Harry Potter - Fan Fictions Foren-Übersicht Harry Potter - Fan Fictions

News:
Awards
 
 RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Hol dir jetzt dein eigenes kostenloses phpBB3 Forum mit vielen brandneuen Funktionen und über 10 Styles! + Mods + Ranks.

Du willst dein Forum auf phpbb3 aktualisieren? Dann klicke hier!

Niobe Calliditas- Am Rande des Wahnsinns

Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  Weiter  
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Harry Potter - Fan Fictions Foren-Übersicht -> Fertige FFs
Vorheriges Thema anzeigen: When Friendship Kills
Nächstes Thema anzeigen: Fleur Delacour.. 

Wie findet ihr meine FF?
Ohnegleichen
66%
 66%  [ 8 ]
Erwartungen übertroffen
8%
 8%  [ 1 ]
Ahnnembar
16%
 16%  [ 2 ]
Mies
8%
 8%  [ 1 ]
Schrecklich
0%
 0%  [ 0 ]
Stimmen insgesamt : 12

Autor Nachricht
   

herminegirl
Orden des Merlin 2. Klasse


Offline
Alter: 14
Anmeldungsdatum: 14.08.2007
Beiträge: 2314
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 15.12.2007, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Lol wie kann man seelenruhig und glreichzeitig ungeduldig sein??^^
Chap war klasse das Elias das so gelassen hinnimmt Respekt!
Das Gespräch von Niobe und ihrem Dad war echt witzig als sie partout nicht sagen wollte was sie vorhat lol
Und ich freu mich jetzt schon auf Niobes Standpauke ich liebe es wenn sie Sauer ist *gg*

_________________


"Ich hasse, wie du mit mir sprichst, und deine komische Frisur!
Ich hasse, wie du Auto fährst, und deine ganze Machotour!
Ich hasse deine Art mich anzuglotzen und dich ständig einzuschleimen.
Ich hasse es so sehr, ich muss fast kotzen, noch mehr als bei diesen Reimen.
Ich hasse, wenn du Recht behältst, und deine Lügerei.
Ich hasse, wenn du mich zum Lachen bringst, noch mehr als meine Heulerei.
Ich hasse, wenn du nicht da bist und dass du mich nicht angerufen hast.
Doch am meisten hasse ich, dass ich dich nicht hassen kann.
Nicht mal ein wenig, nicht mal ein bisschen.
Nicht einmal fast. "
(Zitat aus dem Film: 10 Dinge die ich an dir hasse)
Nach oben
Lhirael
Vertrauensschüler


Offline

Anmeldungsdatum: 30.09.2007
Beiträge: 392
Wohnort: Grimmauldplatz 12 ;)

BeitragVerfasst am: 16.12.2007, 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Die Geschichte mit Elias war wirklich genial Smile
Aber ob Regulus Niobe wirklich nur benutzt um an ihren Vater ran zu kommen? Dann hätte er sich die Sache mit dem Fussel doch auch sparen können, oder?

Zitat:
Er zog das erste Mal seit langem seine ich-bin-dein-Vater-und-nicht-dein-bester-Freund Miene, die mir gerade noch gefehlt hat.
Mein Vater sah enttäuscht aus und versuchte es nun – oh Wunder! – mit der es-war-ein-Missverständnis-ich-bin-doch-dein-bester-Freund Tour.

hehe, sehr schön vorstellbar Very Happy

was ihrem Vater sicher ein schlechtes Gewissen macht ist ihre Art, wie sie dann plötzlich umschwenkt auf "na schön, dann bleibe ich eben hier". Ich kenn das, das hab ich auch schon ein paar mal angewendet Laughing

also wieder zwei tolle Chaps und ich bin wirklich gespannt, wie Niobe Regulus zur Schnecke macht *gg*
lg

_________________
I solemnly swear that I am up to no good

Nach oben
Janine0906
Schulsprecher


Offline
Alter: 16
Anmeldungsdatum: 24.09.2007
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 16.12.2007, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Echt klasse Chap!! Ich finde es auch super, wenn sie wütend wird. *lol*
Bitte weiter!! Very Happy

_________________
Harry Potter (und Charmed) for ever!!!!!!!!!!
Nach oben
Li'sar
Orden des Merlin 1. Klasse


Offline
Alter: 14
Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 3289
Wohnort: Malfoy Manor

BeitragVerfasst am: 17.12.2007, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

hey mira, wo bleiben du und dein chap?

_________________
Morgens kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Mittags kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Abends kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Nachts kann ich nicht schlafen,
weil ich Hunger habe.


--------
Meine FF - Unbedingt lesen - hab noch einen Epilog!
Nach oben
xXMiraXx
Orden des Merlin 1. Klasse


Offline
Alter: 14
Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 2851
Wohnort: Zuhause

BeitragVerfasst am: 17.12.2007, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

33. Hin- und her gerissen

Ich kehrte nicht mehr zu dem Festgelage zurück. Mir war einfach endgültig die Freude daran vergangen. Es war doch wirklich nicht fair! Da kam ich extra hier her – auf das Anwesen meiner Großeltern –, um meinen mehr oder minder Problemen zu entfliehen, und was passierte? Klar, Regulus Black, der mich schändlich benutzte, streifte sich das Aussehen meines Cousins über und störte meinen Seelenfrieden. Einfach unfassbar. So etwas konnte einem wirklich die Laune vermiesen.
Meine Augen waren finster starrend auf die Decke meines Schlafzimmers gerichtet. Ich lag auf meinem Bett und schlug mit der rechten Faust im Takt auf die Matratze, wobei ich mich doch fragte, warum Regulus denn nicht einmal versucht hat, mich über meinen Vater und dessen Arbeit auszufragen. Immerhin hätte er Möglichkeiten genug gehabt. Ich redete schließlich des Öfteren von meinem Dad. Er hätte einfach einhaken und mich löchern können, mir wäre es vermutlich nicht einmal aufgefallen. Pff. Und dann dieses eigentümliche Verhalten, als er mir das Kleid geschlossen hatte. Was – bitteschön – sollte denn dieses ach so zufällige Streicheln meiner Schulter? Und dann dieser unschuldige Blick. Wirklich, einfach ekelhaft!
Ich verzog extra noch angewidert das Gesicht, weswegen ich die Augen verdrehte. Klingt schizophren, war aber so. Ich meine, er steckte in dem Körper meines Cousins, meines Blutsverwandten, und konnte sich dennoch nicht diese fragwürdige Anwandlung von Körperkontaktssuche nicht verkneifen. Das war doch einfach krank und absolut undiszipliniert.
Ein genervtes Seufzen entfuhr meiner Kehle, als ich das Kribbeln in meinem Bauch nicht mehr ignorieren konnte. Ich biss mir wütend auf die Unterlippe, bis diese schmerzte. Er hatte mich eiskalt benutzt, meinen Cousin misshandelt und sich in ein Fest meiner Familie eingeschlichen, deswegen verachtete ich ihn. Jawohl. Das tat ich. Und zwar mit Leib und Seele.
Ich wälzte mich um in die Bauchlage und verborg das Gesicht in den Händen. Mein gelocktes Haar hatte sich schon längst aus der Frisur gelöst und hing jetzt bis zur Matratze hinab. Mit den Füßen strampelte ich ein wenig, um die Lächerlichkeit dieses Szenarios noch zu unterstreichen. Darin war ich schließlich schon immer gut gewesen.
Ich hörte, wie sich meine Zimmertür öffnete und leise wieder schloss, dann trippelten Füße über meinen Teppichboden zu dem großen Bett hinüber und der zu den Quadratlatschen gehörige Körper ließ sich – begleitet von einem leisen Ächzen der Matratze – neben mir nieder. Ich hatte ihn bereits an seinen Schritten erkannt, aber die Art wie er atmete und sich vorsichtig zu mir hinunter beugte, gab mir noch mehr Gewissheit. Ich hob langsam den Kopf und schaue missbilligend in zwei strahlend blaue Augen.
„Niobe, was machst du hier?“
„Die Frage lautet wohl eher, was machst du hier? Immerhin berechtigt mich der Besitz dieses Zimmer schon eher dazu, mich auch hier aufzuhalten.“
„Mag sein, aber vielleicht nicht gerade dann, wenn im Salon die Party des Jahres zelebriert wird.“
„Hey, es hält dich keiner davon ab, wieder zu dieser Hammer-Party zurück zu kehren.“
Er legte leicht den Kopf schief und sah mich, ob meines recht unfreundlichen Tonfalls, forschend an.
„Was ist los?“
Ich knurrte leise auf und drehte mich wieder auf den Rücken, um dort die Hände auf dem Gesicht zu platzieren.
„Elias wurde in einen Besenschrank gesperrt, was für ihn ein alltägliches Erlebnis zu sein scheint, Regulus Black schleicht sich als Spion in eine Festlichkeit meiner Familie ein, um meinen Vater auszuhorchen, mir wird nicht gestattet, nach Hogwarts zu gehen, um ebendiesem den Marsch zu blasen und nun setzt du dem ganzen das i-Tüpfelchen auf, indem du mich mit deiner Anwesenheit nervst. Reicht das als Erklärung meiner schlechten Laune oder soll ich noch weiter ausholen?“
Obwohl ich es nicht sehen konnte, war ich fest davon überzeugt, dass Nathan die Augen zu Schlitzen verengte.
„Dieses Double war Black?“
„Oh, ich hätte jetzt gedacht, du würdest auf den letzten Punkt zu sprechen kommen. Sonst dreht sich doch schließlich auch immer alles nur um dich.“
„Entschuldigung mal! Kann ich vielleicht etwas dafür, dass dich dein Ex-Liebhaber Oh-bin-ich-heiß Black benutzt hat?! Habe ich dich vielleicht dazu aufgestachelt, einfach zu missachten, dass er ein verfluchter Slytherin ist, hmm? Habe ich dir gesagt: ‚Los Niobe, verbringe bloß kopflos eine heiße Nacht mit ihm!’, heh? Oder habe ich-…“
„Es reicht, klar?!“ Ich ließ die Hände ruckartig sinken, richtete mich leicht auf und funkelte Nathan garstig an. „Ich weiß, du bist ein allwissender Held, der mich nur schützen wollte und immer alles richtig macht. Wirklich, du bist perfekt, Nathan! Die menschlichen Ideale und Tugenden sind in deiner Person vereint! Und ich armes, unwissendes und obendrein naives Würmchen habe ja so ein scheiß verfluchtes Glück, dich am Hals zu haben. Na, zufrieden?!“
Sein Kiefer verkrampfte sich und die azurblauen Augen sprühten imposant vor sich hin. „Ja, in der Tat, das bin ich. Ich habe dich nämlich wirklich beschützen wollen, auch wenn du versuchst, es hier ins Lächerliche zu ziehen. Du warst ja absolut blind vor was-weiß-ich für Gefühlen und ich war ja – wie immer – der Einzige, der sich nicht davor scheute, dir ins Gesicht zu sagen, dass du einen großen Fehler begehst.“
Ich springe vom Bett und mache Anstalten, das Zimmer wutentbrannt und dieser Unterhaltung überdrüssig zu verlassen, überlege es mir dann jedoch kurzweilig anders und bleibe nahe der Bettseite, auf der Ches weilt, stehen.
„Falsch! Du wolltest mich nicht schützen, sondern mich lediglich für dich allein haben, Nathan! Du konntest es nicht ertragen, dass ich eine – tatsächlich – heiße Nacht mit einem Anderen verbracht habe und du nichts daran ändern konntest! So ist das nämlich.“
Dazu richtete ich drohend den Zeigefinger auf ihn. Er schnaubte verächtlich auf und erhob sich flugs, um mir gegenüber zu stehen und mich um fast einen ganzen Kopf zu überragen. Mistkerl.
„Da bist du aber einem gewaltigen Irrtum aufgesessen. Ich sehe dich lediglich als eine Freundin an, klar? Die Trennung habe ich schon längst überwunden! Also ist es mir doch gleich, ob du mit ganz Slytherin in die Kiste springst!“
„Oh du machst dich lächerlich, Gabondi! Du warst grün vor Eifersucht, als ich mit Black eine Beziehung führen wollte. Du konntest es nicht ausstehen, als ich dir weniger Aufmerksamkeit schenkte und dich oftmals gar nicht beachtete. Wirklich, du bist absolut einfach zu durchschauen. Ich kenne dich doch, du liebestoller Idiot!“
Nathan presste eisern die Lippen aufeinander und sah mich mehr als zornig an. Seine Hände huschten fahrig über den schwarzen Umhang, die Brust hob und senkte sich von seinem wütend schnellen Atem. Ich konnte regelrecht sehen, wie sein Gehirn nach einer glaubwürdigen, wie gepfefferten Antwort suchte, wie er überlegte, was er als nächstes tun sollte, um das hier alles nicht so aussehen zu lassen, als hätte ich Recht. Schließlich schnaubte er abermals verächtlich auf und murmelte ein ‚okay’, um sich dann – überraschenderweise – seines Jacketts zu entledigen, dass er nur noch im weißen, – wie ich jetzt erst bemerkte – aufreizend weit aufgeknöpften Hemd vor mir stand. Ich sah ihn tatsächlich verwirrt an.
„Was zum-…“
Weiter kam ich nicht, denn seine Hände umfassten schneller mein Gesicht, als ich überhaupt daran denken könnte, auszuweichen, und schon befanden sich seine warmen, weichen Lippen auf den meinigen. Ich wollte ihn von mir stoßen und empört nach Luft ringen, doch meine Arme hingen nutzlos an meinem Körper herab und Nathan küsste mich so hingebungsvoll, dass mir glatt Hören und Sehen verging. Moment! Hier lief entschieden etwas verkehrt. Wir müssten streiten, von küssen war überhaupt nicht die Rede und ich wurde nicht einmal um Erlaubnis gefragt. Das war falsch. Falsch… warum – zum Teufel – erwiderte ich dann den Kuss und fing an, ebendiesen auch noch zu genießen? Mistkäfer. Gemeiner, fieser Hinterhältling.
Als er seine Hände an meinem Körper quälend langsam herab gleiten ließ, beschleunigt sich wie von selbst meine Atmung. Ich schluckte schwer. Seine Lippen wanderten von den Meinigen hinab und liebkosen zärtlich meinen Hals.
„Nathan, wirklich…“
Er legte mir den Zeigefinger auf die Lippen und brachte mich damit zum Schweigen. Dass seine Küsse einfach berauschend waren, spielte dabei vielleicht auch eine klitzekleine Rolle. Seine sanften Lippen benetzten meine Haut unterhalb des Kinnes mit Gänsehaut hervorrufenden Impulsen, die mein Hirn absolut umnebelten.
„Das hat alles nichts zu bedeuten!“ gab ich zwischen zwei besonders leidenschaftlichen Küssen von mir, wobei meine Fingerspitzen nicht gerade züchtig über seinen Oberkörper wanderten. Er hob mich gekonnt von sich herunter und rollte sich auf mich.
„Oh doch, das hat es.“
Und schon küsste er mich weiter, dass ich nichts mehr zu erwidern vermochte. Ich schob meine Hände an seinem Rücken unter das Hemd und ließ meine Nägel gekonnt für mich sprechen. Er atmete scharf ein.
Als er den linken Träger meines Kleides herunter schob und meine Schulter zu liebkosen begann, tat mir jemand einen Gefallen, von dem ich es als Letztes erwartet hätte, und verhinderte, dass diese ganze Angelegenheit noch weiter ausuferte. Meine Mutter betrat gewohnt energischen Schrittes mein Zimmer und erstarrte ob des Anblickes von mir und Nathan in eindeutiger Pose zu einer Statur. Ihr Gesichtsausdruck war wahrlich ein Augenschmaus, welchen ich mir sicherlich noch in späteren Jahren gerne wieder ins Gedächtnis rufen würde.
„Aber Niobe, ich dachte, du und Nathan währet kein Paar mehr.“
Ich blinzelte sie erst ein wenig irritiert an, bis ich Nathan schließlich von mir stieß, mein Kleid wieder sortierte und mit zuckersüßem Lächeln bestätigte:
„Ganz recht, Mum. Das sind nur die Hormone. Außerdem wollte Nathan gerade ohnehin gehen.“
Mein schwarzhaariger Spießgeselle sah mich undeutbar an, schüttelte dann leicht den Kopf und rauschte aus dem Zimmer. Puh. Das war wirklich knapp gewesen.
„Meine liebe Tochter, warum tust du du-weißt-schon-was mit Nathan, wenn ihr kein Paar mehr seid? Ich habe geglaubt, ihr währet nur noch Freunde, weswegen ich ihn erst eingeladen habe. Und jetzt stellt sich heraus, dass ich mir doch wegen euch Sorgen machen muss?!“
Mir fehlte die Motivation, ein derartiges Mutter-Tochter Gespräch zu führen, weswegen ich meine Mum mit einem gekonnten Vor-die-Tür-mit-dir Zauber herausbeförderte. Sie zeterte draußen sicherlich noch so ihre Stunden herum, aber der Silencio hielt das alles von mir fern. Zudem hatte ich selbstredend die Tür magisch verriegelt.
Ich lag abermals tief in Gedanken versunken auf dem Bett und zählte die Stunden, bis ich endlich nach Hogwarts aufbrechen konnte, denn selbst wenn ich jetzt ganz und gar die widerspenstige Tochter auskehren und mitten in der Nacht in die Schule gehen würde, würde ich doch auch dort nur auf den Morgen warten können, denn Regulus schlief gerade vermutlich (wenn er nicht drei Bücher im Akkord las, verstand sich). Also blieb mir nichts anderes übrig, als über meine derzeitige Lage nachzudenken. Hier hatte ich Probleme und in Hogwarts warteten ebenso welche auf mich. Thh, wahrscheinlich würde ich mich in Hogwarts wieder nach diesem Ort hier sehnen. Ich schien richtiggehend in einem Teufelskreis zu stecken und für alle Ewigkeiten dazu verdammt zu sein, zwischen Hogwarts und dem Haus meiner Großeltern hin- und herzupendeln. Pff, am besten wanderte ich in die Karibik aus und wohnte forthin in einer Strohhütte auf Kuba.
Okay, rational zu denken, wäre vielleicht nicht unangebracht. Ich war froh, dass Nathan und ich unterbrochen wurden. Es wäre einfach unfair ihm gegenüber gewesen, ihn derart hinters Licht zu führen. Ich konnte seine Gefühle im Moment einfach nicht gebührend erwidern, wie ich glaubte. Es war sicherlich der Wein oder meine allgemein niedergedrückte Stimmung, die mich dazu brachten, es überhaupt erst so weit kommen zu lassen. Würde hoffentlich nicht mehr vorkommen.
Ich starrte an die Decke und überlegte, dass es vielleicht gar nicht mal so schlecht wäre, einfach zu schlafen um die Zeit bis zum Sonnenaufgang zu überbrücken.
Ja, und das tue ich dann auch.


Sobald die ersten Sonnestrahlen mein Gesicht streichelten, schlug ich die Augenlider auf, wanderte mich eilig in gewöhnlichere Kleidung (ja, ich hatte wirklich in einem sündhaft teuren Kleid geschlafen) und schlich mich auf leisen Sohlen aus dem Haus. Alle schliefen noch vom gestrigen Saufgelage. Niemand lief mir über den Weg oder kam mir anderweitig in die Quere. Sehr gut. Was das Transportmittel anging, hatte ich selbstredend schon alles genau durchdacht, weswegen auch nichts schief lief, als ich durch das Flohnetzwerk vom Kamin im Wohnzimmer des Westflügels in die Feuerstelle der Drei Besen reiste. Dort schenkte man mir kaum Beachtung, sodass ich mich auch von dort schnell entfernen und den doch recht weiten Weg bis hinauf zum Schloss antreten konnte. Meine blau-grün gestreiften Pumps mussten so einiges ertragen, was mir schrecklich Leid tat. Das von Ebern gesäumte Tor stand Merlin-sei-Dank offen, da schon die ersten krankhaft früh aufstehenden Hogwartler mit den Kutschen nach Hogsmeade fuhren. Ich huschte eilig an ihnen vorbei und warf dabei einen flüchtigen Blick auf meine Armbanduhr. Es war halb neun. Nicht schlecht.
Ich stapfte weiter durch den Schlamm bis ich schließlich – endlich – in die Eingangshalle des Schlosses trat und einen Moment überlegte, ob ich lieber in die Große Halle oder Richtung Slytherin Gemeinschaftsraum gehen sollte. Ich entschloss mich dann doch für die Große Halle, da Regulus – so weit ich wusste – kein Langschläger war. Er würde vermutlich schon frühstücken oder auch vielleicht von seiner schwarzen Seele angetrieben irgendeine Schandtat begehen. Man wusste ja nie. Hrmpf!
Es herrschte bereits ein reges Treiben in der Großen Halle. Geschnatter und Gegacker von allen Seiten und dazu widerliche Schmatzgeräusche von weniger sittlich essenden Zeitgenossen. Ich sah Sirius, der sich auf geradezu obszöne Art sein Müsli nur so einschaufelt. Naja. Man hatte ja auch nichts anderes von so jemandem erwartet. Ich wandte mich zum Haustisch der Schlangen und suchte dabei schon mit einem tief finsteren Gesichtausdruck die Reihen nach dem Einen ab. Dem ruchlosesten, hinterhältigsten und gemeingefährlichsten von allen. Ich erspähte ihn zu meiner Genugtuung schließlich auch. Meine Schritte wurden dadurch noch energischer und zielstrebiger. Den Zauberstab hielt ich bereits einsatzbereit in der rechten Hand.
„Hey Black!“
Er hob automatisch den Kopf und sah mich aus unergründlich schwarzen Augen an. Ich glaubte kurz ein irritiertes Funkeln in seinem Blick zu erkennen, was aber vielleicht auch an dem Einfall des Lichts lag. Die Slytherins in seiner Nähe blickten mich abschätzend und überheblich an, worauf ich erst gar nicht einging.
„Niobe?“
„Oh, komm mir nicht so!“ Ich starrte ihn einen Moment vernichtend an, dann richtete ich den Zauberstab entschieden auf ihn.
„Folge mir doch – freundlicherweise – unauffällig.“
Er sah mich ausdruckslos an und ich kam mir tatsächlich ein wenig wie eine Geiselnehmerin vor. Gut, die Rollenvergabe war dabei ein wenig trügerisch, schließlich war Regulus nicht gerade der Opfertyp, aber schnurz. Zumindest erhob sich der werte Herr Black ohne mich aus den Augen zu lassen und schlenderte geradezu gelassen am Slytherintisch entlang, um Richtung Ausgang zu streben. Ach ja, jetzt sollte ich vielleicht auch wieder zum Gehen ansetzen, um das mit dem Mir-Folgen zu gewährleisten. Ich ignorierte die verständnislosen, bis amüsierten Blicke der übrigen Hogwartler. Die hielten mich ohnehin schon für verrückt, also was sollte es.
Regulus verließ tatsächlich nach mir die Große Halle. Ich hatte mir das irgendwie nicht so einfach vorgestellt, aber warum sich gerade deswegen beschweren? Hmm. Gut, was jetzt?
„Sollte ich nicht lieber vor dir gehen? Schließlich bin ich ein hinterhältiger und boshafter Slytherin.“
Ich verengte die Augen zu Schlitzen, was er selbstredend nicht sah. „Weißt du denn, wo ich hingehe, heh?“
„Weißt du es denn?“ Sein halb zweifelnder, halb belustigter Tonfall gefiel mir überhaupt nicht. Er missachtete wohl den Ernst der Lage. Tja, er sollte noch früh genug merken, dass er einem Irrtum aufsaß. Ich lief versucht zielstrebiger.
„Selbstredend!“
Eher spontan wandte ich mich nun nach links und suchte mir wahllos eine Tür aus, die in eine geräumige Abstellkammer führte. Nun ja. Nicht gerade das, was ich erhofft hatte, aber das konnte ich mir natürlich nicht anmerken lassen, also schloss ich mit undurchsichtiger Miene die Tür hinter Regulus und blickte ihn starr an. Gut, erst einmal machte ich das Licht an, denn im Dunkeln wäre diese ganze Angelegenheit doch recht sonderbar. Aber dann starrte ich ihn in Grund und Boden. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass das eine gute Taktik wäre, um seinen Gegenüber so zu verunsichern, dass dieser zu reden anfing und sich immer mehr selbst verriet. Wollten wir doch mal sehen, wie sich ein ach so lässiger Black verhielt.
Regulus verschränkte die Arme vor der Brust und erwiderte meinen Blick absolut tollkühn, wie ich fand. Seine langen, feinen und besonders geschwungenen Wimpern umrahmen feierlich die kohlrabenschwarzen Augen und sein Gesicht zeigte nicht die geringste Regung oder vielleicht Zuckung. Es schien geradezu, als wäre er erstarrt und bewegungsunfähig. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter, wenn ich daran dachte, wie er mir das Kleid geschlossen hatte.
Es verging eine Minute, wir starrten uns eisern an, zwei Minuten, starren, drei Minuten, starren. Ach verflucht! Vier Minuten, immer noch – na was wohl? – starren. Langsam kam es mir recht stumpf und unsinnig vor, denn Regulus sah nicht einmal ansatzweise verunsichert aus. Ganz prima. Hrmpf.
„Gut!“, knurrte ich widerwillig.
„Ja?“
Er gab sich so unschuldig, dass ihm am liebsten an den Hals gesprungen wäre, um ihn ganz feste zu würgen, aber nein. Frau wusste sich ja zu beherrschen.
„Also, ich will es kurz machen, denn meine Zeit ist mir zu kostbar, um sie an dich zu verschwenden.“
„Oh.“
Ja, mach nur so weiter, Regulus Black. Dann würdest du dich bald ganz schnell mit einem Besenstiel zwischen den Rippen in einem ganz besonders dunklen Erdloch wieder finden.
„Dein Vater ist todkrank, deswegen hast du meinen Cousin misshandelt und in einen Besenschrank gesperrt, dir mit dem gestohlenen Vielsafttrank aus Slughorns Vorrat Elias’ Äußeres angeeignet und dich in die Feier meines Grandpas geschlichen, um meinem Vater nachzuspionieren, der eine Heilmethode für Lupus entwickelt hat.“
Ich richtete abermals den Zauberstab auf ihn, wobei mein Blick jetzt tödlich war, wie ich hoffte. „Du bist wirklich der letzte Abschaum, der mir je untergekommen ist. Dass du überhaupt noch erhobenen Hauptes durch die Gänge stolzieren kannst, wenn du doch eine derart niedere und verachtungswürdige Kreatur bist. Es… Eigentlich bist du es überhaupt nicht wert, dass ich das Wort an dich richte oder nur einen Gedanken an dich verschwende, aber weißt du, ich kann es nun einmal auf den Tod nicht ausstehen, wenn sich jemand tatsächlich erdreistet und anmaßt, einem Mitglied meiner Familie Schaden zu zufügen. Das kann und wird schlichtweg nicht ungestraft bleiben.“
Ich schwieg kurz, um dies auf ihn wirken zu lassen. Er blickte mich absolut undurchdringlich an.
„Niobe, das…“ Er brach ab, was auch besser für ihn war, denn einen Versuch mich von seiner Unschuld zu überzeugen, könnte er sich gleich sonst wo hin schieben. Alle Indizien deuteten auf ihn als Täter, weswegen es absolut überflüssig und richtiggehend lächerlich wäre, mich von dem Gegenteil überzeugen zu wollen.
„Ich werde dich dem Direktor melden, Regulus. Und wegen Diebstahles, wie Misshandlung und Spionage – um nur die Wichtigsten aufzuzählen – wirst du auf jeden Fall der Schule verwiesen werden, wenn dir nicht gar eine Klage meines Vaters droht.“
Gut, das mit der Klage war vielleicht überzogen, weil mein Vater gerade eher in Schuldgefühlen als in Rachegelüsten badete, aber das interessierte ja jetzt nicht.
„Und jetzt“ – ich lächelte bittersüß – „bin ich fertig mit dir. Werd glücklich mit deinem verkorksten Leben, wenn man das überhaupt so nennen kann.“
Mit diesen Worten setzte ich zum Gehen an und wollte die Abstellkammer besonders würdevoll verlassen, doch Regulus hielt mich am Arm fest und zwang mich somit zum Stehenbleiben. Dass meine Augen jetzt verachtende Funken sprühten, brauchte ich ja eigentlich gar nicht mehr zu erwähnen. Er seinerseits sah mich – scheinbar – nicht wissend was er nun überhaupt sagen sollte an. Seine Stirn war irgendwie in traurige Falten gelegt und sein Blick war so intensiv, dass es mich beinahe die Fassung kostete. Diese Augen beraubten mich einfach jeden Schutzes. Sie durchbohrten mich, scheinen alles offen zu legen und jedes meiner Geheimnisse zu kennen. Ein kalter Schauer lief mir den Rücken herunter und ich schluckte schwer.
„Ich…“
Er biss sich kurz dezent auf die Unterlippe, bis er mich schließlich – einem neuen Impuls nachgehend – los ließ und mich einfach mit herunter hängenden Armen ansah. Ich blieb noch einen Moment von seinem Blick gefangen, dann schüttelte ich mich kaum merklich, öffnete entschieden die Tür und entfernte mich überstürzt aus seiner Gegenwart, die so verflixt viele, unterschiedliche Gefühle in mir erzeugte, dass mir fast schwindelig wurde.

_________________


Du und ich - wir sind eins. Ich kann dich nicht verletzen ohne mir selbst weh zu tun

Nach oben
Lhirael
Vertrauensschüler


Offline

Anmeldungsdatum: 30.09.2007
Beiträge: 392
Wohnort: Grimmauldplatz 12 ;)

BeitragVerfasst am: 17.12.2007, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

oooh, wie kann sie nur so gemein zu Nathan sein? er hat es doch nur gut gemeint und hat sogar nach ihr gesucht...

Zitat:
Er schnaubte verächtlich auf und erhob sich flugs, um mir gegenüber zu stehen und mich um fast einen ganzen Kopf zu überragen. Mistkerl.

also das letzte Wort musst du zurücknehmen Very Happy (auch wenns lustig wirkt^^)

Zitat:
Ich kenne dich doch, du liebestoller Idiot!

ehehe, ein ganz ein süßer liebestoller Idiot Wink

Zitat:
Das war falsch. Falsch… warum – zum Teufel – erwiderte ich dann den Kuss und fing an, ebendiesen auch noch zu genießen? Mistkäfer. Gemeiner, fieser Hinterhältling.

das ist nicht falsch! Das ist total toll^^

also auch wenn ich Regulus lang nicht so gern mag wie Nathan (und ihm Niobe absolut nicht gönne Very Happy ) tut er mir doch ein bisschen leid...

_________________
I solemnly swear that I am up to no good

Nach oben
Li'sar
Orden des Merlin 1. Klasse


Offline
Alter: 14
Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 3289
Wohnort: Malfoy Manor

BeitragVerfasst am: 17.12.2007, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

hey, da bist du ja! Wieso antwortest du net auf meine nachricht, hmm?
Dieser chap ist wieder einmal, wie schon tausendmal erwähnt, richtig toll.
Also, ich finde, Nathan sollte langsam damit aufhören, der Nervt echt! Kann der das nicht einfach einsehen? Bin gespannt, wie das mit Regulus weiter geht......

_________________
Morgens kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Mittags kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Abends kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Nachts kann ich nicht schlafen,
weil ich Hunger habe.


--------
Meine FF - Unbedingt lesen - hab noch einen Epilog!
Nach oben
herminegirl
Orden des Merlin 2. Klasse


Offline
Alter: 14
Anmeldungsdatum: 14.08.2007
Beiträge: 2314
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17.12.2007, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Also Nathan böser böser Junge AUS *gg*
Ich hab mir sowas schon gedacht als ern icht mehre wusste was er sagen sollte ^^
Niobe und ihr Wutausbrcu hbei Regulus war nicht ganz so deftig wie ich ihn mir erwünscht hätte aber immern och total genial Wink
Aber er hat mir irgendwie auch leid getan
Du schreibst ja oft das er keinerlie Gefühlsregung zteigt aber als er dann so traurig mit herunterhängenden Schultern Niobe angeschaut hat fand ich ihn irgendwie auch aschon "fast" wieder süß Cool
Also mach mal weiter so
Bin schon total gespannt wie esm it dne zwei und Tatze und Nathan weitergeht
HDSMDL Jenny

_________________


"Ich hasse, wie du mit mir sprichst, und deine komische Frisur!
Ich hasse, wie du Auto fährst, und deine ganze Machotour!
Ich hasse deine Art mich anzuglotzen und dich ständig einzuschleimen.
Ich hasse es so sehr, ich muss fast kotzen, noch mehr als bei diesen Reimen.
Ich hasse, wenn du Recht behältst, und deine Lügerei.
Ich hasse, wenn du mich zum Lachen bringst, noch mehr als meine Heulerei.
Ich hasse, wenn du nicht da bist und dass du mich nicht angerufen hast.
Doch am meisten hasse ich, dass ich dich nicht hassen kann.
Nicht mal ein wenig, nicht mal ein bisschen.
Nicht einmal fast. "
(Zitat aus dem Film: 10 Dinge die ich an dir hasse)
Nach oben
xXMiraXx
Orden des Merlin 1. Klasse


Offline
Alter: 14
Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 2851
Wohnort: Zuhause

BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

@Lhirael: Versteh ich nicht:

Zitat:
also auch wenn ich Regulus lang nicht so gern mag wie Nathan (und ihm Niobe absolut nicht gönne )

wie kann man das verstehn ? *dummsei*

34. Vom Regen in die Traufe

Ich konnte es wahrlich nicht bestreiten, dass ich verflucht aufgewühlt war. Meine Gedanken purzelten nur so in ihrem Gefäß (meinem Kopf, versteht sich, denn den ‚meine-Gedanken-sind-frei Zauber’ lernte man erst im siebten Jahr) umher. Was meine Gefühle anbelangte, mochte ich derzeit noch kein Kommentar abgeben.
Warum war ich bloß auf diese dämliche Wette eingegangen?! Ja, ganz ehrlich, wäre die nicht plötzlich existent gewesen, hätte ich mich niemals auf einen Slytherin eingelassen und vor allem nicht auf einen Black! Dann hätte er vielleicht über mich versucht an meinen Vater heranzukommen, aber das hätte ich dann sofort durchschaut und ihn schon da dem Direktor gemeldet. Es wäre nicht zu der Nacht im Raum der Wünsche gekommen und Elias wäre nicht misshandelt worden. Nun ja, zumindest weniger. Nathan und ich wäre noch normale Freunde, weswegen ich nicht einmal an eine Fast-Nacht (Haha) mit ihm gedacht hätte. Oh ja, alles wäre gut gewesen und ich müsste mich nicht mit derartigen Problemen herumschlagen. Tja, und wer wiederum war an der Wette Schuld? – Hrmpf. Ja, ganz genau. Farabella Purcell. Wäre sie erst gar nicht geboren worden, hätte es die Wette nicht gegeben, ergo wäre meine Welt um einiges rosiger. Dass es auf der Schule dann mehr intelligente Menschen geben würde, musste ich ja eigentlich gar nicht erst erwähnen. Man könnte wirklich meinen, in ihrem Fall waren Dummheit, Naivität und Ignoranz ansteckend. Wenn man sich länger als drei Stunden in ihrer unmittelbaren Nähe aufhielt, starben einem allmählich die grauen Zellen ab, davon war ich fest überzeugt.
Warum ich mir überhaupt so lange Gedanken über diese Person machte? Ganz einfach, sie stolzierte gerade mit ach so grazilen Schritten auf mich zu. Die Hüfte schwang ausgiebig und das blonde Haar wippte locker, flockig auf ihrer Schulter. Sie entblößte ihre Haifischzähne in einem – vermeintlich – mitleidigen Lächeln. Ihre drei Klone taten es ihr gewissenhaft nach. Ich war gerade nicht besonders scharf auf eine Konfrontation mit ihr, weswegen ich mich möglichst unauffällig zu verhalten versuchte. Naja, ist wohl ohnehin umsonst, denn sie hatte mich bereits ins Visier genommen. Klar, deswegen ja auch das Lächeln.
„Ach du meine Güte, aus welchem Loch bist du denn herausgekraxelt, hmm? Schon einmal etwas von einer Erfindung namens Haarbürste gehört? Oder Make-up? Obwohl beides bei dir vermutlich ohnehin eine Verschwendung wäre.“
Cindy kicherte zustimmend zu, Bethany lächelte nur kühl, wobei mir just in dem Moment auffällt, dass sie doch recht blass geworden war. Hmm, wie war das noch gleich mit dem Vampir? Naja, schnurz. Zumindest verwendete Fara meine kurzfristige Verschwiegenheit zu einem weiteren Hieb.
„Übrigens, wenn wir schon einmal bei widerlichen Angelegenheiten sind, hast du Black aus der Großen Hallen geordert, weil du es gar nicht mehr erwarten konntest, wieder von ihm ge****** zu werden, hmm?“
Aha. Ich glaubte, jetzt ist sie endgültig und unwiderruflich übergeschnappt. Außerdem tippte ich mal ganz wagemutig darauf, dass sie von dem aufgezwängten Kuss zwischen mir und Mr. Universum gehört hatte. Tz, wenn sie auch nur ein klitzekleines Gespür für intelligente Fiesheiten hätte, würde sie das gleich zur Ansprache bringen und es selbstredend gegen mich verwenden, statt sich ob dieser jämmerlichen Wut indirekt mit hohlen Beleidigungen Luft zu machen. Amateurin.
„Fara, spar dir deine Puste doch lieber für das Betteln um Aufmerksamkeit bei Sirius. Ich meine, klar, das ist natürlich ebenso auswegslos, aber er wird vermutlich nicht handgreiflich werden, wenn du ihm noch penetranter auf die Nerven gehen wirst.“
Ich hoffte doch sehr, sie hat diese durchaus diskrete Drohung verstanden. Erst einmal rümpfte sie herablassend die Nase, dann zischte sie überrascht kalt:
„Ich bin lieber dafür bekannt, dass ich einen ehrenhaften Mann liebe, als dass man über mich sagt, dass ganz Slytherin schon über mich gestiegen sei, Calliditas. Du bist schmutzig und billig und das kann dein ach so gutes Elternhaus auch nicht mehr wettmachen!“
Ich war einen Moment perplex, was ich schrecklich bereute, da sich sogleich ein siegessicheres Funkeln in Faras Augen stahl. Mir war bis jetzt noch nicht klar gewesen, dass ich neuerdings als Flittchen galt. Mal etwas ganz Neues.
„Ohh, glaubst du denn wirklich, dein heiß geliebter Sirius würde mich küssen, wenn ich in Slytherin Bäumchen-wechsle-dich spielen würde, hmm? Merlin, du scheinst den ehrenhaften Mann deiner Träume wohl nicht gut zu kennen.“
Ich legte fragend den Kopf schief und fand meinen Schachzug doch recht gelungen. Er hätte besser sein können, aber ich war doch zufrieden. Fara verengte die Augen zu Schlitzen und sah mich finster an.
„Das ist… du…“
Jaha. Was soll sie jetzt sagen, dass ihren Gott nicht beleidigte und sie gleichzeitig nicht dumm da stehen ließ? Gut, Letzteres ist ohnehin schon sehr schwer, wenn nicht gar unmachbar.
„Und wenn wir schon einmal beim Thema Sirius Black sind,“ – ich beugte mich verschwörerisch zu ihr hinüber – „sein durchaus eingeschränktes Kussvermögen ist es wahrlich nicht wert, deinen Stolz und Selbstrespekt aufzugeben, also kratze alles beide vom Boden auf und fange vielleicht an zu stricken. Damit würdest du niemanden – und insbesondere mich – nicht mehr derart stören.“
Die vier vor mir Stehenden könnten mit ihrer nun folgenden Reaktion wohl die olympische Disziplin des Synchron-Aufjapsens ins Leben rufen. Meine Güte! Ich meine, so langsam müssten die sich doch dran gewöhnt haben, dass ich ihrem Idol nicht gerade positiv gesinnt war, oder? Seltsamerweise gingen zwar ihre Blicke an mir vorbei und ihr Verhalten wirkte ein wenig aufgesetzt, aber das war ja nichts Neues.
„Zuckerschneckchen, das nennt man akute Tatsachenverschiebung oder auch beabsichtigte Verdrängung von Wahrheiten.“
Ich drehte mich in gelassener Weise (vorgetäuscht, leider) zu Mensch-bin-ich-scharf Black um und sah ihn gelangweilt an.
„Ah, interessante Sturmfrisur. James wäre bei deinem Anblick richtiggehend neidisch.“
Sirius grinste mich breit an, während die Hirnlosen GmbH hinter mir beifällig kicherte.
„Äh, ja. Gut.“ Ich kratzte mich kurz gespielt nachdenklich an der Stirn, drehte mich dann um geschätzte neunzig Grad, packte sowohl Sirius, wie auch Fara am Arm und klatschte die beiden fröhlich gegeneinander.
„Mit der Macht des mir verliehenen Amtes erkläre ich euch hiermit zu Tussi und Arsch. Werdet glücklich!“
Damit ließ ich die Überraschten los, setzte zum Gehen an und schlenderte gen Kerker, denn ich gedachte erst zu duschen, bevor ich vor den Direktor trat. Ein bisschen Ordnung musste ja dann doch sein.
„Hey, ich hoffe doch sehr, sie ist der Arsch.“ brüllte Sirius mir dabei noch hinterher und schüttelte sich vermutlich wieder einmal vor lachen. Mir ja schnurz. Ich hatte schließlich eine Mission zu erfüllen.

Nach geschlagenen fünfzehn Minuten marschierte ich schon wieder strammen Schrittes in Richtung Dumbledores Büro, dabei legte ich mir bereits eine knappe, strukturierte und dennoch beißende Anschuldigung gegen Regulus zurecht. Ich wollte ja schließlich überzeugend wirken. Beziehungsweise, es sein. War ja klar.
Eine weiße Bluse, passend zu einer dunklen Jeans mit breitem Ledergürtel, erschien mir ebenso als perfekt zu diesem Anlass. Das Klackern meiner Pumps hallte von den steinernen Wänden wider und meine Locken tanzten munter auf meiner Schulter. Ja, man konnte tatsächlich von mir behaupten, dass ich gut gelaunt, sogar richtiggehend euphorisch war. Hach ja. Rache war süß.
Als ich weitläufig die Große Halle passierte, entdeckte ich einen kleineren Tumult, der sich in die Halle hinein bewegte, scherte mich jedoch nicht weiter darum. Hier wurde schließlich jeder Flubberwurm zu einem Drachen gemacht. Vermutlich hatte nur Sirius geniest und seine Groupies bestürmten ihn nun schrill kreischend mit Taschentüchern. Man wusste es nicht. Ich ging schulterzuckend weiter meines Weges und erreichte dann endlich den Wasserspeier, der den Eingang zu Dumbledores Büro bewachte. Ich klopfte ebendiesem ungerührt gegen die Nase.
„Hey, Steinkopf. Ist Dumbledore in seinem Büro?“
Der Wasserspeier blinzelte nur träge mit seinen Steinaugenlidern und ließ sich erst gar nicht auf eine Antwort herab.
„Komm schon, du kannst doch einfach mit dem Kopf Zeichen geben.“
Er zog missbilligend eine Augenbraue empor, dass ich genervt aufstöhne.
„Es ist wirklich dringend! Tu mir doch einfach den Gefallen.“
„Was ist denn so dringend, Miss Calliditas?“ Professor McGonagall war unbemerkt neben mich getreten und sah mich nun aus wachsamen Falkenaugen an.
„Ich… Ist der Direktor zugegen?“
„Nein. Er ist beschäftigt.“
„Und wie lange wird diese Beschäftigung dauern?“ Ich schaute sie doch recht ungeduldig an, was sie mit einem kühlen Lächeln quittierte.
„Das wird sich zeigen. Wollen sie denn mit mir über diese dringliche Angelegenheit reden?“
Ich stemmte überlegend die linke Hand in die Hüfte. „Ich glaube eher nicht. Wissen sie, ob Professor Slughorn in seinem Büro ist?“
McGonagall runzelte ganz dezent die Stirn. „Da es früher Mittag ist, wird Professor Slughorn wohl in der Großen Halle anzutreffen sein.“
Ich blickte kurz auf meine Uhr. Es war gerade elf vorbei. „Sind sie sich sicher?“
„Gewiss doch. An Wochenenden lässt Professor Slughorn den Mittagstisch vorzugsweise mit ins Frühstück einfließen.“
Ich nickte nur, wobei ich mir meinen Teil entschieden dachte.
„Gut. Dann danke.“
„Keine Ursache.“
Sie entschwand energischen Schrittes aus meinem Blickfeld, während ich mich widerstrebend gen Große Halle richtete. Es war zumeist nicht sonderlich erhebend, ein Gespräch mit Slughorn während seiner Essenseinnahme zu führen. Wenn man mit einem Schweinssteak um Sluggys Aufmerksamkeit buhlen musste, führte das oft zu Frustrationen. Das wusste ich aus Erfahrung. Naja, wie dem auch sei. Versuchen musste ich es zumindest. Wir hatten eigentlich einen recht guten Draht zueinander und wenn ich meinen Dackelblick aufsetzte, würde er mir schon zu hören und seinen Schützling gemäß der Vorschriften aus der Schule beseitigen. Friede-Freude-Eierkuchen also.
Ich strebte also zur Großen Halle und beschimpfte in Gedanken ein wenig Dumbledore, weil er sich einfach so verduftete, wenn ich ihn einmal brauchte. Wirklich, ich ließ ihn sonst doch stets in Ruhe und das war dann der Dank. Prima. Ich fragte mich ohnehin, womit dieser alte Sack beschäftigt war. Vielleicht mit dem Sortieren seiner Zitronendrops nach Farbe? Hrmpf.
Diese Gedanken vergaß ich ganz schnell wieder, als ich schlussendlich mein Ziel erreichte. Der zuvor noch eher kleine Tumult war jetzt zu einem großen Gedränge geworden. Schüler kämpften erbittert um die beste Sicht auf irgendein Spektakel, das im Mittelpunkt der Gruppierung stattfand. Okay, derart konnte ein schrill-schreiendes Taschentuchaushändigen wohl nicht gerade ablaufen. Zumindest wäre das dann ein neuer Rekord. Ich stellte mich kurz wenig interessiert auf die Zehenspitzen, was – ganz ehrlich – nicht sonderlich viel brachte. Hüstel. Kleine Menschen hatten es wirklich schwer. Nun denn, Slughorn befand sich auf jeden Fall nicht auf dem Lehrerpodium bei seiner Lieblingsbeschäftigung. Ich spähte weitgreifend um mich, konnte das Dickerchen so jedoch auch nicht entdecken. Mist.
„´tschuldige, ist Slughorn hier gewesen?“ hakte ich an einen blonden Ravenclaw gerichtet nach, nachdem ich ihm dezent – okay, brutal – auf die Schulter getippt hatte. Er grinste mich breit an, wobei ich ihm beinahe lauthals eine Zahnspange angeraten hätte, mich dann jedoch meiner guten Manieren besann.
„Ist er immer noch, Gryffi. Und wieder einmal zeigt sich, dass ein Zaubertranklehrer anderweitig nichts drauf hat.“
Ich wollte ihn gerade ob seiner Aussage weiter löchern, als Mr. Sexbomb das was-weiß-ich im Mittelpunkt anfeuerte.
„Komm schon, hässlicher Slytherin, du kannst es doch besser! Hahaha, pardon, um Missverständnissen vorzubeugen, ich meine selbstredend den hässlichen Slytherin, der nicht mit mir verwandt ist.“
Die Nicht-Schlangen lachten fröhlich auf und brüllten nun ihrerseits Meinungen aus. Ich schluckte recht schwer und drängte mich schließlich mit Ellenbogen- und Fußgewalt durch die kreischende Menge, um endlich das Zentrum zu erreichen. Das Erste, das mir ins Augen sprang, war ein glühend roter Slughorn, der sich vergeblich abmühte, ein Knäuel aus schwarzen Armen und Beinen zu lösen, ohne dabei jemandem weh zu tun. Er fuchtelte wild mit den Händen und befahl versuchsweise ‚Auseinander!’, wie ‚Schluss jetzt!’ mit Anschließendem ‚Haben sie denn den Verstand verloren?!’. Alles recht ermunternd, wenn man davon absah, dass Gizem Farrel und Regulus Black sich absolut unelegant und inakzeptabel mit Fäusten statt mit Zauberstäben traktierten. Das war wirklich mal muggel. Nicht dass das irgendwie diskriminierend gemeint war, aber es ging nun einmal nichts über eine feuriges Zauberduell, da kann dieses unkontrollierte Schlagen und Treten, das eben vorzugsweise von Muggeln ausgeübt würde, entschieden nicht gegen standhalten.
Farrel war um einiges größer als Black, auch muskulöser und vermutlich kräftiger, aber dafür auch umso behäbiger, weswegen er ob seiner Langsamkeit anscheinend schon den einen oder anderen Schlag kassieren musste, denn seine Lippe blutete gewaltig und um sein rechtes Auge ringelte sich ein schmuckes Veilchen. Außerdem schien sein rechtes Knie nicht mehr ganz intakt sein, denn er belastete das dazu gehörige Bein kaum. Black hatte ebenso eine blutende Lippe vorzuweisen, ansonsten sahen seine Fingerknöchel schon von meiner Entfernung her recht abgewetzt aus. Dazu griff er sich gelegentlich mit schmerzverzerrter Miene an den Brustkorb. Ich tippte auf mindestens eine angebrochene Rippe. Tz, hatte er verdient.
„Los Großer! Schlag ihm die windige Seele aus dem Leib!“
Wieder Grölen und Sirius grinste vergnüglich vor sich hin. Slughorn verlor scheinbar endgültig die Geduld, denn jetzt richtete er entschlossen den Zauberstab auf die sich derart primitiv misshandelnden Kontrahenten. Ein gelber Lichtblitz leuchtete auf und schon wurden Black und Farrel wie an Fäden auseinander gezogen. Die Menge lief deswegen verständlicherweise an beiden Seiten davon, denn mit bissigen Schlangen war nicht zu spaßen. Eher unsanft landeten die Slytherins auf dem Hallenboden, rappelten sich jedoch schnell wieder auf, um einander wutverzerrt anzustarren.
„Was ist denn bitte in sie gefahren?!“ Ich hatte Slughorn bis jetzt noch nie derart zornig gesehen. Sein gutmütiger Gesichtsausdruck war einer harten, energischen Miene gewichen. „Es ist eine Schande!“
Wohl wahr. Außerdem kam es recht unerwartet. Mein detektivisches Gehirn ratterte schon wieder, immerhin hatte ich kurz vor diesem Vorfall hier mit Regulus gesprochen. Konnte das ein Zufall sein? Waren die beiden einfach so in Streit geraten und ich hatte nichts damit zu tun? Wäre natürlich eine Möglichkeit, aber die andere Option sprach mich selbst mehr an. Wie sagte man doch so schön als Kriminologe: ‚Es gibt keine Zufälle.’ Hing Farrel also irgendwie in dieser Spionage-Angelegenheit drin? Und hatte Regulus ihn vor tosender Wut gleich in der Großen Halle angegriffen, weil ich sein – also Blacks – Verbrechen durchschaut hatte? Glaubte Black, dass ebendieses nur durch einen möglichen Fehler Farrels möglich geworden war?
„Fünfzig Punkte Abzug für Slytherin!“
Jubel von Seiten der Ungeschuppten.
„Außerdem werden Sie – Mr. Black – eine vierwöchige Strafarbeit bei Mr. Ogg [Anm. ehemaliger Wildhüter Hogwarts] ableisten, und Sie – Mr. Farrel – werden das Gleiche bei Mr. Filch tun.“
Slughorn sah finster von einem Beteiligten zum anderen.
„Mr. Black“ – er blickte zu Sirius – „und Mr. Potter werden sie in den Krankenflügel begleiten und mir sofort Nachricht erstatten, wenn sie sich nicht gebührend verhalten sollten. Ist alles klar und deutlich bei ihnen angekommen?“
Ein ‚Sicher’ kam von Regulus, während Farrel ein ‚Klar doch’ zischelte, dann setzte sich der Trupp mit einem stichelnden Sirius, der absolut in seinem Element befindlich zu sein schien, und einem amüsierten Potter, der seiner Liebsten noch schnell einen Haarstrubbler würdigte, am Ende und den zwei Slytherins, die feierlich vor ihnen hergetrieben wurden, in Bewegung.
Die Menge löste sich langsam wieder auf und stäubte in die verschiedensten Richtungen davon, während ich nachdenklich an meiner Unterlippe kauend nach wie vor stand und dem seltsamen Trupp hinterher blickte. Warum? Keine Ahnung.
Als ich mich schließlich dann doch leise seufzend abwenden mochte, warf Regulus noch einen kurzen Blick über seine Schulter hinweg. Er zielte auf mich und ich fing ihn auf. Mein Mund wurde wie automatisch trocken und der bereits bekannte Schauer jagte mir über den Rücken. Sirius stieß seinem Bruder beabsichtig hart in den Rücken, dass der notgedrungen die Große Halle verließ und ich wieder allein da stand. Ich stieß die unwillentlich angehaltene Luft wütend aus. Puh. Und wackelte dann ein wenig unsicher auf den Haustisch der Gryffindors zu. Vielleicht, naja, die Sache hatte sich jetzt leicht verändert. Womöglich sollte ich noch nicht mit meinem Anliegen vor einen Lehrer treten. Ich meine, wenn die Vollständigkeit noch nicht gesichert war, wäre es selbstverständlich nicht angebracht, allzu überstürzt zu handeln. Ich musste alle Fakten und Wahrheiten kennen, bevor ich jemanden beschuldigte, immerhin sollte Farrel ebenso bestraft werden, wenn er an der Tat beteiligt war. Das wäre nur rechtens.
Jawohl, und davon fest überzeugt ließ ich mich an den Haustisch sinken und begann ein doch recht grüblerisches Vor-Mittagessen.

_________________


Du und ich - wir sind eins. Ich kann dich nicht verletzen ohne mir selbst weh zu tun

Nach oben
Janine0906
Schulsprecher


Offline
Alter: 16
Anmeldungsdatum: 24.09.2007
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Tolles Chap!! Nathan kann es auch nicht lassen!! Aber ganz verstehen tue ich Niobe auch nicht, ist sie jetzt wieder in Nathan oder immernoch in Regulus verliebt?
Bitte weiter!! Very Happy

_________________
Harry Potter (und Charmed) for ever!!!!!!!!!!
Nach oben
Li'sar
Orden des Merlin 1. Klasse


Offline
Alter: 14
Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 3289
Wohnort: Malfoy Manor

BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

ach je, ist das verzwickt... in sofern... gut, dass Dumbledore nicht da war!
Aber es war wieder herrlich, als Niobe Farabella (so hieß die, stimmt ja!) und sirius getroffen hat, vor allen dingen:
....., drehte mich dann um geschätzte neunzig Grad, packte sowohl Sirius, wie auch Fara am Arm und klatschte die beiden fröhlich gegeneinander.
„Mit der Macht des mir verliehenen Amtes erkläre ich euch hiermit zu Tussi und Arsch. Werdet glücklich!"
Das fand ich so zum kugeln! totlach.gif Very Happy
schön so weiter schreiben!

_________________
Morgens kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Mittags kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Abends kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Nachts kann ich nicht schlafen,
weil ich Hunger habe.


--------
Meine FF - Unbedingt lesen - hab noch einen Epilog!
Nach oben
Janine0906
Schulsprecher


Offline
Alter: 16
Anmeldungsdatum: 24.09.2007
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin auch echt blöd... Ich hab das letzte Chap total übersehen...
Es war aber wieder super und ich fand den Teil mit Fara und Sirius auch irre witzig!! Laughing
Bitte weiter!!! Very Happy

_________________
Harry Potter (und Charmed) for ever!!!!!!!!!!
Nach oben
Lhirael
Vertrauensschüler


Offline

Anmeldungsdatum: 30.09.2007
Beiträge: 392
Wohnort: Grimmauldplatz 12 ;)

BeitragVerfasst am: 22.12.2007, 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

na das sollte heißen, dass ich finde, dass Niobe zu schade ist für Regulus. ich mein dass er ihr nie alles sagt usw... Wink Nathan dagegen... naja ich lass es besser *gg*

Zitat:
„Und wenn wir schon einmal beim Thema Sirius Black sind,“ – ich beugte mich verschwörerisch zu ihr hinüber – „sein durchaus eingeschränktes Kussvermögen ist es wahrlich nicht wert, deinen Stolz und Selbstrespekt aufzugeben, also kratze alles beide vom Boden auf und fange vielleicht an zu stricken. Damit würdest du niemanden – und insbesondere mich – nicht mehr derart stören.“

*lol* da hat sie's ihr aber gezeigt Wink besonders das mit dem vom Boden aufkratzen fand ich sehr cool^^

Zitat:

„Mit der Macht des mir verliehenen Amtes erkläre ich euch hiermit zu Tussi und Arsch. Werdet glücklich!“

oh man, bei dem Satz hab ich mich fast gekringelt vor lachen Laughing echt super

Dass sich McGonnagal so leicht abspeisen hat lassen, hat mich dann doch ein bisschen gewundert. Ich meine, Niobe ist doch in ihrem Haus, und geht dann zum Hausleiter von Slytherin? hmm... sehr dubios Wink

Zitat:
Ich fragte mich ohnehin, womit dieser alte Sack beschäftigt war. Vielleicht mit dem Sortieren seiner Zitronendrops nach Farbe? Hrmpf.

boah... das ist eine Beleidigung für den tollen Dumbledore, wie kannst du sowas nur sagen

Zitat:
Das war wirklich mal muggel

interessanter Ausspruch^^ hm... wenn die sich also prügeln, dann muss das doch irgendwie was gewesen sein, was wenigstens einen von ihnen ziemlich aufgeregt hat, sonst hätten sie ja wohl den Zauberstab genommen.

Zitat:
Als ich mich schließlich dann doch leise seufzend abwenden mochte, warf Regulus noch einen kurzen Blick über seine Schulter hinweg. Er zielte auf mich und ich fing ihn auf. Mein Mund wurde wie automatisch trocken und der bereits bekannte Schauer jagte mir über den Rücken.

uiui... also irgendwie scheint es ja mit der Wut auf Regulus doch nicht so weit her zu sein^^

_________________
I solemnly swear that I am up to no good

Nach oben
xXMiraXx
Orden des Merlin 1. Klasse


Offline
Alter: 14
Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 2851
Wohnort: Zuhause

BeitragVerfasst am: 22.12.2007, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

35. Abends wird der Faule fleißig

Auch am späten Nachmittag hatte ich noch keine mögliche Erklärung für Regulus´ Verhalten gefunden. Ich saß in einem ganz besonders gemütlichen Sessel vor dem prasselnden Kamin im Gemeinschaftsraum und brütete mit düsterem Gesichtsausdruck vor mich hin. Nathan war vor ungefähr einer halben Stunde hier eingetrudelt (Elias war natürlich bei meinen Großeltern geblieben) und hat mich keines einzigen Blickes gewürdigt. Ehrlich gesagt konnte ich ihm das auch nicht wirklich verübeln. Ich hatte ihn wirklich schroff abgewiesen, nachdem meine Mutter uns in dieser unsäglichen Position erwischt hat, und ihn damit gewiss verletzt. Es tat mir leid, aber hätte ich tatsächlich mit ihm geschlafen und ihm danach eröffnet, dass ich ihn eigentlich gar nicht liebe, hätte es ihn noch viel mehr getroffen. Vermutlich würde er sich im Laufe der Woche schon wieder akklimatisieren und alles genauso nüchtern sehen wie ich.
Ich zog die Knie näher an meinen Körper heran und vergrub die rechte Hand in meiner Lockenpracht. Vielleicht sollte ich spazieren gehen. Nach Hogsmeade oder einfach nur in die Bibliothek. Ich könnte auch auf den Ländereien im Schnee herum tollen, was alleine natürlich recht trostlos wäre, aber einfach nur hier herumzuhocken, war ebenso jämmerlich. Ich meine, wenn ich nur hier vor mich hin vegetierte, würde ich ganz bestimmt nicht herausfinden, was Farrel mit der ganzen Spionage-Sache zu tun hatte. Außerdem – fällt mir gerade ein – müsste auch noch der Zusammenhang mit Gregory Asinus´ Verfluchung geklärt werden. Was machte ich also noch hier?
Entschieden erhob ich mich demnach, warf mir flüchtig meinen Winterumhang über und verließ energischen Schrittes den Gemeinschaftsraum. Die Kälte in den Kerkergängen war klirrend. Meine Finger zitterten schon heftigst nach gerade mal fünf Abbiegungen. Egal. Ich musste etwas unternehmen. Endlich alles klären und mit diesem ganzen Mist abschließen. Das beschäftigte mich einfach schon viel zu lange.
Okay, während ich also die Treppenstufen erklomm, die in das Erdgeschoss empor führten, überlegte ich mir, was ich überhaupt tun wollte. An diesem Punkt war ich schließlich schon einmal. Zumindest so ähnlich. Als ich mich – zu Recht! – gefragt habe, warum Regulus eine Beziehung mit mir führen wollte. Am Ende habe ich mich dort für die ich-entwende-Vielsaftrank-aus-Sluggys-Vorrat Option entschieden. Hmm, aber in der Nacht, bzw. an dem überaus frühen Morgen, an dem ich dieses Unterfangen auszuführen gedachte, war erstens das Objekt meiner Begierde bereits futsch gewesen und zweitens wurde ich von Slughorn und Regulus erwischt. Naja. Außerdem war ich zu dem Zeitpunkt auch nicht absolut überzeugt von der geplanten Tat und deren Sinn, wie Zweck, dieses Mal jedoch würde ich nicht einmal mit der Wimper zucken, mir einen Vielsafttrank von irgendwo her besorgen und dann strammen Schrittes zum Slytherin Gemeinschaftsraum marschieren.
Gut, aber ich bezweifelte, dass Slughorns Vorrat wieder aufgefüllt war, da er sicherlich nicht einmal das Fehlen des Trankes bemerkt hatte. Hmm, also was jetzt? Vielleicht selbst den Trank brauen? – Wohl eher nicht, denn bis der hergestellt sein würde, wären bereits Wochen ins Land gegangen und Regulus würde glauben, meine Drohung wäre lediglich Schall und Rauch, heiße Luft. Ob wohl noch ein Lehrer einen privaten Vorrat an Tränken besaß? Oder gar ein Schüler? Und wenn schon, wie könnte ich das – ohne mich selbst in die Bredouille zu manövrieren – in Erfahrung bringen? Vielleicht könnte ich das ganze schon einmal einkesseln und gewisse Personen von meiner Liste der potentiellen Tränkebesitzer streichen. Hmm, mal überlegen. In meinem Jahrgang gab es verschwindend wenige, die imstande wären, einen Vielsafttrank zu brauen. Höchstens zwei, nämlich Regulus und mich. Hüstel. Im siebten Jahrgang sah es da schon ganz anders aus. Black, Potter, Lupin, Evans, Snape und gewiss noch ein paar mehr Schlangen. Doch Evans schloss ich bereits wieder aus, denn sie würde wohl keinen – regelwidrigen – Vorrat besitzen, bei Lupin galt wahrscheinlich dasselbe.
Ich hielt mitten im Gehen inne. Für Snape wäre es ein Leichtes, einen Vielsafttrank zu brauen und mit Sicherheit nannte er einen Tränkevorrat sein Eigen. Warum hat Regulus sich also der Gefahr ausgesetzt und war bei Slughorn eingebrochen? Ich meine,– nüchtern überlegt – hätte Regulus den Trank sogar selbst brauen können. Seltsam. Und störend, immerhin beschäftigten mich bereits genügend Fragen.
Ich schlenderte in Gedanken versunken weiter. Es war auch so… naja, Regulus wirkte auf mich nicht gerade wie jemand, der bei einer wichtigen Angelegenheit unprofessionell und undiszipliniert agierte. Gut, er hatte sich am heutigen Tage recht primitiv geprügelt, aber normalerweise… Ich meine, er verhielt sich – meines Erachtens – immer so wohlerzogen, drückte sich überlegt aus und dachte bevor er etwas tat. Aber der Regulus, der sich in Elias’ Gestalt in das Fest meines Grandpas eingeschlichen hat… nun, der hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, im Entferntesten Elias’ Verhaltensweisen zu imitieren. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er angenommen hatte, uns würde ohnehin nicht auffallen, dass Elias sich anders verhielt, weil er immer ein wenig… nun, anders war, war durchaus als winzig zu bezeichnen. Es ging doch niemand so ein großes Risiko ein, also musste er uns geflissentlich unterschätzt oder einfach unglaublich faul gewesen sein. Außerdem schien er Feuerwiskey wie Wasser konsumieren zu können und oftmals seinen niederen Trieben unterworfen zu sein, dazu war er ein ausgezeichneter Sprinter und beherrschte die Apperation.
Das Apperieren lernten wir erst in ein paar Wochen, doch das schloss ja nicht aus, dass Regulus es bereits konnte, und das mit dem Sprinten… naja, seinem Körperbau nach zu urteilen, wäre auch das nicht unmachbar. Der Rest jedoch schien – meiner Meinung nach – nicht zu ihm zu passen. Klar, konnte man jetzt gegen halten, dass ich ihn auch nicht sonderlich gut kannte, aber auf meinen Instinkt, wie auf meine Menschenkenntnisse konnte ich mich eigentlich schon immer verlassen, also… – Nein! Was machte ich hier überhaupt? Versuchte ich tatsächlich, mir Regulus´ Unschuld einzureden? Das war ja lächerlich.
Leise vor mich hin grummelnd schritt ich an der Großen Halle vorbei – die Bibliothek hatte ich schon länger hinter mir gelassen –, um die Treppen, die aus dem Schloss herausführen, entschieden zu passieren. Ich gedachte nicht, nach Hogsmeade zu gehen, da ich überhaupt kein Geld mit mir führte, aber ein wenig im Schnee umher zu stapfen, konnte doch schon die Gedanken ordnen. Die Ländereien Hogwarts lagen bereits im Halbdunkeln, da die Sonne sich feige an den Rand der horizontal Ebene verzogen und somit den schweren, düsteren Schneewolken das Feld geräumt hatte, die sich soeben in voller Inbrunst entleerten. Schon nach einigen Minuten sah ich wie ein wandelnder Schneemann aus und könnte mich dabei selbst dafür ohrfeigen, dass ich mir weder meiner Wollhandschuhe, noch -mütze mitgenommen hatte. Hrmpf. Es war doch immer das Gleiche mit mir. Mit dem Kopf durch die Wand und ja nicht nachdenken. Typisch.
Naja, schnurz. Zumindest war ich jetzt absolut durchnässt und meine Gedanken kreisten sich nur ums Frieren, was doch durchaus ein Fortschritt war. Haha. Ich blieb stehen und ließ den Schnee zu meinen Füßen noch einmal besonders knirschen. Ihr wisst ja bereits, dass ich dieses weiße Zeug nicht sonderlich ausstehen konnte. Es war einfach nur ekelig und nass. Ich grinste halbherzig boshaft und warf mich rücklings in den nächstbesten Schneehaufen, um einen besonders brutalen Schneeengel zu erschaffen. Oh ja, ich hoffte doch sehr, der Schnee konnte das fühlen. Grrrr.
„Nich doch! Das is’ gar nich gut.“
Einen verwirrten Moment glaubte ich tatsächlich, dass der Schnee zu mir sprach, doch dann erblickte ich – mir gefror das Blut in den Adern – eine hünenhafte Silhouette, die sich groß und dunkel vom grauen Himmel abhob.
„Du kann’s doch nich einfach vor meiner Hütte in Ohnmacht fallen.“
Ich sprang perplex auf die Füße und starrte den Lehrling des Wildhüters Ogg, der eigentlich schon all dessen Aufgaben übernahm, unverhohlen ertappt an. Er sah überrascht zurück.
„Äh.“
„Geht’s dir gut? Ich hab von der Hütte aus“ – er wies ein paar Meter von sich zu dem kleinen Haus – „gesehen, wie du einfach umgekippt bist. Ist alles in Ordnung?“
„Ich… ja, ich wollte nur den Schnee misshandeln.“
„Was?“
„Nichts weiter, aber mir geht es ausgezeichnet.“
Er sah mich absolut misstrauisch, wie skeptisch an. „Vermutlich ist dir ganz kalt. Komm, ich mach dir ´nen Tee. Kekse kannste auch essen.“
„Nein, ich… wirklich, mir…“
Er ließ mich gar nicht erst aussprechen, sondern ergriff flugs meinen Arm und zog mich durch das Schneegestöber hinter sich her. Gedanklich verabschiedete ich mich schon einmal von dem Gliedmaß.
„Unverantwortlich bei dem Wetter hier herum zu irren. Könnte sonst was passieren.“ murmelte er beim Gehen in seinen übermäßig vorhandenen Bart. Ich sah mich nicht dazu genötigt, dem zu widersprechen. Er hatte ja ganz sicher Recht, aber deswegen musste er mich nicht gleich mit in sein Hüttchen nehmen.
„Schön weiter hacken, nich?“ meinte er jetzt mich? Nein, sein Blick ging entschieden nach rechts und nicht nach hinten zu mir. Ich schaute auch mal versuchsweise zu meiner Rechten und blieb automatisch stehen. Keine vier Meter von mir entfernt stand eine schwarz gekleidete Person, die energisch mit einer Axt ein armes, unbeteiligtes Holzstück malträtierte. Die Schneeflocken hatten sich bereits in seinem pechschwarzen Haar eingenistet und seine onyxfarbenen Augen waren finster geradeaus gerichtet.
„Hagrid, du hast wirklich Sinn für Humor.“
„Hmm?“
„Ich meine, wenn Black sich nicht zu schade ist, sich derart muggel zu prügeln, kann er auch gleich Holzhacken.“
Der Halbriese grinste schelmisch auf und hielt es für angebracht, stehen zu bleiben, um Regulus bei seiner Tätigkeit genau und genüsslich zu betrachten. „So is es. Obwohl Holzhacken an sich ´ne feine Arbeit ist.“
„Keine Frage.“
„Dachte erst, er würde sich weigern ´ne Axt in die Hand zu nehmen, aber jetzt hackt er schon seit ´ner halben Stunde.“
„Quäle ihn ruhig noch ein wenig weiter.“
„Klar, aber jetzt trinken wir beide Tee.“
„Gut. Ich habe ja auch sonst nichts zu tun.“
Hagrid nickte fröhlich mit seinem großen Kopf und marschierte dann weiter. Dieses mal – Merlin-sei-Dank – ohne mich mitzuschleppen. Er hielt es also für machbar, dass ich selbstständig hinter ihm hertrotten konnte. Sehr schön. An der Hüttentür angekommen, warf ich noch einen klitzekleinen Blick über die Schulter hinweg auf Regulus… was ich lieber nicht getan hätte, denn ich traf direkt auf kohlrabenschwarze Augen. Brr. Eilig richtete ich mich wieder nach vorne und stolperte kurzweilig unsicheren Fußes in die warme Stube… die keinesfalls so leer war, wie ich angenommen hatte. Am liebsten hätte ich wieder auf dem Absatz kehrt gemacht, doch dann müsste ich wieder an Regulus vorbei. Doppelmist.
Also, Lagebericht: Lupin saß gemeinsam mit Pettigrew Tee schlürfend an Hagrid’s grob getäfeltem Küchentisch – akzeptabel. Zu ihren Füßen lag ein großes, sabberndes Hundevieh – nicht schön. Ich war eher der Katzentyp. Auf der überall geflickten Couch vorm offenen Kamin kuschelten sich Potter und Evans ach so verliebt aneinander – ekelerregend, aber ich kann mit viel Mühe darüber hinweg sehen. Sirius Black, der zuvor munter seinen Bruder angaffend am Fenster gestanden hatte, nahm mich gerade in diesem Moment überschwänglich in den Arm – so was von unertragbar, dass es weh tat.
„Niobe-Mäuschen, wie schön dich zu sehen.“
„Hagrid, könntest du dieses Etwas bitte von mir entfernen?“
Der Angesprochene lachte leise auf. „Sirius, lass´sie los.“
Achtet-alle-nur-auf-mich Black tat tatsächlich, was ihm angeraten wurde und wuschelte mir dann ungefragt durch die Locken, dass die angeschmolzenen Schneeflocken nur so in alle Richtungen davon fegten. Ich schlug gekonnt seine Hand beiseite, würdigte ihn des weiteren keines Blickes und ließ mich neben Lupin elegant an den Tisch sinken.
„Warum genau seid ihr alle hier?“
Sirius warf sich neben mir auf den Stuhl, stützte sich mit dem Ellenbogen vor mir ab und sah mich versucht charmant an. „Nun, ich für meinen Teil, habe nur auf dich gewartet, Baby.“
Lupins genervtes Aufstöhnen ertrank in seinem Tee. Hagrid wälzte sich währenddessen ebenfalls auf einen Stuhl und stellte dabei Tassen vor mich und Black. Nachdem er in diese auch den heißen Tee geschenkt hatte, ergriff ich bedächtig meine Tasse und führte sie gemächlich zum Mund, um vorsichtig daran zu nippen. Sirius grinste noch breiter.
„Du willst mich also ignorieren, Häschen?“
„Sie will es nicht nur, sie tut es sogar, Pad.“ Lupin blickte gelangweilt zu seinem Freund hinüber, der ihn daraufhin geflissentlich nicht beachtete.
„Also, der Tee schmeckt wirklich köstlich, Hagrid.“ Ich schlürfte bedeutsam an meiner Tasse und der Angesprochene brillierte in der Imitation eines Honigkuchenpferds.
„Danke. Du solltest auch ´nen Keks probieren. Hab´ mir echt Mühe damit gegeben.“
Mit diesen Worten hielt er mir ein Holzschüssel gefüllt mit Untertassen großem Gebäck entgegen, von welchen ich mir eines herausfischte und versuchsweise daran kaute.
„Die sind ziemlich hart, also; soll ich sie dir nicht lieber vorkauen, Mäuschen?“
„Mit jedem weiteren Wort, das aus deinem Mund kommt, erscheint mir die Option des Hinausgehens und Regulus-Gesellschaftleistens immer verlockender.“ Ungerührt knabberte ich weiter an dem tatsächlich steinharten Keks. Black zwirbelte eine seiner pechschwarzen Haarsträhnen um den Zeigefinger und sah mich jetzt absolut ernst an. Nur in seinen Augen glitzerte der Schalk noch recht eindrucksvoll.
„Nein. Das meinst du nicht ernst.“
„Hmm, lass mich überlegen: Doch, ja, das tue ich. Aber, weißt du was? Das könnte sich ändern, indem du“ – ich war jetzt wirklich waghalsig und halsbrecherisch, also denkt euch nichts dabei – „mir sagst, von wo, oder besser gesagt, von wem ich Vielsafttrank bekommen kann.“
Warum auch nicht? Ich hatte doch ohnehin nichts zu verlieren und ich wollte jetzt unbedingt wissen, was da im Schlangenhaus gespielt wurde. Ich musste es wissen.
Black öffnete den Mund kurz, um ihn dann wieder zu schließen und mich prüfend anzusehen.
„Wofür brauchst´n du Vielsafttrank?“ Hagrid sah ebenso skeptisch aus, was ich ihm nicht verdenken konnte.
„Das ist nicht von Belang. Ich brauche ihn einfach, und meine bisherigen Bestreben, welchen zu erhalten, wurden entschieden zunichte gemacht.“
Okay, das ist ein wenig überzogen, aber Black sollte ja nicht – fälschlicherweise – denken, er wäre umgehend der Erste, den ich um… naja… ‚Hilfe’ bitte.
„Von wem?“ Blacks Blick war in unverhohlenes Interesse umgewechselt.
„Ebenso unwichtig.“
Er strich sich verstohlen lächelnd übers Kinn. „Dir ist schon klar, dass die Anwendung von Vielsafttrank in Hogwarts nicht erlaubt ist, oder?“
„Was? Im Ernst? – Nein, wirklich jetzt. Sag mir einfach, wo es welchen gibt.“
„Willst du dann damit irgendeine Bösartigkeit anstellen, kleiner Frechdachs?“
„Nein, ich will mir die Haut eines Slytherins überstreifen, mich in die Höhle des Löwen, oh pardon – der Schlange begeben und deinen Bruder ausspionieren.“
Ich lächelte zuckersüß. Hach ja, Ehrlichkeit war eine Tugend.
„Ah, dachte ich mir. Aber die eigentlich wichtigste Frage ist, was ist dir diese Information wert, hmm?“
Er legte leicht den Kopf schief und runzelte herausfordernd die Stirn. Ich wette, dass Lupin bei jedem anderen ins Wort gefallen wäre und ihn oder sie von der Illegalität dieser Angelegenheit zu überzeugen versucht hätte, doch ihm war einfach klar, dass Sirius ohnehin schon verloren war. Und was mich anging, wollte er vermutlich nicht aufdringlich und anmaßend erscheinen. Was wusste ich.
„Was denkst du, was mir diese Information wert sein könnte?“
„Oh, wie wär’s mit einem Hogsmeadebesuch in lauschiger Zweisamkeit?“
Ich schnaubte verächtlich auf. „Ist das dein