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Mysteriöse Briefe

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Mijako
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Alter: 17
Anmeldungsdatum: 06.08.2006
Beiträge: 334
Wohnort: Aurich, Südvictorbur, im letzten Kaff der Weltgeschichte... xD

BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 14:53    Titel: Mysteriöse Briefe Antworten mit Zitat

Dass hier ist die erste Fortsetzung von "Sie oder Sie".
Sie ist um einiges Action - mäßiger. Es wäre schon ein bisschen besser, wenn man die andere Geschichte schon gelesen hat, aber Leute, die das Pairing Harry + Hermine nicht mögen, sollten lieber aufhören zu lesen...

Der erste Teil ist wieder nur ein kurzer Prolog, nicht abschrecken lassen, ja? ^^


Mysteriöse Briefe


Prolog: Verdient

Ein junger Mann, knapp zwanzig Jahre alt, lehnte mit dem Rücken an der kahlen Wand, saß auf der nicht allzu hohen Fensterbank und blickte aus dem offenen Fenster, hinaus in die fernen der Sterne des Firmaments.

Dieser Blick in den Sternenhimmel erinnerte ihn an so viele unzählige Abende, die er schon mal verbracht hatte... die meisten davon allein. Doch einer dieser Abende kam ihm vor, als wäre es gestern gewesen, so gut konnte er sich daran erinnern.

Er könnte sich jedes einzelne Wort noch einmal vor Augen und ins Gedächtnis führen, da war er sich sicher.
Es war diese eine schicksalhaftige Nacht vor zwei Jahren, als er kurz davor gewesen war, eine Frau zu küssen, die gar nicht die Frau gewesen war, die er sich eingebildet hatte.
Der junge Mann musste lächeln bei dem Gedanken an diesen Moment. Hätte es diesen Moment nicht gegeben, wäre ihm vielleicht bis heute nicht klar, wer seine große Liebe war.

So viele Dinge waren seit dem Tag darauf geschehen.
Er hatte seiner großen Liebe seine Gefühle gestanden, und darauf sogar erfahren, dass sie dasselbe für ihn empfand.
Damals hätte er vor Freunde beinahe angefangen in Tränen auszubrechen. Niemals vorher hatte er solch ein wunderbares Gefühl gespürt. Das Gefühl geliebt, wirklich geliebt zu werden. Nicht in solch einer Weise, wie es jemand, der mit ihm verwandt war, tun würde.
Sondern wirkliche Liebe.

Doch darauf hatte er sich für längere Zeit, auch wenn er sie regelmäßig wiedertraf, wieder von ihr trennen müssen, so sehr es damals auch schwer gewesen war, für beide.
Er hatte währenddessen seine Ausbildungsjahre fortgeführt.
Nun, da sie endlich nicht mehr reisen musste, sondern bei und mit ihm leben konnte, waren sie in dieses wunderbare Haus eingezogen, dass nun ihm gehörte, und dass er eigentlich auswendig kennen musste, es aber doch nicht tat.

Bei dem Gedanken an seine Eltern zog sich sein Herz immer noch schmerzlich zusammen, auch wenn der Gedanke an Rache gestillt war.
Er hatte sie nie wirklich kennen gelernt, er hatte nie eine schöne – wohl eher das Gegenteil – Kindheit gehabt.
Er wollte wenigstens die Zeit, die er noch hatte, auch wenn er kein Kind mehr war, hier bei sich zuhause (auch wenn es sich für ihn immer noch merkwürdig anhörte) verbringen.
Hier – in Godrics Hollow.

Plötzlich spürte er eine leichte und sanfte Berührung an seiner linken, blanken Schulter.
Eine ebenfalls sanfte und beruhigend klingende Stimme flüsterte in sein linkes Ohr.

„Harry, warum sitzt du hier so allein im Dunkeln?“

Auch das waren Worte die er durchaus kannte. Er musste leicht schmunzeln, ehe er sein Kopf wandte und automatisch wieder in ihre braunen Augen sehen musste, in denen er sich so gern verlor.
Es war ganze zwei Jahre her, seit das mit ihnen begonnen hatte und dennoch bekam er jedes Mal in ihrer Gegenwart eine Gänsehaut. Auch dieses Mal war das nicht anders.

„Ich hab die Zeit genutzt.“ Sagte Harry, und lächelte sie an.
„Wozu?“ fragte die Frau vor ihm verwundert.
„Um an eine gewisse Person namens Hermine Granger zu denken.“

Auch Hermine fing nun an zu lächeln und beugte sich zu ihm hinunter. Harry griff währenddessen hinter ihren Hals und zog sie zu sich.
Ihre Lippen trafen sich und es folgte ein langer zärtlicher Kuss.

Beide waren einfach nur glücklich über die Situation, in der sie gerade lebten. Alle Geschehnisse der Vergangenheit schienen vergessen.

Doch wie lange würde das so bleiben?

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Lady Voldemort
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Anmeldungsdatum: 22.03.2006
Beiträge: 1230
Wohnort: Little Hangleton

BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

He, schön das es schon so schnell eine Fortsetzung gibt. Freu mich! Laughing

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Sirius Black
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Beiträge: 4112
Wohnort: Grimmauldplatz 12

BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Freut mich auch, obwohl ich das Pairing nicht mag.
Irgendwie gefällt mir dein Schreibstil um einiges mehr als bei deiner letzten FF, mach weiter so!

lg

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Mijako
Vertrauensschüler


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Alter: 17
Anmeldungsdatum: 06.08.2006
Beiträge: 334
Wohnort: Aurich, Südvictorbur, im letzten Kaff der Weltgeschichte... xD

BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Commis! ^^
Die beiden Fortsetzungen sind ja schon fertig, also... ^^


Chapter 1 Der erste Brief


Harry drehte den kalten Türknauf um, und betrat das Haus.
Tausende, ungeöffnete Kartons standen wild durcheinander gewürfelt in einer Ecke des Flures, die darauf warteten, ausgepackt zu werden. Die Räume wirkten farb- und glanzlos, ein paar Spinnenweben hingen an der Decke. Alles wirkte grau, schmutzig und menschenleer, bis auf ein paar Räume und Böden, die in aller Hast sauber geputzt worden waren um ein bisschen freundlich zu wirken, und damit man überhaupt etwas Platz zum leben hatte.

Harry hasste diesen Anblick.
Es würde noch lange dauern, bis er und Hermine alles so geregelt, sauber gemacht und eingerichtet haben würden, wie sie es sich vorgestellt hatten. Seit vorgestern, als sie eingezogen waren, hatten sie nur wenig Zeit gehabt, etwas zu tun, besonders deshalb, weil Harry seine Hausaufgaben machen, und Hermine Aufsätze von Schülern berichtigen, und Schulstunden planen musste. ‚Das wird schon irgendwie werden.’ dachte Harry sich, schritt durch die Küche und das Wohnzimmer, ging die Treppe hinauf und betrat schließlich das Schlafzimmer, in dem Hermine gestern, obwohl sie so wenig Zeit hatte, schnell gestaubsaugt und den Staub weggewischt hatte.

Er ließ seine Tasche auf den Boden sinken, setzte sich auf das Bett und seufzte.
Hermine würde erst in ein paar Stunden zurück sein...

Plötzlich fiel ihm etwas ein. Er stand auf, und wollte gerade zur Kommode gehen, um seine alte Freundin aus Kindheitstagen – Hedwig – zu begrüßen, als er nach ein paar Blicken erkannte, das Hedwig nicht in ihrem Käfig war.
Das war überhaupt nicht ihre Art.
Normalerweise flog sie in der frühen Nacht, ca. 21:00 Uhr raus um zu jagen, und dann noch einmal am nächsten Tag morgens um 11:00 Uhr, doch es war nun schon ein Uhr Mittags.
Harry kannte ihre Jagdzeiten in – und auswendig, schließlich kannte er sie, seit er elf Jahre alt gewesen war.
Was hatte das zu bedeuten? Wo war sie so lange?

Harry schüttelte den Kopf. Weswegen machte er sich so verrückt?
Schließlich war Hedwig schon etwas älter, und außerdem können sich Tiere, wie Menschen, mit der Zeit ändern.
Sicher würde sie in ein paar Stunden zurück sein...

Trotzdem blickte er noch einige Zeit mit einem mulmigen Gefühl im Bauch auf den leeren Käfig, ehe er die Schuhe auszog, um sich – da er heute keine Hausaufgaben auf hatte – an die Arbeit zu machen und die Kartons auszupacken.

Gerade als er versuchte einen Bücherstapel, der in dem ersten der Kartons gelagert gewesen war, in das Wohnzimmer zu bugsieren, flog überraschenderweise die Tür auf, und Harry erschrak so heftig, dass er alle Bücher fallen ließ.
Eine braunhaarige Frau mit blonden Strähnchen blickte ihn nun fragend, jedoch mit einem lächeln auf dem Gesicht an.
„Hermine! Musst du mich so erschrecken?“ fragte Harry lächelnd, und rieb die sich nun leicht rot wirkenden Arme, da die ganzen Bücher mit solch einer Wucht aus seinen Armen geflogen waren.
Harry war völlig in Gedanken versunken gewesen, und außerdem war es eigentlich nicht normal, dass Hermine so früh nach Hause kam. Kein Wunder, dass er sich so dermaßen erschreckt hatte.
Hermine, die nun versuchte, den Bücherstapeln, heruntergefallenen Büchern und dem Karton auszuweichen, lächelte immer noch unaufhörlich.
Kurz vor ihrem Ziel, da sie versuchte zu Harry durchzukommen, verhedderte sich jedoch ihr rotes Sommerkleid in der Kante der Pappe des Kartons und es schien, als fiele sie in Zeitlupenschnelle auf den Boden zu.
Harry streckte sofort seine Arme aus, und konnte sie gerade noch an den Armen festhalten.
Er half ihr, sich richtig hinzustellen, bevor sie beide, nachdem sie sich ein paar Sekunden angesehen hatten, in lautes Gelächter fielen.
„Ich hätte heute morgen dieses Kleid nicht anziehen sollen! Das war mir vorhin in Hogwarts schon mal beinahe passiert!“ fluchte sie.
Harry, der sich vor lachen immer noch den Bauch hielt, konnte nur noch nicken.
„Du bist nun mal nicht daran gewöhnt, Kleider zu tragen, obwohl sie dir außergewöhnlich gut stehen.“ Murmelte Harry, als sein lachen abgeklungen war.
„Sag doch nicht so was...“ meinte Hermine darauf und wand ihren Kopf, doch Harry erkannte trotzdem gut genug, dass sie rot geworden war.
Lächelnd zog er mit der rechten Hand ihr Gesicht zu sich, und sofort begann auch sie wieder zu lächeln, bevor ihre Lippen sich auch schon trafen.
Nach einem kurzen Moment ließ er sie jedoch wieder los.

„Warum bist du eigentlich um diese Uhrzeit schon wieder zuhause?“ fragte Harry wenig später, als Hermine begann das etwas verspätete Mittagessen vorzubereiten.
„ Professor McGonagall und ein paar andere Lehrer hatten den Schülern vorzeitig frei gegeben, um ein paar Dinge, die mit dem praktischen Unterricht außerhalb Hogwart’s zu tun haben, zu besprechen. McGonagall meinte aber zu mir und den anderen neuen Lehrern des Kollegiums, unsere Anteilnahme an der Versammlung sei nicht wichtig, da wir noch nicht so lange dabei seien, und die Rechte nicht kennen würden, und schickte uns nach Hause.
Ich hab zwar protestiert und gesagt, ich kenne die Rechte, doch McGonagall hat mir einfach nicht mehr zugehört. Weshalb fragst du?“ ratterte Hermine in einem Atemzug herunter.
„Ach... nur ne Frage. Hat mich gewundert, weil du ja sonst nicht so früh nach Hause kommst.“ Sagte Harry.
Seine Stimme klang merkwürdig träumerisch, was Hermine stutzig machte. Sie drehte sich zum Esstisch um (da sie am Herd stand) und blickte Harry geradeheraus an.
Da es eine etwas große Entfernung war (die Küche war ziemlich groß), konnte sie ihm nicht direkt in die Augen schauen, doch nur die Blicke aus ihrer Entfernung besagten nichts gutes.

Harry saß auf einem Stuhl am Esstisch, starrte aus dem Fenster und schien nichts um sich herum wahrzunehmen. Hermine hätte ihn noch Stundenlang so ansehen können, und er hätte immer noch nicht bemerkt, dass sie ihn ansah.
„Harry, was hast du? Geht es dir nicht gut?” fragte sie daraufhin besorgt.
Harry zuckte zusammen, als er merkte, dass sie mit ihm gesprochen hatte. Er sah sie an, sagte ein paar Sekunden nichts, meinte dann aber schließlich: „Nein, alles okay.“
Hermine kannte Harry lange genug um zu wissen, das eine lange Nachfragerei um den Grund seines merkwürdigen Verhaltens aussichtslos war.
Er erzählte jemandem nur dann von seinen Problemen, wenn er es auch wirklich wollte...
Sie drehte sich wieder herum und besah sich ihre Kartoffeln, doch trotzdem brannte die Frage, was mit ihm los war, ihr auf der Zunge.
Bis das Essen fertig war, sagten weder Harry noch Hermine ein Wort zueinander.
Als Harry jedoch nach kurzer Zeit schon anfing, in seinem Essen herumzustochern, anstatt es zu essen, hielt Hermine es nicht mehr aus.
„Komm. Irgendwas bedrückt dich doch. Und sag jetzt nicht wieder, es sei nichts. Du weißt genauso gut wie ich dass wir uns zu lange kennen, als das ich nicht merken könnte, dass etwas mit dir nicht stimmt.“
„Du wirst dich vielleicht wundern, weshalb ich mich deswegen so aufführe, doch ich wundere mich, wo Hedwig abgeblieben ist.“ Sagte Harry, und erzählte Hermine die ganze Geschichte, und ebenfalls den Teil, dass ihre Jagdzeiten ganz anders waren.

Als er geendet hatte, runzelte Hermine kurze lang die Stirn.
„Ach, sie wird schon wiederkommen. Mach dir deswegen keine Sorgen!“ sagte sie und räumte kurz darauf den Tisch ab.

Harry stand vom Tisch auf in lief durch das Wohnzimmer zurück zu ihrem Schlafzimmer.
Er erstarrte, sobald er die Zimmertür betreten hatte.
Hedwig, scheinbar unsagbar erschöpft, lag, so konnte man es regelrecht sagen, auf seinem und Hermines Bett. Auf ihrem Rücken lag eine weitere Eule, ein brauner Waldkauz. Das ganze Bett war teils mit Federn bedeckt. Die Flügel der beiden Eulen lagen schlaff auf der Bettdecke und manche Federn stachen wild durcheinandergewirbelt heraus.
Der Waldkauz schien bewusstlos zu sein, doch Hedwig fiepte kurz und fast unhörbar nachdem Harry das Zimmer betreten hatte.
„Hermine! Komm, schnell!“ rief Harry kurz, ehe er schnell Hedwigs Trinkbottich von der Kommode holte, sich vor das Bett kniete und es der immer noch erschöpften Hedwig vorsichtig unter den Kopf schob. Wieder fiepte Hedwig kurz, was wohl so etwas wie „Danke“ bedeuten sollte, und trank fast den ganzen Bottich leer.
Hermine kam hereingestürzt. Auch sie blieb einen Moment lang überrascht im Türrahmen stehen.
„Was ist passiert?“ fragte sie verwundert.
„Ich weiß es nicht. Als ich herein kam, lagen sie schon so dort.“ Antwortete Harry, während er neues Wasser in den Bottich goss und damit kurze Zeit später zurückkehrte.
Der Waldkauz schien wegen der lauten Geräusche das Bewusstsein wiedererlangt zu haben, und sah nun träge zu Harry, der sich wiederum hinkniete, um nun der unbekannten Eule ebenfalls den Bottich hinzuhalten. Diese schien kurz zu überlegen, doch scheinbar war der Drang nach Wasser zu hoch, um weiter misstrauisch zu sein, und auch sie begann nun das Wasser zu „trinken“.
„Sie bitte nach, ob der Waldkauz oder Hedwig eine Nachricht mitgebracht haben.“ Meinte Harry zu Hermine gewandt, die sich sofort in Bewegung setzte, und bei dem Waldkauz anfing.
Die Eule hatte tatsächlich einen Brief mitgebracht, der ziemlich verschmutzt und alt aussah.
Hermine entrollte das Pergament, auf dem hastig ein paar Zeilen gekritzelt worden waren und gab es daraufhin Harry, der es laut vorlas.


Harry,
Bitte hilf uns! Sie wollen uns töten, sie haben es uns angekündigt!
Sie werden bald hier sein! Wir wissen nicht, wer es ist, bitte hilf uns!
Schnell!
Du weißt, wo wir sind!


Und in sehr krakeliger Schrift, die Harry fast nicht mehr entziffern konnte, da sie auch noch von Tränen verschmiert war, stand dort:


Neville und Luna


Ein unsagbarer Schreck fuhr durch seine Glieder.
Neville und Luna (die inzwischen verheiratet waren), wurden in diesem Moment angegriffen, doch warum?
Und vor allem von wem?

Harry, immer noch geschockt, ließ den Brief sinken, und sah Hermine an. Auch sie sah nicht weniger überrascht drein.

„Wer... wer w...würde denn so was...?“ brachte sie stotternd hervor, während Harrys Gehirn scheinbar endlich wieder begann zu arbeiten.

„Hast du deinen Zauberstab hier?“ fragte Harry hastig.
Hermine blickte ihn erst verwundert an, doch dann schien sie zu verstehen und rannte so schnell es ging die Treppe hinunter, und kam wenig später Luft ringend und mit ihrem Zauberstab in der rechten Hand, wieder zu ihm zurück.
Auch Harry, der seinen Zauberstab zur Sicherheit immer in der Hosentasche behielt, hatte seinen Zauberstab gezückt.
„Aber ich weiß nicht –“ fing Hermine an, doch Harry unterbrach sie.
„Aber ich. Keine Angst, wir machen Seit – an - Seit apparieren.“
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren stellte sich Hermine neben Harry, fasste mit der linken Hand an seinen rechten Arm, und kurz darauf waren sie schon an dem erhofften Ort.

Die Sonne schien stechend auf das Haus, das ebenfalls, wie Godrics Hollow, eher abgelegen von der Stadt lag, nieder. Ein wunderschöner Garten zierte den Platz vor dem Haus, und die Blumen blühten in voller Pracht.

Harry drehte sich sogleich nach Hermine um, nahm ihre Hand in die seine und rannte hinter den nächstgelegensten Baum, während er Hermine weiter mit sich zog.
Sofort kniete er sich hinter den Baum, und Hermine tat es ihm gleich.
Vorsichtig blickte Harry an dem Baum vorbei, zum Haus hinüber.

„Woher weißt du denn, das Neville hier wohnt? Und warum ist Luna bei ihm?“ flüsterte Hermine in sein linkes Ohr.
„Als wir noch nicht zusammen waren, und ich gerade von Kolumbien zurückgekehrt war, hatten wir uns zufälligerweise in der Stadt getroffen. Erst haben wir uns nicht erkannt, doch dann hat er mich angeredet, und auch ich konnte ihn dann wieder erkennen. Wie dem auch sei, auf jeden Fall hat er mich eingeladen, mal bei ihm zuhause vorbeizuschauen, was ich dann auch mal getan habe, nachdem er mir erzählt hat, wo genau er wohnt.
Und was das mit Luna ist – ganz einfach. Die beiden sind verheiratet.“ Erzählte Harry flüsternd, während er immer noch das Haus beobachtete, und versuchte, etwas zu entdecken.
Es war still, nichts regte sich, und die Haustür stand offen.
Durch seine Ausbildung wusste Harry nun, dass beobachten und analysieren der Lage manchmal mehr erzielen, als defensiver Angriff.

„Neville und Luna verheiratet? Das kann ich nicht glauben... warum hast du mir das nicht mal frü-“
„Psst! Sei still, nimm deinen Zauberstab und folg mir!“ unterbrach Harry sie erneut und ging nun, mit gezücktem Zauberstab und Hermines vorsichtige Schritte hinter sich vernehmend, auf das Haus zu, und trat durch die geöffnete Haustür.

Nichts gab ein Anzeichen auf einen Kampf oder ähnliches.
Alles lag und stand still und friedlich und alle Möbelstücke standen noch genau auf der selben Stelle, wie Harry es in Erinnerung hatte.
Das einzigste, was er erkennen konnte und ihn beunruhigte, war dass alle Lampen, an denen Harry vorbei kam, angeschaltet waren.

Angenommen, der Brief sei nur ein Scherz gewesen, weshalb sollten Hedwig und die neue Eule von Neville so erschöpft sein, als wären sie hastig geflogen?
Und selbst wenn das noch zu erklären wäre, und Neville und Luna seien nur deshalb nicht da, weil sie ausgegangen waren, warum sollten sie die ganze Zeit das Licht anlassen?

Erst nach weiteren vorsichtigen Blicken vermochte Harry wieder etwas zu sagen.
„Such du hier unten weiter, ich geh nach oben.“ Flüsterte er Hermine zu, die immer noch jedem Schritt von ihm folgte.

So stieg er, bedacht darauf, keinen Ton verlauten zu lassen, die Treppe hinauf und sah sich um. Hier war er damals nicht gewesen, als er die beiden besucht hatte.
Es waren nur drei Zimmer hier oben.
Er entschied sich dafür, erst einmal das Zimmer vor ihm zu durchsuchen.

Er öffnete die Tür, und fand ein relativ normal großes Badezimmer vor.
Da auch in diesem Raum nichts verwüstet war, drehte er sofort wieder um in den Flur, und öffnete den nächsten Raum.
Harry konnte nicht sagen, was für ein Raum es war, scheinbar hatten die beiden hier ihre überflüssigen Sachen verstaut.
Auch hier schien alles normal, und so drehte er erneut um.

Als er vor der letzten Tür stand, hoffte er, das der Brief wirklich nur ein schlechter Scherz gewesen war, und das er ein völlig normales Schlafzimmer vorfinden würde.

Er drehte den Türknauf um... und dachte, oder besser gesagt hoffte, er würde aus diesem Albtraum sofort wieder erwachen.
Vor ihm erbot sich der schrecklichste Anblick, den er je erlebt hatte, und das sollte schließlich etwas heißen.

(ACHTUNG, LESER UNTER 16 JAHREN SOLLTEN AB HIER NICHT MEHR WEITERLESEN, ES SEI DENN, SIE HABEN NICHT ZU SCHWACHE NERVEN!)

An den Wänden lief Blut herunter, das Ehebett war von Blut durchtränkt.
Die Lampen, die scheinbar auf der Kommode neben dem Bett gestanden hatten, lagen in tausend Stücken auf dem Boden.
Ein Spiegel lag ebenfalls auf dem Boden, zerbrochen und mit Blut übersät. Der Teppichboden – ebenfalls durchtränkt.

Und Harry spürte, wie sich Tränen in seinen Augen bildeten, als er auf das Bett schaute:

Neville und Luna, als würden sie ganz friedlich schlafen, lagen auf der Bettdecke, mit Scherben des Spiegels überhäuft und ihre Kleider waren durch und durch mit Blutgetränkt.
Ihre Gesichter, soweit Harry noch sehen konnte, da seine Augen in Tränen schwammen, waren durchschnitten mit Wunden – entstellt.

(AB HIER kann wieder weitergelesen werden!)

Harry wandte den Kopf, während ihm immer noch unaufhaltsam Tränen die Wangen hinunter liefen.
Er konnte sich das nicht mehr ansehen.
Wer war nur so grausam und hatte so etwas tun können?
Plötzlich verstand er... Neville und Luna hatten sich in ihrem Schlafzimmer versteckt gehalten.
Sie hatten auf ihn gewartet, darauf, dass er ihnen hätte helfen können.

Sie hatten auf ihn gewartet.

Und er war nicht mehr rechtzeitig gekommen.

Er hatte sie im Stich gelassen...

Er hörte plötzlich Schritte auf der Treppe, und wand sich um.
„Harry, hast du etwas gefunden? Ich habe nichts entdecken können...“
„NEIN HERMINE, KOMM NICHT RAUF!“
Harry konnte ihr diesen Anblick nicht zumuten, sie würde es nicht verkraften können.
Doch zu spät. Sie war bereits oben angekommen.
Harry stürzte hervor, und wollte sie wieder herunterdrängen, doch Hermine hatte scheinbar durch die noch leucht geöffnete Schlafzimmertür das Blut gesehen.

„Nein, sag nicht...NEIN! WARUM? WAS HABEN SIE DENN GETAN!“ schrie sie, und jetzt konnte Harry es schaffen, sie die Treppe hinunter zu bugsieren.

Er wusste das sie weinte, auch er konnte nur mühsam seine Tränen zurückdrängen.
Neville und Luna hatten ihnen damals so viel geholfen.
Sie waren ihnen in das Zaubereiministerium gefolgt, obwohl sie wussten, dass sie hätten sterben können.
Sie waren etwas eigenartig gewesen, doch sie waren wahre Freunde...

Harry schob Hermine aus dem Haus, hinaus ins freie.
Hermine, die sich an Harry festgehalten hatte, brach nun regelrecht zusammen, und kniete sich auf die Steine vor dem Haus.

Harry hatte seine Tränen schon weggewischt, doch die Bilder sah er immer noch vor sich...

Plötzlich sah er durch die immer noch geöffnete Haustür, dass etwas scheinbar in das Holz des Bodens vor der Treppe gebrannt war. Er schritt langsam zu der Stelle und besah sich, was dort stand.
Hermine war ihm gefolgt und stand nun hinter ihm.
Harry versuchte die Schrift, die dort stand zu entziffern, während er immer noch ihr schluchzen vernahm.

„Alles, was passiert ist, und noch passieren wird, geht auf dein Konto, Potter.“

Fragend besah er sich das dort geschriebene, und fuhr seine rechte Hand aus, um es zu berühren.
Die Schrift entflammte und verschwand augenblicklich.
Harry erstarrte. Er hatte für kurze Zeit die Schrift angefasst, doch was er gespürt hatte, erschrak ihn unglaublich.

Nach drei Jahren hatte er zum ersten Mal wieder ein stechen seiner Narbe gespürt...

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Lady Voldemort
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Anmeldungsdatum: 22.03.2006
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BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, das ist ja schrecklich, die arme Luna und der arme Neville. Hört sich nicht gut an die Botschaft.

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Sirius Black
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Anmeldungsdatum: 25.12.2005
Beiträge: 4112
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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ohoh, auf jeden Fall sehr spannend. Aber grausam Wink

lg

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Mijako
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Anmeldungsdatum: 06.08.2006
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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, isch bin fies, isch weiß... xD

@ Lady Voldemort: Es kommt noch schlimmer, glaub mir ^^.


Part 3: Hilfe gesucht


Harry, der dem unbekannten Auror gegenüber stand, versuchte so gut er konnte die Fragen zu beantworten, die ihm gestellt wurden, während immer und immer wieder die Bilder, die er in dem Haus von Neville und Luna gesehen hatte, in seinem innersten Auge auftauchten.

Er war der Ansicht gewesen, dass es besser war, nicht nur für Hermines sondern auch sein Befinden, die Befragungen der Auroren des Phoenixordens in Godrics Hollow abzuhalten, und nicht am Tatort des Verbrechens.
Die andere hälfte der Auroren waren nun im Haus von Neville und Luna, und würden sicherlich genau in diesem Moment das Geschehen geistig festhalten, oder auf eine irgendeine andere Art alles festhalten.

Harry war immer noch zu geschockt, um wirklich zu verstehen, wie das alles hatte passieren können.
Sie hatten auf ihn gewartet, darauf vertraut, dass er ihnen helfen würde. Sie hatten immer so viel für ihn und Hermine und auch Ron getan, und er hatte sich nie revanchieren können. Da drüber hinaus hatte er sie im Stich gelassen...

Die ganze schreckliche Wahrheit schien ihn zu erdrücken, und wieder musste er seine Tränen zurückhalten, während er weiterhin nur ansatzweise mitbekam, was der Auror überhaupt gesagt hatte.
Der Auror sah ihn nun fragend an.
„Entschuldigung... wie war das bitte?“ fragte Harry, während er sich mit der Hand über die Stirn fuhr.
„Ich hatte gefragt, in welchem Zustand sie das Haus gefunden haben.“ Wiederholte der braunhaarige stämmige Mann.
„Die.. die Tür war aufgestoßen, und die Lichter im Haus brannten. Ansonsten war alles ruhig. Wir sind zu spät gekommen, um noch irgendwas von dem Kampf mitzubekommen...“ sagte Harry.
Seine Stimme klang merkwürdig anders. Alles schien nicht wirklich...

„Gut, das wäre dann alles. Vielen Dank, Mr. Potter.“
Harry nickte und fuhr sich noch einmal über seine Stirn... vor ein paar Stunden hatte sie geziept, genau in dem Moment, in dem er die Schrift berührt hatte. Zwar nur ganz leicht, dennoch hatte er etwas gespürt.
Doch weshalb ziepte sie? Voldemort war nicht mehr am Leben, Harry hatte ihn besiegt, und für niemanden hatte er je sonst das ziepen seiner Narbe gespürt.
Okay, vielleicht für Severus Snape, doch dieser war damals schließlich ein Todesser und somit Unterwerfer Voldemorts gewesen, und auch er war im Kampf gegen den dunklen Lord getötet worden; von Lupin...

Harry blickte sich um. Die Nacht war bereits hereingebrochen, und bis auf ein, zwei Auroren war keiner mehr hier. Er ging langsam zum Wohnzimmer und lehnte sich schließlich an den Türrahmen.
Hermine saß in dem spärlichen Licht ein paar Kerzen auf dem karmesinroten Sofa während auch vor ihr ein Auror saß und sie mit unendlichen Fragen bombardierte.
Auf ihren Wangen schimmerten ein paar Tränen doch ihr Blick drückte Wille und Entschlossenheit aus, während sie dem Auror so ausführlich es ging antwortete.
Plötzlich sah Harry, wie sich ihr Gesicht zu ihm drehte.
Sie schein kurz überrascht, danach jedoch lächelte sie ihm zu.
Er konnte nicht anders als zurückzulächeln. Er fragte sich, was er getan hätte, wenn sie damals nicht dasselbe gefühlt hätte wie er.

Nach ein paar weiteren Fragen, bedankte und verschwand auch dieser Auror, und schließlich waren alle Auroren aus ihrem Haus verschwunden.
Harry wartete noch kurz, ehe er sich ebenfalls auf das Sofa setzte, und sich zurückfallen ließ.
Hermine tat es ihm gleich. Ohne zu zögern legte Harry einen Arm um sie, und hielt sie fest.
Eine lange Zeit lang sagten beide nichts, und genossen einfach nur die Zweisamkeit, um das Geschehen zu verdauen.
„Weißt du, was ich einfach nicht verstehen kann?“ flüsterte Hermine jedoch irgendwann.
„Warum haben diese... Leute... - wer auch immer sie sein mögen – Neville und Luna einfach so... ich meine, was haben sie denn getan? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die beiden sich einer Verschwörung angeschlossen hätten...“
Ein langes Schweigen trat ein, während Harry über die Kerzen hinaus aus dem Fenster starrte.
Auch er wusste darauf keine Antwort...


Gleich am nächsten Tag schrieb Harry einen Brief; an die letzte Person, der er noch hundertprozentig vertrauen konnte, und von dem er ausging, dass er eine Antwort auf diese vielen Fragen finden würde:
Remus Lupin.

An den folgenden Tagen geschah nichts verwunderliches, ausgenommen der Tatsache, dass es Harry und Hermine einfach nicht gelang, sich richtig zu konzentrieren. Sie versuchten es zwar zu verdrängen, und auch dem gegenüber erzählten sie abends nichts über die Probleme, die sie durch diesen Tag immer wieder bekamen. Doch es gelang ihnen einfach nicht, alles einfach zu vergessen.


Nach ca. einer halben Woche kam Harry wiedereinmal von der UFSTA nach Hause, und wieder war er vorerst allein.
‚Dann wird ich mal mit dem auspacken weitermachen.’ Dachte Harry, kaum dass er die Haustür zugemacht hatte.
Bevor er das jedoch tat, ging er genauso wie in den letzten 4 Tagen erst einmal hoch ins Schlafzimmer, hoffend, dass Hedwig endlich zurückgekehrt war – und da war sie.
Friedlich in ihrem Käfig schlummernd. Sie musste schon seit Stunden zurück und auf ihn gewartet haben.
„Hedwig?“ fragte Harry in sanftem Ton. Er wollte sie nicht aufwecken, doch der Brief war äußerst wichtig.

Hedwig jedoch schien ihm absolut nicht böse zu sein, sondern fiepte kurz fröhlich in seine Richtung, ehe sie aufstand und ihr rechtes Bein aus dem Käfig streckte.
Harry band ihr das Pergament ab und gab ihr ein paar Eulenkekse (die Hermine ihr immer mitbrachte) , die sie dankend auffraß und kurz darauf wieder einschlummerte.

Mit pochendem Herzen öffnete Harry das Pergament: Er hatte schon eine Ewigkeit nichts mehr von Lupin oder Tonks gehört, und freute sich, nun endlich wieder etwas von ihnen zu hören, doch der Brief verlautete absolut nichts fröhliches.


Hallo Harry,
Vielen Dank für deinen Brief.
Nymphadora, Entschuldigung, Tonks und mir geht es zur Zeit
Sehr gut, und wir hoffen dass dasselbe auch auf euch zutrifft und
Euch noch nichts schlimmes wiederfahren ist.
Wir beiden sind uns einer Meinung, dass dieser Brief keinerlei
Witz oder derartiges ist. Wer auch immer ihn geschrieben hat,
und diese Nachricht in den Boden des Hauses von Neville und Luna
gebrannt hat, hat nichts gutes im Sinn. Er will auf irgendetwas
besonderes hinaus. Er nutzt es aus, dass du keine Ahnung hast,
warum er diesen Mord, oder diese beiden Morde begangen hat.
Er will, dass du schutzlos dastehst und zusehen musst, wie diese Morde
Begangen werden. Denn eines ist mir sicher, so leid es mir tut:
Das waren nicht die letzte beiden Morde, sonst hätte er diese Nachricht
Nicht in den Boden eingebrannt.
„Alles, was passiert ist, und noch passieren wird, geht auf dein Konto, Potter.“,
weißt deutlich darauf hin.
Ich werde dir mit diesem Brief nur wenig geholfen haben , doch wir beide
Wissen auch nicht weiter. Es tut mir leid.
Lass den Kopf nicht hängen, vertraue auf dich!
Pass gut auf dich und Hermine auf,
und warne wenn möglich die meisten deiner Freunde!

Remus und Tonks


Nur langsam ließ Harry den Brief sinken.
Dasselbe hatte er befürchtet.
Er wollte nicht das weitere seiner Freunde starben, weshalb machten diese Leute das bloß?

(war ich nicht wieder seeehr fies? *lol*)

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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

Die Gefühle von Harry hast du wieder mal toll beschrieben. Das kannst du echt gut.
Aber Lupin hat Snape getötet? Schade, bin ein großer Snape-ist-gut-Anhänger, du wohl nicht *g*
Aber toll, dass Lupin jetzt wieder ins Spiel kommt, ist auch einer meiner Lieblingschars. Vielleicht bekommt man in den nächsten Chaps wieder öfter zu Gesicht *g*

lg

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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Na dann hoffe ich mal das es Lupin nicht auch noch erwischt. Ja das mit Snape ist schade, aber jeder Krieg bringt nun mal Verluste!

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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wieder wahr, Lupin dürft ihr mir nicht töten Wink Wenn jetzt Siri und Snape tot sind, ist er der einzige, der von meinen Favos noch übrig bleibt, außer Draco *g* Aber glaub nicht, dass du den in der FF hast^^

lg

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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Alles was ich sagen kann, auch für die nächste Fortsetzung ist folgendes...
Tot sind: Lucius, Snape, Draco, Hagrid und noch ein paar unwichtige.
Aber diese Charas sind in der Schlacht gefallen, die ich zwar nicht selber geschrieben habe, aber damit meine Story funktioniert, müssen die tot sein, sorry, Sirius Black.
Ach ja. und Sirius ist in meiner Story auch nach wie vor tot. Also er ist nicht im siebten Band wieder auferstanden, oder sowas.
Und danke für eure Kommis. Wollt ihr denn auch wissen, wie es weitergeht? ^^

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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Nö, kein Prob^^ Les ja trotzdem die FF, ist ja ne schöne^^
Aber die Zwillinge sind nicht gestorben, oder? *g* Aber wenigstens ham wir noch Lupin und Tonks, zumindest für ne Weile =)
Freu mich auf jeden Fall auf ne Fortzsetzung^^

lg

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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

^^ Ja, die leben noch! Wider gaits!

Part 3: Der zweite Anschlag


Ein trübseliges lächeln schlich sich auf Harrys Gesicht, als Hermine die Haustür öffnete und von der Arbeit nach Hause kam.
Sofort stellte sie ihre Tasche auf den Boden ab, ging auf ihn zu, und bückte sich schließlich leicht, um ihn mit einem Kuss zu begrüßen. Wie so oft in den letzten Tagen lag Harry auf dem Sofa um sich zu entspannen, doch schon seit Wochen gelang ihm das nicht mehr.
Alptraume suchten ihn während der Nacht heim und verfolgten ihn meistens noch bis weit in den nächsten Tag hinein.
Sogar sein Lehrer und Mentor Professor Willfort hatte Harry einmal nach dem Unterricht zu sich gerufen und hatte gefragt, ob es vielleicht familiäre Probleme gäbe, weil Harry sich scheinbar im Unterricht nicht mehr so konzentrieren könne, wie früher...

Hermine blieb einen Moment lang stehen und sah Harry fragend an. Schließlich setzte sie sich auf das Ende der Couch auf dem Harrys Füße lagen.
Als Hermine weitermachte, ihn zu mustern, legte er nach kurzer Zeit seine Zeitung weg und fuhr sich mit den Händen übers Gesicht.

„Was beschäftigt dich?“ sagte Hermine schließlich und brach das lange schweigen.
„Das weißt du doch genau.“ Antwortete Harry, jedoch ohne einen Funken Bosheit in der Stimme.
Wieder schwiegen sie und sahen auf den Boden.
„Ich hätte damit gerechnet, dass diese Leute schon längst noch mehr Menschen umgebracht hätten.“ Flüsterte Harry.
„Sag doch nicht so was!“, stieß Hermine plötzlich hervor „Das war bestimmt nur eine Einzeltat! Wie du schon sagtest sie haben nichts weiter unternommen. Sie werden niemanden mehr angreifen...“
„Hoffst du das nicht nur? Wahrscheinlich planen sie genau in diesem Moment den nächsten Anschlag, und haben nur deshalb so lange gewartet, weil sie wissen, dass mich das wahnsinnig macht... und außerdem: Was sollten sie sonst meinen mit ’’Alles, was passiert ist, und noch passieren wird’’? Sie hätten sich bei ihrem ersten Anschlag im Haus von Luna und Neville auch nicht solche Arbeit gemacht, alles hübsch aufgeräumt und mir eine Nachricht hinterlassen. Niemand, der einfach nur mordet, würde sich solch eine Arbeit machen. Sie wollten mit dieser Nachricht etwas bezwecken, deshalb-“
Ruckartig stand Hermine auf, und legte die Arme über den Kopf, als ob sie ihre Ohren schützen wolle.
„Bitte, hör auf das zu sagen, sonst machst du mich noch genauso verrückt wie du selbst schon geworden bist!“

Auch Harry stand nun auf, blickte sie einen Moment lang an, und verließ ohne ein weiteres Wort das Zimmer.
„Wo gehst du hin?“ fragte Hermine vorsichtig.
„Ich muss jetzt allein sein.“ Rief er, und knallte die Tür des Wohnzimmers zu.

Er war keineswegs wütend auf Hermine, er war wütend auf die ganze verdammte Situation, in der er sich befand.
Eine mysteriöse Nachricht, der Mord an zwei seiner besten Freunde und das ziepen seiner Narbe, doch am schlimmsten war immer noch die Tatsache, dass niemand, auch nicht Lupin ihm helfen konnte. Sie hatten nichts in der Hand. Nicht mal eine Vorstellung, wie diese Typen überhaupt aussahen. Sogar die Nachricht an ihn, war nichts mehr wert, da sie sich aufgelöst hatte...
Während er in das Schlafzimmer ging, fühlte er regelrecht, wie die Wut in ihm immer mehr anstieg. Kaum war er im Zimmer ging er auf die Wand zu und schlug mit all seiner Kraft und all seinem Hass die rechte Hand gegen die Wand.
„Verdammt! Warum passt das alles nicht zusammen? Warum kann ich nichts tun?“ flüsterte er, und starrte die blanke Wand an.
Plötzlich verspürte er einen steifen Luftzug hinter sich und hörte ein leises fiepen.
Als er sich umdrehte, bestätigte sich das, was er gedacht hatte.
Hedwig war wieder mal durch das offene Fenster geflogen, doch das mit einer unnatürlichen Geschwindigkeit.
Sofort wusste er, dass etwas nicht stimmen konnte. Noch nie war Hedwig so schnell geflogen wenn sie von der Jagt zurückkam.
Sie setzte sich auf die Kommode vor Harry, streckte den rechten Fuß heraus, und sah ihn erwartungsvoll und nervös in die Augen.

Sofort stürzte Harry hervor und ergriff ihr rechtes Bein, um ihr einen Brief, der ihm erst jetzt auffiel, abzubinden. Seine Hände zitterten vor Angst und der Hoffnung, dass das was er befürchtete, nicht eintreten würde.
Zittrig entfaltete Harry schnell den Brief und las ihn:


Hilf uns, schnell, bitte!
Sie sind gleich hier und haben mit uns dasselbe vor, wie mit Neville und Luna! Wir haben solche Angst, bitte hilf uns!

Dean und Lavender


Dann folgte noch eine schnell hingekritzelte Anschrift, die kaum noch zu lesen war.
Seine Befürchtung bestätigte sich: Dean und Lavender wurden auf die selbe weise wie Neville und Luna darüber benachrichtigt, dass ihr Ende bevorstünde. Auf welche Weise auch immer.
Harry hatte nicht die leiseste Ahnung, wie sie das mit Neville und Luna herausgefunden hatten. Er hatte nämlich entgegen Lupins Meinung keine Warnbriefe an seine alten Freunde geschickt, denn einerseits würde er sie damit in Panik versetzten, und andererseits hatte er auf Hermine gehört, oder besser gesagt er hatte genauso wie sie gehofft, dass es bei einer Einzeltat bleiben würde.
Wie auch immer: das war jetzt egal. Er wusste nur, dass sie seine Hilfe benötigten und diesmal würde er niemanden im Stich lassen.
Wütend knüllte er den Brief zusammen, zog seinen Zauberstab und verließ schnellstens das Schlafzimmer in Richtung Wohnzimmer.

Hermine saß mit einem betrüblichem Gesicht auf dem Sofa, als er eintrat.
„Hermine, ich kann jetzt nicht reden, ich hab keine Zeit. Ich muss weg. Lies dir den hier durch und du weißt was ich tue. Folg mir nicht, nicht dass dir auch noch was passiert.“ Sagte er eilig und warf ihr den zusammengeknüllten Brief zu, den sie mit einem fragenden Blick auffing. Das war das letzte was Harry sah, denn sofort apparierte er zum Haus seiner beiden Freunde.

Zum Glück konnte man an einen Ort apparieren, wenn man nur die Anschrift wusste, denn ansonsten hätte Harry nicht rechtzeitig kommen können.

Es war schon dunkel in der Gegend um ihn herum als er ankam, und den Zauberstab bereitwillig ausstreckte.
Das Haus vor ihm leuchtete ihn ungewöhnlich vielen verschiedenen Farben von Flüchen, die ihm leider nur alle zu bekannt waren.
Stimmen durchfochten die Stille der Nacht, und hastig ausgerufene Flüche waren zu hören.
Ohne zu warten lief Harry auf das Haus zu und ging durch die offene Tür, als er plötzlich laute Schritte hörte.
Die Schritte verstummten jedoch als auch er begann weiter in das Haus zu rennen.
Mit ausgestrecktem Zauberstab ging Harry trotzdem weiter.

„Ich habe sie gehört! Sie brauchen sich nicht mehr zu verstecken! Kommt raus, oder seid ihr zu feige?“ rief Harry laut in die Dunkelheit, an die seine Augen sich glücklicher Weise gewöhnt hatten.

„Harry? Bist du das?“ fragte ihn eine Stimme, die ihm merkwürdig bekannt vorkam.

„Lavender?“ fragte Harry, diesmal jedoch flüsternd.
Sein Zauberstab erhellte durch seinen gedachten „Lumos“ Zauberspruch, und nun kam auch eine Person um die Ecke auf ihn zu.

Es war tatsächlich Lavender. Sie hatte ein ebenso verändertes Äußeres wie Hermine, doch ihre Haare waren noch genauso unverändert wie damals.
Tränen fielen von ihrem markelosen Gesicht hinunter auf die Erde als sie ihn erblickte.
„Was ist los? Wo ist Dean?“ fragte Harry nun dringlicher.
„Er ist noch weiter hinten im Haus. Er hat zu mir gesagt, ich soll fliehen, obwohl ich nicht-“ flüsterte sie weiter unter Tränen als Harry sie unterbrach.
„Geh nach draußen und versteck dich dort irgendwo! Ich werde ihm helfen...“ sagte Harry, während er schon losrannte um Dean zu suchen.

Er ließ seinen Zauberstab weniger hell leuchten während er immer noch das Haus durchstreifte auf der Suche nach seinem alten Freund. Er hörte weder Stimmen, noch Gegenstände, die herumgeworfen wurden, und ehrlich gesagt war ihm das noch unwohler, als wenn es tatsächlich so wäre.
Als er schließlich vor der Tür zur Garage stand, hoffte er inständig etwas anderes vorzufinden, als zu erwarten war.
Doch leider war dem nicht so.

Auch hier war wie in Nevilles Haus der ganze Raum beleuchtet, und Deans Leiche, die auf dem Heck des Autos lag war genauso furchtbar zugerichtet, wie Neville und Luna.
Zahlreiche Wunden waren überall an seinem Körper aufzufinden, und sein Bauch war scheinbar mit etwas rundem durchstochen worden, was ungefähr den Durchmesser von 10cm hatte. Seine Eingeweide lagen überall verstreut herum.

Der Anblick war zu grässlich, als dass Harry weiter hätte hinsehen können und so drehte er wieder um und ging zurück nach draußen zu Lavender.

Als sie ihn sah, und seine Tränen im Gesicht, fragte sie mit zittriger Stimme: „Geht’s ihm gut?“
Harry senkte den Blick und schüttelte den Kopf.
„NEIN! NICHT DEAN!“ schrie sie, während weitere Tränen über ihre Wangen liefen.
Harry trat hervor und nahm sie in den Arm, was sie auch widerstandslos hinnahm.
Er sagte nichts.
Es war unmöglich zu behaupten, dass er wusste, wie es ihr ging, denn dem war nicht so. Er hatte nie einem Menschen verloren, den er so sehr geliebt hatte, wie Lavender Dean.
Zwar war Sirius damals von ihnen gegangen, doch Sirius hatte Harry zum Beispiel nicht so sehr, und wenn dann auf eine andere Weise geliebt, als Hermine.

Noch eine Weile standen sie Arm in Arm voreinander, bis Lavender sich schließlich so weit beruhigen konnte, dann Harry sie mit einem ’Seit – an – seit’ apparieren zu sich und Hermine nach Hause bringen konnte.
Hermine war scheinbar schon eine Weile auf und ab gegangen, als Harry und Lavender eintrafen.
Mit Hoffnungsvollem Gesicht sah sie Harry und dann Lavender an.
So wie es aussah genügte nur Harrys Blick und Lavenders Tränen ihr die Situation zu erklären. Schnell ging sie auf Lavender zu, und stützte sie bis auf die Couch auf der sie erneut in Tränen ausbrach.
Harry blieb noch eine Weile stehen ehe er sich umdrehte und sah wie Hermine die schluchzende Lavender in den Armen hielt.
Auf Harrys Blick hin schüttelte sie den Kopf, was Harry bedeutete, sie allein zu lassen.

Wieder waren zwei Freunde Harrys angegriffen worden.
Er hatte zwar Lavender retten können, doch es war ein schwächlicher Trost, wenn er an die anderen drei dachte...

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Sirius Black
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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Wenigstens hat er eine gerettet...
Harrys Hilflosigkeit hast du echt toll beschrieben!

Was ich mich frage: Haben die beiden überhaupt Zeit, Harry einen Brief zu schreiben? Oder zwingen sie die Angreifer dazu, um Harry anzulocken? Eine Eule braucht ja für ein Strecke sicher auch nicht unbedingt kurz Wink

Deans Leiche ist zwar eklig, aber super toll beschrieben =)

lg

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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Warte das nächste Chap ab, und du wirst es verstehen ^^ und wenn nicht, erkläre ich es dir nochmal ^^

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BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Wie kommt Hedwig eigentlich an die Briefe, wenn Harry sie doch gar nicht los geschickt hat? Woher weiß sie wann sie zu wem fliegen soll? Normal schickt man da ja seine eigene Eule.
Die Frage ist auch, warum erfährt Harry erst so spät von einem Angriff? Damit er keinen mehr retten kann (gut bei Lavender ist es ihm gelungen).Wollen sie ihn in den Wahnsinn treiben oder quälen? Und wer macht so was? Schade das Lucius tot ist, ihm könnte ich das am ehesten zu trauen.

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BeitragVerfasst am: 13.08.2006, 08:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das passiert sicher, um Harry zu quälen und ihm zu zeigen, dass er hilflos ist.
Zitat:
„Alles, was passiert ist, und noch passieren wird, geht auf dein Konto, Potter.“

Das zeigt ja auch das Wink

Aber echt gute Frage, wer das tun könnte. Die Malfoys sind schon und denen hätte ich es auch am ehesten zugetraut *denk*

Lassen wir uns überraschen Very Happy

lg

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BeitragVerfasst am: 13.08.2006, 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wer sagt denn, das es immer Hedwig ist?
Bei der ersten Eule war sie zufällig zur Stelle um ihr zu helfen, den Brief noch zu Harry zu bringen, da sie es selber nicht mehr geschafft hätte. Und bei Lavender und Dean war es so (ich dachte man hätte es sich denken können) wie Lupin sagte "warne wenn möglich die meisten deiner Freunde" Harry hatte Hedwig zu ihnen geschickt und zur selben Zeit haben sie den schrecklichen Brief von den Leuten gekriegt und da sie nur Hedwig hatten, haben sie sie zu Harry geschickt, um seine Hilfe zu holen Wink

Und Sirius Black hatte Recht, das ist um ihn hilflos darzustellen. Ich stell jetzt das nächste Chap rein, und am Ende erkläre ich es, ja?


Part 4: Dringendes Gespräch


Hedwig, mit einem erneutem Brief am Bein befestigt, flog gerade von Harrys Schulter durch das Fenster davon, als die Tür aufgestoßen wurde und Hermine ins Zimmer kam.

„Lavender schläft jetzt. Sie wollte nicht, doch ich konnte sie überreden und sie ist sofort eingeschlafen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie ein paar Stunden durchgeheult hat...“ sagte Hermine mit trauriger Stimme.
Harry stand mit dem Rücken zu ihr, doch er wusste trotzdem dass sie jetzt direkt hinter ihm stand.
„Gut, wenn sie sich jetzt ausruht...“ sagte Harry langsam.
Er wusste nicht, was er sagen sollte, was er tun sollte, und wie es weiter gehen sollte.

Er merkte wie Hermine sich ganz dicht neben ihn stellte und ihn musterte, wie er immer noch durch das offene Fenster starrte.
„Bist du sauer auf mich?“ fragte sie plötzlich.
Überrascht wandte Harry den Kopf und sah sie an.

„Warum sollte ich sauer auf dich sein?“ Flüsterte Harry.
Sie sah verletzt aus und geängstigt.

Harry wusste, dass sie nicht nur wegen seinem Verhalten so verängstigt wirkte, sondern auch, weil sich die ganze Geschichte von damals zu wiederholen schien.
Er hatte immer gehofft, dass er Hermine nach der Geschichte mit Voldemort nie wieder in Gefahr bringen müsste, doch nach und nach merkte er, wie diese Hoffnung wie ein Kartenhaus in sich zusammen fiel, ohne dass er auch nur die geringste Chance hatte, es aufzuhalten.
Es tat ihm so weh, sie so zu sehen, wie sie ihm so Hilfesuchend und ängstlich ansah.
Er hasste sich für dass was er war und dass es scheinbar nie aufhören würde, dass er die Menschen die er liebte gegen seinen Willen in Gefahr brachte.

„Ich... ich weiß nicht... vorhin schienst du jedenfalls sauer zu sein, als ich meinte, du sollest aufhören, weil ich sonst noch genauso verrückt werde, wie du es-“
Um ihrer Rederei Einhalt zu gebieten und ihre Frage zu beantworten, küsste er sie kurzerhand so lange, bis sie sich endlich beruhigt hatte.

„Ich bin nicht sauer auf dich. Im Gegenteil. Es macht mich nur so wahnsinnig, dass ich nichts unternehmen kann, um diese Leute aufzuhalten. Ich war außer mir. Verzeih mir bitte.“ Flüsterte er und fuhr ihr vorsichtig durch die Haare.
Hermine ließ sich zu einem lächeln herab und küsste ihn ebenfalls.
Erfreut merkte Harry dass ein kleiner Teil der Angst aus ihren Augen verschwunden war, als sie ihn danach anblickte.

Nach einer Weile des Schweigens sah Hermine ihn erneut fragend an.
„Was hast du jetzt vor?“
Harry drehte sich um, sodass er hinter ihr stand und legte seine Hände von hinten über ihren Bauch.
„Ich habe vorhin einen Brief an alle Weasleys und Lupin und Tonks geschickt, dass sie ihre Sachen packen und in den Phoenixorden einziehen und dort auf mich warten sollen. Ich muss ihnen die Lage erklären und dass sie dort am sichersten sind. Alles weitere werde ich mit Lupin und Tonks besprechen. Ich hoffe, wir finden eine Lösung...“ flüsterte Harry und blickte wieder in die Nacht hinein.

„Ich komm mit.“ meinte Hermine plötzlich.
„Wirklich? Du musst nicht nur wegen mir mitkommen. Ich meine... wenn du Ron lieber nicht-“
„Wenn ich ihn wiedersehe, ist das nun mal so, und außerdem wäre es eher ein Problem für dich Ron wiederzusehen. Er wird jedenfalls nicht froh sein dich wiederzusehen, wenn er weiß, dass du der Grund bist, weswegen ich gegangen bin.“
„Wir werden uns schon nicht die Köpfe einschlagen, keine Angst.“ Scherzte Harry.

Wieder ließ er sich zu einem Kuss zu ihr hinunter.
Zwar war es merkwürdig, doch er hatte das Gefühl, dass es möglich war, so gut wie alles zu schaffen, wenn er nur Hermine an seiner Seite wusste.


~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Auch wenn es schon lange her war, wusste Harry immer noch die Worte, an die er denken musste, damit der Grimmauldplatz erschien.

‚Das Hauptquartier des Phoenixordens befindet sich am Grimmauldplatz Nummer zwölf, London.’

Diese Worte führte er sich immer wieder ins Gedächtnis und überlegte sich jede einzelne Bedeutung jeden Wortes, während er durchgängig die Augen geschlossen ließ.
Hermine, neben ihm stehend, tat dasselbe.
Beide hatten die Hände ineinander verschlossen, ohne es wirklich wahr zu nehmen, in der Hoffnung, es würde sie in irgendeiner Weise stärken.

Es dauerte keine halbe Minute bis das Haus nach und nach erschien und sie beide vortraten um es zu betreten.
Harry ergriff den Türknauf und drehte ihn um.
Warmes Kerzenlicht erhüllte die große Eingangshalle als sie beide eintraten und sich umsahen.
Beide waren Jahre lange nicht mehr hier gewesen, doch wie es aussah, hatten die Leute des Phoenixordens ganze Arbeit geleistet und das Haus nicht einfach verkommen lassen, sondern alles noch gemütlicher gemacht, als es bei der letzten Betretung Harrys durch dieses Haus gewesen war.
‚Nachvollziehbar’, dachte Harry plötzlich. Wenn man bedachte, dass der Phoenixorden den Sinn verloren und ihren Posten an die UFSTA abgetreten hatte und keiner der Mitglieder, jedenfalls die, die zu alt waren, um sich noch die Arbeit zu machen, erneut zur Schule und zur UFSTA zu gehen, wussten, was sie nun tun sollten.

Er und Hermine waren noch zu erstaunt von dem wunderbaren Kerzenschein, der die gemütliche, Seiden wirkende Innenausstattung in ein warmes Licht hüllte, als dass sie bemerkten, dass eine Person von der Küche ins Wohnzimmer, oder in die Halle getreten war.

„Oh. Da seid ihr ja. Wir haben schon auf euch gewartet.“ Sagte eine kalte Stimme plötzlich und der Unterschied zu dem wunderschönen was Harry vor sich sah, ließ es ihn den Rücken kalt herunterlaufen.

Fragend sah Harry sich um.

Da stand er.
Sein ehemaliger bester Freund, der eigentlich all die Jahre in Hogwarts sein Feind gewesen war, was die Liebe betraf, ohne dass er was davon gewusst hatte.
Ein alter Umhang schlaff ü