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Remember the Past [Romeo]
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Bellatrix<3 Schulsprecher

Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 22.07.2008, 14:51 Titel: Remember the Past [Romeo] |
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Genre: Thriller
Freigegeben ab 12 Jahren
Liz ist 17 Jahre alt und adoptiert. Der Mörder ihrer Eltern wird nie gefasst. Als sie eines Tages auf einem Maskenball einen seltsamen Mann trifft, der Details des Mordes zu wissen scheint, nimmt sie die Ermittlungen selbst in die Hand um den Mörder ihrer Eltern endlich hinter Gitern zu bringen. Doch zu welchem Preis? Ein Schüler wird tot aufgefunden und Liz schwebt in größter Lebensgefahr...
Prolog
Sie war schön.
Er begehrte sie schon lange. Länger als sie ihn überhaupt kannte.
Doch kein Blick, kein Wort, keine freundliche Geste ... nichts kam von ihr!
Wollte sie ihn verrückt machen?
Aber nein. Sie wusste ja nicht, dass er sie begehrte.
Sollte sie es erfahren?
Nein!
Das wäre sein Ruin.
Aber er wollte sie!
Wollte sie jetzt!
Nun denn.
So sei es.
Wenn sie ihm es nicht freiwillig geben wollte, würde er sich nehmen, wonach es ihm all die Jahre verlangte!
Er würde es sich nehmen und keiner würde ihn daran hindern ... Nein, keiner!
... Sie war einfach so schön.
Aber wann? Wann sollte er es sich nehmen?
Bald ... Bald war perfekt!
Aber ... konnte er ihr wehtun?
JA!
Ja ... er hatte es doch schon einmal getan!
Damals.
Es war so einfach gewesen.
Einfacher als atmen.
Einfacher als blinzeln.
Einfacher als leben.
Er würde sie bekommen.
Bald sogar!
Sie war so schön....
Kapitel 1
»Also ich weiß nicht ...« Gedankenverloren zupfte Liz an ihren schwarz gelockten Haar herum. Eine dunkelgrüne Spange hielt ihren fransigen Pony nach oben.
»Du siehst einfach toll aus! Ich beneide dich. Du kannst einfach alles tragen was du willst und es steht dir! Du wirst bestimmt die Schönste auf dem Maskenball sein. So ein Glück hätte ich auch gerne. Und Finn Edwards wird es sicher genauso sehen wie ich.« Seufzend ließ sich ihre beste Freundin Helena auf ihr Bett fallen. Helena steckte in einem braunen Kleid, das üppig mit grünen Spitzen bestickt war. Dazu hatte sie ihr rotes Haar offen gelassen und die Füße in hohe Riemchenschuhe gesteckt.
»Also jetzt übertreibst du wirklich! Und außerdem weißt du ganz genau, dass ich nicht eines dieser Mädchen bin, die Finn die ganze Zeit hinterher rennen und ihn anschmachten! Ich hasse diesen Kerl. Ich kann ja auch nichts dafür, dass er auf mich steht. Es ist wirklich wahnsinnig nervend, dass er mich nicht einen einzigen Moment in Ruhe lassen kann!Ich hab es ihm schon oft gesagt! Dass er es einfach nicht kapieren will!«, schimpfte Liz und betrachtete sich noch einmal abschätzend im Spiegel. Sie trug ein dunkelgrünes mit schwarzen Streifen kombiniertes Korsett, das an ein schwarzes samt Kleid genäht war. In ihrem Haar war eine grüne Feder angebracht und sie trug eine schwarze Maske die wiederum ihre leuchtend grünen Augen zum Vorschein brachte. Ihre leibliche Mutter hatte das Kostüm vor ihrem Tod angefertigt, hatte es jedoch nie selbst getragen.
»Hier sind deine Schuhe.« Helena schmiss ihre ihre Schuhe zu und Liz fing sie geschickt auf. Sie ließ sich neben ihre beste Freundin aufs Bett fallen und machte sich an die Arbeit die Verschlüsse zu schließen.
»Wer hat sich eigentlich dieses Thema für den Maskenball ausgedacht?«
»Wieso?« erwiderte Helena verwundert. »Romeo und Julia ist doch toll! Ich kann immer noch nicht verstehen, was du dagegen hast.«
Liz zuckte mit den Achseln und stand auf. »Wann kommt eigentlich Taylor?«
Helena erhob sie ebenfalls und sah auf die Uhr. »Ich weiß nicht. Wollte er nicht schon längst hier sein?«
»Na ja, du weißt ja wie er ist. Er kommt immer zu spät.« Beide Mädchen fingen an zu kichern. Taylor war ihr bester Freund, aber ziemlich unzuverlässig wenn es um die Zeit ging.
»Komm, lass uns schon mal runter gehen.«, schlug Helena vor und zog Liz mit sich die Treppe runter. Sie waren kaum am Fuße der Treppe als es auch schon läutete.
»Oh, hallo Taylor. Komm doch rein. Die Mädchen müssten eigentlich schon fertig sein.«, ertönte die Stimme von Liz's Adoptivmutter Sharon.
»Hallo Mrs. Court.«, erklang die Antwort von Taylor.
»Hi Taylor!«, riefen Helena und Liz gleichzeitig und sie begannen erneut zu kichern. Taylor verdrehte die Augen.
Liz kicherte erneut. »Du siehst echt lustig aus, Taylor.«
»Was denn?«, meinte Taylor und sah an sich hinunter. »Was kann ich dafür, dass Romeo so etwas getragen hat?«
Sharon zog eine Augenbraue nach oben. »Also mir gefällts. Und was ihr Mädchen da anhabt, steht euch wirklich gut!«
Liz verdrehte die Augen. »Du bist eine Mutter, Sharon. Du musst sagen, dass es dir gefällt sonst wären dir deine Kinder beleidigt.« Sharon brach in Lachen aus. Ihr Lachen klang hell und zuckersüß; Liz liebte es wenn ihre Adoptivmutter so gute Laune hatte.
»Wem gefällt was?«, ertönte Marecs Stimme direkt hinter Helena. »Wow, ihr seht toll aus!«
»Danke, Mr Court!«, bedankte sich Helena höflich.
»Du siehst auch toll aus, Dad.«, grinste Liz und drückte ihrem Adoptivvater einen Kuss auf die Wange. »Also dann, lasst uns gehen! Bis dann!« Sie zog Taylor und Helena hinter sich her nach draußen. Die kühle Abendluft schlug ihr ins Gesicht als sie die Verandatreppe hinunter gingen. Für diese Jahreszeit war es ziemlich kalt und Liz bereute es sofort, ihre Jacke nicht mitgenommen zu haben.
»Mein Auto steht da drüben.« Taylor zeigte mit seiner Hand in die Richtung und Helena hüpfte freudig neben ihm her.
»Das wird bestimmt total toll! Ach, ich freue mich schon richtig!«
Liz kicherte. Ihre Freundin war immer schnell von einer Sache begeistert. Aber genau das mochte sie so an Helena. Sie war immer fröhlich – nichts konnte ihre sonnige Laune so schnell ändern. Und Taylor liebte Liz, wegen seiner unkomplizierten, fröhlichen Art. Man konnte mit ihm einfach alles
unternehmen, ohne das er was dagegen hatte, sogar beim Shoppen schlenderte er hinter den eifrig einkaufenden Mädchen hinterher.
»Ich sitz vorne!«, platze Helena plötzlich durch die anbrechende Stille. Taylor zog eine Augenbraue nach oben, sagte jedoch nichts. Er war es wie Liz gewohnt, dass Helena immer leicht aufgedreht war. Wie ein richtiger Gentleman öffnete er für die Freundinnen die Tür. Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
»Wenn ich bitten darf, Ladies!« Helena und Liz kicherten, zwinkerten sich einander zu und stiegen ein.
»Ich glaube,« meinte Liz schließlich »dass dir die Damen zur damaligen Zeit sicherlich in Scharen zu Füßen gelegen wären!«
»Ach ja? Zur damaligen Zeit?!« Taylor sah sie durch den Rückspiegel belustigt an.
»Nun, heute werden sie dir wahrscheinlich auch zu Füßen liegen, oh Romeo!« Sie grinste ihn herausfordernd an.
»Was soll das genau heißen?«
Liz zuckte mit den Achseln. »Ich bin eine Frau. Ich weiß wie wir Ticken! Und du bist im Moment wie ein richtiger Gentleman. Ach ja, da fällt mir ein: Wieso hast du eigentlich kein Date?«
Taylor zog eine Augenbraue hoch und schwieg. Nach einer weile setzte er ein Grinsen auf und sah Liz wieder durch den Rückspiegel an. »Sollte ich? Ihr habt doch auch keines.«
Helena stöhnte. »Natürlich solltest du! Das ist doch das tolle an einem Ball! Und außerdem hab ich ein Date, falls du es wissen willst und zwar Gordon Ross. Liz ist die, die kein Date hat! Ihr zwei könntet doch gehen? Schließlich habt ihr beide keines ...«
Taylor schüttelte nur den Kopf, drehte das Radio etwas lauter und schaute wieder konzentriert anch vorne. Er hasste es über Beziehungen und Dates zu reden. Das mochte er noch nie und genau jetzt fingen seine zwei besten Freundinnen schon wieder damit an! Es gab im Leben schließlich noch wichtigere Dinge außer Dates und hübsche Mädchen ... Zumindest für ihn.
»Deine Fantasie geht mal wieder mit dir durch, Hel!«, meine Liz belustigt und sah aus dem Fenster. Es hatte inzwischen zu Nieseln begonnen. Der Himmel jedoch war immer noch sternenklar und Liz beobachtete die kleinen leuchtenden Punkte am Firmament. Sie liebte die Nacht. Das hatte sie schon immer getan. In der Nacht fühlte sie sich einfach geborgen. Helena konnte das gar nicht verstehen. Sie hasste es Nachts unterwegs zu sein.
»Wow, hier ist ganz schön viel los!«, bemerkte Taylor und umrundete den vollen Parklatz auf der Suche nach einem freien Platz für sein Auto.
»Na ja, es sind ja nicht nur Schüler hier. Soweit ich weiß sind noch aller Hand Eltern, Freunde, Geschwister und ein paar wichtige Leute eingeladen worden.« Helenas Augen glühten bei dem Gedanken an so viele Jungs, denen sie den Kopf verdrehen konnte.
Währenddessen hatte Taylor einen freien Parkplatz gefunden und schaltete den Motor aus. »Na dann, lasst uns gehen!«
Die beiden Mädchen nickten aufgeregt und stiegen aus. Feine Regentropfen fielen auf ihre Gesichter, als sie sich den anderen Gästen anschlossen und zum Haus gingen. Der Maskenball wurde nicht in der Schule gefeiert, dafür währe diese viel zu klein gewesen. Stattdessen hatte der bekannte Firmeninhaber Stephen O'Connor sein Haus – man sollte wohl eher Villa dazu sagen? – zu Verfügung gestellt. Er selbst war jedoch übers Wochenende verreist und somit nicht anwesend. Seine Frau, Estella O'Connor, übernahm die Planung des Balles mit Begeisterung für ihn.
»Also hier würde ich auch gerne leben!«, murmelte Liz und sah sich genauer um. Das Grundstück würde von einem hohen Zaun umgeben. Man gelangte nur durch ein großes, schmiedeeisernes Tor auf das Anwesen, das sich majestätisch von der Dunkelheit abhob. Die Villa selbst war in einem schlichten Weiß gehalten. Sie hatte zwei Stockwerke und eine große Veranda. Dazu einen Garten, an den sich Pferdekoppeln anschlossen. Im hinteren Teil des Gartens konnte Liz einen Swimmingpool erkennen der in den verschiedensten Farben leuchtete. Ein gepflasterter Weg führte direkt an eine aus Mahagoniholz bestehende Haustür.
»Also dieser O'Connor muss echt Geld haben, wenn er sich so etwas leisten kann.« Helena wirkte genau so überwältigt wie Liz.
»Ihm gehört ja auch „Amar-Chip“!«, erwiderte Taylor und sah zu der großen Villa hinauf. Seine Miene verriet Bewunderung, aber ebenso ein bisschen Abscheu. Er mochte keine Leute, die so mit ihrem Reichtum prahlten. »Ihr wisst schon, die Firma, die diese Computerchips herstellt. Er verdient damit einen Haufen Kohle! Sein Vater, Anthony O'Connor, hat die Firma damals gegründet und nach seinem Tod ist sie an seinen ältesten Sohn übergegangen. So viel ich weiß hat sein Bruder überhaupt nichts abbekommen. Ich glaube, die beiden reden nicht einmal mehr miteinander.«
»Das ist also das tolle Haus des tollen Firmenunternehmers Stephen O'Connor. Über ihn liest man zur Zeit ganz schön viel in der Zeitung, nicht wahr?« Liz sah sich noch einmal genauer um. Das Gelände hatte nicht nur einen Swimmingpool sondern auch noch einen Rosengarten mit – soweit Liz das sehen konnte – sechs Springbrunnen die allesamt beleuchtet waren.
»Im Moment laufen seine Geschäfte auch ziemlich gut. Ich habe gehört, dass er noch ein weiteres Firmengebäude errichten lassen will. Wozu das gut sein soll weiß ich jedoch nicht. Aber ich bin schließlich auch nicht Mrs. O'Connor.«
»Woher weißt du eigentlich so viel über diesen Kerl, Taylor?« Helena sah ihren besten Freund mit zusammengekniffenen Augen an.
Taylor lächelte sie an. »Aus der Zeitung. Es würde dir auch nicht schaden, wenn du sie hin und wieder lesen würdest!«
Helena gab ein Schnaufen von sich. Inzwischen waren sie den Weg entlang bis zur Haustür entlang gegangen. Die Tür war höher als Liz gedacht hatte. Drei gut gekleidete Butler begrüßten die eintreffenden Gäste mit einem Glas Sekt-Orange.
»Einen wunderschönen Abend. Ich hoffe, Sie werden sich heute gut amüsieren.« Der kleinste der Butler reichte Liz ein Glas mit einem breiten Grinsen. Er hatte kurze, braune Haare, die er mit etwas Gel nach hinten geglättet hatte. Liz Lächelte zurück und gesellte sich wieder zu Helena und Taylor die schon das Haus betreten hatten.
Das Innere war genau wie zu erwarten: Teure Möbelstücke wohin man auch sah und dazu noch aller Hand Antiquitäten die bestimmt ebenso teuer waren. Der Raum, in dem sie sich nun befanden, war eine Art Eingangshalle an den sieben Türen anschlossen. Eine dieser Türen – sie war ebenso groß wie die Eingangstür der Villa – war weit geöffnet worden. Der Klang von Musik und Gelächter drang zu ihnen herüber. Anscheinend war die Veranstaltung schon im vollem Gange.
»Na dann auf ins Vergnügen.« Kicherte Helena und verschwand in der Menge.
»Ich glaube,« Taylor warf Liz ein Lächeln zu. »dass wir sie heute nicht so schnell wieder sehen werden.«
»Da könntest du durchaus recht haben.«,erwiderte Liz und mischte sich ebenfalls unter die Gäste. Taylor verschwand aus ihrer Sichtweite und Liz sah sich verstohlen um. Der Saal war riesen groß und bersten voll. An der linken Seite des Raumes zog sich eine Bar entlang. In der Mitte bewegten sich Körper zum Rhythmus der Musik. Kronleuchter hingen über ihren Köpfen und die gewaltigen Fenster waren weit aufgerissen. Eine leichte Brise zog durch den Raum und Liz versuchte angestrengt ein paar ihr bekannte Gesichter zu erkennen.
»Liz, hier sind wir!« Sie hob den Kopf und drehte ihn in die Richtung, aus der sie den Ruf vernommen hatte. Helena stand bei einer kleinen Gruppe von Leuten aus ihrer Schule und wedelte wie wild mit den Armen, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Vorsichtig schob sich Liz an den umstehenden Gästen vorbei und gesellte sich zu ihrer Freundin.
Beim näher kommen bemerkte sie, dass die Gruppe hauptsächlich aus Schülern der älteren Jahrgänge bestand. Liz kannte nur eine von ihnen. Ihr Name war Aimee Robertson und sie ging mit ihnen in die Klasse. Sie trug ein rotes Kleid, dass ihre perfekte Taille zur Geltung brachte.
»Hallo, Liz.«, kicherte Aimee gut gelaunt. Liz nickte ihr als Antwort kurz zu. Sie fühlte sich unwohl in dieser Gesellschaft und würde am liebsten wieder verschwinden.
Verstohlen sah sie sich nach Taylor um. Wo war er bloß, wenn man ihn mal brauchte?
Eine Hand legte sich auf ihre Schulter und drückte sanft zu. Erschrocken zuckte sie zusammen und vernahm kurz darauf ein leises Kichern. Wütend drehte sie sich um. Auf Taylors Gesicht lag ein breites Grinsen.
»Hab ich dich erschreckt?«
»Und wie!«, zischte Liz und funkelte ihn an. Taylors Grinsen wurde breiter. Als er jedoch einen Blick auf die Personen in der Gruppe warf, zog er seine Augenbrauen nach oben. Er mochte diese Gesellschaft anscheinend genauso wenig wie Liz.
»Willst du tanzen?«, fragte er schließlich und sah ihr wieder in die Augen.
»Klar. Warum nicht?« Ihr war in diesem Moment alles recht um von hier weg zu kommen. Sie tippte Helena auf die Schulter und zeigte kurz in Richtung Tanzfläche. Helena nickte und wandte sich wieder ihrem Gespräch zu. Zusammen mit Taylor machte sie sich auf den Weg zur Tanzfläche.
»Du kannst diese Personen anscheinend genauso wenig ausstehen wie ich.«, bemerkte Liz als sich bereits auf der Tanzfläche befanden.
Taylor nickte. »Ja, ich kenne sie von früher. Die haben nichts als Ärger gemacht. Haben mit Drogen gedealt und geklaut. Du weißt schon, das Übliche halt.«
Liz warf einen Blick über ihre Schultern. Helena schien immer noch in ein aufregendes Gespräch verwickelt zu sein und bemerkte den Sorgenvollen Blick ihrer Freundin nicht. »Ich fühle mich gar nicht wohl bei dem Gedanken, dass Helena mir diesen Kerlen rumhängt.«
»Da geht’s mir genauso. Sie sind kein guter Umgang, aber auch wenn wir es Helena sagen, wird sie nicht auf uns hören. Sie ist schließlich fast schon mit diesem Gordon Ross zusammen. Er ist sozusagen das Oberhaupt dieser kleinen „Gang“!«
Liz seufzte und wandte ihr Gesicht wieder Taylor zu. »Na ja, vielleicht haben sie sich ja verändert. Du hast schließlich gesagt, dass sie mit Drogen gedealt haben. Also muss es schon etwas länger her sein, oder?«
»Genau genommen sind es vier Jahre her. Gordon und seine Leute sind aber auch älter als wir. Sie waren, so weit ich mich erinnern kann, damals so alt wie wir jetzt.«
Liz sog die Luft ein. »Also ist Gordon schon einundzwanzig wenn ich mich nicht irre. «
»Ja. Aber genug geredet. Lass uns Tanzen!«
»Klar.« _________________ when light turns to dark
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Zuletzt bearbeitet von Bellatrix<3 am 28.04.2009, 19:45, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Bellatrix<3 Schulsprecher

Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 01.08.2008, 13:54 Titel: |
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anscheinend steht hier niemand auf thriller xD _________________ when light turns to dark
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Bellatrix<3 Schulsprecher

Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 11.09.2008, 21:54 Titel: |
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2 Kapitel
»Ich kann nicht mehr!«, keuchend zerrte Liz Taylor zu einem kleinen Sofa im hintersten Teil des Hauses. Seufzend ließ sie sich darauf nieder und holte tief Luft. Sie hatte sich schon lange nicht mehr so amüsiert wie gerade eben mit Taylor. Er konnte wirklich gut tanzen. Natürlich würde sie ihm das niemals sagen (er war so und so schon eingebildet genug ).
»Was? Schon fertig? Wir haben doch gerade erst angefangen!«, scherzte Taylor und ließ sich ebenfalls auf das Sofa fallen. Auch er war leicht außer Atem. Schließlich hatten sie fast über eine Stunde zusammen getanzt! Und das war ein Rekord für Liz.
Spielerisch stupste sie ihn mit ihrem Ellbogen an. »Es kann ja nicht jeder so viel Kondition haben wie du! Wie wäre es, wenn du uns mal was zu trinken holen würdest? Aber bitte etwas ohne Alkohol.«
Taylor verdrehte die Augen. »Schon klar! Jetzt muss ich wieder den Butler spielen. Was hätte das gnädige Fräulein denn gerne?« Er fing leise an zu kichern. Was war denn daran bitte so lustig?
Liz zog eine Augenbraue nach oben. »Eine Cola.«
»Wie die Dame es befielt!« Immer noch kichernd bahnte er sich seinen Weg Richtung Bar. Alle alkoholfreien Getränke waren kostenlos und das erstaunte Liz. Dieser O'Connor muss anscheinend wirklich viel Geld haben, dachte sie so vor sich hin.
Wie das wohl wäre ebenfalls so viel zu besitzen? Man könnte alles haben was man wollte ... Nein Liz! An so etwas darfst du gar nicht erst denken! Geld ist schließlich nicht alles im Leben, schimpfte sie sich selber.
Und außerdem, was sollte sie denn mit so viel Geld? Sie hatte doch alles was sie wollte. Zwei beste Freunde und eine glückliche Familie ... na ja ... fast glücklich. Oh nein! Daran durfte sie erst recht nicht denken! Niemals! Das hatte sie sich geschworen. Sie hatte jetzt Marec und Sharon und die zwei waren wie ihre leiblichen Eltern zu ihr und das würde sich auch niemals ändern. Doch wie so oft gab sie nach und ließ ihren Gedanken freien lauf.
Sie war vor dreizehn Jahren Zeuge am Mord ihrer eigenen Eltern geworden. Man hatte sie in ihrem Haus kaltblütig niedergestochen und das, was man ihrer Mutter angetan hatte, daran wollte Liz lieber nicht mehr denken! Und sie hatte das alles mit ansehen müssen; ohne eine Chance zu haben, ihren Eltern zu helfen. Aber wie hätte sie das auch anstellen sollen? Liz war schließlich damals gerade mal vier Jahre alt gewesen. Wäre nicht im letzten Moment der beste Freund von Liz's Eltern erschienen, hätte der Täter wahrscheinlich auch noch Liz getötet. Er war aber durch das Kinderzimmerfenster entkommen.
Er wurde nie gefasst. Man hatte zwar eine ganze Reihe verdächtiger festgenommen und verhört, fand aber nichts nützliches was den Täter hinterführen konnte. Niemand wollte glauben, das ein Mensch zu so etwas fähig war. Das Motiv war ebenfalls unbekannt. Ein Raubüberfall war auszuschließen, da nichts gestohlen wurde obwohl der Täter genügend Zeit dazu gehabt hätte. Aber was für einen Grund sollte der Mörder gehabt haben um den Bennett's so etwas anzutun?
Da sie keine anderen Verwandten mehr hatte steckte man Liz in ein Waisenhaus. Sie war dort nie glücklich. Die Erzieher waren einfach viel zu streng und unsympathisch. Sie bekam oft ärger, weil sie viel zu aufgedreht war. Aber was sollte man denn von einem kleinen vierjährigen Mädchen erwarten? Mit sechs Jahren stahl sie sich das erste mal heimlich aus dem Haus. Nur eine Stunde später wurde sie in einem Polizeiauto zurückgebracht.
Seid diesem Tag versuchte sie es immer und immer wieder. Nie hatte sie Erfolg und adoptieren wollte sie auch keiner. Liz wurde immer unglücklicher und dünner. Die Erzieher wussten keinen Rat und ebenso wenig der Arzt den sie regelmäßig aufsuchten.
Drei Tage nach Liz' siebten Geburtstag schlich sie sich erneut aus dem Haus. Es war dunkel und sie fror. Doch das alles war ihr egal! Sie wollte nur so schnell wie möglich viel Abstand zwischen sich und das Waisenhaus bringen. Sie bog um mehrere Ecken und wurde immer schneller. Es waren nun schon fast drei Stunden vergangen, seid sie sich weggeschlichen hatte und noch immer war keine Polizei oder sonst wer zu sehen, der sie zurückbringen wollte.
Keuchend bog sie um die nächste Ecke und blieb abrupt stehen. Vor ihr stand ein großer Mann – circa um die einsachzig herum. Er war komplett in Schwarz gekleidet. Er hatte blonde Locken und einen leichten Bartansatz. Ein unheimliches Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. »Hey Kleine! Noch allein unterwegs so spät am Abend?«
Ein eisiger Schauer lief Liz den Rücken hinunter und sie wich instinktiv einen Schritt zurück. Alles in ihr schrie danach sich um zu drehen und weg zu laufen. Aber sie wusste, dass er schneller sein würde als sie mit ihren kleinen Beinen.
Der Fremde kam einen Schritt näher. »Was hast du denn Liebes? Du brauchst keine Angst zu haben!«
Noch bevor sie reagieren konnte hatte er sie schon gegen die Wand gedrückt und zerrte an ihren Kleidern. Liz wehrte sich mit alle ihrer Kraft – erfolglos! Sie spürte seinen warmen Atem an ihrer Haut als er sich über sie hermachte. Nie würde sie diesen Schmerz vergessen....
Wie ein Stück Dreck ließ er sie einfach liegen und machte sich aus dem Staub. Weinend zog Liz ihre Knie an und schlang ihre Arme darüber. Sie wiegte sich leicht vor und zurück und starrte ins Leere. Sie konnte immer noch nicht glauben, was gerade geschehen war. Genauso war es ihrer Mutter ergangen ...
Fröhliches Gelächter riss sie aus ihren Gedanken. Mit ihrer zitternden Hand wischte sie sich die Tränen aus den Augen. Weinen brachte jetzt auch nicht mehr viel! Doch ohne es verhindern zu können flossen immer mehr. Liz vergrub ihr Gesicht in den Händen. Was sollte sie denn jetzt nur tun?
Als sich eine weiche Hand sanft auf ihre Schultern legte, zuckte sie zusammen. Eine Stimme drang leise und liebevoll an ihr Ohr – es war die Stimme einer Frau. »Schsch. Hab keine Angst, es wird alles gut werden.«
Vorsichtig hob Liz ihren Kopf und sah direkt in haselnussbraune Augen. Die Frau lächelte ihr Freundlich zu und Liz bemerkte noch weitere Gestalten hinter ihr.
»Wie heißt du, Liebes?«, erklang erneut die wohltuende Stimme der Frau.
»Leviyah .... Leviyah Elizabeth Bennett. Aber meine ... meine Freundinnen nen ... nennen mich Liz ...« Liz schluchzte und im nächsten Moment reichte ihr die Frau ein Taschentuch. Geräuschvoll putzte sie sich die Nase. »Danke ...« Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
»Steh erst mal auf. Du bist ja ganz nass!« Hilfsbereit reichte ihr die Frau ihre Hand und Liz ergriff sie ohne zögern. Ihr war bis jetzt gar nicht aufgefallen, dass es zu Regnen begonnen hatte.
»Mein Name ist Millerson, Sharon Millerson. Wo kommst du denn her?« Sharon schälte sich aus ihrer Jacke und legte sie Liz um die Schultern. Zitternd wickelte sie sich darin ein.
»Ich ...«, sie stockte. Wenn sie Sharon jetzt die Wahrheit erzählte würde sie eh wieder zurückgebracht werden. Aber was sollte sie ihr denn sonst erzählen?
»Ich wohne im Waisenhaus dieser Stadt«, setzte sie erneut an. »Ich habe mich weggeschlichen und ... und auf einmal stand dieser ... dieser Typ vor mir und ...« Erneute Tränen ließen den Satz unvollständig.
»Ist ja gut!«, flüsterte ihr Sharon ins Ohr und zog sie in ihre Arme. »Niemand wird dir je wieder weh tun, das verspreche ich dir.«
Sharon brachte sie zusammen mit ihren vier Freundinnen zurück zum Waisenhaus. Die Polizei wurde gerufen und Liz musste den Mann beschreiben, denn sie gesehen hatte. Sharon blieb die ganze Zeit über bei ihr und ließ sie nicht aus den Augen.
Drei Tage später erschien sie erneut im Waisenhaus mit der Nachricht, dass man den Mann gefunden habe und mit einen Teddybären für Liz. Liz war über glücklich Sharon wieder zu sehen. Sie mochte die Frau und wollte sie nie wieder hergeben.
Vier Monate besuchte sie Sharon regelmäßig. Sie unternahmen zusammen Ausflüge oder gingen Essen. Liz lernte sogar Sharons Verlobten Marec kennen. Zu erst hatte sie große Angst vor ihm, doch diese legte sich schnell wieder. Marec war ebenso wie Sharon unheimlich nett zu ihr und würde ihr nie etwas tun.
Eine weitere Woche später erzählte ihr eine Erzieherin eine sehr bedeutende Nachricht für Liz. Sie konnte es immer noch nicht glauben! Marec und Sharon hatten sie tatsächlich adoptiert! Sie schmiss sich sofort in Sharons Arme als die beiden kamen um sie ab zu hohlen. Tränen liefen ihr über die Wange.
Sanft strich Sharon über ihr Haar. »Es wird alles gut, Liebling. Wir werden eine richtige, kleine Familie! Du, ich und Marec. Wir werden dich niemals hergeben, dass verspreche ich dir. Ich liebe dich!«
»Ist alles in Ordnung?« Eine besorgte Stimme riss Liz aus ihren Erinnerungen. Sie drehte den Kopf und sah direkt in Taylors angespanntes Gesicht. Er hielt zwei Gläser Cola in der Hand und musterte sie vorsichtig.
»Natürlich. Warum?« Überrascht nahm sie das Cola von ihm entgegen.
»Na ja ... du ...« Taylor ließ sich neben Liz auf das Sofa sinken und sah sie erneut besorgt an. Er setzte erneut an. »Na ja, du weinst!«
»Ich ... WAS?« Erschrocken fasste sich Liz an ihre Wange. Tatsächlich - sie war nass. Krampfhaft suchte Liz nach einer guten Lüge. Sie wollte Taylor nicht damit belästigen, dass sie schon wieder an ihre Vergangenheit gedacht hatte. »Achso ... ja ich habe gerade an Astar gedacht.« Das war eine gute Ausrede! Astar war nämlich ihre alte Hundedame die vor gerade mal zwei Wochen gestorben war. Sie gehörte Sharon schon bevor Liz zu ihr und Marec zog. Astar war ein lieber Hund gewesen und sie hatte sehr über ihren Tod getrauert.
Taylor zog eine Augenbraue hoch, sagte jedoch nichts. Er nippte kurz an seiner Cola und meinte dann: »Ich glaube, hier wird es immer voller, oder kommt es nur mir so vor? Ach ja tut mir Leid, dass ich so lange weg war. Aber ich habe noch alte bekannte getroffen.«
Liz ließ ihren Blick über die Menge schweifen. Wie lange hatte sie hier gesessen und nachgedacht? Ihr war gar nicht aufgefallen, dass nun fast doppelte so viel Leute anwesend waren wie zuvor. »Ach, halb so wild! Ich habs überlebt. Und du hast recht, es sind wirklich viele Leute hier.« Sie setzte ein Grinsen auf und prostete Taylor zu.
Es vergingen ein paar Minuten des Schweigens. Liz wusste, dass Taylor sie durchschaut hatte und sie wusste auch, dass er trotzdem nichts sagen würde. Genau das mochte sie an ihm. Er war so anders als Helena - nie neugierig.
»Hast du eigentlich Hel schon mal wieder gesehen?«, erkundigte sich Taylor und drehte sein Glas Cola zwischen den Fingern.
Liz schüttelte den Kopf. »Nein, tut mir Leid. Ich bin mir sicher, dass sie immer noch mit diesem Ross zusammen hängt. Und natürlich seiner super tollen „Gang“«
Taylor warf ihr einen belustigten Blick zu. »Ja, das denk ich auch. Was solls.«
Zwei weitere Minuten verstrichen schweigend. Liz wurde es schön langsam unangenehm und ihr war viel zu heiß. Wie gerne würde sie jetzt in den Swimmingpool des Hauses springen. Schwungvoll stand sie auf und stellte ihr leeres Glas auf einen kleinen Tisch auf den schon mehrere Gläser standen. »Ich muss mal schnell auf die Toilette mein Make-Up auffrischen! Du kannst ja in der Zeit Helena suchen.« Sie zwinkerte Taylor zu und verschwand in der Menge.
Um zur Toilette zu gelangen musste sie wieder in die Eingangshalle und dann links abbiegen. Der Raum war groß und fast vollkommen verspiegelt. Links neben der Tür befanden sich die Kabinen. Rechts davon die Waschbecken. Sie waren aus Marmor und äußerst teuer, schoss es Liz durch den Kopf. Natürlich wie alles hier. Die Wasserhähne waren vergoldet und an den Wänden, die nicht verspiegelt waren, hingen Gemälde von Landschaften. Außer ihr selbst befanden sich noch zwei aufgeregt miteinander schnatternde Frauen im Raum. Zum Glück verließen diese im selben Moment als Liz in den Raum trat die Toilette. Seufzend stellte sich Liz vor eines der riesigen Waschbecken und zog ihre Maske herunter. Es war einfach viel zu heiß hier!
Aufmerksam betrachtete sie sich im Spiegel und stellte erleichtert fest, dass ihre Wimperntusche nicht verschmiert war – trotz der Tränen. Gott sei Dank hatte sie wasserfeste benutzt! Sie drehte den Wasserhahn auf und ließ eiskaltes Wasser über ihre Hände laufen. Es tat gut sich endlich etwas Abkühlung verschaffen zu können. Mit ihrer kalten, nassen Hand fuhr sie sich über ihren Nacken. Eine leichte Gänsehaut bildete sich an dieser Stelle und Liz seufzte zufrieden.
Sie hatte heute eindeutig schon wieder zu viel nachgedacht! Das musste sie sich endlich abgewöhnen immer in den ungünstigsten Momenten an genau die Sachen zu denken, bei denen sie zu weinen anfing!
Vorsichtig setzte sie ihre schwarze Maske wieder auf und zog sie zurecht, dass sie wieder wie zuvor saß. Mit ein paar geübten Handbewegungen steckte sich auch wieder ihre widerspenstigen Locken fest auf ihren Kopf zusammen. Sie kramte in ihrer kleinen Handtasche nach ihrem Lipgloss und fand stattdessen ihr Handy.
Liz warf einen kurzen Blick auf das Display. Sie hatte eine SMS von ihrer Mutter:
Schatz,
Marec und ich werden heute Abend noch schön Essen gehen und wahrscheinlich auch noch ins Kino gehen. Ich weiß nicht, ob wir schon zu Hause sein werden, wenn du kommst. Könnte ziemlich spät werden. Mach dir einen schönen Abend. Ich liebe dich! Sharon
Liz lächelte. Ihre Eltern wollten eigentlich schon vor Wochen wieder einmal richtig Ausgehen, aber Marecs Arbeit hielt sie davon ab. In letzter Zeit hatte er echt viel zu tun. Hauptsächlich Vermisstenmeldungen machten ihm zu schaffen. Sharons Arbeit hingegen war wie immer gleich stressig. Als Oberkrankenschwester hatte sie immer alle Hände voll zu tun.
Es tat gut, zu wissen, dass sie sich nun endlich wieder Zeit für einander genommen hatten. Liz schickte noch eine kurze Antwort, warf einen letzten Blick in den Spiegel und verließ die Toilette.
Die Eingangshalle war bis auf ein paar Angestellte menschenleer.
Sie wollte gerade in den überfüllten Partyraum zurückkehren als ihr auffiel, dass ihr Fußkettchen sich gelockert hatte.
Sie kniete sich hin und befestigte es wieder richtig, als sie hinter sich ein Flüstern vernahm. Es war nur ein Wort, doch es löste einen Kälteschock in ihr aus. »Leviyah!«
Bis jetzt wussten nur Sharon, Marec und ihre leiblichen Eltern, dass Liz mit Vornamen Leviyah hieß. Woher also kannte diese Person also ihren Namen? Noch bevor sie reagieren konnte wurde sie schon die Treppe hoch und in ein Zimmer gezogen. _________________ when light turns to dark
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Snape16 Vertrauensschüler

Alter: 19 Anmeldungsdatum: 06.01.2008 Beiträge: 360 Wohnort: Nähe Bremen
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Verfasst am: 12.09.2008, 11:24 Titel: |
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wow, ich muss sagen das is echt cool und schön spannend geworden, schreib schnell weiter.
Mfg Snape16 |
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Bellatrix<3 Schulsprecher

Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 12.09.2008, 19:13 Titel: |
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wow ^^ mal jemand der meine FF ließt =) danke und ich werd mich beeilen! _________________ when light turns to dark
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Snape16 Vertrauensschüler

Alter: 19 Anmeldungsdatum: 06.01.2008 Beiträge: 360 Wohnort: Nähe Bremen
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Verfasst am: 12.09.2008, 19:37 Titel: |
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ok ^^ dann bin ich mal gespannt wie es weiter geht
Lg |
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Bellatrix<3 Schulsprecher

Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 29.09.2008, 16:07 Titel: |
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hey ^^
sry dass es so lange gedauert hat....ich hab jetzt ne n prolog xD ich stell ihn oben vors erste kapitel oK? ^^
lg _________________ when light turns to dark
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Mille Muggel
Alter: 16 Anmeldungsdatum: 15.11.2008 Beiträge: 1 Wohnort: Forks.<3
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Verfasst am: 15.11.2008, 23:38 Titel: |
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WOW.
Boah..ich bin voll gespannt. Ich muss das weiterlesen.
Das ist total spannend. =) |
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Bellatrix<3 Schulsprecher

Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 15.03.2009, 18:47 Titel: |
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ich arbeite gerade am 3 kapitel aber i-wie will mir nichts einfallen xDD _________________ when light turns to dark
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Bellatrix<3 Schulsprecher

Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 15.03.2009, 19:08 Titel: |
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sry is etwas kurz geworden ^^
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Kapitel 3
Mit einem harten Stoß wurde Liz in ein großes Zimmer direkt neben der Treppe gestoßen. Sie streckte instinktiv ihre Arme aus um den Sturz abzufangen; was ihr jedoch nicht viel brachte. Mit einem lauten scheppern knallte sie, wie sich nachher feststellte, an einen großen Schreibtisch aus Massivholz. Keuchend blieb sie am Boden liegen. Der Aufprall hatte ihr die Luft aus den Lungen gepresst. Das würde nicht nur einen blauen Fleck geben, da war sie sich sicher!
Sie wandte ihren Kopf; sah jedoch nur das grelle Licht der Lampe an der Decke des Raumes. Aufgeregt ließ Liz ihren Blick umher wandern. Direkt gegenüber der Tür befand sich eine Tür aus Glas, die anscheinend auf den angrenzenden Balkon führte. Lange Vorhänge waren jeweils Links und Rechts davon befestigt. Daneben befand sich eine ganze Reihe gewaltiger Fenster. Aber wo war er? Wo war der Mann, der sie hierher geschleppt hatte?
Wie zur Antwort auf ihre innere Frage wurde es schlagartig über ihr dunkel und eiskalte Hände griffen nach ihr. Liz versuchte sich zu wehren. Erfolglos! Sie konnte ihn noch nicht einmal richtig erkennen. Mit einer raschen Handbewegung hatte er ihre Hände fest auf ihren Rücken gedrückt. Mit dem Gesicht nach unten presste er sie nun auf den Schreibtisch, sodass sie sein Gesicht nicht sehen konnte. Wer war er bloß? Liz versuchte sich ruckartig loszureißen, doch die schnelle Bewegung verursachten ihr nur höllische Schmerzen und sie schrie auf.
»Verdammt was wollen Sie von mir!«, ihr plötzlicher Ausruf durchbrach die Stille und sie versuchte sich erneut zu befreien. Der Fremde schwieg und drückte sie einfach noch fester auf den Schreibtisch. Eine erneute Welle des Schmerzes lief durch ihren Körper und ließ sie aufkeuchen. So zart wie der Flügel eines Falters strich sein warmer Atem über die Haut ihres Nackens. Ein eiskalter Schauer ließ durch ihren ganzen Körper und ließ sie erzittern.
»Lasse-...« Liz konnte den Satz nicht einmal richtig Anfangen, als sie auch schon kalten Stahl an ihrer Kehle spürte. Erschrocken riss sie die Augen auf. Der Fremde hatte sich so schnell bewegt, dass es ihr gar nicht aufgefallen war.
»Ein Wort Leviyah«, flüsterte er ihr mit rauer Stimme in ihr Ohr. Sein warmer Atem strich kitzelnd darüber. »und du bist Tod!«
Erneut herrschte eine beinahe unerträgliche Stille. Liz Gedanken rasten. Verzweifelt ging sie in Gedanken alle Fluchtmöglichkeiten durch. Doch wie sie es auch drehte und wendete, sie fand keine. Sie war ihm ausgeliefert.
Der Fremde beugte sich noch näher zu Liz herunter. Seine Stimme war jetzt nicht einmal mehr ein Flüstern. »Und das willst du doch nicht, oder? Vor allem nicht so wie deine Eltern!«
Liz keuchte. Woher wusste dieser Mann so viel über sie und vor allem was wusste er über ihre Eltern?
Unbeirrt fuhr die Gestalt hinter ihr fort. »Das war damals wirklich tragisch, findest du nicht? Und das arme kleine Kind musste alles mit ansehen.« Mit gespieltem Mitleid schüttelte er den Kopf. »Aber keine Angst, wenn du brav bist, werde ich dir nichts tun! Außerdem wäre das eine echte Verschwendung. Du bist viel zu schön um zu sterben.«
Seine Hand glitt an ihrem Rücken immer weiter nach unten. Obwohl er sie jetzt nicht mehr richtig festhalten konnte, schaffte es Liz sich nicht zu befreien; sein ganzes Gewicht lastete auf ihr und drückten sie unerbittlich gegen den Schreibtisch.
Unaufhaltsam glitten seine Finger über ihren Körper. Tränen stiegen Liz in die Augen als sie an die dunkle Nacht vor zehn Jahren dachte die ihr Leben veränderte. NEIN! So etwas sollte nicht noch einmal irgendwer mit ihr machen!
Sie wollte gerade Luft hohlen um einen lauten Schrei heraus zu stoßen, als sie herumgedreht wurde und fremde Lippen sich grob auf ihre legten. Panisch versuchte sie sich aus der Umklammerung zu befreien.
Gierige Hände rissen an ihrem Kleid und lösten ihre Haare, sodass sie offen über ihre Schultern und ihren Rücken flossen. Erneut schossen Liz Tränen in die Augen; dieses mal allerdings aus Wut. Niemand hatte das Recht, so mit ihr umzugehen.
Grob legte sie ihre zitternden Hände auf seine Brust und stemmte sich mit all ihrer Kraft dagegen. Er bewegte sich keinen Zentimeter. Abrupt hörte er auf sie zu küssen; wenigstens ein kleiner Lichtblick. Allerdings umfasste er mit seinen Händen grob ihre Schultern.
Zum ersten mal seid sie dem Fremden begegnet war, konnte Liz ihn richtig mustern. Er trug wie fast alle auf diesen Bald ein mittelalterliches Kostüm. Dazu gehörte ein schwarzer Umhang, ein weißes Hemd, eine weite Hose und schwarze Stiefel. Nicht gerade eifallsreich, schoss es ihr durch den Kopf. Dann glitt ihr Blick zu seinem Gesicht. Er trug eine schwarze Maske die es fast völlig verdeckte; aber eben nur fast. Ein eiskalter Schauer lief Liz durch ihren Körper und ihr Puls beschleunigte sich. Diese Augen würde sie nie wieder in ihrem Leben vergessen, dass stand fest.
Fasziniert und verängstigt zugleich konnte sie nichts anderes tun als in seine ozeanblauen Augen zu starren. Noch nie in ihrem Leben hatte sie eine so intensive Farbe gesehen und noch nie hatten ihr Augen besser gefallen als diese hier.
Geschockt schüttelte Liz ihren Kopf. Was dachte sie da bloß?! Der Fremde hatte wer weiß was mit ihr vor und sie dachte an seine wunderschönen Augen! Aber sie waren doch wirklich wun-
»NEIN!«
Der Fremde setzte ein fast schon dämonisches Lächeln auf. Seine raue Stimme jagte einen erneuten Schauer durch ihren Körper. Kam es ihr nur so vor oder wurde es in diesem Raum tatsächlich kälter?
»Oh, sind wir etwa störrisch? Was solls. Dann wird es wenigstens nicht so langweilig.« Sein grinsen wurde noch breiter.
Nur keine Panik, schoss es Liz durch den Kopf, du musst jetzt einfach nur ruhig bleiben ... alles andere hat sowieso keinen Sinn. Zitternd hohle Liz Atmen und sah ihm direkt ins Gesicht. Wie konnten solche wunderschönen Augen nur so hasserfüllt aussehen?
»Ich habe keine Angst!« Ihre Stimme sollte eigentlich sicher und bestimmt klingen; leider war genau das Gegenteil der Fall.
Seine Hand glitt an ihrem Hals hinunter und blieb dann am Schlüsselbein liegen. Mit einem teifen Seufzer beugte er sich zu ihr hinunter und starrte ihr direkt in die Augen. Sein warmer Atem streifte ihr Gesicht und ließ sie zusammenzucken.
»Das sagen sie alle und danach stimmt es sowieso wieder nicht. Also warum sagst du mir nicht gleich die Wahrheit?«
»Leck mich!«
Der Fremde warf den Kopf in den Nacken und brach in schallendes Gelächter aus. In seinem Augen spiegelte sich der Schalk.
»Oh Liebes, nichts lieber als das.«
Liz hörte abrupt auf zu Atmen. Ihr Puls beschleunigte sich und Schweiß trat ihr auf die Stirn. Sie musste hier raus – und zwar sofort!
Romeo schlang seine Arme um ihre Hüfte und hob sie hoch. Unsanft ließ er sie auf der Tischplatte fallen, ließ jedoch seine Arme wo sie waren. Selbst jetzt da Liz sitze überragte er sie noch.
Er zog sie näher zu sich heran und flüsterte dabei sanft in ihr Ohr: »Wenn du brav bist, werde ich dir auch nicht wehtun, versprochen.«
Seine Hand glitt weiter unter ihr Kleid, ihre Wade hinauf. Liz strampelte. »Pfoten weg! Lass mich los! Nei-«
Die eisige Kälte in seinen Augen ließ sie abrupt stoppen. Ah, was konnte sie bloß gegen ihn machen? So sehr sie sich auch wehrte, sie kam nicht von ihm los. So ein mieses . . . Ok Liz, Zeit für Plan B!
Statt sich nun gegen seine warmen Hände zu wehren saß sie ganz still da. Der Fremde schien zuerst etwas perplex, fing sich jedoch schnell wieder. Innerlich stieg ein gewaltiger Ekel in ihr auf. Nur Mut Liz, du musst nur solange durchhalten, bis er abgelenkt ist!
Romeo fuhr mit seiner Bewegung fort als plötzlich polternde Schritte auf dem Gang ertönten. Er hielt inne und presste gewaltsam seine große Hand auf ihren Mund, damit Liz nicht schreien konnte. Mit einem lauten Krachen schlug die Tür gegen die Wand und ein junge mit rötlich-bloden Haaren stand im Türrahmen. Da er leicht schwankte vermutete Liz, dass er schon etwas mehr getrunken hatte.
»'schuldigung ... wusst' nich', dass der Raum schon bese't ist« Langsam taumelte er ein paar Schritte in das Zimmer hinein. Das war genau die Art von Ablenkung, auf die Liz schon die ganze Zeit gewartet hatte. Mit einem kräftigen Stoß schupste sie ihren Angreifer ein paar Schritte zurück, sprang auf und stürmte an dem Jungen in der Tür vorbei in den Gang und die Treppe hinunter.
Sie wusste, dass sie nach dem Treffen mit dem Fremden nicht gerade sehr toll aussah, spurtete aber trotzdem auf die Tür des großen Ballsaales zu. Kurz davor lief sie in Taylor und Helena hinein und schmiss beide dabei um.
»Aua! Sag mal spinnst du? Was ist denn nur in dich gefahren?« Schimpfend rappelte sich Helena auf und und zupfte ihr Kleid zurecht. Taylor war so freundlich und half Liz auf die Beine.
»Wo warst du denn wir haben dich die ganze Zeit schon gesucht?«
»Und wie siehst du überhaupt aus?«, fiel Helena ihm daziwschen.
Bevor Liz etwas antworten konnte, durchbrach ein ohrenbetäubender Schuss die Stille. _________________ when light turns to dark
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Bellatrix<3 Schulsprecher

Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 28.04.2009, 19:46 Titel: |
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Kapitel 4
Kapitel 4
Liz blieb wie erstarrt stehen. Immer noch dröhnte der ohrenbetäubende Schuss in ihren Ohren wider und ihr war leicht schwindelig. Das konnte doch nicht wahr sein! Die Leute um sie herum drehten alle ihre Köpfe und starrten die Treppe nach oben; in die Richtung aus der der Knall gekommen war. Niemand von ihnen ließ auch nur einen Ton vernehmen. Rechts neben Liz wurde eine Tür geöffnet und erst als diese ins Schloss fiel, schreckte sie aus ihrer Starre auf und erhaschte einen Blick auf eine Frau mit langen blonden Haaren die in Begleitung weiterer Personen die Treppe hinaufrannte – Estella O'Connor.
Keine zwei Sekunden später spurtete Leviyah ebenfalls die Treppe hinauf und stolperte direkt in eine große Menschengruppe hinein. Mit ein wenig Anstrengung schaffte sie es allerdings in das Zimmer in dem sie nur wenige Minuten zuvor noch gewesen war. Ein kräftiger Luftzug ließ ihre Haare zittern und Liz wandte ihren Blick auf die Fensterfront. Die Balkontür stand nun offen und die Vorhänge bauschten sich im lauwarmen Sommerwind der dadurch hereinströmte. Draußen war es entwischen stockdunkel geworden.
Langsam wanderte ihr Blick in die Richtung, in der Estella und ihre Begleiter standen. Einer von ihnen hielt sich ein Handy ans Ohr und erklärte – wie Liz vermutete – der Polizei was soeben geschehen war. Die anderen schienen ziemlich ratlos – ebenso Estella.
Schließlich glitt ihr Blick über den reglos am Boden liegenden Körper des Jungen. Die vorhin noch rötlich-bloden Haare waren nun mit leuchtend rotem Blut getränkt. Wie ein Kranz waren sie rund um seinen Kopf ausgebreitet, fast so, als hätte jemand sie beabsichtigt so hingelegt. Er lag auf dem, Rücken eine Hand war unter seinem Körper begraben, seine Augen waren weit aufgerissen und starrten an die Decke. Sie waren haselnussbraun.
»Alle sofort aus diesem Zimmer«, hallte Estellas Stimme von den Wänden wieder. »Wir müssen jetzt erst einmal auf die Polizei warten.«
Nur widerwillig löste sich die Gruppe auf. Nach und nach strömten alle Zuschauer aus dem Zimmer und verschwanden wieder in die große Festhalle. Nur Liz konnte sich nicht bewegen; und das lag nicht nur an dem totem Jungen vor ihren Füßen.
In der Sekunde als Estella zu reden begonnen hatte, hatte sich einer ihrer Begleiter neben den Toten gekniet und ihn genau betrachtet. Liz konnte nicht mehr atmen. Ihr Herz schlug viel zu schnell und sie hatte das Gefühl, gleich in Ohnmacht fallen zu müssen. Der Mann hatte rabenschwarzes Haar das ihm in alle Richtungen vom Kopf abstanden. Mit einer geschmeidigen Bewegung kam er wieder auf die Füße und Liz schätzte, dass er etwa 1,80 groß war. Als er seinen Blick hob und ihr direkt in die Augen starrte, wurde alles um sie herum schwarz. Das Letzte, was ihr durch den Kopf schoss, waren ein Paar ozeanblaue Augen.
Nur langsam wurde sich Liz ihres Körpers wieder richtig bewusst. Alles fühlte sich an als wäre es aus Blei; die Schwärze war noch nicht ganz verschwunden. Der einzige Farbfleck in der ganzen Dunkelheit war blau – ozeanblau. Irgendwie musste das doch alles einen Sinn ergeben – oder etwa nicht? Liz kam nicht darauf. Das Blau gab für sie einfach keinen Sinn. Und dann durchzuckte eine Erinnerung ihren Kopf und rief ein schmerzendes Stechen hervor: ozeanblaue Augen – die Augen des Fremden – die Augen des Mannes direkt neben dem Toten.
Etwas kaltes, nassen berührte ihre Stirn und ließ den Schmerz ein wenig verblassen. Seufzend entspannte sich Liz ein wenig; aus dem Stechen wurde ein leichtes Ziehen, das sie besser ertragen konnte. Immer schneller verschwand die Dunkelheit aus ihrem Kopf und Erinnerungen kehrten zurück. Sie spürte, dass sie auf etwas weichem lag; auf jenen Fall nicht auf dem Boden. Bilder eines Jungen der in seinem eigenen Blut lag liefen an ihrem inneren Auge vorbei. Mit einem unterdrückten Schrei riss Liz die Augen auf und erstarrte sogleich. Dicht neben ihr saß ein Mann; jener Mann mit den strahlend blauen Augen - den sie eigentlich nie wieder sehen wollte. Aber in seinen Augen lag dieses mal nichts furchteinflösendes, nichts wovor sie Angst haben müsste. Aber sie hatte Angst – große Angst. Ihr Herz schlug doppelt so schnell als normal und ihre Handflächen wurden von Sekunde zu Sekunde feuchter. Nur weg! Alles in ihr schrie danach. Schrie danach, die Beine in die Hand zu nehmen und sofort abzuhauen – egal wohin. Einfach nur weg! WEG!
Eine tiefe Falte bildete sich auf seiner Stirn. Er musste wohl ihre Angst bemerkt haben. Liz warf einen schnellen Blick um sich. Sie musste sich wohl noch immer in der Villa der O'Connors befinden. Den Raum, in dem sie sich befand, kannte sie zwar nicht, er unterschied sich allerdings nicht im geringsten von den anderen: lange Fensterfront, teure, antiquitäte Einrichtung, helle Wandfarbe. Die weiche Unterlage, die sie zuvor gespürte hatte, stellte sich als gewaltiges Himmelbett heraus, das mitten im Raum platziert wurde. Daneben stand auf einem Nachttisch aus Holz eine Schüssel in der sich wohl Wasser befinden musste. Ein noch tropfendes Tuch war über den Rand gehängt worden – das war also das kalte, nasse Etwas.
Ihr Blick glitt wieder über den Fremden. Wie bereits zuvor saß er auf der Bettkante und starrte sie immer noch mit gerunzelter Stirn an.
Als er sprach klang seine Stimme tief, etwas rauchig und sehr männlich. »Ich weiß zwar nicht, was dir eine so große Angst einjagt, aber ich will doch hoffen, das nicht ich das bin.« Aus seinen Augen sprach nun der Schalk. »Das würde mich nämlich sehr kränken, weißt du? Und nach dem ich dich aufgefangen und verhindert habe, dass du dir den Kopf verletzt, wäre etwas Freundlichkeit nicht zuviel verlangt denke ich einmal. Und wie geht es dir? Deine Freunde haben sich schon sorgen um dich gemacht. Ich habe sie allerdings rausgeschmissen, da du Ruhe brauchst. Du warst über zwei Stunden ohnmächtig, aber zum Glück fehlt dir nichts. Estella hat einen Arzt kommen lassen und der meinte, dass dir, wenn du aufwachst nur etwas schwindelig sein wird.«
Da hatte er allerdings recht. Gequält schloss Liz ihre Augen wieder und ließ sich in das weiche, nach Rosen duftende Kissen sinken. Sie würde zwar am liebsten weglaufen, aber ihre Beine würden ihre Dienste nach gerade mal zwei Schritten aufgeben, da war sich Liz sicher. Sie konnte also nichts anderes tun als hier liegen zu bleiben und zu hoffen, dass alles Gut wird.
Als der Fremde sich bewegte zuckte sie leicht zusammen, aber als sie das leise Plätschern von Wasser vernahm entspannte sie sich etwas. Sie hatte das Gefühl, dass dieser Mann weitaus nicht so bedrohlich war wie der Mörder des Jungen. Oder war vielleicht er der Mörder? Was wusste sie denn schon über ihn? Bis jetzt kannte sie nicht einmal seinen Namen. Das nasse Tuch von vorhin wurde wieder sanft auf ihre Stirn gelegt. Und bis jetzt hat er dir ja noch nichts getan, oder?, überlegte Liz weiter. und er hätte weiß Gott wie viel Zeit dazu gehabt. Und so wie es aussah, hatte er sie auch noch gerettet. Beim letzten Gedanken wurde Liz noch schlechter. Gerettet? Na toll, nun stand sie auch noch in seiner Schuld!
Einige Minuten lang herrschte eine bedrückende Stille im Raum die durch die melodische Stimme ihres Retters durchbrochen wurde: »Verzeih, ich hab mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Benjamin.«
Liz öffnete ein Auge und betrachtete ihn. Sein Blick ruhte auf ihr und sah irgendwie sorgenvoll aus. Sorgenvoll? Na ja, sie war gerade gute zwei Stunden ohnmächtig gewesen, da konnte sich ruhig jemand Sorgen um sie machen.
»Liz«, erwiderte sie mit leiser, schwacher Stimme. Verdammt! Warum musste ausgerechnet jetzt ihre Stimme versagen? Dabei war ihre Angst beinahe verschwunden. Verärgert schloss sie ihre Augen wieder und versuchte alles um sie herum auszublenden – ohne Erfolg. Benjamins Körper strahlte eine solche Hitze ab, dass er wirklich sehr schwer zu ignorieren war.
Unruhig rutschte Liz auf dem Bett hin und her. War es hier wirklich wärmer als vorhin oder kam es ihr nur so vor?
»Kannst du ... « Liz räusperte sich und fuhr dann etwas lauter fort, »Könnten Sie bi-«
Benjamin unterbrach sie mit einem leisen Glucksen. »Bitte sag nicht Sie. Das kann ich gar nicht ausstehen.«
Liz nickte erleichtert. Sie hasste das ganze gesieze ging ihr genauso auf die Nerven. Ihre Stimme klang etwas mutiger als sie erneut anfing: »Könntest du bitte das ... das Fenster aufmachen? Es ist so heiß hier drinnen.«
Benjamin sah sie einen Moment etwas irritiert an, nickte dann jedoch und stand auf um die große Glastür, die auf einen weiteren Balkon führte, weit zu öffnen.
Erleichtert atmete Liz die klare, kalte Luft die durch das Zimmer wehte tief ein. Die Abkühlung tat ihrem Kopf gut und ließ sie wieder etwas klarer denken.
Benjamin war wieder an ihr Bett getreten und legte ihr eine dicke Wolldecke über den Körper. Erst jetzt fiel ihr auf, dass er nicht mehr das trug, in dem sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Er trug jetzt eine dunkelblaue Jeans und dazu ein enganliegendes, schwarzes T-Shirt. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. »Nicht, dass du dich noch erkältest. Estella würde mir den Kopf abreisen. Die hat mir die Verantwortung für dich übertragen. Brauchst du etwas? Was zu Essen oder zu Trinken?«
Liz schüttelte den Kopf. Sie wollte einfach nur hier liegen bleiben – und das am besten die nächsten zwanzig Jahre. Auf dem hölzernen Nachtkästchen stand eine Digitaluhr: Kurz nach ein Uhr morgens. Das letzte mal als sie auf die Uhr gesehen hatte war es gerade mal zwanzig vor zehn.
Benjamin ließ sich wieder neben ihr nieder. Sein Gewicht drückte die Matratze nach unten und Liz rutschte etwas in seine Richtung. Unauffällig versuchte sie mehr Abstand zwischen sich und ihn zu bringen. Mein Gott, warum war sie nur so müde?
»Übrigens hat Estella mit deinen Eltern telefoniert. Sie waren sehr besorgt um dich. Sie haben allerdings eingewilligt, dass du heute Nacht hier schlafen solltest, da der Arzt dich auch nirgends mehr hingehen lässt. Deine Freunde sind auch schon nach Hause gegangen. Mach es dir also bequem. Wenn du was brauchen solltest komm einfach zu mir. Ich bin im Zimmer nebenan.«
Ohne jede Anstrengung kam er wieder auf die Füße und war innerhalb weniger Schritte an der Tür. Bevor er den Raum ganz verlassen hatte, wandte er sich noch einmal um. Seine Augen leuchteten regelrecht. »Schlaf gut.« Dann schaltete er das Licht aus und ging.
Liz drehte sich auf die Seite und zog ihre Knie an. Sie sollte eine ganze Nacht hier verbringen? Wie konnten ihre Eltern das nur zulassen? Und warum musste dieser blöde Arzt auch sagen, dass sie sich ausruhen musste?
Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie gar nicht mehr ihr Kleid trug. Sie zog die Wolldecke etwas zur Seite und sah, dass man sie in eine ihr viel zu große schwarze Jogginghose und ein ausgeblichenes, gelbes T-Shirt gesteckt hatte. Doch bevor sie sich auch nur in Gedanken beschweren konnte, war sie schon eingeschlafen. _________________ when light turns to dark
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Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 07.06.2009, 20:39 Titel: |
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ojk niemand interessiert sich dafür xD _________________ when light turns to dark
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Alter: 16 Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 579 Wohnort: Forks
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Verfasst am: 29.06.2009, 13:14 Titel: |
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[color=#000000]Kapitel 5[/color]
Farben sollten doch eigentlich schön sein, oder etwa nicht? Sie sollen dem Leben mehr Licht und Freundlichkeit schenken. Aber was ist, wenn man Angst davor hatte? Angst vor Farben? Und eigentlich sollte die Dunkelheit doch schwarz sein?! Warum lief in ihrem Leben immer alles verkehrt! Ihre Dunkelheit war nicht schwarz. Weder schwarz noch eine andere dunkle Farbe. Sie war rot – blutrot – durchzogen mit blau. Einem strahlenden blau das fast in den Augen schmerzte und doch auf eine gewisse Art wunderschön war.
Mit einem flauen Gefühl im Magen schreckte Liz aus ihrem Schlaf hoch und rollte sich auf den Rücken. Ihr Puls raste und ihr Magen fühlte sich an, als wolle er sich gleich übergeben. In schnellen Rhythmus sog sie die Luft in ihre Lungen und stieß sie ebenso schnell wieder aus. Sie brauchte einige Minuten um sich wieder unter Kontrolle zu haben und rollte auf die Seite. Im Raum war es so dunkel, als hätte man ein Tuch darüber ausgebreitet. Das einzige Licht kam von der rotscheinenden Digitaluhr, die sie bereits am Abend gesehen hatte. Sie zeigte nun sieben Minuten nach sechs Uhr morgens an. Sie hatte gerade mal fünf Stunden geschlafen. Kein Wunder, dass sie so müde war. Aber wie sollte man bei solchen Träumen vernünftig schlafen?
Murrend drehte Liz sich auf ihre andere Seite und starrte auf die Vorhänge. Sie waren zugezogen. Wie konnte das sein? Bevor sie eingeschlafen war, waren sie noch offen gewesen. Und nun? Jemand musste sie anscheinend in der Nacht geschlossen haben. Was hieße, dass dieser Jemand in ihrem Zimmer war. Wieder begann ihr Herz wie wild zu rasen. Liz verfluchte sich innerlich. Ihr würde schon nichts passieren. Benjamin hatte es schließlich versprochen . . . aber konnte sie ihm wirklich trauen? Zweifel überfielen sie.
Was wäre, wenn er doch nicht so unschuldig war, wie er zu sein schien? Was wenn er mit dem Mord zu tun hatte? Schließlich war er es, der sich über die Leiche beugte. Und was ... ihr Herz schlug noch schneller und Liz hatte keine Ahnung, wie das möglich war. Und was wäre, wenn er der Fremde . . .
Liz riss sich selbst aus ihren Gedanken. Soweit durfte sie nicht gehen! Sie machte sich sonst noch selbst verrückt – na ja genau genommen hatte sie das gerade getan. Frustriert rollte sie sich wieder auf die andere Seite. So schnell würde sie nun nicht mehr einschlafen. Eine Minute nach der anderen verstrich, während sie gedankenverloren auf den Wecker starrte. Als sie es nicht mehr aushielt, schlug Liz die Decke zurück und hüpfte schwungvoll aus dem Bett. Da ihr Gleichgewicht immer noch etwas durcheinander war, musste sie sich am Bettpfosten festhalten, um nicht der Länge nach auf die Nase zu fallen.
Mit den Händen voran bahnte sie sich einen Weg Richtung Tür. Allerdings schaffte sie es nicht, ohne sich ein paar blaue Flecken zu zuziehen. Warum musste auch genau in der Mitte des Zimmers ein Stuhl stehen? Als Liz nach langer Zeit endlich die Tür gefunden hatte, tastete sie nach dem Lichtschalter. Mit einem leisen Flimmern begann die Glühbirne hell zu leuchten und Liz riss ihren Arm vor die Augen, um nicht geblendet zu werden. Ganz langsam ließ sie ihn sinken und sah sich im Zimmer um.
Ihr Ballkleid war sauber auf einen Bügel gehängt worden, der am geschlossenen Kleiderschrank hing. Ihre Maske war ebenfalls daran befestigt. Ebenso wie ihre Haarspange und die grüne Feder. Eine weitere Tür führte aus dem Zimmer; sie war nur angelehnt. Liz vermutete, dass sich dahinter das Bad befand. Die viel zu große Hose, die sie trug, drohte nach unten zu rutschen und sie musste schnell nach ihr greifen um das zu verhindern.
Was hatte Benjamin noch gleich zu ihr gesagt? Wenn sie etwas brauchen sollte, er war im Zimmer nebenan. Na dann mal los, sprach sich Liz Mut zu und öffnete die Tür, die auf den Gang führte. Der Gang war nicht mal annähernd so dunkel wie ihr Zimmer. Durch die großen Fenster fiel das bisher nur schwache Licht der Sonne hinein und tauchte ihn in ein angenehmes Gelb. Verstohlen spähte sie nach Links und Rechts. Nichts war zu sehen, nichts war zu hören. Gut so. Barfuß marschierte sie durch die Tür und blieb abrupt stehen. Sie wusste ja gar nicht, wo „nebenan“ war. Wieder drehte sie ihren Kopf in beide Richtungen.
Das Zimmer rechts von ihr schien unbewohnt. Die Tür war einen Spalt breit geöffnet aus dem ebenfalls Licht in den Gang flutete. Links von ihr war die Tür geschlossen und ein leises Rascheln drang nun darunter hervor. Ihr Herz beschleunigte sich wieder. Was ist nur los mit dir? Du führst dich ja auf, als würdest du gleich sterben! Liz verfluchte sich innerlich. Die Ereignisse des letzten Tages hatten sie anscheinend sehr mitgenommen. Leisen Schrittes schlich sie zur geschlossenen Tür und legte ihr Ohr darauf. Nichts war zu hören außer ein Rascheln.
Sacht ließ sich Liz auf ihren Fußballen fallen und starrte auf die Tür. Nur zögernd hob sie ihre Hand und klopfte - wenn man das so bezeichnen konnte; es war viel zu leise. Gerade als sie noch einmal, dieses mal etwas lauter, klopfen wollte, verstummte das Rascheln und eine ihr bekannte Stimme rief: »Herein.«
Mit einem tiefen Atemzug legte sie ihre Hand auf den Türgriff und drückte die Tür auf. Der Anblick, der sich ihr bot, ließ ihr Herz für einen Schlag aussetzen und ihre Atmung lahmlegen. Er stand mit dem Rücken zu ihr. Das Licht des Tages ließ ihn geradezu leuchten. Benjamin trug eine schwarze, enganliegende Hose die seine langen Beine wunderbar zur Geltung brachten. Er war Barfuß und seine Haare waren noch nass. Anscheinend hatte er geduscht. Und obenherum trug er . . . Liz schluckte. Gar nichts. Seine Haut war von einem leichten Braun; seine Muskeln waren perfekt zu erkennen.
Was ihr sofort ins Auge gefallen war, war ein Tattoo, dass sich direkt zwischen seine Schulterblättern befand. Es war ein Wort in einer anderen Sprache – oder war es ein Name? Liz konnte es nicht sagen. Sehr sauber und ziemlich verschnörkelt stand da FAYE. Was das wohl zu bedeuten hatte? Die Schrift war schwarz und direkt hinter dem F befand sich eine hellgelbe Sonne. Ihre Strahlen schlängelten sich um den Kreis der die Mitte der Sonne bilden sollte. Unter dem E war eine schwarz-weiße Träne tätowiert worden. Doch bevor Liz es sich genau ansehen konnte, drehte Benjamin sich um.
Liz musste erneut Schlucken. Sie konnte nicht aufhören auf seine gut gebaute Brust zu starren. Wie auf seinem Rücken waren auch hier seine Muskeln gut zu erkennen. Es war nicht zu übersehen, dass dieser Mann etwas für seinen Körper tat. Schamröte breitete sich in ihrem Gesicht aus, als sie endlich ihren Blick losreissen konnte und ihm direkt in die Augen sah. Ein Lächeln umspielte seine Lippen und er klang etwas belustigt als er schließlich sprach.
»Kann ich dir helfen?«
»Ich . . . du bist schon so früh wach?« Dumm, dumm, dumm!
Sein Lächeln wurde noch breiter. »Du doch auch, oder etwa nicht?«
»Ich? Ja, ich . . . ich konnte nicht schlafen.«
Endlich griff er nach einem T-Shirt und Liz dankte ihm innerlich dafür. Geschickt zog er es über seinen Kopf und machte ein paar Schritte auf sie zu. Seine Augen glitten musternd über ihren Körper. Liz griff automatisch wieder nach der Hose, die sich wieder selbstständig gemacht hatte, und hielt sie fest. Er legte den Kopf leicht schief und ein erneutes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
»Hm, ich will doch hoffen, dass es nicht an deinem Zimmer gelegen hat. Sonst wäre ich ein schlechter Gastgeber.«
Liz schüttelte benommen den Kopf. Was machte sie hier?! »Nein. Albträume«, war alles, was sie endlich herausbrachte. Verdammt, wieso brachte sie nicht einen einzigen richtigen Satz hervor?!
Wieder ließ Benjamin seinen Blick über ihren Körper gleiten. »Ich glaube du brauchst was richtiges zum anziehen. Ich denke nämlich, dass du nicht wieder dein Ballkleid anziehen willst und in dieser Kleidung kannst du schlecht herumlaufen. Du verlierst sie ja.« Er brach in schallendes Gelächter aus und Liz wusste nicht, was daran so lustig sein sollte.
Beleidigt schaute sie in sein strahlendes Gesicht. Verdammt, warum musste dieser Typ so gut aussehen!? Sie wollte gerade die Türe öffnen und aus dem Raum rauschen, als diese plötzlich geöffnet wurde und eine kleine zierliche Frau im Rahmen stand. Sie trug eine schwarze, elegante Hose und dazu ein weißes T-Shirt mit einem ebenfalls schwarzen Blazer. Ihre Füße steckten in Stöckelschuhen und an ihren Ohren hingen schlichte Creolen. Ihren Hals zierte eine feine Kette aus Silber. Das helle schokolandenfarbene Haar trug sie offen bis über die Schultern; ihre grünen Augen musterten Liz von oben bis unten und huschten dann zu Benjamin.
»Ah, auf dich hab ich gewartet.« Benjamin machte einen Schritt auf die Frau zu und deutete dann auf Liz. »Sinah, das ist Liz. Liz, das ist Sinah. Sie wird dir etwas zum Anziehen besorgen.« Er schwieg einige Sekunden. »Und vielleicht ein Frühstück.«
Sinah zog ihre geschwungene Augenbraue nach oben. »Eigentlich bin ich gekommen, um dich an deinen Termin mit Mr Jankins zu erinnern de-«
Benjamin hob eine Hand um sie zu unterbrechen. »Sag alle Termine für diesen Tag ab, ja? Ich hab anderes zu tun. Die Polizei rennt uns fast die Türen ein.«
Mit einem Nicken bedeutete Sinah Liz vor ihr durch die Tür zu treten. Flüchtig sah sie sich noch einmal nach Benjamin um, der sich nun von ihnen abgewandt hatte und stapfte auf den Flur. Sinah murmelte etwas unverständliches und führte sie wieder zurück in ihr altes Zimmer.
»Bleib hier, ich werde dir etwas zum Anziehen bringen.« Erneut wurde sie von der ein paar Jahre älteren Frau gemustert bevor diese verschwand. Seufzend ließ sich Liz auf einen Stuhl fallen und schloss die Augen. In was war sie da nur hinein gerutscht?
Sie musste nicht lange warten da klopfte es auch schon an der Tür. Perplex antwortete Liz automatisch mit »Herein« und war überrascht als zwei Dienstmädchen – wenn man sie so nennen konnte; die richtige Kleidung dafür trugen sie jedoch – hereinkamen. Eine von ihnen trug ein Tablett auf dem allerhand Sachen wie etwa Croissants, Brot, Semmeln und Kaffee sowie Tee standen. Die Andere der Beiden trug einen Stapel frischer Kleidung. Lächelnd wurde das Tablett auf den Tisch gestellt; die Kleidung auf das Bett gelegt.
»Wenn Sie noch etwas wollen, dann wählen Sie beim Telefon einfach die Rautetaste und dann die Eins. Sie werden sofort mit der Küche verbunden.« Mit diesen Worten verschwanden die Beiden.
Kopfschüttelnd stand Liz auf und ging zum Bett. Sie wollt erst einmal duschen gehen bevor sie etwas essen konnte.
Als Liz nach langer Zeit endlich aus der Dusche stieg, war ihre Haut gerötet, sie jedoch zufrieden. Das war genau das, was sie gebraucht hatte. Geschickt schlüpfte sie in die verwaschene blaue Jeans und das grüne T-Shirt mit V-Ausschnitt. Die Sachen passten überraschend gut. Als sie wieder in das Schlafzimmer kam, fand sie Benjamin lässig grinsend am Bett lehnend vor. _________________ when light turns to dark
the calm comes before the storm
when reality is a dream
the good must face the evil
courage is the key
unlock your destiny ...
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~Remember the Past~ |
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