigend. Sie umarmten sich, wenn auch nicht richtig bei der Sache. Ihr Pflegevater bemerkte zu Lilys großem Verdruss nochmals, dass es ein Zeichen von innerer Stärke sei, wenn man sich auch für Fehlverhalten entschuldigte, sie diese Kraft aber anscheinend nicht besäße. Sie hatte darauf nur mit einem vernichtenden Blick reagiert. Auch Mary hatte sie kurz mit diesem Blick bedacht, doch als sie die Tränen in den Augen der Frau schimmern sah, die für sie immer wie ihre wahre Mutter gewesen war, spürte sie einen Stich im Herzen und ihr schlechtes Gewissen meldete sich. Sie öffnete schon den Mund, um doch noch etwas zu sagen, als der Fahrende Ritter erschien.
Die Fahrt war schrecklich. 'Ernie sollte das Fahren lieber anderen überlassen...' dachte sie. Mit jeder Kurve wuchs in ihr der Drang, ihren Magen zu entleeren, aber sie kämpfte dagegen an und eben in dem Moment, in dem sie zu platzen drohte, hielt der Bus vor dem Fuchsbau.
Lily ließ sich erst mal erschöpft auf dem Weg nieder. Sie hasste den „Fahrenden Ritter“, allerdings hatte sie keine andere Möglichkeit zu den Weasleys zu gelangen, denn ihre Pflegeeltern besaßen keinen Kamin und die Apparierprüfung hatte sie auch noch nicht abgelegt. Als sie durch die frische Luft wieder zur Besinnung gekommen war und sich ihr Verdauungstrakt beruhigt hatte, erhob sie sich und schleppte die zwei Käfige und den Koffer die Auffahrt hinauf und betätigte dann die Klingel mit ihrem letzten freien Finger. |
_________________
Hauspokalgewinner Mai 07
Meine FF: Freunde für immer!?
Zuletzt bearbeitet von Lily Lupin am 06.07.2008, 19:39, insgesamt einmal bearbeitet |
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Lady Rose Orden des Merlin 5. Klasse

 Alter: 15 Anmeldungsdatum: 11.06.2007 Beiträge: 1199 Wohnort: in der Winkelgasse 49
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Verfasst am: 07.11.2007, 16:48 Titel: |
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uhi das thema ist ja mal genial
also das was du bis jetzt geschrieben hast, ist richtig gut!
mach bitte bitte schnell weiter
deine Franzii |
_________________ Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt?
Langeweile? dann lies...
immer noch nicht genug?
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Wuermchen93 Orden des Merlin 2. Klasse

 Alter: 15 Anmeldungsdatum: 02.09.2007 Beiträge: 2387
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Verfasst am: 07.11.2007, 17:48 Titel: |
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Also cih find die ff bis jetzt richti gut!
Schreib bitte schnell weiter! |
_________________
Das Geheimnis einer glücklichen Ehe liegt in vier Worten: "Du hast recht Liebling!" |
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Janine0906 Schulsprecher

 Alter: 16 Anmeldungsdatum: 24.09.2007 Beiträge: 633
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Verfasst am: 11.11.2007, 16:59 Titel: |
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Ich finde die Idee auch gut!! Mich würds freuen wenn du weiterschreibst!! |
_________________ Harry Potter (und Charmed) for ever!!!!!!!!!! |
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Lady Voldemort Orden des Merlin 4. Klasse

 Alter: 32 Anmeldungsdatum: 22.03.2006 Beiträge: 1230 Wohnort: Little Hangleton
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Verfasst am: 11.11.2007, 20:20 Titel: |
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| Ganz toller Anfang. Interessiert mich auch sehr wie es weiter geht. Es geht allen nah das Dumbledore tot ist, aber warum nimmt es gerade Lily so sehr mit? Hat das einen bestimmten Grund? |
_________________ Feinde des Erben, nehmt euch in Acht!
Virtual Galopp
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Lily Lupin Orden des Merlin 3. Klasse

 Alter: 17 Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1614 Wohnort: Nähe Dresden
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Verfasst am: 12.11.2007, 22:59 Titel: |
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Hey,
dankeschön, an euch alle. Sorry, dass es solange gedauert hat, aber ich hatte ja gesagt (oder?) dass wahrscheinlich ein Kapitel pro Woche kommt.
@Lady Voldemort: Tja, danke für dein Lob
@Würmchen: Auch dir vielen Dank!
@Janine: Muchas gracias!
@Lady Voldemort: Und nochmals danke, danke! Die Frage kann ich leider nicht beantworten, aber ich baue immer mal wieder Andeutungen ein. Vielleicht fällt es irgendwann auf
Ja, dann will ich nicht weiter reden. Hier kommt das nächste Chap. Aber hier wird ziemlich viel aus dem Buch wiedergekäut. Es tut mir Leid, allerdings muss das eben erstmal sein...
Also viel Spaß und schreibt wieder fleißig Kommis!
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Chapter 2: Eine böse Überraschung
„Oh! Hi Lily! Ein Glück, dass du kommst Mum ist schon...“
„Lily! Oh, Merlin sei Dank! Ich habe mir ja solche Sorgen gemacht! Wo warst du nur? Du wolltest doch schon vor zehn Minuten da sein.“ Während Molly mit besorgter Miene ihren Gast ins Haus schob, verzog Ron gequält das Gesicht hinter ihrem Rücken. Lily hingegen lächelte Rons Mum freundlich an. „Es tut mir Leid! Der Abschied von meinen Eltern ... verlief nicht ganz planmäßig. Und weil sich der ‚Fahrende Ritter’ so beeilt hat, musste ich draußen erst mal verschnaufen. Die Fahrt ist mir etwas auf den Magen geschlagen.“ Molly schien über diese Worte geschockt. „Du wirst doch aber sicher trotzdem zu Abend essen?“
„Aber natürlich“, antwortete Lily schnell mit einem unterdrückten Grinsen.
„Ah, sehr gut! Ron? Bringst du Lily dann in ihr Zimmer?“
„Ja Mum, auch wenn ich denke, dass Lily inzwischen den Weg kennt.“
„Was hast du gesagt, Ronnieschatzi?“
„Nichts Mum. Ich meinte nur, dass ich Lily liebend gern hochbringen würde.“ Er verdrehte genervt die Augen, weshalb sich Lily nur schwer ein Lachen verkneifen konnte.
Dann führte er sie Richtung Treppe. Sie würde wie in den letzten drei Jahren mit Hermine bei Ginny schlafen.
„Charlie ist heute übrigens auch angekommen, aber er schläft noch“, grinste Ron. „Morgen wird Harry noch zu uns stoßen oder... na ja, ich erzähl es dir später. Mum ist ziemlich aus dem Häuschen. Das Sicherheitsrisiko und die Abholaktion von Harry morgen... Du kennst sie ja. Und noch dazu kommt die Hochzeit von Bill und Fleur. Das wächst ihr grad ziemlich über den Kopf.“
„Ich kann sie gut verstehen! Zumal man Fleur auch nicht gerade als anspruchslose Braut bezeichnen könnte“, grinste Lily.
Inzwischen waren sie vor Ginnys Zimmer angekommen. „Ich denke, du willst erst mal deine Sachen auspacken. Dein Bett findest du oder soll ich dir noch einmal den Weg dorthin zeigen?“ Die letzten Worte hatte er mit gespielter Sorge hervorgebracht. Lily grinste ihn noch ein letztes Mal an, bevor sie an die Tür klopfte.
„Ja, Ron! Was ist denn? Du weißt, dass ich die Tür nicht abschließen darf. Oder hast du vergessen, wie man eine Türklinke betätigt?“
Lilys Grinsen wurde noch ein bisschen breiter und sie öffnete die Tür.
„Ist es ein Kompliment, dass du mich für deinen Bruder hältst?“
Ginny lag auf ihrem Bett. Sie schien gerade in ein Gespräch mit Hermine vertieft zu sein, aber als sie die Stimme ihrer Freundin vernahm, blickte sie mit einem Strahlen auf. „Hi, Lily! Nun, das musst du selber wissen“, erwiderte sie mit einem verschmitzten Lächeln. Dann stürzte sie, wie auch Hermine, auf Lily zu und die drei umarmten sich erst mal gründlich. Sie hatten sich schließlich reichlich vier Wochen lang nicht gesehen. „Endlich haben wir einen Beistand! Mum macht einen echt fertig, aber sie wollte sich von den Delacours ja auf keinen Fall helfen lassen.“ Die rothaarige Hexe verdrehte genervt die Augen, während Hermine nur grinste.
„Wo findet die Hochzeit eigentlich statt? Bei Gringotts? Es soll da sehr sicher sein und außerdem arbeiten Fleur und Bill dort, richtig? Es ist ja auch schön, wenn man von so netten Wesen wie Kobolden umgeben ist. Denkt ihr, sie würden Fräcke tragen?“
Die beiden anderen lachten.
„Nein, die Feier findet hier im Garten statt, vorrausgesetzt das Wetter spielt mit“, gab Hermine schließlich zur Antwort.
Der restliche Abend verlief relativ ruhig (Molly bekam nur einmal einen Anfall, als Fred und George direkt in die Küche apparierten um ihre Familie mal zu besuchen: „In diesen Zeiten kann sonst wer hier auf tauchen! Wir hätten euch verfluchen können!“) Ron, Hermine, Ginny und Lily erzählten sich in Rons Zimmer noch stundenlang von ihren Ferien. Lily fiel dabei auf, dass Ron und Hermine sich immer, wenn sie sich unbeobachtet vorkamen heimliche Blicke zuwarfen. Erst weit nach Mitternacht verabschiedeten sich die Mädchen von Ron und fielen, in Ginnys Zimmer angekommen, todmüde in ihre Betten. Doch trotz der Müdigkeit hing jeder seinen eigenen Gedanken nach.
Ginny war in Gedanken bei Harry. Sie liebte ihn immer noch. Ihr fiel es so schrecklich schwer, die Sehnsucht nach seinen Umarmungen und Küssen zu verbergen. Sie sehnte sich nach einem Lächeln von ihm, nach einem netten Wort. Aber selbst wenn er am morgigen Tag gesund hier ankommen sollte, würde er sie wohl nur ignorieren. Wenn sie schon nicht mehr zusammen waren, konnten sie doch einfach nur miteinander befreundet sein, oder? - Wollte sie das überhaupt?
Und auch Lily schlief noch nicht. Sie hatte Angst. Wie in der letzten Nacht würde ihr grässlicher Traum nicht ausbleiben. Sie wollte nicht mehr darüber nachdenken, aber es ging nicht anders. Und immer wieder glitten ihre Gedanken zu ihm. Zu dem Menschen, der all diese Schmerzen verursacht hatte. Vergessen! Warum konnte sie ihn nicht vergessen? - Wollte sie das überhaupt?
Der nächste Morgen kam viel zu schnell. Alle saßen sie todmüde am Frühstückstisch und schmierten sich ein paar Brötchenhälften. Danach bat Molly alle in das Wohnzimmer.
„Ron, Hermine! Mad-Eye und der Rest werden dann gleich kommen. Habt ihr Lily schon eingeweiht?“
„Ich fürchte, ich weiß von nichts... Hat es etwas damit zu tun, dass Harry abgeholt wird?“
„Ganz Recht, Lily! Ginny wird dir alles erzählen. Die beiden anderen müssen schon mal alles vorbereiten.“
Lily verstand gar nichts mehr. Was musste vorbereitet werden? Wie wollten sie Harry holen? Wieso hatte man ihr nicht eher davon erzählt? Warum sollten scheinbar nur sie und Ginny hier bleiben? Sie hatte immer geglaubt eine sehr gute Freundin von Hermine, Ron und Harry zu sein. Aber jetzt? Was war jetzt? Wann war sie zum fünften Rad am Wagen geworden? Ach was, Lily! Das bildest du dir ein! Du warst eben nicht da, als der Plan (worum es auch immer geht) beschlossen wurde. In letzter Zeit bist du einfach nur überempfindlich!
„Kommst du?“ Ginny warf ihr einen fragenden und zugleich auffordernden Blick zu. Also erhob sich die Hexe und folgte ihrer Freundin in deren Zimmer.
„Ja, es ist wie folgt: Vor zwei Wochen war hier eine Ordensversammlung. Der Grimmauld Platz 12 ist nicht mehr sicher, jetzt, wo Dumbledore.... Du weißt schon.“
*~Flashback~*
Ginny lag auf ihrem Bett, auf dem neben ihr saß Hermine, vor ihr auf dem blauen Teppich kniete Ron.
„Er wird uns wieder die Hölle heiß machen, wir sollten ihn nicht begleiten. Aber jetzt, wo alles vorbereitet ist, kann er nichts machen!?“ In der Stimme des Rothaarigen schwang Besorgnis mit und seine Stimme war nur ein Flüstern, denn er und Hermine waren der Meinung Ginny schlafe. Sonst würden sie auch nicht über ihre und Harrys Mission sprechen. Seit Hermine da war, hatte sich deren Verhältnis zu Ron geändert. Sie waren sich... näher gekommen. Sie stritten zwar noch manchmal, aber die Blicke, die sie untereinander austauschten waren teilweise sehr... verlangend. Ginny wusste auch, dass die beiden Vorbereitungen getroffen hatten, um Harry auf seine „Reise“ zu begleiten. Ron hatte mit Hilfe von ihrem Vater, Fred und George den Guhl in einen Ron mit Griselkrätze verwandelt. Gut, er hatte rote Haare, einen wundervollen Schlafanzug und vom Intellekt her entsprach er womöglich auch ihrem geliebten Bruder, aber ob das Ministerium das nicht durchschauen würde... Sie war sich ziemlich unsicher bei dieser Sache. Hermine hatte ihre Eltern nach Australien verfrachtet und deren Erinnerungen verändert, so dass sie sich nicht erinnern konnten, je eine Tochter gehabt zu haben. Es war sehr schwer für Hermine gewesen, aber Ron hatte ihr jederzeit Trost gespendet. Ja, die beiden waren so glücklich und sie selbst... Warum nur hatte Harry Schluss gemacht? Sie war sich sicher, dass er sie noch immer liebte, aber wieso konnte er nicht einsehen, dass sie so oder so in Gefahr war. Ihre Familie war bekannt dafür, gänzlich gegen Du-weißt-schon-wen gerichtet zu sein und sie waren Muggelfreunde und Ordensmitglieder... auf todesserisch gesagt Blutsverräter. Jeder wusste, wie riskant es war, so zu leben, aber dieses Risiko hatte ihre Familie in Kauf genommen und ehrlich gesagt, war Ginny stolz darauf.
Irgendwann wird der Krieg zu Ende sein und dann werden wir beiden wieder zusammenkommen. Dann MÜSSEN wir wieder zusammenkommen! Wütend schob Ginny diesen Gedanken beiseite. Sie würde Harry nicht nachweinen und wenn er bald kommen sollte, würde sie so tun, als wären sie nie etwas anderes als Freunde gewesen. Nun, zu mindestens würde sie versuchen so zu tun.
Plötzlich ertönte ein lauter Knall. Ginny fuhr erschrocken auf..
„Fred! George! Muss das sein? In diesen Zeiten sollten man wirklich keinen Spaß mit den Ängsten der Leute treiben!“
„Ach komm, beruhige dich, Hermine! Oder sollte ich lieber sagen...“
„Schwägerin in spe?“, beendete George den Satz seines Bruders.
Hermines Wangen färbten sich rosa, während Rons Ohren schon wieder die Farbe einer überreifen Tomate angenommen hatten.
Um eine Eskalation der Situation zu vermeiden, unterbrach Ginny die peinliche Stille, die entstanden war: „Wieso seid ihr beiden denn gekommen? Es ist doch bestimmt nicht euer Plan gewesen, uns nur zu erschrecken!?“
„Ganz Recht, oh klügste meiner Schwestern!“ Ginny bedachte ihren Bruder mit einem etwas empörten, hauptsächlich aber belustigten Blick.
„Ron und Hermine sollen runterkommen. Es gibt da anscheinend einen Plan. Jedenfalls hat uns Mad-Eye gebeten, euch zu holen. Also kommt ihr? Wenn ihr darauf besteht könnt ihr auch laufen.“ Und damit knallte es wieder und die Zwillinge waren verschwunden.
Die beiden Turteltauben schienen etwas verwirrt, erhoben sich dann aber und machten sich auf den Weg nach unten. Ginny wusste genau, dass ihre Anwesenheit nicht erwünscht war, aber wenn sie sich hinter den beiden hinein schleichen könnte, würde vielleicht keiner realisieren, dass eine Person zu viel im Raum war. Also entschloss sie sich, ihrem Bruder und seiner Freundin zu folgen. Eigentlich war Hermine auch ihre Freundin, aber in den letzten Tagen verbrachte sie ziemlich viel Zeit mit Ron. Ginny konnte das verstehen. Sie liebten sich schon seit Jahren und als Harry endlich ihre Gefühle erwidert hatte, verstrich auch so gut wie keine Stunde in der sie nicht wenigstens hundert Mal an ihn dachte. Nun hatte er sich aber von ihr getrennt. Auch das konnte sie nachvollziehen, aber... Das Haus füllte sich täglich und doch fühlte sich Ginny einsamer denn je.
In der Küche angekommen, hielt sie sich direkt hinter den zwei Verliebten und schlich sich auf einen Stuhl ganz in der Ecke. Glücklicherweise regte sich ihre Mutter gerade über etwas auf und bemerkte Ginnys Anwesenheit so nicht.
„Ah, gut, dass ihr beiden grade kommt!“, sagte Moody. „Ich will nicht groß ausholen. Ihr wisst ja, dass wir Harry schon vor seinem Geburtstag holen wollen, da das Ministerium etwas Anderes erwartet. Allerdings liegt noch immer die Spur auf Harry. Das hatten wir nicht bedacht.“
„Natürlich! Die Spur. Sie könnten also herausfinden, wo Harry ist!“, murmelte Hermine atemlos.
„Was für ein Spur?“ Rons Gesicht war ein einziges Fragezeichen, aber Ginny musste zugeben, dass sie auch keine Ahnung hatte, was diese Spur sein sollte.
„Jeder Zauberer hat auf sich eine Spur liegen, bis er volljährig wird. So erkennt man, wann ein Minderjähriger unbefugt zaubert oder eben, wenn er irgendwohin appariert.“
„Genau so ist es“, setzte Mad-Eye seinen Vortrag fort. „Damit bliebe nur noch die Möglichkeit des Fliegens. Da es auch sein kann, dass die Todesser schon vorsichtshalber ein oder zwei Wachen aufstellen, haben wir beschlossen, sie zu verwirren.“
„Ich bin damit absolut nicht einverstanden, Mad-Eye!“,, fauchte Molly Weasley aufgebracht. „Es kann soviel passieren. Was wenn jemand verletzt wird, was wenn der Plan schief läuft?“
„Im Moment ist Harrys Wohl das Wichtigste. Du weißt, was Dumbledore gesagt hat: ‚Schützt Harry!’“
„Ja, und natürlich will ich, dass dem Jungen nichts passiert, Remus, aber der Plan ist zu einfach.“
„Wir wissen, Molly,“, murrte nun der alte Auror, „dass die Freiwilligen sich in große Gefahr begeben, doch es gibt keine andere Möglichkeit.“
„Freiwillige wofür?“, mischte sich nun Ron erneut ein.
„Um die Feinde zu irritieren, werden insgesamt sieben Harry Potters durch die Lüfte unterwegs sein. Je Ein Potter und ein Ordensmitglied werden zu je einem von zwölf gesicherten und geschützten Häusern reisen.“
„Ich versteh nicht... Sieben Potters?“
„Ron verstehst du das denn nicht? Vielsafttrank!“
„Und wieder hast du Recht, Mädchen. Nun, wie gesagt brauchen wir aber noch Freiwillige. Hagrid wird mit dem echten Harry auf seinem Motorrad fliegen. Aber wir benutzen auch Besen und Thestrale als Transportmittel. Als Potters haben sich Fred, George, Fleur und Mundungus bereit erklärt.
„Bereit erklärt? Ich sag dir, ich mach das nicht!“
„Halt die Klappe, Fletcher! Wir haben das ausdiskutiert. Ansonsten hätten wir als Begleiter Remus, Arthur, Bill, Kingsley, mich und Tonks...“
„Die man jetzt eigentlich Lupin nennen müsste“, wandte diese mit einem verliebten Lächeln in Richtung Remus ein.
*~Flashback~* Ende
„Könntest du das bitte wiederholen, Ginny?“
„Was meinst du?“
„Tonks müsste Lupin genannt werden?“
„Wie... Weißt du es etwa noch nicht?“
„Was weiß ich nicht?“
„Dein Vater und Tonks haben geheiratet.“ |
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Hauspokalgewinner Mai 07
Meine FF: Freunde für immer!? |
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Janine0906 Schulsprecher

 Alter: 16 Anmeldungsdatum: 24.09.2007 Beiträge: 633
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Verfasst am: 14.11.2007, 16:21 Titel: |
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Lily bekommt aber auch gar nichts gesagt!! Hoffentlich bekommt sie das nicht in den falschen Hals.....
Läuft das Abholen von Harry genauso (mit kleinen Änderungen natürlich) ab wie im Buch? |
_________________ Harry Potter (und Charmed) for ever!!!!!!!!!! |
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Lily Lupin Orden des Merlin 3. Klasse

 Alter: 17 Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1614 Wohnort: Nähe Dresden
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Verfasst am: 18.11.2007, 14:38 Titel: |
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Hey,
danke für deinen Kommi und Entschuldigung, dass du solange warten mustest
Also die Abholaktion läuft haargenauso(schreibt man das zusammen?xD) ab wie im Buch. Aber Lily kommt nicht mit.
Ob sie es in den falschen Hals bekommt... Man wird sehen, aber sauer ist sie.
Aber mehr will ich nicht verraten.
lg
Hier kommt das nächste Kapitel:
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Chapter 3: Chaos
Lily erstarrte. Das war einfach nicht möglich. Das konnte nicht wahr sein. Wieso.... Ihr Vater hatte geheiratet? Aber warum, um alles in der Welt, hatte er ihr nichts gesagt? Dass die beiden eine Beziehung führen würden, war schon in jener schicksalhaften Nacht, in der Dumbledore starb, deutlich geworden, aber eine Hochzeit? Nicht, dass sie sich nicht für ihren Vater freute. Er hatte in seinem Leben soviel ertragen müssen. Er hatte immer nur wenige Freunde gehabt. Seine Frau und große Liebe Emilia war bei ihrer Geburt gestorben und wenig darauf, waren die Potters und angeblich auch Peter getötet und Sirius nach Askaban gebracht worden. Nicht einmal seine Tochter hatte er behalten können, denn es war ein zu großes Risiko für einen Werwolf ein Kind großzuziehen, denn zu diesen frühen Zeiten war der Wolfsbanntrank noch nicht so ausgereift wie heute. Er hatte alles und jeden verloren und verbrachte dreizehn Jahre im Untergrund. Ohne Arbeit, wer stellte schon einen Werwolf ein, und daher ohne Geld musste er ein tristes Dasein fristen. Dann, in ihrem dritten Jahr hatte Dumbledore ihn dazu bewegen können, nach Hogwarts zu kommen.
*~Flashback~*
„Wer ist das eigentlich?“, fragte Ron mit einem Blick auf den schäbig bekleideten, tief schlafenden Mann, der in ihrem Abteil saß.
„Das ist R.J. Lupin... Moment...“
„Woher weißt du das bitte schon wieder, Hermine?“
„Wer lesen kann ist klar im Vorteil, Ron. Es steht auf seinem Koffer. Aber überleg doch mal...“
„Lupin?“ Eine seltsame Starre hatte Lily befallen. Ist das etwa... Sie schluckte hart. Ist das mein Vater?
„Denkst du...“
„Dass das mein Vater ist? Ich.. Ich weiß nicht. Ich... Das ... Entschuldigt mich kurz.“ Sie sprang auf, um sich auf die Toilette zurückzuziehen, da sie jetzt einfach Ruhe brauchte. Doch kaum hatte sie die Abteiltür geöffnet, hielt der Zug plötzlich an und die Lichter auf dem Gang und in den Abteilen erloschen. Gleichzeitig breitete sich bittere Kälte aus. Ängstlich wich sie zurück, als ein Schatten auf sie zugetaumelt kam.
„Da ist was!“, ihre Stimme kippte über und während sie weiter von der Tür wegtrat, wäre sie beinahe über Rons Beine gestolpert. Die schwarze Gestalt strauchelte im selben Moment, allerdings mussten ihr Harrys Beine im Weg gewesen sein.
„Autsch... tut mir Leid. Wer war das? Weiß jemand was los ist?“
„Kein Problem, Neville. Ich bin’s Harry und nein, ich hab jedenfalls keine Ahnung. Setz dich am besten!“
„Autsch!“, ertönte wieder Nevilles Stimme und gleichzeitig hörte man ein Fauchen.
„Das war Krummbein“, bemerkte Ron trocken.
„Also ich geh jetzt nachsehen, was hier eigentlich passiert!“ Hermine trat auf die Tür zu, prallte aber gleich wieder zurück und kreischte erschrocken. Außer dem ihren erklang auch noch ein anderer Schrei.
„Waaah, Wer ist das?“
„Ginny?“
„Hermine?“
„Ja. Weißt du, was hier grad vor sich geht?“
„Nein, ich suche Ron.“
„Setz dich erst mal!“
„Aber pass auf Krummbein auf!“
„Autsch!“ Wieder Neville!
„Ruhe!“ Eine heiseres Krächzen war plötzlich aus der Ecke des Abteils erklungen. Das muss er sein!
Professor Lupin schien sich erhoben zu haben und wenig später wurde das Abteil von seinem Zauberstab erleuchtet.
„Ich möchte, dass ihr bleibt, wo ihr seid!“ Voller Misstrauen schritt er in Richtung Gang, doch plötzlich stand im Rahmen bereits ein vermummtes Wesen mit Kapuze, das seltsame röchelnde Laute von sich gab. Zugleich wurde es im Raum noch kälter, nahezu eisig und Lily fühlte sich auf einmal fürchterlich deprimiert. Sie konnte nicht sagen warum, aber irgendwie verschwanden alle Hoffnungen, alles Glück.
„Expecto Patronum“, rief der Professor laut und irgendeine silberne Form trat aus seinem Zauberstab und trieb das Kapuzenteil zurück und es wurde schlagartig wärmer.
„Wir haben Sirius nicht unter unseren Umhängen versteckt“, knurrte er mit schwach unterdrücktem Zorn.
Dann gingen die Lichter wieder an und alles war so wie vorher. Mit einem Unterschied:
„Harry!“, schrie Ginny erschrocken. „Was ist mit ihm? Tun sie doch was!“
„Keine Sorge, er wird gleich wieder zu sich kommen.“
„Und tatsächlich schlug Harry nur wenige Sekunden später die Augen auf.“ Erleichtert atmete Lily aus.
„Was ist passiert?“, fragte sie jetzt.
„Das waren Dementoren.“ Er sah sie kurz an und Erschrecken breitete sich auf seinem Gesicht aus.
„Was sind Dementoren?“
„Ron, Dementoren sind die Wächter von Askaban. Sie....“
Lily nahm Hermines Erklärung kaum wahr, denn der Blick ihres neuen Lehrers hielt sie gefangen.
„Lily?“, hauchte er tonlos.
„Dad?“
„Du... siehst deiner Mutter unheimlich ähnlich.“
„Ich.. ich weiß nicht.“
„Ich denke, wir haben über Vieles zu reden, aber jetzt ist nicht der richtige Moment.“
Lily nickte nur. Endlich hatte sie ihren Vater gefunden.
*~Flashback~* Ende
„Ähm.. Lily? Ist alles in Ordnung?
„Ja, ja ich hab mich nur gerade an etwas erinnert. Aber von der Hochzeit wusste ich nichts.“
„Nichts? Aber wieso hat Remus dir nicht Bescheid gesagt? Du bist seine Tochter!“
„Ja, ich weiß, aber ... Ich hab keine Ahnung, warum er mich nicht benachrichtigt hat. Ich meine.. Tonks könnte meine große Schwester sein, aber sie ist unheimlich nett und wird meinen Dad sicher glücklich machen. Meine richtige Mutter hab ich ja nie kennen gelernt und.. ach, es ist nicht fair, dass er mich nicht zur Hochzeit eingeladen hat. Tonks denkt jetzt sicher, ich könne sie nicht leiden.“
„Mach dir keine Sorgen Lily! Dein Vater wird nachher auch kommen und dir sicher alles erklären.“
„Ja, vielleicht. Aber damit wären wir wohl wieder beim Plan. Ron und Hermine haben sich anscheinend auch gemeldet!?“
„Allerdings. Ich hatte in einem Moment totaler geistiger Umnachtung angeboten, auch mitzukommen, aber Mum ist natürlich sofort tierisch ausgerastet. Schon allein, dass ich mit runter gekommen sei, wäre eine Unverschämtheit. Nun ja, jetzt hat es sich ja als nützlich erwiesen.“
Die beiden Mädchen hingen für einige Augenblicke ihren eigenen Gedanken nach. Dann fragte Lily: „Und was machen wir jetzt eigentlich?“
„Wir warten auf die Rückkehr der anderen. Es ist ja doch ziemlich riskant und falls jemand verletzt wird, müssen wir sofort helfen können.“ Wenn sie denn alle wiederkommen., fügte sie in Gedanken hinzu. Sie konnte sich einfach nicht helfen. Sie hatte ein komisches Gefühl. Als würde irgendeine dunkle Macht unmittelbar über ihr schweben. Gott Ginny, bist du naiv! Es ist doch völlig klar, dass du von einer dunklen Macht umgeben bist. Voldemort ist praktisch überall., schalt sie sich. Die Augen offen halten!, ertönte eine Stimme in ihrem Kopf, aber Ginny schob ihre düsteren Gedanken beiseite.
„Ist mit dir alles in Ordnung, Ginny? Ehrlich gesagt, hab ich dich schon fröhlicher gesehen.“
„Naja.. es ist nur... Harry fehlt mir so. Ich weiß, es ist kindisch ihm nachzutrauern. Es ist zu meinem Besten und ich... ich sollte ihm dankbar sein, dass er um mein Wohl besorgt ist, weil das ein Beweis seiner Liebe ist.“ Es schien, als hätte sie diese Worte in ihrem Kopf schon oft durchgekaut.
„Aber trotzdem tut es weh. Doch, Ginny, ich versteh dich. Du liebst ihn und er liebt dich und nichts sollte euch beide trennen! Aber irgendwann wird dieser Krieg vorbei sein und dann, dann werdet ihr beiden für immer vereint sein!“
„Wenn nicht einer von uns stirbt.“
„Daran darfst du nicht mal denken!“
„Aber sollte ich nicht darauf vorbereitet sein? Du hast gerade selbst gesagt, dass Krieg ist. Im Krieg sterben Menschen. Warum nicht ich oder... oder..“ Sie brach ab. Ihr Inneres war in totalem Aufruhr. Es durfte nicht passieren. Auf keinen Fall! Lily hatte Recht, sie durfte nicht darüber nachdenken. Tränen rannen ihre Wangen hinab. Es war so schwer. Es tat so furchtbar weh.
Lily beobachtete ihre Freundin mit einer Mischung aus Schock und Mitleid. Sie selbst quälte nur unerwiderte Liebe. Trennungsschmerz musste viel schmerzhafter sein. Vor allem, wenn einem klar war, dass es möglicherweise nie wieder ein „Wir“ geben könnte. Vorsichtig erhob sie sich, setzte sich neben ihre Freundin, deren rote Haarpracht ihr Gesicht zwar verdeckte, die Tränen aber nicht verbergen konnte, und nahm sie in den Arm.
Sie erinnerte sich, wie gut es ihr getan hatte, sich einfach an Hermines Schulter auszuweinen, als sie Dean mit Lavender erwischt hatte. Ja, lang war es her, dass sie mit ihm zusammen gewesen war. Es war eine Art verspätete Kindheitsliebe gewesen. Auf alle Fälle war es nichts Ernstzunehmendes. Besonders jetzt wurde ihr das klar. Jetzt, wo sie bei fast jedem Gedanken bei ihm endete.
Allmählich ließ Ginnys Schluchzen wieder nach. Und einige Minuten später richtete sie sich auf und wischte ruppig ihre Tränen weg. Sie schämte sich, dass sie so schwach gewesen war und sich von ihren Gefühlen hatte mitreißen lassen. Das durfte ihr während Harrys Anwesenheit auf keinen Fall passieren! Dennoch war sie Lily unendlich dankbar. Anscheinend, war sie doch nicht allein.
„LILY! GINNY! RON UND TONKS MÜSSTEN GLEICH KOMMEN! WIR SOLLTEN IN DEN GARTEN GEHEN!“
„JA, MUM! WIR SIND SOFORT DA!“, rief Ginny mit einer letzten hastigen Bewegung mit ihrem Arm über ihre Augen hinunter. „Kommst du, Lily?“. Fügte sie dann an ihre Freundin gewandt hinzu.
Diese nickte und gemeinsam eilten sie die Treppe hinab und zur Haustür hinaus.
Schon nach wenigen Minuten erschien hinter einem Fliederbusch ein kleines blaues Schimmern, dass immer mehr wuchs, bis es schließlich in einem hellen Aufleuchten endete und eine rostige Ölkanne hinterließ.
Keine Spur von Ron oder Tonks.
„Was hat das zu bedeuten?“ Lily sah sich panisch nach Molly um, doch die schien selbst mit den Tränen zu kämpfen.
„Vielleicht“, meinte Ginny, und die alte Stärke schwang in ihrer Stimme mit, „haben sie einfach den Portschlüssel verpasst. Ihr kennt doch Tantchen Muriel! Sicher, hat sie die beiden nicht rechtzeitig gehen lassen.“ Doch ganz so überzeugend, wie sie wollte, klang sie nicht. Erneut machte sich Panik in ihr breit. Was, wenn sie angegriffen worden waren? Wenn ihnen etwas passiert war. Aber sie durfte nicht verzweifeln, bevor sie nicht Gewissheit hatte.
Allerdings blieb nicht viel Zeit darüber nachzudenken, denn schon wenige Minuten später begann ein bisschen weiter weg erneut ein blaues Strahlen.
„Nein“, keuchte Ginnys Mutter. Auf der Wiese lag ein gelber Turnschuh.
„Der wäre für Dad und Fred gewesen.“, murmelte Ginny und nun klang auch sie verzweifelt.
Lily schluckte. Irgendetwas musste schiefgelaufen sein. Hoffentlich ging es allen gut. So viele geliebte Menschen befanden sich unter den „Freiwilligen“ und sie wollte keinen von ihnen verlieren. Mrs Weasley wandte sich ab und ging zurück zum Haus und nach kurzer Zeit folgten ihr die beiden Mädchen.
Gerade waren sie durch die Hintertür getreten, als ein dumpfer Aufschlag im Hof zu hören war. Alle drei Frauen stießen einen Schrei aus, einen Schrei des Schocks, aber auch der Erleichterung, denn als sie zurückstürmten, sahen sie, wie Harry sich aufrappelte und eine Bürste von sich schleuderte.
„Harry! Oh dem Himmel sei Dank! Was ist nur passiert? Wo sind die anderen?“ Molly drückte Harry für einen Moment fest an sich.
Dann erzählte er, dass ihnen ein ganzer Haufen von Todessern aufgelauert hätte und sie so alle getrennt worden wären, er keine Ahnung hätte, was mit wem passiert sei und Voldemort persönlich sie verfolgt hätte.
Die zwei Hexen waren geschockt. Beide waren sie um ihre Familienmitglieder besorgt. Ginny um Vater und Brüder, Lily um Vater und Stiefmutter und beide auch noch um ihre Freunde.
„Theoretisch müssten jeden Augenblick Remus und George auftauchen.“ Ginnys Stimme war gefüllt mit Hoffnung.
Dann geschah alles ganz schnell. Wieder erschien das blaue Licht, das zwei Gestalten zurückließ. Harry eilte sofort zu Lilys Vater, um ihm zu helfen George, der scheinbar verletzt war ins Wohnzimmer zu tragen.
Sein Anblick schockte alle. Das Gesicht war blutverschmiert und da, wo ein Ohr hätte sein sollen, klaffte ein unschönes Loch. Während Molly sich über ihren Sohn beugte um die Blutung zu stillen und Ginny nach Kräutern und Tränken eilte, schnappte sich Lily eine Schüssel um warmes Wasser zu holen. Gemeinsam versorgten sie die Wunden von George.
Als Lupin, Harry und Hagrid hereinkamen, sah George schon etwas besser aus.
„Er wird durchkommen“, berichtete Mrs Weasley. „Sein Ohr lässt sich aber nicht wieder herstellen. Schwarze Magie!“
Alle atmeten erleichtert aus. Auch wenn er nur noch ein Ohr haben würde, so war George wenigstens noch am Leben!
Nun konnte auch Lily realisieren, dass ihr Vater gekommen war.
„Dad!“, rief sie erleichtert aus.
„Lily!“ Er umarmte sie nur kurz, wie immer.
„Ich muss mit dir reden, Dad. Es geht um...“ |
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Hauspokalgewinner Mai 07
Meine FF: Freunde für immer!? |
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Little-Tonks Vertrauensschüler

 Alter: 14 Anmeldungsdatum: 10.11.2007 Beiträge: 405 Wohnort: Hogsmeade
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Verfasst am: 18.11.2007, 15:48 Titel: |
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Hammer!
Echt gut geschriebn!
wann kommen Tonks und Ron? |
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Lady Rose Orden des Merlin 5. Klasse

 Alter: 15 Anmeldungsdatum: 11.06.2007 Beiträge: 1199 Wohnort: in der Winkelgasse 49
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Verfasst am: 18.11.2007, 16:18 Titel: |
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WOW!
Also deine FF gefällt mir von zeile zu zeile immer besser, das thema ist echt interessant.
besonders gut finde ich, dass du dich zwar auf die bücher beziehst, aber lily miteinbringst, einfach klasse!
Auch die flashbacks gefallen mir gut.
schreib bitte schnell weiter
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_________________ Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt?
Langeweile? dann lies...
immer noch nicht genug?
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Lily Lupin Orden des Merlin 3. Klasse

 Alter: 17 Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1614 Wohnort: Nähe Dresden
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Verfasst am: 21.11.2007, 14:41 Titel: |
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Dankeschön, ihr beiden!
@Little-Tonks: Die Ankunft von Tonks und Ron wird nicht beschrieben.
@Lady Rose: Auch in dem Chap wird ein Flashback vorkommen. Ich hoffe es ist euch nicht zu gefühlvoll.
Ich freue mich wieder auf eure Kommis!
lg
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Chapter 4: Ferienende
„Es tut mir Leid Lily, aber ich fürchte, das ist nicht der richtige Moment.“
„Aber ich will doch nur..“
Wieder drangen Geräusche von draußen herein. Ihr Vater warf ihr nur kurz einen entschuldigenden Blick zu und eilte dann zur Hintertür.
Lily blieb zurück. Es interessierte sie im Moment weniger, wer gekommen war. Remus war ihr Vater! Sie hatte verdammt noch mal das Recht zu erfahren, warum er sie in letzter Zeit oder eigentlich schon immer so kühl behandelte. Sie sah ein, dass er sie nicht großziehen konnte. Als ihre Mutter starb, gab es noch keinen so ausgereiften Wolfsbanntrank und sie wäre eine Erinnerung an ihre Mutter gewesen. Noch dazu hatte das Ministerium ihrem Vater verboten ein unschuldiges Kind derart in Gefahr zu bringen und auch Dumbledore hatte ihm empfohlen, sie wegzugeben. Aber er hätte doch darauf bestehen können, sie ab und zu zu sehen. Wenigstens nach der dritten Klasse hätte er den Kontakt halten können. Ihre Eltern.. Pflegeeltern hatten ihn immer mal eingeladen, aber er hatte immer etwas Wichtiges zu tun gehabt. Liebte er sie nicht? War sie so wertlos für ihn? Oder sah er sie gar als Mörderin ihrer Mutter an?
„Lily? Bei Merlin, was hast du denn?“
Die junge Hexe hatte nicht bemerkt das sie zu Boden gesunken war und einzelne Tränen ihre Wangen herunter rannen. Ihren Freundinnen Ginny und Hermine hingegen war es nicht verborgen geblieben.
„Entschuldigt. Es...“, sie schluckte schwer, „es ist nichts.“
„Bist du sicher?“
„Ja“, kam die Antwort und entschlossen wischte sich Lily ihre Tränen weg.
***
„Dad! Könntest du dir vorstellen ausnahmsweise einmal mit mir zu sprechen?“
„Ich bin gerade nicht in der Stimmung, Lily.“
„Entschuldige, du bist mein Vater!“
„Wie ich schon sagte, im Moment bin ich nicht in der Stimmung Vater-Tochter-Gespräche zu führen.“
„Hast du dich während der letzten 17 Jahre auch nur einmal in der Stimmung gefühlt, mit deiner Tochter irgendwie zu kommunizieren?“
“Ich hatte heute genug Vorwürfe, Lily Ann Lupin!“ Ihr Vater schrie nicht, nein. Seine Stimme war leise. Leise und bedrohlich und in seinen Augen sah sie den Wolf in ihm glitzern, aber davon ließ sie sich nicht mehr abschrecken. Nicht außerhalb von Vollmondnächten.
„Ich glaube, es gibt unheimlich viele Gründe dir Vorwürfe zu machen.“
„Wag es nicht!“
„Was?“, antwortete seine Tochter und etwas Provokantes funkelte in ihren grünen Augen. „Dir zu vorzuwerfen, dass du mir nichts von deiner Hochzeit erzählt hast? Wieso? Warum hast du es mir verschwiegen? Hab ich, als deine Tochter nicht das Recht es als erste zu erfahren? Ich war nicht da und Tonks denkt jetzt sicher, ich würde sie hassen! Kannst du nicht einmal versuchen, deiner Rolle als Vater auch nur im Geringsten gerecht zu werden?“
„Fängst du jetzt auch damit an? Mach schon, nenn mich auch einen Feigling! Keine Sorge, mit der Weile gewöhnt man sich dran.“
Irritiert blickte Lily ihren Vater an. Er war so bitter. Und wieso „auch“?
„Hattest du Streit mit Tonks?“
„Sie ist bei ihren Eltern.“
„Was? Weshalb?“
„Sie ist ... schwanger“, antwortete er mit einem leicht schuldigen Unterton.
„Aber... aber .... das ist... fantastisch, Dad!“ Lily fiel ihrem Vater in die Arme. Sie würde ein Geschwisterchen bekommen. Wie sehr hatte sie Ron und Ginny beneidet. Sie hatten immer jemanden, der sie zwar nervte, aber auch jemanden, der sie liebte, den sie liebte.
„Du... du verstehst das nicht, Lily. Sie ist schwanger! Ich bin ein Werwolf. Es war schon ein Fehler dich zu zeugen, aber da ist es gut gegangen.“ Er hatte nicht gemerkt, dass seine Tochter ihn entsetzt angesehen hatte, als er von einem Fehler gesprochen hatte. Jetzt allerdings drückte ihr Gesicht Verstehen aus.
„Ich hab ihr gesagt, dass es zu gefährlich ist und sie hat es eingesehen.“
„Eingesehen? Remus John Lupin, was bist du für ein Narr!? Sie liebt dich! Genau wie Ginny Harry geliebt hat. Auch er hat sie verlassen, um sie zu schützen. Und jetzt geht es ihr schrecklich. Abgesehen davon, dass sie trotzdem in Gefahr schwebt, hat sie auch ihre große Liebe verloren. Willst du, dass es Tonks genauso geht? Siehst du nicht, dass du sie verletzt? Dass du ihr weh tust? Ich kann dir garantieren, dass sie wusste, worauf sie sich mit dir einlässt! Und sie ist glücklich ein Kind mit dir zu haben. Ich bin glücklich und tief in deinem Herzen freust du dich ebenfalls. Bereust du es noch immer, dass ich existiere? Nein? Siehst du!? Das Kind wird kein Werwolf, das spüre ich. Aber der größte Fehler, den du machen kannst, wäre deine Frau allein mit einem Kind zu lassen. Sie braucht dich, Dad. Also nimm dich verdammt noch mal zusammen und geh zu ihr! Und richte ihr meine Glückwünsche aus!“
Remus schien zwar etwas empört über ihre offenen Worte, aber trotzdem huschte ein kurzes, dankbares Lächeln über seine Züge.
„Danke, Lily! Ich fürchte, du hast Recht. Und Harry hat mir wahrscheinlich auch einen Gefallen erwiesen, mich abzuweisen.“
Er zog sie kurz in seine Arme und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn, schenkte ihr ein letztes väterliches Lächeln und disapparierte.
Versonnen betrachtete Lily die Stelle, von der ihr Vater gerade verschwunden war. Das war es also gewesen. Er liebte sie doch.
Dann erinnerte sie sich an seine letzten Worte. „Und Harry hat mir wahrscheinlich auch einen Gefallen erwiesen, mich abzuweisen.“ Von da war er also gekommen. Harry hatte ihr wohl ausnahmsweise mal etwas Gutes getan. Sie einfach dazulassen und zu verschwinden. Sie konnte es den Dreien einfach nicht verzeihen. All die Tage, die sie noch im Fuchsbau gewesen waren, hatten sie immer wieder versucht allein zu sein. Und dann bei der Hochzeit, während des Todesserangriffs hatten sie sich einfach verdrückt. Natürlich war es richtig gewesen, Harry in Sicherheit zu bringen. Aber sie war auch ihre Freundin! Oder hatten sie ihr die letzten sechs Jahre nur etwas vorgemacht?
Unwirsch schüttelte Lily den Kopf. Wahrscheinlich hatten sie sie einfach nicht finden können.
Aber auch Ginny schien verletzt zu sein, da das Trio sich nicht mal verabschieden hatte können.
***
Hallo Mama, hallo Papa,
nachdem ich wochenlang ein schlechtes Gewissen hatte, möchte ich mich nun endlich für mein schreckliches Verhalten an unserem letzten Tag entschuldigen. Ich weiß, es klingt fürchterlich offiziell, aber ich meine es ernst! In der letzten Zeit geht es mir nicht so gut. Körperlich bin ich völlig fit, keine Angst, denn die paar Kratzer vom Kampf gegen die Todesser kann man nicht als Verletzungen werten (Ihr habt doch von dem Angriff bei Bills Hochzeit gehört?). Aber innerlich ist da irgendwie ein Schatten. Ich kann nicht genau sagen, woran das liegt. Also eigentlich kann ich es schon, aber eben das ist das Problem. Ich fürchte, neben all der Angst, der Trauer und derartigen Gefühlen habe ich mich verliebt. Das Problem ist nur, er liebt mich nicht und alle werden mich hassen, wenn sie von meiner Liebe erfahren.
Da ihr aber für mich immer wie meine wahren Eltern wart, hoffe ich, dass ihr mich nicht verstoßen werdet.
Angefangen hat es wohl schon in der ersten Klasse, aber so richtig entfacht wurde die Zuneigung an jenem Tag im November.
Kurz hielt Lily inne und dachte an diesen Tag zurück, mit all seinen Höhen und Tiefen.
*~Flashback~*
Nebel hing in der Großen Halle. Der Himmel war vollkommen verdunkelt und dicke Regentropfen fielen von der verzauberten Decke hinab und verschwanden dann, kurz bevor sie auf die Köpfe der Schüler und Lehrer treffen konnten. Die Laune der Schlossbewohner war dementsprechend gedrückt, so wie jedes Jahr im November. Lily hörte auf in ihrem Essen zu stochern. Sie hatte sich mit Hermine in der Bibliothek verabredet und wollte nicht zu spät kommen. Es kam nur äußerst selten vor, dass sie sich verspätete, und wenn dieser Fall doch eintrat, hatte sie in der Regel gute Gründe dafür, zum Beispiel mit ihren Freunden Regeln brechen.
Gedankenverloren schlenderte sie durch die Gänge, denn ein bisschen Zeit blieb noch. Doch das idyllische Schweigen wurde schlagartig durch eine Stimme durchbrochen:
„Na, Lupin!? Wo geht es denn hin? Gar keinen Hunger heute? Nicht, dass du uns noch vom Fleisch fällst.“
„Wenigstens kann ich mir darum Sorgen machen“, zischte sie zurück und fügte dann etwas beherrschte hinzu, sie müsse Hausaufgaben machen. Daraufhin grinste Malfoy wieder sein typisch arrogantes Grinsen.
Während sie um die Ecke Richtung Bibliothek bog, rollte sie genervt die Augen. Konnte dieses schleimige Etwas sie nicht einmal in Ruhe lassen? Seit der ersten Klasse bemühte er sich ständig, sie aus der Fassung zu bringen.
Da wären wir auch schon!
Doch bevor Lily die Bibliothek auch nur betreten konnte, eilte ihr Hermine schon aus der anderen Richtung entgegen.
„Lily! Ein Glück, dass du pünktlich bist, aber das war ja zu erwarten.“ Sie holte tief Luft. „Es tut mir schrecklich Leid, aber ich muss noch mal zu McGonagall. Sie wollte aus irgendeinem Grund mit mir sprechen. Wir treffen uns dann bei Zauberkunst.“
„Kein Problem. Bis dann!“
„Tschau!“, und weg war Hermine.
Eines Grundes, in die Bibliothek zu gehen, beraubt, schlug Lily den Weg zum Zauberkunstklassenzimmer ein. Doch schon nach wenigen Schritten ließ sie sich vom kalten Novemberwetter ablenken und blieb an einem Fenster stehen. Bald war Weihnachten und langsam konnte sie sich Gedanken über die Geschenke machen. Dieses Jahr würde sie ihren Vater besuchen. Er und ihre Pflegeeltern hatten sich geeinigt sich jährlich abzuwechseln, insofern das Fest nicht gerade auf eine Vollmondperiode fiel.
Doch wieder wurden ihre Gedankengänge unterbrochen, als sich Hände auf ihre Augen legten.
„Hermine?“, fragte sie unsicher.
„Oh bitte, du wirst mich doch nicht mit einem Schlammblut verwechseln.“
„Malfoy!“
„Sehr gut, Lupin. Cleverer als man erwartet.“
Lily blickte den blonden Jungen teils verwirrt, teils irritiert an. Was wollte er schon wieder? Und wieso, bitte, hielt er ihr die Augen zu?
„Solltest du nicht deine Hausaufgaben machen?“ Mit seinen eisgrauen Augen musterte er sie und es schien als funkele Belustigung in ihnen.
„Du glaubst doch nicht im Ernst, dass eine der beiden Streberinnen des Jahrgangs, ach, was sag ich, der Schule noch Hausaufgaben machen muss?“
„Sollte man als Streberin des Jahrgangs nicht immer lernen?“
„Keine Sorge, meine Noten hab ich im Griff.“
„Gut zu wissen.“
Seine Nähe war ihr irgendwie unangenehm. Nur wenige Zentimeter trennten sie und es schien, als nähere er sich ihr mit jedem Satz noch ein Stück. Zurückweichen konnte sie nicht, denn sie lehnte mit dem Rücken schon am Fenster.
„Und wie willst du deine freien Minuten nutzen?“, flüsterte er, über ihren verdutzten Gesichtsausdruck grinsend.
„Ich.. ich weiß nicht.“
„Es gibt tatsächlich eine Frage, die die allwissende Lily Lupin nicht beantworten kann!?“ Er klang belustigt.
„Sieht.. chrm.. sieht ganz so aus.“ Ihr Herz klopfte bis zum Hals. Die ganze Zeit musste sie in seine Augen blicken, drohte darin zu versinken. Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen.
Und dann, ganz langsam nur, senkte Draco seinen Kopf und für einen winzigen Augenblick berührten seine Lippen die ihren. Und ehe Lily auch nur in irgendeiner Weise reagieren konnte, hatte er sich abgewandt und schritt erhobenen Hauptes den Gang hinab, eine erstarrte und komplett verwirrte Lily zurücklassend.
Dann ganz langsam setzte sie sich wieder in Bewegung. Gleich würde Zauberkunst beginnen und sie wollte nicht zu spät kommen. Es kam nur äußerst selten vor, dass sie sich verspätete, und wenn dieser Fall doch eintrat, hatte sie in der Regel gute Gründe dafür, zum Beispiel von ihrem Feind geküsst zu werden..
*~Flashback~*
Ja... so hatte es begonnen.
Und so sind wir schließlich zusammen gekommen. Ab Januar hatten wir eine geheime Beziehung. Und die ganze Zeit war ich so naiv zu glauben, er liebe mich tatsächlich. Als er dann versucht hat Dumbledore zu töten, wurde mir klar, dass ich nur ein Spielzeug war. Ich hab ihm nichts von Harrys Plänen erzählt, das wollte er gar nicht. Aber irgend wofür muss ich ihm genutzt haben.
Und seitdem plagt mich Liebeskummer. Ich weiß, dass es ihm nie Ernst war, aber... ich habe ihn wirklich geliebt und ich fürchte, ich liebe ihn noch immer.
So, jetzt ist es raus. Ich hoffe, ihr werdet mir nicht mit einem Schmähbrief antworten.
Ich hoffe jetzt, wo ihr die Zusammenhänge kennt, könnt ihr mir verzeihen.
Ich habe euch sehr lieb und vermisse euch.
Lily
Tränen standen in ihren Augen. Indem sie ihre Gedanken diesem Brief anvertraut hatte, war auch ihr bewusst geworden, woher ihre schlechte Laune, ihre Depression kam. Und während sie noch einmal ihre Worte überflog begannen sich die ersten Tropfen Augenwassers ihren Weg über Lilys Wangen zu bahnen und etwas später weinte sie, allein, in Ginnys Zimmer. Nach ein paar Minuten danach, ließ der Fluss nach und sie konnte wieder frei atmen. Der Kloß, der seit Wochen in ihrem Hals hing, hatte sich etwas gelöst.
Auf ein Schnalzen hin, kam Mily aus ihrem Käfig zu ihr geflogen und streckte Lily erwartungsvoll ihr Bein entgegen.
„Ja, meine Gute, dieser Brief ist für zu Hause!“
Ihre Eule klackerte zustimmend mit dem Schnabel und segelte dann aus dem Fenster. Kurze Zeit später war sie auch schon ein kleiner schwarzer Punkt und bald ganz verschwunden.
Langsam wandte sich Lily ab.
„Abendessen!“ Erst jetzt stellte sie fest, dass sie Hunger hatte und so machte sie sich auf den Weg nach unten.
Unten stellte Molly gerade eine Suppenterrine auf den Tisch.
„Mmh! Es riecht fantastisch!“
Die rothaarige Frau nickte nur knapp. Die Flucht von Ron, Harry und Hermine beschäftigte sie noch immer. Sie hatte alles erdenklich mögliche unternommen, um die drei von so einer Aktion abzuhalten, doch es hatte nichts gebracht. Zwar fand sie sich mit der jetzigen Situation ab, allerdings war sie trotzdem etwas frustriert. Schließlich wohnte nun nur noch eins ihrer sieben Kinder im Fuchsbau und die anderen kamen höchstens mal zu Besuch oder zu einem Ordenstreff. Zumindest begründete Lily Mollys schlechte Laune damit.
Schweigend aßen die vier Personen und nach dem Essen verabschiedeten sich Ginny und ihre Freundin von den Weasley Eltern. Und gingen ins Bett.
Am nächsten Morgen, wurde Lily von einem Druck auf ihrer Brust geweckt.
„Mily?“ Verschlafen musterte sie ihre Eule. Dann bemerkte sie den Brief an ihrem Bein. Sie setzte sich auf und nahm ihn ab. „Du warst ja ganz schön schnell. Aber warum haben dich Mama und Papa gleich wieder los geschickt? Sonst...“ Ihr stockte der Atem, als sie den Brief sah.
„Nein..“, hauchte sie.
„Guten Morgen, Kingsley, was machst du denn schon hier?“ Nur dumpf drang Mollys Stimme hoch in Ginnys Zimmer.
„Ich muss mit Lily sprechen, Molly.“
Verzweifelt schüttelte Lily den Kopf. „Nein, nein, NEIN!“ Und wieder rannen die Tränen wie Sturzbäche ihre Wangen hinab. |
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Hauspokalgewinner Mai 07
Meine FF: Freunde für immer!? |
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Janine0906 Schulsprecher

 Alter: 16 Anmeldungsdatum: 24.09.2007 Beiträge: 633
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Verfasst am: 21.11.2007, 21:50 Titel: |
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Echt toll geschrieben, ihre Gefühle und so!! Die arme, so von Draco hinters licht geführt zu werden...
Hoffentlich sind ihre Pflegeeltern nicht gestorben!! Bitte lass sie nicht tot sein!!! |
_________________ Harry Potter (und Charmed) for ever!!!!!!!!!! |
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Lady Rose Orden des Merlin 5. Klasse

 Alter: 15 Anmeldungsdatum: 11.06.2007 Beiträge: 1199 Wohnort: in der Winkelgasse 49
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Verfasst am: 21.11.2007, 22:07 Titel: |
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Oh mein Gott das war ja mal wieder ein großartiges Chap!!
Das Flashback war einfach nur umwerfend; genau richtig die Gefühle geschrieben.
Lilys Beziehung zu ihrem Vater wird jetzt auch ziemlich deutlich.
Ich kann beide irgendwie verstehen...
Oha ich hoffe Moody hat keine allzu schlechten Nachrichten für Lily, die arme tut mir jetzt schon leid.
Bitte schreibe schnell weiter, mir gefällt deine FF von Chap zu Chap immer besser!
Alles liebe und nochmal ein dickes Lob |
_________________ Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt?
Langeweile? dann lies...
immer noch nicht genug?
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Lily Lupin Orden des Merlin 3. Klasse

 Alter: 17 Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 1614 Wohnort: Nähe Dresden
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Verfasst am: 01.12.2007, 00:20 Titel: |
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Hey!
Da wäre ich mal wieder. Lang, lang ist's her, aber ich habe die eher schlechte als rechte Ausrede von Krankheit und Stress....
Aber jetzt geht es weiter. Vorher aber zu euren Kommis:
@Janine: Danke für deinen Kommentar und ich fürchte, du wirst mich ab diesem Kapitel hassen...
@Lady Rose: Auch dir ein dickes Dankeschön für dein Lob! Ich bin ehrlich erleichtert, dass mir die Gefühlsbeschreibung einigermaßen gelungen ist. Ich war mir da ziemlich unsicher. Übrigens ist es Kingsley, der, fürchte ich, nicht unbedingt schöne Nachrichten bringt.
Und damit ist es auch schon wieder Zeit für ein paar einleitende Worte. Dieses Kapitel macht mir etwas Angst. Ich fürchte, dass es teilweise etwas stark ins kitschige abrutschen könnte. Das Thema Liebe geht mir drastisch gesagt total ab. Zumindest beim Schreiben Also bin ich wieder sehr gespannt auf eure Kritik. Ach und verzeiht mir die "halbe Zweideutigkeit". Es war nicht wirklich zweideutig, aber man könnte an der Stelle nunja... denken
Wie auch immer. Ich freue mich über jeden Kommentar, also schreibt, schreibt, schreibt!
lg
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Chapter 5: Die Offenbarung
„Lily? Was ist denn los?“ Ginny hatte sich aufgesetzt und rieb sich verschlafen die Augen. Mit erhobener Augenbraue betrachtete sie ihre Freundin, wie sie da mit aufgerissenen Augen auf ihrem Bett saß, ihre Eule auf dem Schoß, die hellbraunen Haare wild ins Gesicht hängend und mit glänzenden Tränenspuren auf der Wange. Doch eine Antwort erhielt sie nicht. Vorerst, denn plötzlich klopfte es an der Tür.
„Lily? Kingsley will mit dir sprechen. Er sagt es sei wichtig.“
Als Lily weiter nur starr vor sich hinblickte und immer wieder „Nein!“ murmelte, schob Ginny ihre Decke zur Seite und öffnete ihrer Mutter die Tür. Als diese das weinende Mädchen erblickte, wurde ihr Ausdruck verstört. Anscheinend hatte auch sie keine Ahnung, was passiert war.
„Lily-Schatz, was hast du denn? Was ist passiert?“ Vorsichtig trat sie auf sie zu und nahm sie sanft in den Arm.
Da erschien auch schon Kingsley in der Tür. Nur kurz musste er die Szene überblicken und wusste, was ungefähr geschehen sein musste.
„Du hast es schon erfahren!?“
Den Blick noch immer unbewegt schüttelte Lily den Kopf. Dann schien sie sich zu sammeln.
„Ich .... ich habe ihnen .. gestern... einen Brief geschrieben“, schluchzte sie. „Mily hat... ihn mir.... gerade wieder gebracht. Und... und...“ Sie brach ab. Sie konnte nicht mehr, konnte nicht ihre schreckliche Vermutung äußern, wollte nicht..., durfte nicht...
„Lily, ich fürchte, du hast die richtigen Schlüsse gezogen. Deine Pflegeeltern wurden gestern Abend von Todessern angegriffen. Wie wissen nicht, warum gerade sie, aber als wir davon erfuhren, war es schon zu spät. Sie wurden nicht lange gefoltert. Wir nehmen an, dass die Todesser sich einen Spaß machen wollten.“
Lily sah den Mann mit der beruhigend tiefen Stimme entsetzt an. Doch sagen konnte sie nichts. Sie fühlte sich leer. Ihre Eltern hatten ihren Brief nicht mehr erhalten. Sie wussten nicht, dass es Lily Leid tat. Sie wussten nicht, warum sie so überreagiert hatte. Sie wussten nicht, wie groß Lilys Schmerz in diesem Augenblick war. Eigentlich wollte die junge Hexe gar nicht wissen, wie enttäuscht ihre Eltern sein mussten. Sie hatten sich im Streit getrennt und als sie endlich Mut gefasst hatte, ihren Eltern alles zu sagen, so wie diese es immer getan hatten, wie sie es als kleines Kind stets gemacht hatte, da waren sie einfach tot. So plötzlich! So unbegreiflich! Warum? „WARUM?“
„Wir wissen es nicht Lily. Und es tut mir furchtbar Leid. Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst.“
„NEIN! Wie kann irgendjemand glauben, zu wissen, wie ich mich fühle, wenn doch die einzige Person, die Ich ist Ich bin? Das kann keiner. KEINER! Ihr habt doch alle keine Ahnung.“ Ihre Worte waren mehr ein wildes Schluchzen.
Die drei anwesenden Personen sahen sie mit gemischten Gefühlen an. Bei Molly war es Mitleid, bei Kingsley Verständnis und aus Ginnys Blick sprach Sorge.
„Es... es tut mir Leid“, murmelte Lily. „Ich.. wollte euch nicht anschreien.“
„Aber Lily, das ist doch vollkommen verständlich! Und wir lassen dich jetzt auch allein. Ich denke in erster Linie brauchst du jetzt Ruhe! Komm Ginny!“
„Ich bleib bei ihr, Mum.“
„Nein, du hilfst mir beim Mittagessen!“
„Aber Mum, ich...“
„Ginevra Weasley, ich dulde keine Widerworte!“
Hilfesuchend blickte die rothaarige Teenagerin zu ihrer Freundin, aber dies blickte nur wieder starr vor sich hin.
„Ok, ich komme.“
Die Tür schloss sich. Das Zimmer war leer. Genau wie ihr Kopf. Keine Gedanken, keine Gefühle. Dann, ganz langsam, drang die schmerzliche Wahrheit wieder an ihr Bewusstsein und die tröstende Taubheit war verschwunden. Es war zu spät. Zu spät sich zu entschuldigen. Zu spät ihre Eltern noch mal zu besuchen. Zu spät sie in die Arme zu schließen und ihnen zu sagen, wie sehr sie sie liebte... geliebt hatte. Es war zu spät... zu spät... zu spät... Die Worte hallten in ihrem Kopf nach, wie ein lautes Echo. Es schmerzte. Es tat so verdammt weh! Wieso? Wieso diese Ungerechtigkeit? Und endlich konnte sie wieder weinen, sich ihrer Trauer hingeben. Sie sank zur Seite und schluchzte in ihr Kissen.
Unterdessen saß Ginny frustriert am Küchentisch.
„Du brauchst doch gar keine Hilfe!? Wieso durfte ich nicht bei Lily bleiben und sie trösten?“
„Ginny-Schatz, sie muss es erst mal begreifen und allein trauern. Wenn sie jemanden zum Reden braucht wird sie sich melden. Gib ihr etwas Zeit! Sie hat gerade so etwas wie ihre Eltern verloren. In ihrem Alter ist das besonders schmerzhaft.“
„Aber ich bin ihr Freundin, Mum. Sie braucht eine Schulter zum Anlehnen.“
„Im Moment braucht sie ein Kissen zum Ausweinen!“
„Aber, Mum,..“
„Ginny, versteh doch! Sie wird dich brauchen! Noch früh genug! Im Moment möchte sie allerdings allein sein. Sich ihrem Leid hingeben. Sie will nicht getröstet werden. Sie will leiden!“
„Wie kann man leiden wollen?“
„Ach Ginny, ich hoffe du wirst das nie verstehen lernen.“
Ginny sah ihre Mutter nur verständnislos an. „Wann darf ich wieder zu ihr hoch?“
„Das wirst du merken.“
„Und was soll ich jetzt machen?“
„Kartoffeln schälen!“
„Was? Mum, du bist eine Hexe! Es geht viel schneller und das Ergebnis wird deutlich besser, wenn du es mit Zauberei machst!“
„Wir haben Zeit.“
„Mum!“
„Das Messer ist im linken Schrank; der dritte Schieber von unten.“
Das Mädchen traf Molly Weasley mit einen tödlichen Blick in den Rücken, aber ihre Mutter schien sich nicht im Geringsten um den Protest ihrer Tochter zu kümmern. Erbost riss die Ignorierte den Schieber auf, griff unwirsch nach dem Messer, schnitt sich leicht und krachte die Schublade wütend fluchend zu. Molly dagegen grinste nur still in sich hinein und erinnerte sich an ihre Jugend.
Am Abend drang ein vorsichtiges Klopfen durch die Tür. Lily hob ihren Kopf und blickte sich die einzelnen Tränen wegwischend in deren Richtung. Schließlich brachte sie ein schwaches „Herein!“ zustande. Ebenso sanft, wie sie schon geklopft hatte, öffnete Ginny die Tür und sah ihr Freundin wachsam an.
„Darf ich reinkommen?“
„Nein, wieso solltest du in dein Zimmer dürfen?“ Lily rang sich ein gequältes Lächeln ab. Wahrscheinlich würde es gut tun, sich einer Freundin zu öffnen. Nun, da ihre Eltern, ihre engsten Vertrauten seit ihrer frühesten Kindheit ge... nicht mehr unter den Lebenden weilten, konnte sie nicht für immer ihre Gefühle und Gedanken in sich hineinfressen. Sie war ein sehr gefühlsbetonter Mensch und irgendwann musste sich jeder mal einer anderen Person offenbaren. Und Ginny war seit Hermines Abreise (oder gerade deswegen) ihre beste Freundin geworden.
„Geht es dir | | | |