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Never alone?

 
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Rabastan Lestrange
Vorschüler


Offline

Anmeldungsdatum: 22.02.2007
Beiträge: 13
Wohnort: Lestrange Manor

BeitragVerfasst am: 22.02.2007, 19:31    Titel: Never alone? Antworten mit Zitat

Also, ich schreibe schon seit geraumer Zeit Fanfictions und möchte hier ein Meisterwerk [ Wink ] hereinstellen. Vielleicht findet ihr ja Gefallen an der Story, denn nur dann wird es eine Fortsetzung geben. Konstruktive Kritik aber auch Lob sind gern gesehen!

Ich habe keinerlei Rechte an den Personen und Orten, denn sie gehören ausschließlich der brillianten Buchautorin J.K. Rowling, bis auf Erfundene. Derek Drayson stammt aus der Feder eines guten Freundes!

Rabastan Wink



Never alone?






Das lange, pechschwarze Haar reichte ihr fast bis zum Hintern. Aus diesem Grunde hatte sie es sich zu einem Pferdeschwanz gebunden. Die Haare waren wie fließende Seide, sie waren sehr gepflegt und machten das kleine, blasshäutige Mädchen besonders hübsch. Jedoch hatte Sarah auch ausdrucksstarke, grüne Augen, in denen man gern versinken mochte. Diese strahlten eine unbändige Lebensfreude, wie man sie noch nie zuvor gesehen hatte, aus.
Die fein geschwungenen Augenbrauen und Wimpern umrahmten die Augen mit einer Eleganz, wie man sie nur selten sah.
Das Mädchen verzog den recht schmalen, rosafarbenen Mund zu einem leichten Lächeln und strich sich mit einer ihrer zarten Hände eine Haarsträhne, die sich aus dem Band gelöst hatte, hinter die Ohren. Sarah ließ den Arm wieder sinken und hob den Kopf, sie blickte den Mann, der neben ihr stand und einen Kofferwagen festhielt, geradewegs an. Ihr Vater jedoch erwiderte dieses nicht, denn er schien ganz auf die Uhr, die in umittelbarer Nähe zu sehen war, fixiert. Es war zehn vor elf.
Das Haar des Mannes war wie das seiner Tochter rabenschwarz. Jedoch glänzte es nicht, es erschien eher leicht fettig, als ob er es sich nicht gewaschen hätte. Seine Haut war ebenso bleich. Die dunklen Augen erinnerten an Tunnel und außerdem war der Mann hakennasig. Die Lippen dessen waren so schmal wie die des zierlichen Mädchens, das ihn unentwegt anlächelte.
Die Finger des Vaters umklammerten den Griff des Wagens fester, der Mann schien sehr angespannt. Denn seine Tochter würde heute erstmals die Schule besuchen. Allerdings wusste er nicht, wie es sein würde. Schließlich war er nicht nur ihr Vater, sondern dann auch vielleicht ihr Lehrer.
Keiner der beiden beachtete die anderen Menschen, die sich am Bahngleis versammelt hatten. Viele Kinder, die ebenso mit Gepäck bepackt waren, waren mit ihren Eltern hier.
„Daddy,“ sagte Sarah mit engelsgleicher und hauchzarter Stimme, aus der man ihre Aufregung heraus hören konnte. „wann kommt denn der Zug? Müssen wir noch lange warten?“ Noch immer blickte sie zu ihrem Vater auf. Endlich erwiderte dieser ihren Blick.
„Nein, nur noch fünf Minuten, er müsste gleich kommen,“ erwiderte der Mann resignierend. „Nur nicht so ungeduldig, Sarah. Wir verpassen ihn schon nicht.“ Als er sprach, klang seine Stimme kalt. Kalt und berechnend.
Und tatsächlich, man musste nicht mehr lange warten. Denn kaum hatte Sarahs Vater seinen Satz beendet, hörte man das Geräusch der Dampflok. Ein scharlachroter Zug, der Hogwarts- Express fuhr in den Bahnhof ein. Sarah und ihr Vater wichen einen Schritt zurück. Die Augen der Elfjährigen glänzten fasziniert und sie vergrößerten sich fast automatisch.
„Wow,“ hauchte sie heiser. „das ist ja der Wahnsinn! Daddy, der Zug ist ja echt cool!“ Das Herz des Mädchens schlug um einiges Schneller und ihr Atem hatte sich vor Aufregung beschleunigt. „Los komm!“, sagte Sarah hastig und wollte sogleich zum Zug laufen, doch ihr Vater hielt sie an der Schulter fest.
„Nicht so hastig, Sarah,“ meinte er fast ermahnend. „du wirst dich natürlich nicht irgendwo hin setzen. Du sitzt mit Draco Malfoy in einem Abteil.“
Es schien, als hätte er Angst, dass seiner kleinen, übermütigen Tochter etwas zustoßen könnte. Vielleicht würde Sarah noch auf die Idee kommen, sich mit Harry Potter und seinen vermaledeiten Freunden in ein Abteil setzen. Und dies wollte er auf keinen Fall zulassen.
„Wer ist Draco Malfoy?“, fragte Sarah neugierig und ratlos zugleich. „Und warum kann ich mich nicht hinsetzen, wo ich will?“
Abermals strich sie sich die störende Haarsträhne aus dem ebenmäßigen Gesicht. Denn sie konnte die Sorge ihres übervorsichtigen Vaters nicht verstehen.
„Weil,“ begann Severus Snape wieder mahnend. „ich nicht möchte, dass du dich mit jedem x- Beliebigen in ein Abteil setzt. Mit Harry Potter zum Beispiel...“
Wieder wurden die Augen des Mädchens größer. Von Harry Potter hatte sie schon viel gehört. Denn er besiegte mehrere Male den gefährlichsten Zauberer der Welt. Niemand wagte es, seinen Namen zu erwähnen: Lord Voldemort.
Sarah jedoch schreckte nicht davor zurück, nein, der Name rutschte ihr jedes Mal leichtfertig über die Lippen, was ihren Erzeuger schlicht und einfach erzürnte.
„Harry Potter?“, sagte sie mit leiser Stimme. „Boah, bitte, lass mich mit Harry in ein Abteil. Bitte, Daddy!“
Ihr Vater schüttelte konsequent den Kopf. Seine Tochter sollte keinesfalls mit jemandem wie Potter in Verbindung kommen.
„Nein, es ist besser, wenn du mit Malfoy in einem Abteil sitzt,“ konterte er und schob den Wagen Richtung Zug. Sarah, die bat und bettelte, folgte ihm hastig. Doch Severus Snape ließ sich nicht überreden. Nun, Sarah sollte nun mit diesem Draco Malfoy in einem Abteil sitzen.
Widerstrebend schob sie die Tür eines leeren Abteils auf und nahm Platz. Ihr Vater hatte ihr gesagt, dass Malfoy in jedem Moment auftauchen würde.
Schade eigentlich, denn so gern würde sie Kontakt mit Harry Potter aufnehmen. Doch sie musste das Verbot des Vaters akzeptieren.
Sarah schaute aus dem Fenster. Ihr Vater hatte sich ins Lehrerabteil gesetzt... Das Mädchen zog einen Schmollmund und seufzte tief, als die Türe des Abteils aufgeschoben wurde.
Sarah wandte den Blick von der Scheibe ab und sah zu einem großen Jungen, dessen Haar von hellblonder Farbe war. Er hatte es sich sorgfältig zurückfrisiert. Die Augen des Jugendlichen erweckten einen kalten Eindruck und das blasierte Gesicht ließ darauf schließen, dass Draco Malfoy sehr arrogant gewesen sein musste. Sicher war er nicht allein aufgetaucht. Hinter ihm standen zwei Jungen, die ein wenig größer als Draco waren. Beide waren stämmig. Einer hatte einen puddingförmigen Haarschnitt und der andere ungewöhnlich lange Arme. Die beiden erschienen eher brutal.
Sarah kauerte sich bei diesem Anblick in ihren Sitz, kein einziges Mal wandte sie den Blick von den Dreien ab.
Draco und seine beiden Freunde Crabbe und Goyle traten herein und schlossen die Tür hinter sich, bevor sie sich niederließen.
„Ah,“ sagte Draco Malfoy mit schnarrender und hochnäsiger Stimme. „du musst Sarah Snape sein, hab ich Recht?“ Der Blonde hob eine seiner hellen Augenbrauen und fixierte das zierliche Mädchen scharf. Sein Mund war zu einem diabolischen Grinsen verzogen. Sarah wusste, dass sie sich niemals mit diesem arroganten Schnösel anfreunden, geschweige denn, ihn mögen würde.
„Ja,“ konterte sie etwas selbstsicherer, als ihre Haltung eigentlich war. „ich bin Sarah Snape. Und du musst Draco Malfoy sein.“ Dann schweifte ihr Blick zu Crabbe und Goyle. „Und ihr seid- ?“
„Das,“ begann Malfoy und nickte zu den beiden hinüber. „sind Vincent Crabbe und Gregory Goyle. Meine Freunde.“
Nur mit Mühe konnte Sarah ein spöttisches Grinsen verkneifen. Diese beiden schienen wohl zu dämlich zu sein, um überhaupt Freundschaft definieren zu können.
„Ich hoffe,“ fuhr Draco fort. „dass du einen guten Start haben wirst. Und hoffentlich kommst du nach Slytherin. Falls du Probleme hast, wende dich einfach an mich, ich werde dir helfen.“
Sarah nickte zustimmend. Allerdings verspürte sie nicht das Bedürfnis, sich von Draco helfen zu lassen. Er wurde ihr immer unsympathischer.
„Klar,“ nuschelte sie kaum vernehmlich und sah wieder aus dem Fenster. Der Zug hatte sich längst in Bewegung gesetzt. Bäume, Häuser und Autos zogen rasch an ihnen vorbei.
„Was hast du gesagt, wie alt du bist?“, fragte Sarah dann, sah aber noch immer aus dem Fenster.
Draco lächelte sie an, obwohl er ihre abweisende Haltung bemerkte. Das Mädchen musste einfach nur auftauen, warum sollte er ihr deswegen böse sein?
„Ich habe zwar nichts gesagt,- aber ich bin 17,“ gab er gelassen zurück. „Ich absolviere mein letztes Jahr in Hogwarts. Ich bin übrigens Schulsprecher, musst du wissen. Und ich könnte dir, wenn du spurst, bestimmte Privilegien verschaffen.“
Sarah stieß ein leises, verächtliches Prusten aus. Was bildete sich dieser Kerl eigentlich ein?
„Danke, aber die brauche ich nicht,“ sagte Sarah, wobei sie, wie ihr Vater zuvor, ziemlich kühl klang. „und ich komme auch allein zurecht.“
Dieses kleine Mädchen, wie konnte sie es wagen? Anscheinend wusste sie nicht, mit wem sie es zu tun hatte. Und dies musste Draco ihr wohl erörtern.
Seine blasierte Miene flackerte und die grauen Augen verengten sich bedrohlich. Langsam erhob er sich und trat einen Schritt auf Sarah, die in ihrer sitzenden Haltung verharren blieb, zu. „Du wirst mir jetzt gut zuhören,“ zischte Draco Malfoy gereizt. Seine beiden Freunde Crabbe und Goyle hielten sich zurück. „Ich lasse mir von einem kleinen Mädchen, wie du es bist, nicht auf der Nase rumtanzen. Wenn du glaubst, mit mir den Idioten machen zu können, hast du dich getäuscht! Anscheinend hast du vergessen, in welcher Position ich stehe. Und ich spiele in einer vollkommen anderen Liga als du, also merke dir meine Worte. Ich kann nämlich auch andere Saiten aufziehen!“
Sarah hob beide Augenbrauen, von Draco wollte sie sich keinesfalls einschüchtern lassen. Sie blickte diesen ausdruckslos an, ehe ihre schmalen Lippen sich zu einem höhnischen Lächeln kräuselten. „Ach wirklich? Das will ich gern sehen, Draco. Und du glaubst wohl, du könntest mit mir machen, was du willst. Ich glaube, da hast du dich geirrt.“
Sie zog das rote Band aus ihrem seidigen Haar, band dieses um ihr Handgelenk und fuhr mit den Fingern durch ihre Mähne, die ihr glatt über die Schultern fiel.
„Sarah,“ begann Draco erneut. „weil du die Tochter meines, und vielleicht auch deines Hauslehrers bist, denkst du anscheinend, dass du dir alles erlauben kannst. Aber das ist nicht so, du solltest dich besser zusammenreißen. Du kleines Gör, wenn ich du wäre, würde ich die Klappe nicht so weit aufmachen!“
Die funkelnden Augen des Mädchens verengten sich auf Dracos Antwort hin zu feinen Schlitzen. Blanke Wut stieg in ihr auf, sie verspürte das starke Bedürfnis, ihm ein paar saftige Ohrfeigen zu verpassen. Doch sie wusste, dass sie Draco körperlich und auch magisch unterlegen war. Immerhin war er viel älter und größer als sie. Aber das bedeutete noch lange nicht, dass er auch intelligenter war.
Sarah sprang abrupt auf und lief auf Malfoy zu. Sie schaute zornig zu ihm auf. „Gut, ich gehe. Ich habe es nicht nötig, mich mit dir zu streiten. Immerhin habe ich besseres zu tun, Draco Malfoy!“ Mit diesen Worten schob sie die Abteiltür auf und stolzierte hinaus, ohne sie wieder zu schließen. Die künftige Hogwarts- Schülerin lief durch den Korridor, sie war mit ihren Gedanken immer noch bei Draco. Also merkte sie nicht, wie sie auf einen bebrillten Jungen zulief. Dieser hatte wie Sarah schwarzes Haar und seine Augen waren hinter einer Brille mit runden Gläsern verborgen. Er musste etwa so alt wie Draco sein.
Sarah stieß gegen den Jungen, sie wurde durch die Wucht des Zusammenpralls auf rücklings zu Boden gestoßen. Der Junge jedoch blieb stehen.
„‘Tschuldigung,“ murmelte Sarah und schaute zu dem Jungen auf. Sie rieb sich den schmerzenden Hintern und wandte die Augen nicht von ihrem Gegenüber ab. Der Jugendliche streckte ihr die Hand entgegen und half ihr auch. Nuschelnd bedanke Sarah sich und sah den Fremden weiterhin an.
„Kein Problem,“ sagte der freundlich lächelnd. „kann passieren. Alles klar?“
Sarah erwiderte diese Frage mit einem sachten Nicken und konterte: „Ja, ich denke schon. Auch alles klar bei dir?“ Hinter den Haarsträhnen, die dem Jungen ins Gesicht fielen, lugte eine sehr feine, blitzförmige Narbe, die Sarah den Atem anhalten ließ, hervor.
„Ähm- ja,“ hauchte die Tochter Snapes verlegen und spürte, dass ihre Wangen vor Aufregung glühten. „Du bist Harry Potter! I- ich habe alles über dich gehört!“
Harry Potter spürte die Blicke, die Sarah auf seine Narbe warf und rasch strich er etwas Haar darüber. Er mochte nicht, wenn Leute ständig auf das Mal glotzten.
„Ja,“ konterte Harry sachte und hielt noch immer ihre Hand fest. „Und wer bist du?“
Sarah, die noch immer recht verlegen schien, lächelte ihn an. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass sie Harry Potter einmal persönlich kennen lernen würde. „Ich bin -“, begann sie, doch jemand kam ihr zuvor.
„Sarah!“ Dies war zweifellos die Stimme ihres Vaters. Dieser schritt auf die beiden zu, Harry musterte er verachtend und hasserfüllt. Dann schweifte ein ausgesprochen ernster Blick zu Sarah. Diese sah ihren Vater schuldunbewusst an.
Harrys Augen weiteten sich. War dieses Mädchen tatsächlich die Tochter seines verhassten Lehrers?
„Daddy,“ hauchte sie noch immer vollkommen aufgeregt. „das ist Harry Potter!“ Sarah lächelte Severus Snape überglücklich an. Aber dieser schien völlig anders gestimmt als seine Tochter. Mit verengten Augen sah er sie an, jetzt erst merkte Sarah, dass sie einen Fehler begangen hatte. Langsam senkte sie den Kopf. Harry verspürte etwas Mitleid mit ihr, denn solch ein Vater wie Snape musste wirklich schwierig sein.
„Verschwinde, Potter,“ zischte der ihn an. „und lass gefälligst meine Tochter in Ruhe!“ Ohne ein weiteres Wort packte er Sarah am Arm und zog sie ein Stück mit sich. Harry verschwand in einem Abteil, das Mädchen hatte ihn hineingehen sehen.
„So,“ sagte Snape, der seine Tochter sehr ernst ansah. Diese erwiderte seinen Blick. „Anscheinend interessiert dich nicht, was ich dir erzähle, nicht wahr?“, fragte er dann bedrohlich. „Harry Potter ist das Übel an Hogwarts. Ständig heckt er mit seinen Freunden Dummheiten aus und glaubst du, ich würde tolerieren, dass du seine Züge annimmst?! Sarah, ich glaube, ich kann dir das nicht durchgehen lassen -“
„Was?“, funkte ihm Sarah erbost dazwischen. „Hallo, willst du mir vielleicht verbieten, mit wem ich Kontakt habe? Und mit Draco will ich nicht mehr in einem Abteil sitzen. Der Typ hat sie ja nicht mehr alle!“
„Unterbrich mich nicht, wenn ich dir etwas erzähle!“, konterte ihr Vater zornig, jedoch nicht brüllend. „Ich halte es für angebracht, wenn -“
„Hörst du mir vielleicht mal zu?“, meldete sich Sarah wieder zu Wort. Sie hatte die Hände in die Hüften gestemmt und schaute ihn an.
„Sagte ich nicht, du sollst den Mund halten, wenn ich etwas sage?“, fauchte Severus Snape nun ungeduldiger. „Also, du wirst dich nicht mit Potter treffen oder sonst irgendwie Kontakt mit ihm aufnehmen. Ansonsten sehe ich mich gezwungen, dir Strafarbeiten aufzugeben. Oder ich -“
Wieder fiel sie ihm ins Wort. „Halt doch mal die Klappe!“, knurrte Sarah wütend. „Ich will auch was sagen!“ Dieser Satz sorgte dafür, dass ihr Vater seine Geduld nun endgültig verlor. Er packte sie bei den Schultern und schüttelte sie heftig. „Ich sagte, du sollst stillschweigen, wenn ich dir etwas erzähle, Sarah! Und sei gefälligst nicht so unverschämt!“ Endlich ließ er seine Tochter, die ihn nur noch zorniger anschaute, wieder los.
„Ach, was bringt das Ganze eigentlich? Du hörst mir ja sowieso nie zu!“ Sarah rauschte an ihrem Vater vorbei und verschwand in der Zugtoilette. Severus Snape wirbelte herum, er öffnete den Mund, um sie zurückzurufen, doch er entsann sich und ließ es bleiben. Dann drehte er sich wieder um und verschwand im Abteil der Lehrer...
Sarah hatte sich in der engen Toilettenkabine eingeschlossen. Sie saß auf dem WC- Becken, hatte sich an die Wand gelehnt und starrte ins Leere. Nun, sie wusste nicht, welchen Grund ihr Vater hatte, um wütend auf sie zu sein. Was hatte sie verbrochen?
War es eventuell Harry Potters Anwesenheit? Sarah hatte sich in seiner Gegenwart befunden. Sie erinnerte sich noch an seine Worte, dass sie sich besser mit Draco Malfoy, statt mit Harry Potter in ein Abteil zu setzten. Hätte es vielleicht sein können, dass ihr Vater eine Abneigung gegen den Jungen, der den Dunklen Lord, den alle fürchteten, so glorreich besiegt hatte, hegte?
Nun konnte sie sich einen Reim darauf machen. Denn ihr Vater war Todesser, ein Anhänger Voldemorts. Dies wusste sie bereits seit einigen Jahren. Lord Voldemort hatte Sarah selbst, als sie noch ein Säugling war, in den Armen gehalten. Es schien, als würden ihr die Worte, die er ihr zugeflüstert hatte, nie mehr aus dem Kopf gehen wollen. Denn sie konnte sich noch heute daran erinnern. Ihr Vater hatte ihr nie etwas davon erzählt. Im Alter von drei Jahren wiederholte Sarah den Satz, was Severus Snape sehr verblüffte. Die Wörter hatten sich tief in ihrem Gedächtnis verankert. Kleine Sarah, eines Tages ist es soweit! Hast deine Mutter verloren, Kleines... Wie schade, dass du es mit ansehen musstest. Doch sie war ungehorsam, hat mich, ihren Herrn betrogen...
Voldemort hatte ihre Mutter Samantha, die geborene Moody hieß, erbarmungslos getötet. Severus Snape hielt seine Tochter, die gerade einmal einige Wochen alt war, schützend in seinen Armen, da er befürchtete, der Dunkle Lord würde auch Sarah töten wollen. Doch er tat es nicht... Aus welchen Gründen auch immer. Ihr Vater war ihm immer dafür dankbar gewesen und stand tief in seiner Schuld.
Das zierliche Mädchen schlug die Augen, die sie während des Überlegens geschlossen hatte, auf und sah sich um. Noch immer befand sie sich in der engen Kabine, wie sie feststellen musste. Sarah machte keine Anstalten, sich zu erheben und wieder hinaus zu gehen. Nein, lieber wollte sie hier verharren bleiben.
„Sarah!“, rief plötzlich eine Stimme nach ihr, was die künftige Schülerin aufhorchen ließ. Ihr Vater war es nicht, nein, das Gesagte ließ eher auf Draco Malfoy schließen. „Sarah, wo bist du?“, brüllte er durch den Zug. „Komm raus, wir sind gleich da.“
Sarah hatte jedes Zeitgefühl verloren. Waren sie tatsächlich fast in Hogwarts? Neugierig, wie sie zweifelsohne war, stand sie auf und öffnete die Türe des Toilettenraumes. Sie steckte den Kopf in den Gang und sah sich um. Am Ende des Ganges stand Draco, der sich suchend umblickte.
„Sarah!“, sagte er abermals im lauten Ton. „Hör auf mit dem Unsinn und verstecke dich nicht!“ Der Jugendliche stieß einen genervten Seufzer aus und seine Augen verengten sich.
Sarah schlich sich still und leise an ihn heran und blieb mit verschränkten Armen stehen. Draco hatte sie anscheinend nicht bemerkt, denn er rief abermals ihren Namen.
„Was denn?“, kicherte das Mädchen. „Ich bin doch hier, also schrei nicht so rum!“
Draco wirbelte erschrocken herum und fixierte sie mit strengem Blick. Natürlich, was konnte man auch von einem Menschen, wie sie es war, erwarten?
„Findest du das etwa lustig?“, knurrte er Sarah gereizt an. „Los komm, ab zurück!“ Er packte ihren Arm und schleifte sie ins Abteil zurück. Er schloss die Türe und stieß die Tochter seines Lehrers geradewegs in einen Sitz. Crabbe und Goyle, die noch immer stillschweigend dasaßen, grinsten gehässig.
„Was fällt dir eigentlich ein, du kleine Göre?!“, donnerte Draco plötzlich. Seine Gesichtszüge waren sehr ernst, gar zornig. „Ich warne dich, noch einmal so etwas und ich zeige dir meine andere Seite!“
Sarah, die unsanft im Sitz gelandet war, rappelte sich auf und sah ihn unentwegt an. Auch sie war nun wütend gestimmt.
„Was meinst du?“, keifte sie zurück. „Mach mich nicht an, okay? Du gehst mir auf die Nerven!“ Sie schnaufte wütend und setzte sich wieder. Draco musste sich ziemlich zurückhalten, um sich nicht auf Sarah zu stürzen und sie zu schlagen. Garantiert würde er sich nie an einem Mädchen vergreifen, denn der Stolz des jungen Malfoy ließ es einfach nicht zu. Auch er setzte sich wieder und behielt Sarah, die aus dem Fenster blickte, scharf im Auge.
Draußen war es bereits dunkel, Sterne standen am Himmel und es regnete. Die Tropfen schlugen leise gegen die Scheibe. Das Hogwarts- Schloss näherte sich stetig. Die Türme ragten bedrohlich aus den Dächern und Vollmond stand hoch darüber. Der Zug verlangsamte sich und fuhr in den Bahnhof vom naheliegenden Dorf Hogsmeade ein. Die Schüler strömten aus den Abteilen hinaus auf den Gehsteig. Sie hievten ihr Handgepäck mit sich und sahen sich um. Vor allem die Erstklässler und auch Sarah, waren fasziniert.
„Wahnsinn,“ hauchte sie leise und schaute andere Schüler glücklich an. Die Tochter Snapes nahm zitternd vor Aufregung ihr Gepäck in die Hände. „Schau mal,“ flüsterte sie einem Mädchen neben sich zu. Dieses nickte grinsend und lächelte Sarah freundlich an.

Die Fremde trug ihr blondes Haar zu einem kurzen, mädchenhaften Schnitt. Einige Strähnen dessen fielen ihr in die braunen Augen.
„Ich habe schon lange genug warten müssen, um hier her zu kommen,“ konterte sie mit heftig pochendem Herzen. „Und endlich bin ich da! Ach ja, ich heiße übrigens Hope Watson.“
Sarah reichte ihr die Hand und blickte Hope weiterhin an. Es schien, als hätte sie bereits eine Freundin gefunden. „Ich bin Sarah. Sarah Snape. Weißt du schon, wohin du kommst?“
Hope stellte ihren Koffer ab und schüttelte den Kopf. „Nein,“ konterte sie dann unsicher. „Meine Eltern sind beide Muggel. Aber ich glaube, ich komme nach Gryffindor, weil meine Großeltern dort waren.“
Sarahs Augen weiteten sich. Hope war also Muggelstämmig. Ihre Eltern waren Menschen, die nicht zaubern konnten. Das könnte noch Ärger geben, denn ihr Vater hatte ihr verboten, mit solchen Menschen zu verkehren. Und dabei war er nicht einmal voll und ganz Zauberer. Nein, sein Vater war ebenso ein Muggel und seine Mutter eine Hexe. Dies jedoch hatte Sarah ihm noch nicht unter die Nase gerieben, aber es sollte irgendwann soweit kommen.
„Oh, ich habe noch nie jemanden getroffen, dessen Eltern Muggel sind,“ meinte Sarah wahrheitsgemäß. „Aber was soll’s, wir sollten besser zu ihm gehen!“
Sie schaute in den Himmel hinauf. Nein, sie blickte einen riesenhaften Mann mit struppigem Haar und Bart, an. Er war etwa doppelt so groß wie ein ausgewachsener Mann und ungefähr dreimal so dick. Unter seinen buschigen Augenbrauen waren dunkle, glänzende Augen verborgen.
„Alle Erstklässler hier her, bitte!“, rief er in die Menge hinein. „Keine Scheu, kommt schon!“ Alles schaute staunend aufwärts. Rubeus Hagrid, der Hüter der Schlüssel und Ländereien von Hogwarts hatte die Aufgabe, die Neulinge ins Schloss zu bringen.
„Komm,“ sagte Sarah fröhlich zu Hope. „Gehen wir.“
„Nein, zu dem gehst du garantiert nicht,“ hörte sie plötzlich eine kalte Stimme sagen. „du wirst mit uns kommen.“
Draco Malfoy stand hinter Sarah und Hope. Er musterte die beiden, insbesondere Sarahs Freundin abfällig. Sarah verdrehte genervt die Augen. „Was willst du, Draco?“, konterte sie ungeduldig. „Lass uns in Ruhe. Kommst du, Hope?“
Hope und Sarah näherten sich Hagrid, doch Draco schnellte zu ihnen und packte Sarah am Arm. „Dein Vater hat mir die Erlaubnis gegeben, dich zu bestrafen, falls du nicht das machst, was ich dir sage!“, zischte Malfoy gereizt. „Und mit dieser Schlammblüterin da verkehrst du auf keinen Fall!“
„Hör auf, sie so zu nennen,“ fauchte Sarah und sah zu Hope, die den Kopf senkte. „das ist nämlich gemein,“ fuhr sie ernst fort. „Nur weil wir reinblütig sind, heißt es nicht, dass Menschen wie Hope minderwertig sind!“
Dracos Augen verengten sich bedrohlich, sein Griff verfestigte sich und er zog das Mädchen zu sich, ehe er ihr ins Ohr flüsterte: „Anscheinend ist dir nicht bewusst, was du bist, Mädchen. Du bist besser als die da.“ Er nickte mit dem Kopf in Hopes Richtung. „Also merke es dir. Du wirst nicht mit ihr in einem Boot sitzen.“
Draco zog Sarah von Hope fort. Die schaute beiden traurig nach, denn sie hatte geglaubt, in Sarah eine Freundin gefunden zu haben.
„Aber mit ihr wirst du es,“ sagte Draco und blieb vor einer Gruppe Mädchen stehen. Diese waren ungefähr in Sarahs Alter. „Diana, das ist Sarah. Nimm sie doch mit.“ Er grinste einem Mädchen mit langem, lockigen und blonden Haar zu. Diana Malfoy hatte wie sein Bruder ebenso kalte und graue Augen. Sie erweckte durch ihre zierliche Figur einen zarten Ausdruck.
„Klar Draco, wieso nicht?“, konterte Diana lächelnd. „Komm schon Sarah,“ meinte sie dann an Sarah gewandt. „Es ist besser, wenn du dich mit der besseren Sorte abgibst. Und zu dieser gehören wir, die Reinblüter.“
Sarah musste bei den Worten Dianas hart schlucken. Wie konnte man in solch jungen Jahren solch eine Einstellung haben?
„Ich sehe das aber anders,“ gab sie beschwichtigend zurück und hob eine Augenbraue. „jeder hat das Recht auf Zauberei. Auch Muggelgeborene. Ich verschwinde.“ Sie drehte sich um und stolzierte wieder zu Hope. Draco, der noch immer bei seiner Schwester stand, schaute ihr zornentbrannt nach. Dieses Verhalten konnte und wollte er auf keinen Fall tolerieren. Dafür wollte er ihr später noch eine Lektion erteilen...
„Komm Hope,“ hauchte Sarah und nahm sanft deren Hand. Die beiden stiegen in ein Boot, mit dem sie über den See, der zwischen Hogwarts und Hogsmeade lag, fuhren. Hinter ihren fuhren noch jede Menge andere Boote, in denen ebenso Erstklässler saßen.
Am Schlossgelände angekommen, stiegen alle aus und gingen ins Gebäude hinein. Sie liefen, angeführt von Hagrid, in die Eingangshalle.
„Professor Drayson, die Neuankömmlinge sind da,“ sagte dieser und sah zur Treppe. Am Fuße dessen stand ein großgewachsener, jung wirkender Mann mit dunklem Haar und finsteren Augen, der ein magentarotes Gewand trug.
„Ah, nun denn. Willkommen, Erstklässler,“ verkündete der Schulleiter Derek Drayson mit angenehm tiefer Stimme. „Während ihr hier sieben Schuljahre verbringt, wird euer Haus, in welches ihr gewiesen wird, gleichsam eure Familie sein. Es gibt Hufflepuff, Ravenclaw, Gryffindor und Slytherin. Für gute Leistungen gewinnt ihr Punkte für euer Haus, solltet ihr gegen die Regeln verstoßen, werden euch welche abgezogen. Wir sind für euch bereit, bitte folgt mir.“ Der Schulleiter öffnete die Türflügel, welche zu einer riesigen Halle führten. Er trat ein, die Erstklässler folgten ihm. Die Decke war mit zahlreichen Kerzen, die in der Luft schwebten, verziert. Sie erschien wie der Himmel draußen, Sterne funkelten und es war finster. Vier lange Tafeln, an denen eine ganze Menge Schüler saßen, waren aufgereiht und vorn, auf einem großen Podest befand sich der Lehrertisch.
Sarahs Vater kam aus einem Nebenzimmer, er trug einen dreibeinigen Stuhl, auf dem ein zerschlissener Spitzhut lag, herein und stellte diesen ab.
Die Erstklässler liefen durch die Reihen und blieben vor dem Podest stehen. Professor Drayson setzte sich auf einen Thronartigen Stuhl mittig neben seinen Kollegen. Severus Snape blieb neben dem Schemel stehen, er entrollte eine lange Pergamentrolle und erklärte das Auswahlprinzip, ehe er den ersten Schüler aufrief. „Andrews, Madison!“
Ein pummeliges Mädchen mit braunem Haar trat vor und setzte sich auf den Stuhl. Sarahs Vater setzte ihr den Hut auf. Dieser wies Madison ins Haus Hufflepuff. Einige Schülerinnen und Schüler nach ihr wurden in die anderen Häuser gewiesen. Severus Snape schaute auf die Rolle und seine Augen blieben beim Namen ihrer Tochter stehen. Er hob wieder den Kopf und sah in die Runde. „Sarah Snape,“ sagte er beinahe kalt. Die Köpfe aller wandten sich und es brach Getuschel und Gemurmel in der Großen Halle aus. Der Schulleiter gebot Ruhe und Sarah trat vor. Sie nahm auf dem dreibeinigen Stuhl Platz und ihr Vater setzte dem Mädchen den Hut auf. „Oha, eine Snape,“ piepste der Hut mit durchdringlicher Stimme in ihr Ohr. „deinen Vater habe ich damals nach Slytherin gewiesen... Doch wohin stecke ich dich? Ich sehe jede Menge Intelligenz in deinem Kopf und eine gehörige Portion Verstand. Außerdem sehe ich Tapferkeit und Tücke. Du verstößt gern gegen Regeln...“
Sarah schloss die Augen und hoffte, der Hut würde sie ins richtige Haus einweisen.
„Slytherin!“, rief dieser schließlich und am Tisch der entsprechenden Schüler brach Getose aus. Die Tochter des Hauslehrers war in Slytherin... Sarahs Vater sah seiner Tochter, die sich an den richtigen Tisch setzte, nach.
Sarah selbst war gar nicht begeistert darüber, denn ihre Freundin Hope wurde tatsächlich nach Gryffindor geschickt. Zu gern wäre sie in ihrem Haus. Zu allem Übel war Draco Malfoy ebenso in Slytherin und ihr Vater zeitgleich ihr Hauslehrer.
Das Fest verlief für sie nicht besonders erfreulich, denn den ganzen Abend über ärgerte sie sich für den Umstand.
Am kommenden Morgen traf sich Sarah in den Kerkern mit Hope Watson. Eigentlich müssten sie verfeindet sein, denn Slytherins und Gryffindors verstanden sich normalerweise nicht. Aber diese Situation war vollkommen anders, die beiden Mädchen waren unzertrennlich.
„Ist ja echt blöd gelaufen,“ flüsterte Sarah, damit sie niemand hören konnte. Denn Draco verfolgte sie auf Schritt und Tritt. An der Großen Halle hatte sie ihn abgehängt. „Ich wäre gern nach Gryffindor gekommen.“ Sie schaute Hope ein wenig bedrückt an. „Na ja, aber wir sind trotzdem Freunde und wir werden es auch immer bleiben,“ konterte sie aufmunternd lächelnd. „Schwören wir es uns?“ Sie streckte Sarah die Hand entgegen. Das Mädchen nahm sie. „Wir schwören es!“
„Schwöre lieber nicht zu viel, Sarah,“ zischte Draco Malfoy. Die beiden Freundinnen drehten sich um, Malfoy lehnte schulterlinks an der kalten Steinwand. Die Hände hatte er in den Taschen seines Umhangs vergraben. „Aber eines werde ich dir jetzt schwören,“ fuhr er trocken fort.
Sarahs Miene flackerte und sie stellte sich schützend vor Hope. „Was denn?“, raunte sie, wobei sie den Blick kein einziges Mal von Draco abwandte. Dieser stieß sich ab und trat einige Schritte näher. „Dass du für deine Widerspenstigkeit zahlen wirst,“ gab er kalt zurück. „Dein Vater gab mir die Erlaubnis, dir deine Schlammblutliebe mit allen Mitteln auszutreiben.“ Sarah öffnete vollkommen empört den Mund. Ihr Vater erlaubte Draco tatsächlich, dass er sich an ihr vergreifen durfte? Sie konnte es nicht glauben!
„Du spinnst wohl, gar nichts wirst du tun!“, knurrte sie wütend. „Ich glaube dir kein Wort! Du darfst mich nicht schlagen, Jungs vergreifen sich nicht an Mädchen!“
„Sarah, wer spricht denn von Gewalt? Ich habe andere Methoden.“ Draco klang nach wie vor kühl. „Und wenn es mit Worten nicht funktioniert, muss ich eben deutlicher werden. Aber ich denke, dass du klug genug bist, um es nicht darauf ankommen zu lassen.“ Wieder lief er einen Schritt auf das kleine Mädchen zu. Sarah wich zurück und Hope hinter ihr tat es ebenso.
„Lass sie in Ruhe,“ meldete sie sich zu Wort, worauf Draco Sarah aus dem Weg stieß und nun auf Hope zuging. „Halt die Klappe, Schlammblüterin! Für deinen Stand bist du ziemlich unverschämt. Ich glaube, ich gebe dir Strafarbeiten auf. Ach ja, ich ziehe Gryffindor zusätzlich noch fünfzig Punkte ab!“ Dann schaute er zu Sarah, die sich aufrappelte. „Und du kommst jetzt mit,“ sagte er entschlossen. Er lief voran, nur widerwillig folgte die Angesprochene ihm. Die beiden erreichten den ersten Stock, Sarah lief neben Draco her.
Tränen stiegen dem Mädchen in die Augen, noch immer konnte sie Dracos Worte nicht glauben. Eingeschüchtert schaute sie zu Draco, der geradewegs nach vorn sah, auf. Er schien ihre Blicke nicht bemerkt zu haben, da er unberührt weiterlief. „Wohin gehen wir?“, hauchte Sarah leise, womit sie seine Aufmerksamkeit auf sich zog. „Wirst du schon sehen,“ sagte er eisig und bog dann um die Ecke, wo er schließlich stehen blieb. Er zitierte Sarah mit einer Handbewegung zu sich und zog sie zu sich heran. Das Mädchen schloss die Augen, sie war auf alles vorbereitet- doch nichts passierte.
„Eine Chance noch,“ meinte Draco, der sie wieder losließ. „Eine zweite gibt es nicht. Das nächste Mal werde ich es tun.“ Mit diesen Worten drehte er sich um und verschwand im Dunkel der Korridore. In diesem Augenblick war Sarah ihm überaus dankbar. Denn sie hatte wirklich geglaubt, dass er seine Drohung verwirklichen würde. Erleichterung breitete sich auf ihrem ebenmäßigen Gesicht aus. Nun wusste sie, dass man es wirklich ernst mit ihr meinte. Von Hope musste sie sich zukünftig fernhalten. Auch, wenn es ihr sehr schwer fallen würde...
Der Schulalltag begann mit einer Stunde Verwandlung, die von einer jungen Frau geführt wurde. Ihr blondes Haar reichte ihr bis zu den Schulterblättern. Sie war von schlanker Statur, um die man sie hätte beneiden können.
Die Slytherins hatten mit den Hufflepuffs. Diana Malfoy, die hinter Sarah saß, kiekste diese ständig in den Rücken und gab vor, nichts getan zu haben, als sich die Betroffene beschwerte.
Die Lehrerin Professor Cooper bekam anscheinend nichts von all dem mit, denn sie führte den Unterricht wie gehabt weiter.
„So, die Grundlagen der Verwandlung, meine Lieben,“ sagte sie mit heller Stimme. „Wenn ihr mir bitte genau zuseht... Nehmt eure Zauberstäbe in die Hände.“ Alle taten es, Sarah nur widerwillig. „Hab ihr alle?“, fuhr Professor Cooper fort. „Gut, dann schwingt ihn elegant. Ja, genau so. Miss Malfoy, bitte hören Sie auf, Miss Snape mit dem Zauberstab in den Rücken zu piksen.“
Diana schaute schuldbewusst auf. „Ich hab nichts gemacht,“ nuschelte sie und folgte weiterhin dem Unterricht.
„Und der Spruch lautet Feraverto,“ ergänzte die Lehrerin weiter, wobei sie Dianas Anmerkung keine Beachtung schenkte. „Sprecht es bitte deutlich aus. Nach mir bitte. Feraverto.“
„Feraverto,“ wiederholte die Klasse im Chor. Professor Cooper schaute zufrieden in die Klasse. „Sehr schön, ich teile jetzt Stifte, die ihr bitte in Regenwürmer verwandelt, aus. Wenn es nicht gleich klappt, ist es auch nicht so schlimm. Versucht es einfach, ja?“ Sie lächelte in die Runde und teilte die Stifte aus.
Sarah nahm ihren misstrauisch entgegen und beäugte den Bleistift. Noch nie hatte sie einen Verwandlungszauber benutzt. Dennoch war sie sich sicher, dass sie die Fähigkeit besaß, den Stift in einen Regenwurm zu verwandeln. Das Mädchen konzentrierte sich und hielt den Zauberstab in die Nähe des Stiftes.
„Feraverto,“ hauchte sie leise, jedoch geschah nichts. „Feraverto!“ Wieder war keine Spur einer Verwandlung zu sehen. Und genau dies reizte sie ein wenig. Dann musste sie eben etwas anderes tun. „Wingardium Leviosa,“ sagte sie betont. Der Bleistift setzte sich langsam in Bewegung, Sarah folgte ihm mit dem Zauberstab. Er schwebte nun einige Meter über dem Tisch, was die Aufmerksamkeit der Klasse und auch der Lehrerin auf sich zog.
„Professor, sehen Sie mal!“, rief ein Mädchen erstaunt auf. „Sarah hat was ganz anderes gemacht!“ Professor Cooper sah zu Sarah und dem Stift, der noch immer schwebte.
„Oh Miss Snape, das ist ja wundervoll. Wie haben Sie das gemacht?“
„Schwebezauber,“ konterte diese und ließ den Stift zu Boden fallen. „Ich weiß, gehört nicht hier her, doch ich konnte die Verwandlung nicht.“
Professor Cooper lächelte sie sanftmütig an. „Aber nicht doch, das war sehr gut, Miss Snape. Slytherin bekommt dafür zehn Punkte.“ Sarah schwoll vor unverkennbarem Stolz an, ihre Wangen röteten sich leicht.

Sarah hatte sich in Hogwarts gut eingelebt. Sie ging Dracos Wünschen und Befehlen nach. Ihren Vater hatte sie jedoch eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Wahrscheinlich war er im Auftrag des Dunklen Lords unterwegs. So genau wusste sie es nicht, doch Sarah konnte es sich denken. Sie vermisste ihn sogar ein wenig, denn mit Draco allein ließ es sich nicht aushalten. Ganz und gar nicht, er war nahezu unerträglich. Ständig drohte er ihr mit Strafen, falls sie einen Fehler begehen sollte. Allerdings ließ sich Sarah davon nicht einschüchtern. Also gab Draco seine Taktik auf und ließ sie ganz in Ruhe.
Jetzt nutzte sie die Zeit, um sich wieder mit Hope, mit der sie eigentlich keinen Kontakt haben dürfte, zusammen zu raufen. Und dies klappte auch komplikationslos.
An einem Abend im selben Monat stand Sarah mit ihrer Freundin im Hof des Schlosses. Die beiden unterhielten sich über den Lernstoff, die sie zur Zeit hatten.
„Also, ich finde Zaubertränke eher einfach. Ich kann nur die Vertretung nicht ausstehen.“
Seit der Abwesenheit ihres Vaters gab eine Lehrerin den Zaubertrankunterricht. Selbstverständlich nur vertretungsweise. Sarah hoffte, dass ihr Vater bald zurückkehren würde. Doch das sollte nur eine Hoffnung bleiben...
„Miss Snape,“ sagte eine warme Herrenstimme. „bitte kommen Sie mit mir, ich muss mit Ihnen sprechen.“ Derek Drayson, der Schulleiter war hinter ihr erschienen. Sarah nickte ohne zu zögern. Drayson führte die Schülerin in sein Büro hinauf. Es hatte einmal Albus Dumbledore gehört. Die surrenden und fiependen Instrumente, die zuvor auf den storchbeinigen Tischen plaziert waren, waren kunstvollen Gemälden gewichen.
„Bitte setzten Sie sich,“ seufzte Drayson und nahm hinter dem Schreibtisch, der über und über mit Pergament bestapelt war, Platz. Sarah tat, was gesagt wurde und blickte den Direktor erwartend an. Sie wusste nicht, was auf sie zukam. Was hatte sie verbrochen, so dass sie im Büro des Schulleiters landete? Das Mädchen knetete die Hände im Schoß und senkte den Kopf. Das schwarze, seidige Haar fiel ihr wie ein Vorhang ins Gesicht und ihre Augen hatten jeglichen Glanz verloren. Dies konnte man anhand ihrer Körperhaltung natürlich nicht erkennen.
„Professor, falls ich irgend einen Verstoß begangen habe, tut es mir sehr Leid,“ hauchte sie kleinlaut. „Ich wollte nicht -“
„Nein, ganz ruhig, Miss,“ erwiderte Drayson ruhig. Jedoch konnte man einen bedrückenden Unterton in seiner Stimme vernehmen. Er atmete tief durch, ehe er fortfuhr: „Sie haben sich nichts zu Schulden kommen lassen. Miss Snape, ich möchte, dass Sie mich bitte ansehen.“
Ganz sachte hob Sarah den Kopf. Freilich war sie erleichtert, dass sie nichts verbotenes getan hatte. Dennoch war sie wirklich sehr verunsichert, weil sie nicht wusste, weshalb Professor Drayson dermaßen bedrückt wirkte.
Sie strich sich Strähnen ihres Haares aus dem Gesicht und ließ sie hinter ihren Ohren verschwinden. Sie hatte sich wieder allmählich beruhigt.
„Nun,“ begann der Lehrer mit einer gehörigen Portion Vorsicht in der Stimme. „es wird mir schwerfallen, es Ihnen mitzuteilen. Ich habe mich bereit erklärt es zu tun, da es sonst niemand gemacht hätte. Also, Ihr Vater, Miss Snape...“ Er stockte. „Sie sind ein tapferes Mädchen, Sarah. Und Sie müssen auch jetzt sehr, sehr stark sein. Ich weiß, es wird sehr schwer jetzt für Sie, aber geben Sie mir Ihr Versprechen darauf?“
Noch immer unsicher nickte Sarah langsam und senkte wieder den Kopf. „Ich denke schon, ich werde es versuchen.“
Drayson atmete abermals tief durch. Er wusste nicht, wie er es ihr erklären sollte. Schließlich war Sarah noch sehr jung. Vielleicht würde sie es nicht verstehen... Und genau diese Tatsache verunsicherte ihn.
„Nun gut,“ ergänzte er sachte. „ich bekam soeben eine eilige Eule vom Zauberministerium. Diese besagte, dass man... dass man Ihren Vater vor einigen Stunden in London fand. Er wurde vom Todesfluch getroffen... Man konnte nichts mehr tun...“
Schockiert öffnete Sarah den Mund, ihre Augen weiteten sich und sie war noch blasser geworden als sie ohnehin bereits war. „Heißt das, er ist -“ Ihre Augen füllten sich mit Tränen, die ihren Weg über die Wangen des Mädchens bahnten. „Oh mein Gott, nein...“ Fassungslos starrte sie Drayson, der ebenso zutiefst geschockt war, an. In jenem Augenblick fühlte sich Sarah hilflos. Sie wusste nicht, was sie jetzt lieber getan hätte. Weinend aus dem Büro gestürmt oder ein tröstendes Gespräch gesucht.
„Es... es tut mir sehr Leid, Sarah,“ sagte Drayson mit erstickter Stimme. „Es tut mir Leid, dass es so kommen musste.“
Der Körper des zierlichen Mädchens bebte, schluchzend hatte sie ihr Gesicht in den Händen vergraben. „Nein, das kann nicht wahr sein... Sagen Sie mir, dass es ein Witz ist. Sagen Sie es...“ Mit verweinter Miene schaute sie den Schulleiter wieder an.
„Es ist kein Witz,“ konterte dieser tonlos, jedoch mitleidig. „Sarah, ich weiß nicht, wie -“
„BITTE SAGEN SIE ES!“, rief Sarah, die aufgesprungen war. Noch immer rannen glitzernde Tränen, die wie Schnee im Sonnenlicht funkelten, über ihr Gesicht. Sie zitterte noch immer unentwegt, es schien, als wäre sie einem Nervenzusammenbruch nahe. „TREIBEN SIE KEINE SCHERZE MIT MIR!“
Drayson schaute sie weiterhin an. Sarah brauchte Trost und Beistand. Und genau dies wollte er ihr in dieser schweren Zeit geben. „Ich mache keine Scherze,“ sagte er ruhig, blieb aber sitzen. Das junge Mädchen hielt sich an der Lehne des Stuhls fest, wobei sie den Blick nicht von Drayson abwandte. „Bitte lassen Sie mich gehen,“ flüsterte sie.
Der Schulleiter schüttelte den Kopf. Woher sollte er wissen, dass Sarah nicht etwas unüberlegtes tun würde?
„Nein,“ sagte er sachte.
„Lassen Sie mich gehen,“ wiederholte Sarah nun fester, noch immer schluchzend.
„Nein,“ konterte Drayson abermals ruhig.
„I- ich mache hier alles kaputt, wenn Sie mich nicht gehen lassen!“, sagte Sarah nun lauter.
„Nur zu, tun Sie es. Zerstören Sie alles, wenn Ihnen danach ist. Ich werde Sie nicht aufhalten.“
„Bitte,“ sagte Sarah nun flehend. „lassen Sie mich bitte gehen...“
Abermals schüttelte Drayson den Kopf. „Nein, Sarah.“
In diesem Moment stieg unbändige Wut in dem Mädchen auf. In ihren Zorn und in ihrer Trauer fegte sie ein Bild, welches auf einem Tisch plaziert war, auf den Fußboden. Es bekam einige Risse und löste sich dann in Staub auf. Obwohl diese Gemälde Drayson einiges bedeuteten, unternahm er nichts. Er blieb sitzen und sah Sarah einfach nur ausdruckslos an.
Wieder warf diese ein Bild auf den Fußboden... Und wieder... Nun wollte sich Sarah abermals an einem Gemälde vergreifen, doch eine Hand umklammerte sanft ihr Handgelenk. Drayson war aufgestanden, er war derjenige, der ihr Gelenk festhielt und sie anschaute. In seinen Augen spiegelte sich reine Ruhe, aber auch Trauer wieder. Sarah blickte tränenüberströmt zu ihm auf. „Bitte lass das, Sarah. Hör auf, es bringt nichts, außer Unheil,“ sagte Drayson ruhig. Er nahm seine Schülerin tröstend in die Arme und drückte sie an sich. Natürlich wusste er, dass er ein Lehrer war. Dies war im gewiss nicht entgangen. Doch er wusste auch, dass er derjenige war, der ihr die nötige Kraft und Hilfe zukommen lassen musste.
Mit sanften Händen strich er ihr über den Kopf. „Ganz ruhig,“ hauchte er im Flüsterton. „ich werde dir helfen. Ich werde dich jetzt nicht allein lassen.“ Ihm war wohl bewusst, dass Sarah ihre Mutter im zarten Säuglingsalter verloren hatte. Severus Snape war der Einzige, den sie noch hatte. Doch nun hatte sie auch den verloren, ihren Vater. Sie bereute ihre Worte ihm gegenüber... Sie hatte sich noch zwei Tage zuvor mit ihm gestritten.
„Ich vermisse ihn so,“ schluchzte Sarah und ihre Tränen benetzten Draysons kirschroten Umhang. „Ich bin daran Schuld... Wir haben uns vorgestern noch gestritten... I- ich sagte, dass er mich gefälligst in Ruhe lassen und sich verziehen sollte. Ich bereue es so, hätte ich es nur nicht gesagt!“
Drayson, der ihr noch immer über den Kopf strich, sah sie an. Ihre Trauer zerriss ihm das Herz. Irgend etwas musste unternommen werden. Und Sarah gab sich auch noch Schuld am Tod ihres Vaters...
„Schhh,“ gab er leise zurück. „nein, du trägst in keinem Stück Schuld daran. Sarah, rede dir so etwas nicht ein. Man hätte es nicht ändern können. Auch, wenn du es nicht gesagt hättest, wäre es passiert... Wir schaffen es, alle beide. Ich werde dir helfen... Egal, was geschieht...“
Sarah krallte ihre zarten Finger in den Saum des Umhangs. In seinen Armen fühlte sie sich unwahrscheinlich geborgen.
„Wer war es? Wer hat es getan?“, fragte sie mit heiserer Stimme und hob wieder den Blick. „Und... kann ich meinen Vater sehen? Kann ich entscheiden, wo er begraben wird? Er möchte jetzt bestimmt bei meiner Mutter sein...“
Drayson nickte, jeden Wunsch wollte er ihr erfüllen. Schließlich hatte sie ein Recht darauf, über den Verbleib ihres Vaters zu bestimmen. Jedoch wollte oder konnte er ihr nicht erzählen, wer am Tode Severus Snapes beteiligt war.
„Natürlich... Wenn du mir zeigst, wo wir deine Mutter finden...“
Sarah erzählte ihm von einem Friedhof in Cornwall, des Geburtsorts ihrer Mutter Samantha. Auch sie war dort begraben worden. Auf den Wunsch ihres Vaters hin. Und nun sollte auch er dorthin, damit er und Samantha wieder vereint werden sollten...
Am nächsten Morgen fand anhand Severus Snapes tragischem Todes kein Unterricht statt. Sogar Harry Potter, der ihn gehasst hatte, trauerte um ihn. Nun, schließlich hatte er ihm mehrmals das Leben gerettet, obwohl Snape Harry nie mochte.
Besonders Draco Malfoy hatte es getroffen. Immerhin hatte er sich sehr gut mit seinem Hauslehrer verstanden. Diese Nachricht hatte sich auch außerhalb von Hogwarts ausgebreitet. Dracos Vater, Lucius Malfoy wusste davon. Er und Severus Snape waren sehr gute Freunde gewesen. Obwohl Mr. Malfoy im Allgemeinen ein kalter Mensch war, trauerte auch er. Er hatte schließlich einen Freund verloren...
Sarah und Derek Drayson reisten nach Cornwall, wo ihr Vater einem ehrenvollen Abschied zuteil wurde. Er wurde direkt neben seiner geliebten Ehegattin Samantha begraben. Auf dem großen Grabstein glänzten dicke, goldene Lettern.



Hier ruhen

Samantha Snape, geb. Moody
19.03.1960- 28.05.1986
Über alles geliebte Mutter und Ehefrau. Schenkte ihrer Tochter das Leben und ihrem Gatten das Glück.

Severus Snape
25.08.1960- 29.09.1997
Unendlich geliebter Ehemann und liebevoller Vater. Opferte sich stets für jene auf, die ihn liebten.



Ich werde euch ewig lieben und euch nie vergessen. In stiller Trauer, eure Sarah.




Rosen, Nelken, Tulpen und sogar Eisenhut, die Lieblingspflanze ihres Vaters hatten dort ihren Platz gefunden. Der Friedhof erweckte im Allgemeinen einen bedrückenden Eindruck. Sicherlich waren die Gräber ehrenvoll geschmückt, aber die Tatsache, dass Sarah nun beide Eltern verloren hatte, lenkte sie davon ab. Mit gesenktem Kopf stand sie neben Drayson, der tröstend und schützend zugleich einen Arm um ihre schmalen Schultern gelegt hatte. Ihm war klar, dass sie nun niemanden mehr hatte. Keine Familie. Nicht einmal Onkel und Tanten, Cousinen und Cousins hatte sie... Nein, niemanden... Allerdings existierte noch Lucius Malfoy, der seit Sarahs Geburt deren Pate war. Mr. Malfoy war zu Lebzeiten ihres Vaters oft bei Sarah gewesen, er hatte ihr stets großzügige Geschenke gemacht. Man könnte also behaupten, dass sie es gut bei ihm haben würde. Doch der Ruf des Mannes war überall bekannt. Lucius Malfoy war ein Todesser. Und man konnte Severus Snapes Tochter unmöglich einem Todesser überlassen.
Also wusste man nicht, wo das Mädchen die Sommerferien verbringen sollte. In ein Waisenhaus wollte man sie nicht schicken. Man würde sicherlich eine andere Lösung finden...
Noch vor den Sommerferien meldete sich jemand, der Sarah über diese Zeit bei sich aufnehmen würde. William Dafoe, fünfunddreißig, arbeitete im Zauberministerium in der Abteilung für internationale magische Zusammenarbeit. Er besaß ein recht großes Anwesen, jedoch war er nicht einer dieser reichen Schnösel, wie man sie zu nennen pflegt. Er kleidete sich beruflich zwar elegant, doch privat bevorzugte er gelassene Kleidung. Und charakteristisch war er eine ausgesprochen ruhige und freundliche Natur. Allerdings musste Sarah den Mann erst kennen lernen. Und ob diese auch zustimmen würde, würde sich noch ergeben.
An einem Nachmittag im März saß Sarah im Büro des Schulleiters. Er saß ihr gegenüber, hatte ihr Tee und Süßigkeiten angeboten, was Sarah dankend annahm. Beide warteten auf William Dafoe, der bald eintreffen müsste.
„Keine Sorge,“ sagte Drayson lächelnd, da er Sarahs Anspannung bemerkte. „Mr. Dafoe ist sehr umgänglich und wirklich freundlich.“ Zwar steckte noch immer Trauer in Sarah, doch des Lachens war sie wieder fähig. Sie schien die Erlebnisse recht gut verarbeitet zu haben. „Danke,“ entgegnete sie ruhig und leicht grinsend. „einfach mal sehen. Was, wenn ich ihn nicht mag?“
„Das wird nicht so sein,“ konterte der Direktor sachte und sah zur Türe, als ein Klopfen zu hören war. „Ja bitte?“
Die Tür öffnete sich und herein trat ein Mann mitte dreißig. Sein dunkelbraunes Haar trug er recht kurz und sehr gepflegt. Es schimmerte im matten Licht. Seine grünen Augen wiesen unter Anderem einen leichten Blauton auf. Das Gesicht des Mannes war sehr markant und ebenmäßig. In Sarahs Augen war William Dafoe eine sehr ansprechende Person, die keinen Umhang, sondern ein weißes Hemd und eine einfache Hose trug.
„Oh, ich bin zu spät?“, fragte Dafoe keck. „Na das tut mir Leid, gab einige Problemchen...“
Er schloss die Tür hinter sich und sah zu Derek, ehe sein Blick auf Sarah fiel.
„Mr. Dafoe, bitte setzen Sie sich doch,“ konterte Drayson ruhig. „So, das ist ihr Schützling. Zumindest für die nächsten Sommerferien. Bitte bedenken Sie, dass Sie Sarah nicht adoptieren werden. Lediglich bieten Sie ihr eine Unterkunft. Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen das danken soll.“
William Dafoe schüttelte abweisend den Kopf. „Aber nein, ich tue das doch gern... Sarah, reizendes Mädchen. Wirklich sehr hübsch bist du.“ Er lächelte Sarah neben sich freundlich an. „Glaubst du, dass du mit mir zurecht kommen wirst?“ Diese nickte sachte. „Ich denke schon. Bis jetzt finde ich Sie recht sympathisch, Mr. Dafoe.“
Der Ministeriumsarbeiter schüttelte wieder den Kopf. „Bitte lass doch das Mister. Sag einfach William, okay?“ Er strich mit der Hand durch sein Haar, wobei es ein wenig unordentlich wurde. Doch das schien niemanden zu interessieren. Sarah war glücklich darüber, dass sie endlich wieder jemanden hatte. Auch Drayson war über diese Tatsache sehr zufrieden.
„Okay, William,“ sagte Sarah noch ein bisschen unsicher. Natürlich, sie war etwas verunsichert, aber das würde sich bald legen. „und Sie sagen, ich dürfte bei Ihnen wohnen?“, hakte sie nach. William Dafoe nickte sachte. „Natürlich, Kleines,“ konterte er ruhig und strich ihr das Haar aus dem Gesicht. „Du, die ihre Eltern in jungen Jahren verlor... Man sollte dich nicht allein lassen. Es wäre einfach nicht gerecht, verstehst du?“
„Ich verstehe,“ antwortete Sarah trocken, wobei sie den Mann anblickte. Sie war ihm sehr dankbar, schließlich wollte er ihr ein Zuhause bieten.

Der Unterricht verlief in der Zeit bis zu den Ferien wie üblich. Niemand versuchte Sarah auch nur an ihren Vater zu erinnern. Kein Wort über ihn wurde auch nur im Entferntesten erwähnt.
Draco hätte Sarah gern bei sich daheim gehabt, aber er war erleichtert, dass es doch nicht so sein sollte. Schließlich vertrugen sich Sarah und Diana nicht.
William Dafoe wollte Sarah persönlich aus Hogwarts abholen. Die beiden würden mit einer Kutsche, die von zwei Pegasusen gezogen wurde, zu Williams Anwesen fliegen.
Am besagten Tag stand Sarah mit ihren Koffern im Korridor nahe der Eingangshalle und wartete. Die anderen Schüler strömten an ihr vorbei, sie würden mit dem Zug heim fahren.
Sarah hatte ihr Haar zu einer hübschen Hochsteckfrisur frisiert, sie trug ihren Hogwarts- Umhang, auf ihrer Brust prangte das Zeichen Slytherins. Ihre grünen Augen wanderten suchend umher. William konnte sie nicht erkennen, dafür aber ihre Freundin Hope Watson.
„Hope,“ sagte Sarah aufgeregt und trat auf sie zu. „ich werde dich vermissen. Du schreibst mir doch, oder? Na ja, sobald ich meine neue Adresse kenne.“ Ihre Wangen röteten sich vor leichter Erregung. Hope nickte sachte und reichte ihr ein kleines Stück Pergament. „Sicher, hier ist meine Adresse. Schreib‘ mir einfach zuerst, ja?“
Die beiden Mädchen umarmten sich zum Abschied, dann verschwand Hope hinter einer Gruppe Schüler. Sarah blickte ihr noch lange nach, bis sie sich seufzend an die Wand lehnte. Er musste bald eintreffen. Geduldig wartete das Mädchen, schloss die Augen und entspannte sich. Wohlige wärme breitete sich in ihrem Körper auf und ihr Atem hatte sich mit dem Herzschlag um ein Vielfaches verlangsamt.
„Hey Sarah,“ sagte plötzlich William Dafoes sanfte Stimme, was Sarah veranlasste, ihre Augen wieder zu öffnen. Über ihre Lippen huschte ein glückliches Lächeln, sie nahm ihre Koffer und stieß sich von der Wand ab. „Hallo, Mr. Dafoe,“ konterte sie fröhlich und mit zarter Stimme. „können wir dann?“ Sarah blinzelte, ihre grünen Augen glänzten erwartend. „Nun, bevor wir uns auf den Weg machen, muss ich dir eine kleine Rüge erteilen,“ meinte William Dafoe gespielt streng, ließ aber noch ein Lächeln durchblicken. „Für dich bin ich nicht Mr. Dafoe. Sondern William, alles klar?“
„Alles klar,“ stimmte sein Schützling grinsend zu. Dafoe nahm ihr die Koffer ab und lief voran. Sarah folgte ihm aufgeregt. Vor den Toren von Hogwarts stand die Kutsche bereit. Der Türrahmen dessen war vergoldet, der Rest dunkelbraun. Die Kutsche war mit zwei weißen, geflügelten Pferden bestand. Diese ließen Sarahs Herz augenblicklich höher schlagen, jedoch fand sie, dass die Pferde und die Kutsche nicht zu William Dafoes äußerlicher Erscheinung passten.
„Los, immer nur herein mit dir,“ sagte Dafoe, der ihr die Tür aufhielt, fröhlich. Sarahs Augen vergrößerten sich. Sie stieg, gefolgt von ihm, in die Kutsche. „Wer führt sie denn?“, fragte sie neugierig. „Niemand. Sie fliegt allein,“ erwiderte William lächelnd und legte einen Arm um sie. Er schenkte ihr einen warmen Blick und lehnte sich zurück, als sie die Kutsche in die Lüfte bewegte. Sarah tat es ihm gleich und schloss zur Entspannung die Augen. Sie atmete recht flach, als würde sie schlafen. Und tatsächlich, sie tat es. Ihr Kopf glitt zur Seite, an Williams Schulter. Dieser sah sie aus dem Augenwinkel lächelnd an. Er hatte sich immer ein Kind gewünscht, doch nie eines gehabt. Obwohl er wusste, dass Sarah nie sein Kind sein würde, war er überglücklich, sie bei sich zu haben. Jeden Wunsch würde er ihr erfüllen und immer freundlich zu ihr sein. William konnte nie verstehen, weshalb manche Eltern ihre Kinder anbrüllten oder sie gar schlugen. Nein, dafür hatte er kein Verständnis. Kinder sollte man nicht anschreien und auch nicht schlagen. Tadeln könnte man sie, meinte er.
Die Kutsche flog eine ganze Weile, nur langsam bewegte sie sich abwärts. Sarah schlief noch immer- William hingegen war hellwach. Er warf einen Blick aus dem Fenster, ein altes Landhaus mit Vorgarten näherte sich stetig. Nach kurzer Zeit landete die Kutsche auf dem Rasen, die geflügelten Pferde bremsten wiehernd ab und kamen schließlich zum stehen.
„Sarah,“ sagte William sanft und rüttelte sie leicht. „wach auf, wir sind da.“ Das Mädchen öffnete verschlafen die Augen. „Oh, sind wir das?“, nuschelte sie mit einer Mischung aus Unglauben und Überraschung. Sie streckte sich und sah William, der aus der Kutsche stieg, an. Dieser streckte ihr seine Hand entgegen und hob Sarah hinaus. Sie rieb sich die Augen und blickte sich um. Der Rasen war so geschnitten, als ob man hätte meinen können, er wäre milimetergenau mit einer Nagelschere gestutzt worden. Nicht weit entfernt erblickte sie einen Springbrunnen, der fröhlich vor sich hinplätscherte. Tannen, Fichten, Eichen, Linden und andere Bäume, sowie diverse Hecken und Sträucher wuchsen hier. Außerdem kletterte am Haus wunderschöner Efeu empor.
Dieses Anwesen erweckte nicht den Wohnsitz eines Zauberers. Nein, Sarah konnte hier nichts magisches entdecken. Man hätte meinen können, hier würde eine ganze, steinreiche Muggelfamilie leben. Doch der Eindruck täuschte gewaltig. Anscheinend lebte William hier allein.
„Wahnsinn,“ staunte Sarah mit großen, glänzenden Augen. „wohnen Sie hier alleine?“, platzte es dann ungeniert aus ihr heraus. William schüttelte den Kopf. „Nicht ganz,“ konterte er dennoch lächelnd. „ich wohne hier noch mit Nanny und den Hauselfen Pinky und Dinky.“
„Wer ist Nanny?“, bohrte sie begierig nach. Sie schaute William erwartend an. „Mein Kindermädchen,“ gab er noch immer freundlich zurück. „Als ich noch klein war, passte sie immer auf mich auf. Ich habe recht früh meine Eltern verloren, musst du wissen. Und Nanny war immer so gut zu mir, da wollte ich sie nicht fortschicken. Natürlich ist sie heute noch eine sehr freundliche Person.“ Er zwinkerte dem Mädchen neckisch zu. „Aber lass uns erst einmal rein gehen,“ meinte er dann.
William öffnete die Tür des Hauses und trat mit Sarah ein. Diese verfiel wieder ins Staunen. An der marmorierten Decke hingen Kronleuchter. Die Wände wurden mit wunderschönen Landschaftsbildern und Portraits geziert. Selbst Williams Mutter, eine blondhaarige, rundgesichtige Frau und sein Vater, ein eher dünner, dunkelhaariger Mann hatten dort ihren Platz gefunden.
„William,“ sagte das Portrait der Mutter. „du hast einen Gast? Ein kleines Mädchen!“ Sie lächelte entzückt zu Sarah hinunter. „Wie hübsch sie doch ist! James, schau mal, das Mädchen!“ Das Bild des Vaters steckte sich eine Pfeife in den Mund, Qualm stieg ab. Er grinste ebenso und während er sprach, wippte die Pfeife im Mundwinkel auf und ab. „Aha, hast du dir also doch noch deinen Wunsch erfüllt und dir ein Kind zugelegt? Ist sie ein Muggel?“
Williams Mund war zu einem sanftmütigen Lächeln verbogen. „Nein Vater, sie ist kein Muggel. Und auch nicht meine Tochter. Ich habe sie nur über die Ferien hier.“ Sarah beäugte die beiden Portraits ein wenig misstrauisch. „Ähm, hallo.“ Sie versuchte, trotz der Unsicherheit zu Lächeln.
„Reizend, reizend,“ sagte Williams Vater sanft. William nickte seinen Eltern zu. „Entschuldigt uns bitte, aber ich muss Sarah alles zeigen.“ Er wandte sich um, Sarah folgte ihm. „Ihre Eltern? Ihre Eltern sind in Bildern?“, wollte sie fassungslos und überrascht zugleich wissen. „Darf ich Sie vielleicht was fragen?“
William nickte wohlwollend. „Aber natürlich.“
„Also, mein Vater, er ist ja- Und na ja, kann er denn auch in ein Portrait kommen?“ Sarah blickte ihn nahezu flehend an. „Oder kann er vielleicht ein Geist werden? Der Fast kopflose Nick, ist auch ein Geist. Er lebte einmal.“
Die Stirn des Mannes zog sich in Falten. Nachdenklich blieb er stehen, sein Mund wurde dabei sehr schmal. „Hmmm, ich bin mir nicht sicher. Ich weiß nicht, warum manche plötzlich in Bildern auftauchen und andere wieder nicht. Ich weiß aber auch nicht, warum einige zu Geistern werden. Tut mir Leid Sarah, aber ich kann dir leider nicht helfen.“
„Okay,“ hauchte Sarah enttäuscht. „kann man nichts machen... Aber ich wüsste schon gerne, warum nicht alle zu Geistern werden.“ Sie strich sich das Haar aus dem Gesicht und senkte den Kopf. William spürte ihre tiefe Besorgnis. „Hey, das wird schon. Ich weiß, es ist schwierig. Vielleicht wird dein Vater ja ein Geist. Mach dir keine Gedanken darüber, okay?“
William führte sie die Treppe hinauf. Die beiden liefen (wenn Sarah auch nur sehr langsam hinterher schlurfte) einen schmalen Korridor entlang. Zwei Menschen hätten geradeso nebeneinander laufen können. Auch hier hingen Kronleuchter an der Decke. Dieses Haus entsprach Sarahs Geschmack voll und ganz. Auf halbem Wege öffnete William eine Eichenholztüre und bat das Mädchen zuerst herein. Sie öffnete den Mund vor Erstaunen, wieder vergrößerten sich ihre Augen fast automatisch. „Wow,“ stieß sie kaum vernehmlich aus. „das ist mein Zimmer?“ Ihr Herz schlug einen Salto und ihre Wangen glühten. „Ja, dein Zimmer, kleine Sarah,“ meinte er sanftmütig lächelnd. In diesem Moment fühlte sich Sarah wie das glücklichste Mädchen auf Erden. „A- aber ist das nicht viel zu groß für mich?“, hauchte Sarah stammelnd. Der Raum war tatsächlich nahezu riesig. Auch hier hing ein Kronleuchter an der Decke. Nahe des Fensters stand ein weißes Himmelbett, der Tisch mittig des Zimmers und zwei Stühle schienen äußerst wertvoll zu sein. Außerdem gab es hier auch eine Toilette. Genau dieser Schminktisch ließ das Herz der kleinen Slytherin noch höher schlagen. „Warum sollte es zu groß für dich sein?“, wollte William lächelnd wissen. Er strich ihr zärtlich und liebevoll über den Kopf. Eines war garantiert klar: Sarah würde es hier wirklich gut haben.
„Ähm, ich weiß nicht,“ erwiderte sie verlegen. „Aber gut, danke schön.“ Ihre Wangen röteten sich leicht, denn daheim bei ihrem Vater hatte sie nur ein kleines Zimmer gehabt.
„So, Nanny bringt deine Koffer rauf, während ich dir das Haus zeige, okay?“
Sarah nickte eifrig und strich sich eine Strähne ihres Haares aus dem blassen, zarten Antlitz, ehe William Dafoe das Mädchen sanft aus dem Zimmer führte, um ihm das Haus zu zeigen...
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Lily Lupin
Orden des Merlin 3. Klasse


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Anmeldungsdatum: 20.06.2006
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BeitragVerfasst am: 22.02.2007, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hui! Ich dachte mir, les ich mal ein Kapitel von einer FF und jetzt ist eine Stunde vergangen Mr. Green Also ich fand die Geschichte unglaublich spannend! Die arme kleine Sarah! Als wäre es nicht schlimm genug Snape zum Vater zu haben, stirbt der auch noch. Aber dein Stil gefällt mir gut, auch wenn manchmal ein paar Worte etwas seltsam gewählt sind Wink Dann hab ich jetzt gaaanz viele Fragen Mr. Green
Erstmal: Ist Voldemort jetzt eigentlich tot? Du hast ja geschrieben, dass Harry ihn besiegt hätte.
2.: Dumbledore ist offenbar tot, aber was ist mit Mc Gonagall? Und wie können Snape und Draco so ganz offen rumlaufen? Ist bei dir Harrys bzw. Dracos 6. Schuljahr anders abgelaufen?
3.: Du hast geschrieben, dass Hope's Eltern beide Muggle sind. Wie können dann die Eltern ihrer Eltern (ihre Großeltern) Zauberer gewesen sein?
4.:Snape stirbt, aber warum sagt Drayson Sarah nicht, wer ihn getötet hat? Waren es Todesser? Wenn ja warum trauert dann Lucius?
5.: Draco hasst anscheinend Sarah. Warum will er dann, dass sie die Ferien, bei den Malfoys verbringt?
und 6.: Wieso ist Sarah eigentlich nach Slytherin gekommen, wenn sie doch alle Eigenschaften der Slytherins verabscheut?

Ja das war es^^. Also wie ich schon sagte, war das Chap sehr spannend. Aber ich fand es etwas lang. es wäre irgendwie besser gewesen, wenn du diese große Zeitspanne auf mehrere Kapitel aufgeteilt hättest. Dann hättest du auch ein bisschen mehr auf den Schultalltag eingehen können. Was ich meine ist: Es ist der erste Schultag ---> Es ist eine Weile später ---> Es ist der Todestag ihres Vaters ---> Es ist irgendwann im März ---> Es ist der letzte Schultag. Du hast eigentlich nur 5 Tage näher beschrieben. Für ein Jahr finde ich das etwas sehr grob. Sarah hat in dem Jahr ja sicherlich noch andere Erlebnisse gehabt.
Aber ich will nicht soviel kritisieren, weil mir die Story wirklich sehr gefallen hat!
Also von mir aus bitte weiterschreiben, aber in kürzeren Kapiteln Mr. Green Wink

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Hauspokalgewinner Mai 07




Meine FF: Freunde für immer!?
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Rabastan Lestrange
Vorschüler


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Anmeldungsdatum: 22.02.2007
Beiträge: 13
Wohnort: Lestrange Manor

BeitragVerfasst am: 23.02.2007, 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lily Lupin,

also, erst einmal danke ich dir herzlich für das Leben der Fanfiction und für Kritik, sowie Lob. Und nun zu deinen Fragen:

1. Wenn ich geschrieben habe, dass Harry Voldemort besiegt hat, dann hat der Dunkle Lord tatsächlich das Zeitliche gesegnet. Aber die Geschichte könnte diesbezüglich noch eine Wendung nehmen.

2. Das Schuljahr Draco Malfoys und Harry Potters wird in einem weiteren Kapitel näher erläutert. Aber mehr werde ich hier nicht verraten.

3. Habe ich das? Hmm, das scheint dann wohl ein kleiner Logikfehler zu sein- aber wie wäre es, wenn wir aus den Muggeln einfach Squips machen? Wink

4. Tja, das ist die Frage der Fragen! Wer ist der Täter? War es der Gärtner, der Butler oder doch der Koch? Wer Snape das Leben nahm, wird sich auch noch herausstellen.

5. Draco hasst Sarah? Nirgends wurde diese Tatsache erläutert, also steht es in einem anderen Licht, ob Malfoy das Mädchen mag oder nicht. Sehen wir einfach weiter! Wink

6. Nun ja, jetzt verabscheut sie alle Eigenschaften der Slytherins. Aber warte am besten ab, unsere gute Sarah wird noch eine gehörige Wandlung durchziehen. Doch dazu später mehr.


So und was die Länge des Kapitels betrifft, ich schreibe von Haus aus sehr viel. Wenn ich einmal angefangen habe, kann ich nicht so schnell aufhören. Aber künftig werde ich mich bemühen, kürzere Kapitel zu schreiben. Wink

Ich hoffe, ich habe dir hier alle deine Fragen beantworten können. Für weitere Unklarheiten stehe ich immer zur Verfügung!


Rabastan Wink
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Lily Lupin
Orden des Merlin 3. Klasse


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BeitragVerfasst am: 25.02.2007, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ah ok, es hat sich einiges aufgeklärt. Nur Mc Gonagalls Abwesenheit ist mir noch nicht ganz schlüssig. Sarah wird also noch eine Wandlung durchziehen *bibber* Naja.. meistens ist es so, dass ich die Hauptpersonen auch dann mag, wenn sie fies und böse sind Mr. Green
Zitat:
also steht es in einem anderen Licht, ob Malfoy das Mädchen mag oder nicht.
Er wir doch nicht... Shocked Mr. Green
Ich bin mal gespannt auf das nächste Kapitel!

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Hauspokalgewinner Mai 07




Meine FF: Freunde für immer!?
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herminegirl
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BeitragVerfasst am: 15.08.2007, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde das auch sehr gelungen wirklich super ich hoffe du schreibst in nächster Zeit wieder etwas!!!Und mich stört es auch ncit das die Kapitel so lang sind ich liebe lange Kapitel Wink na ja freu mihc schon auf Fortsetzung

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"Ich hasse, wie du mit mir sprichst, und deine komische Frisur!
Ich hasse, wie du Auto fährst, und deine ganze Machotour!
Ich hasse deine Art mich anzuglotzen und dich ständig einzuschleimen.
Ich hasse es so sehr, ich muss fast kotzen, noch mehr als bei diesen Reimen.
Ich hasse, wenn du Recht behältst, und deine Lügerei.
Ich hasse, wenn du mich zum Lachen bringst, noch mehr als meine Heulerei.
Ich hasse, wenn du nicht da bist und dass du mich nicht angerufen hast.
Doch am meisten hasse ich, dass ich dich nicht hassen kann.
Nicht mal ein wenig, nicht mal ein bisschen.
Nicht einmal fast. "
(Zitat aus dem Film: 10 Dinge die ich an dir hasse)
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L.A.C.
Orden des Merlin 1. Klasse


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BeitragVerfasst am: 30.09.2007, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde das sehr lange erste Kapitel auch sehr gut. Das arme Weisenkind Sarah. Sie tut mir echt Leid.
Nur war es mir manchmal etwas langweilig geworden, da du erst langsam auf den Punkt kammst, du hast immer sehr viel beschrieben, was auch gut ist, denn das kann echt nicht jeder, aber genau durch das lange Beschreiben verlor ich manchmal das Intresse weiter zu lesen.
Denk einfach mal drüber nach, ist echt nicht böse gemeint!
Aber sonst echt SUPA Kapitel!
GRUß,
L.A.C.
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herminegirl
Orden des Merlin 2. Klasse


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BeitragVerfasst am: 20.10.2007, 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Machst du denn jetzt weiter oder hörst du doch auf? Question

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"Ich hasse, wie du mit mir sprichst, und deine komische Frisur!
Ich hasse, wie du Auto fährst, und deine ganze Machotour!
Ich hasse deine Art mich anzuglotzen und dich ständig einzuschleimen.
Ich hasse es so sehr, ich muss fast kotzen, noch mehr als bei diesen Reimen.
Ich hasse, wenn du Recht behältst, und deine Lügerei.
Ich hasse, wenn du mich zum Lachen bringst, noch mehr als meine Heulerei.
Ich hasse, wenn du nicht da bist und dass du mich nicht angerufen hast.
Doch am meisten hasse ich, dass ich dich nicht hassen kann.
Nicht mal ein wenig, nicht mal ein bisschen.
Nicht einmal fast. "
(Zitat aus dem Film: 10 Dinge die ich an dir hasse)
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Janine0906
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BeitragVerfasst am: 20.10.2007, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde die ff auch gut, und bin gespannt auf ihr "wandlung". Wink
Es würde sich nur ein bisschen besser lesen, wenn du ein paar Absätze mehr machen würdest (soll nur ein kleiner Tipp sein), ansonsten finde ich die Idee auch klasse. Very Happy
Wann schreibst du weiter? Question

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Feuerblitz
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BeitragVerfasst am: 20.10.2007, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find die FF sehr gut. Das erste Kapitel ist zwar wirklich etwas lang, aber daran werd ich mich gewöhnen.*g* Ich finde das du "konterte" ein bisschen zu oft verwendest, aber ansonsten ist die FF total super. Weiterschreiben!!!

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Was macht die Liebe so wunderbar?
Sie befreit uns vom engen Ich das uns in seine eigene kleine Welt verstrickt. Ihr Augenblicke größter Offenheit lassen uns, unser Partner und die ganze Welt miteineander verschmelzen. Die Erfahrung von "Raum-Freude-Untrennbarkeit" ist so kraftvoll, dass jedes Gefühl von Getrenntsein verschwindet.
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