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Li'sar
Orden des Merlin 1. Klasse


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Alter: 14
Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 3289
Wohnort: Malfoy Manor

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Aaaaalso:
@Siria. Im.... übernächsten? chap gibts die Klärung der Altersfrage, aber hier schon verweg: Ja, sie ist elf, sonst macht das ja keinen Sinn Wink
danke, ich hab ziemliche Halsschmerzen und etwas Husten, in den Ferien hab ich das gar nicht gern Sad Naja, geht auch vorbei.....

*schief* Mira, wo bist du?

Also, das nächste chap:
__________________________________________________

Als sie eintrat, verschlug es Em die Sprache. Durch große Fenster ihr gegenüber fiel viel Licht hinein und beleuchtete ihr neues Reich. Darunter stand ein eleganter Schreibtisch mit Drehstuhl. Links an der Wand stand ein wundervolles Himmelbett, rechts ein großer Schrank und jede Menge Regale.
„WoW!“, entfuhr es ihr. Sowas war sie wahrlich nicht gewöhnt, bisher hatte sie ja in einem winzigem Raum gelebt, der nur mit dem nötigsten ausgestattet war. Für sie war es wahrer Luxus.Tom lächelte.
„Ist es genehm?“, erkundigte er sich, „Schließlich bist du doch sicher viel besseres gewöhnt.“ Em wagte nicht mit dem Kopf zu schütteln, aus Angst, etwas falsch zu machen und festzustellen, das dies doch alles nur ein Traum war.
Sie ging in die Mitte des Raumes und drehte sich im Kreis. Auf einem runden Tisch neben dem Schreibtisch stand ein Käfig, der dazugehörige Vogel war aber nicht zu entdecken. Wie aufs Stichwort bemerkte der Wirt:
„Ihr Vogel ist bei ihrem Hippogreif geblieben, die beiden scheinen sich ja sehr gut zu vertragen. Übrigens, diese Wendeltreppe dort führt auf den Dachboden, keine Sorge, es regnet nicht rein!“, scherzte er. „Die Tür neben deinem Bett führt ins Bad. Und, übrigens, ihre Katze, die erkundigt glaube ich das Haus. Es scheint mir ein sehr intelligentes Tier zu sein.“
„Ja, es ist auch eine Kniesel!“, klärte ihn Em auf und lies sich auf ihr Bett fallen, Übrigens sollst du mich nicht siezen!“, fügte sie schmunzelnd hinzu.
„Ah, ähm, ja, entschuldigung. Nun, ich bin dann unten im Schankraum, du kannst ja schon mal einräumen.“ Em brummte bloß zustimmend und einen Augenblick später war sie allein.
Sie seufzte selig. Endlich war sie hier. In ihrem wahren zuhause. Und die Erklärung hätte nicht besser sein können. Zum Glück hatte sie nicht viel dazu sagen müssen, die meiste Zeit hatte ja Tom geredet. Tom, mein Vormund!‘, dachte Em und schüttelte leicht ungläubig den Kopf. Verrückt. Aber verrückt war diese Welt sowieso. Für Muggel. Für Zauberer war sie ja alltäglich. Aber sie war ja jetzt eine Hexe!
Gähnend schloss sie die Augen und döste vor sich hin. So eine Reise strengte an, vor allen Dingen, wenn man dauernt auf die Nase fliegt.
Etwas sprang auf ihr Bett und Em öffnete die Augen. Als sie nach rechts blickte, starrte eine vielfarbig gestreifte Katze mit gelben Augen zurück, bevor sie auf ihren Bauch sprang. Lächelnd streichelte Em sie, bis sie genüsslich schnurrte. Das war wohl ihre Kniesel. Hübsch war sie. Die braunen Flecken zwischendurch im Fell waren echt süß, fand sie.
„Wie heißt du wohl?“, überlegte Em und die Kniesel wandte ihr ihren Kopf zu. „Oder macht es dir was aus, wenn ich dich neu taufe?“ Die Katze schüttelte sich. Em lachte. „Ich versteh das jetzt mal als nein, okay? Also, wie nenn ich dich....“ Grübelnd kraulte sie sie weiter hinter den Ohren. Sofort schossen ihr sämtliche Namen durch den Kopf. Einen nach dem anderen verwarf sie. Dann kam ihr der Einfall, sie doch nach ihrer „Ersatzmutter“ im Waisenhaus zu benennen. Das wäre eine schöne Erinnerung an sie. Wie hieß Reni doch noch mit ganzem Namen? Reni, Renia.... Reniana! Genau, das wars! Vorsichtig setzte Em sich auf und sprach feierlich:
„Ich taufe dich hiermit auf den Namen ‚Reniana‘!“ Die Kniesel schaute sie spöttisch an, dann sprang sie von ihrem Schoß und vom Bett herunter.
„He, wo willst du denn hin?“, rief Em ihr hinterher. „Ist der Name etwa so zum davonlaufen?“ Die frisch getaufte Reniana blieb stehen, drehte sich um und starrte sie durchdringend an, bevor sie weiterlief. Em sprang ebenfalls vom Bett und folgte ihr, bis sie entdeckte, wo Reni hinwollte. Schnurgerade lief sie auf die Wendeltreppe in der Ecke zu.
„Willst du mich meinen restlichen ‚Haustieren‘ vorstellen?“, schmunzelte Em und stieg die Stufen hoch. Oben atmete sie tief durch und frische Luft füllte ihre Lungen. Dann sah sie sich um.. und stutzte. Hier wuchs doch tatsächlich Gras! Und einige Bäume gab es auch, zwar nicht besonders hoch, aber dennoch. Ein Dach schien es auf dem ersten Blick gar nicht zu geben, aber als sie genauer hinsah, bemerkte sie Balken und schräge Wände, die so durchscheinend waren, dass man sie überhaupt nicht wahrnahm. Oder sie nahmen die Farbe des Himmels an, so wie in Hogwarts, überlegte Em.
Sie lies ihren Blick schweifen. So groß war er gar nicht. Neben ihr und der Treppe stand ein kleiner Schuppen. Neugierig, was wohl darin wäre, näherte sie sich ihm, öffnete die Tür und blickte hinein.
Zuerst fiel ihr der Sattelbock ins Auge. Ein eleganter schwarzer Sattel lag darauf, angepasst an einen Hippogreif mit seinen Flügeln. An der Wand hing das dazugehörige schwarze Zaumzeug, das mit roten Fäden verziert war. Entzückt strich sie darüber. Ob sie ihren Hippogreif wohl reiten durfte? Sicher, sonst wär da ja kein Sattel und Zaumzeug. Aber was war mit den Muggeln hier in London?
Etwas stich um ihre Beine und miaute. Em schmunzelte. „Ja Reni, ich komme. Ich musste nur meine Besitztümer bewundern!“ Dann drehte sie sich um und trat wieder hinaus ins Sonnenlicht. Doch was sie draußen erwartete, verschlug ihr die Sprache. Stolz, mit glänzendem, tiefschwarzem Fell und Gefieder stand vor ihr ihr Hippogreif. Ab und zu wurde das Gefieder durch rote Federn durchbrochen, was das Tier zusammen mit den roten Augen feurig erscheinen ließ.
Die roten Augen bohrten sich in ihre und Em erinnerte sich daran, was im dritten Band über diese stolzen Tiere stand: Man muss sich vor ihnen verbeugen ohne zu blinzeln und darf sie nicht reizen. Vorsichtig beugte Em ihren Rücken und betete, dass sie alles richtig machte.
Das Wesen schüttelte seinen hübschen Kopf und trat auf sie zu. Ein mulmiges Gefühl beschlich Em und sie bekam es etwas mit der Angst zu tun. Was, wenn der Hippogreif sie nicht mochte....? Sie wollte gerade nach hinten zurückweichen, da beugte die Greifin etwas unwillig ihren Kopf und die Knie.
Erleichtert richtete Em sich auf. Uff, geschafft, dachte sie und tätschelte ihr den Schnabel. Das Tier aber raschelte mit den Flügeln und legte vertraulich seinen Kopf an ihre Wange. Aus einem Impuls heraus umarmte Em es. Sie spürte die Kraft unter den Federn und die Wärme des Hippogreifes durchströmte sie. Entspannt schloss sie die Augen und ein Lächeln spielte um ihre Lippen.
Es verharrte ihn seiner Position, erst Em löste sich von ihm und trat zurück. Aufmerksam musterte sie ihn und fragte auch ihn:
„Wie nenn ich dich bloß? Oder heißt du schon irgendwie?“ Auch dieses Tier schüttelte den Kopf, oder vielmehr wiegte es ihn hin und her, was Em trotzdem als nein verstand.
Als sie dieses wunderschöne Gefieder betrachtete, das sanft in glänzendes Fell überging, fiel ihr plötzlich ein Name aus einem Pferdebuch ein, das sie mal gelesen hatte: Sylvie - so hatte dort das stolze, unnahbare schwarze Pferd geheißen. Ihr hatte der Name damals sehr gefallen, also dachte sie sich: Wieso nicht?
„Bist du damit einverstanden, wenn ich dich Sylvie nenne?“, fragte Em das Tier vor ihr, das ihr als Antwort nur wieder ihren Kopf auf ihre Schulter legte. Lächelnd tätschelte ihr Em den Hals.
Ein Vogelschrei ertönte. Em blickte auf und sah sich abermals um, bevor sie ihren Blick hob und einen großen, schwarzen Vogel erblickte, der im Sturzflug auf sie heruntergesaust kam und dann weich auf ihrer Schulter landete. Das muss der Vogel sein, den ich mir gewünscht habe!‘, dachte Em.
Jetzt, wo sie ihn sich von nahem betrachtete, bemerkte sie die rot, orange und gelben Federn der Flügel. Ja, der passt wirklich zu mir, dachte sie glücklich.
Sie lockte ihn auf ihrem Arm, was sie jedoch sofort bereute, denn er war ganz schön schwer. Jedoch konnte sie ihn sich jetzt genau aussehen und stellte fest, dass er gar nicht so aussah, als währe er mit Eulen verwand, eher mit Beos. Aber fest stand: Es war für Em der schönste Vogel, den sie jemals gesehen hatte.
„Was hab ich nur für'n Glück!“, hauchte Em und streichelte sanft das weiche Gefieder des Vogels. Zutraulich zwickte er in ihre Hand. „Weißt du was?“, sagte sie zu ihm, „Ich nenn dich Beo. Weil du eher wie einer aussiehst als wie eine Eule. Einverstanden?“ Erneut zwickte er ihr in den Finger und zwinkerte.
Em musste lachen, so glücklich war sie. Sie war hier, tatsächlich hier in der Welt Harry Potters und hatte drei wundervolle Tiere. Und sie lachte. Weil sie zu bersten drohte vor Glück. Nie hatte sie so gelacht, da war sie sich sicher. Beo schrie zustimmend.
„Esmeralda? Alles in Ordnung?“ Toms Kopf tauchte in der Luke über der Treppe auf.
„Ja ja“, beeilte sich Em zu sagen. Keuchend hielt sie sich ihre Seiten und wischte sich Lachtränen aus ihrem Augenwinkeln.
„Du hast ja noch gar nicht asgepackt!“, meinte Tom. Ängstlich blickte er Sylvie an.
„Ich wollte vorher nach meinen Tieren sehen. Du hast dir echt Mühe gegeben. Übrigens tut Sylvie nichts“, fügte sie hinzu. Wenig überzeugt nickte er.
„Aber das hier oben war ich nicht, dass haben Leute von Ministerium gemacht. Wenn ichs gewesen wäre, säh es hier längst nicht so schön aus!“, gab er ehrlich zu. „Ähm, was ich noch sagen wollte... Unten ist so wenig los, vielleicht erzählst du mir ein bisschen was von deinem früheren Leben und dir, damit ich weiß, womit ichs zu tun haben?“ Er zwinkerte.
„Ja klar!“, meinte Em leichthin und verabschiedete sich mit einem Klaps von Sylvie, bevor sie sich zur Luke wandte. Beo hatte nichts dagegen, mit nach unten zu kommen und kletterte wieder auf ihre Schulter, auch Reni folgte ihr. Als sie sich noch einmal umwandte, blickte Sylvie ihr, wie es schien, traurig nach und klackerte mit dem Schnabel.
„Ich komme spätestens heute Abend wieder hoch!“, versprach Em und stieg die Stufen hinunter, Tom hinterher. Was sollte sie ihm jetzt bloß erzählen? Ach, flunker ein bisschen und spinn rum, das kannst du doch ganz gut, munterte Em sich auf. Viel kann ja nicht schiefgehen, sie musste nur darauf achten, dass alles mit dem, was Tom erzählt hat, übereinstimmt. Und dann konnte sie endlich die Winkelgasse erkunden!

_________________
Morgens kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Mittags kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Abends kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Nachts kann ich nicht schlafen,
weil ich Hunger habe.


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Meine FF - Unbedingt lesen - hab noch einen Epilog!


Zuletzt bearbeitet von Li'sar am 29.12.2007, 13:41, insgesamt einmal bearbeitet
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Siria Black
Orden des Merlin 5. Klasse


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Alter: 14
Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 1199
Wohnort: Grimmauldplatz 12, London =D

BeitragVerfasst am: 28.12.2007, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Heey, endlich gings weiter Very Happy
Und ich kann wie immer nur sagen ~> GENIAL Very Happy
ich bin begeistert von deinem schreibstil und deiner geschichte, ich wünschte ich hätte damals so ein glück gehabt wie Em als ich elf geworden bin Wink
Auf jeden fall, das chapter war wieder einfach weltklasse!!
du hast irhe freude so toll beschrieben, ich hab mich richtigm it ihr mitgefreut, am liebsten hätt ich - wie sie^^ - laut gelacht Smile

ein kleiner fehler - der nicht wirklich ein fehler ist - ist mir nur aufgefallen, am anfang irgendwann sagt tom noch einmal 'Sie' zu Em^^ oder war das absicht? naja, hoff auf deine erklärung und freu mich aufs nächste chap ;D

Lg
siria x3

_________________
Hab ne neue FF Very Happy
~> ** ''Schwört ihr feierlich?'' ** <~



Remus & Tonks in Love forever <33
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Li'sar
Orden des Merlin 1. Klasse


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Alter: 14
Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 3289
Wohnort: Malfoy Manor

BeitragVerfasst am: 29.12.2007, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Upps, danke Siria, hab ich übersehen! Ich habs grad etwas umgeändert.
Und meine anderen Mitleser sind immer noch nicht aufgetaucht?
__________________________________________________

9. Kapitel

Die Zeit verflog und Em erkundete Tag für Tag die Winkelgasse, da im Kessel wenig los war. Bald kannte sie jeden Laden und Besitzer in der Gasse und wunderte sich, wie viele Läden Jo gar nicht erwähnt hatte. Zum Beispiel der Friseur, von dem sich Em ihre Haare verhexen lies, sodass die Farbe und der Schnitt dauerhaft blieb, und der die verrücktesten Frisuren schneiden konnte (was sich aber die wenigsten machen ließen, schließlich sollten sie in der Mugglewelt nicht auffallen).
Oder der große Brunnen auf dem Platz vor Gringotts am Ende der Straße. Ohne Figuren, spritzte das Wasser munter in seltsamen Fontänen hin und her, in denen man oft irgendetwas zu erkennen glaubte. An warmen Tagen spielten Zaubererkinder in dem Wasser und jagten sich gegenseitig, bevor sie von ihren Eltern wieder eingefangen und weitergetrieben worden waren.
„Freud und Leid“, der Scherzladen in der Winkelgasse, woher die Weasley- Zwillinge ihre Filibuster- Kracher her hatten, hatte gerade neu eröffnet und rein aus Neugier erkundete Em ihn. Sie musste allerdings feststellen, dass es im Gegensatz zu dem im Buch beschriebenen „Weasley‘s zauberhafte Zauberscherze“ echt enttäuschend war, was sie zu Gesicht bekam.
Ein Musikgeschäft gab es doch tatsächlich auch und zu Ems Freude verhexten sie auch Mugglemusikgeräte, sodass sie auch an verhexten Orten funktionierten und Em hatte ein Problem weniger.
Auch das Restaurante hatte Joanne nicht erwähnt, wobei Em ihr zustimmen musste, wirklich erwähnenswert war es nicht, es war eben bloß die kleine Konkurrenz zum Kessel und etwas -nun ja, wesentlich- sauberer, wie Em fand. Aber seit sie da war, bemühte sie sich um den Pub und ging Tom so lange auf den Keks, bis er mal saubermachte. Sie wollte es nicht machen, da es mit dem Zauberstab ja sowieso viel schneller ging.
Die vielen Kleidungsläden hatte Jo wohl auch für unwichtig befunden, aber Em erweiterte ihr Sortiment um vieles, besonders Umhänge in ihren Farben, nachdem sie ihre Reichtümer in Gringotts bewundert hatte, die sie echt vom Hocker gerissen hatten. Berge von Galleonen! Aber sie gedachte ja nicht, damit anzugeben. Obwohl... wer hat schon einen Hippogreif?
In Gedanken an Fee kaufte sie sich auch grüne Umhänge und bemerkte, wie sehr ihr ihre Freundin und ihre Kommentare eigentlich fehlten.
Oft dachte sie an sie und wie es ihr wohl weiter erging. Ob sie neue Freunde finden würde? Sie würde es schließlich hoffentlich auch tun. Mit der Zeit würde Fee bestimmt darüber hinweg kommen. Und Jo? Würde sie ihr nachtrauern? Bestimmt. Aber sie wusste ja schließlich, dass ich sowieso mehr hierher gehöre. So oft hatte Em es ihr gesagt, dass Jo hinterher immer nur noch die Augen verdrehte. Aber für Reni musste es ein Schock gewesen sein. Sie war schließlich nicht vorgewarnt gewesen. Aber sie hatte ja noch die vielen anderen Kinder. Auch sie würde darüber hinweg kommen. Nein, in dieser Welt hatte sie wirklich nichts mehr gehalten. Und so schüttelte Em immer ihre düsteren Gedanken wieder ab und kehrte zu ihren eigendlichen Aktivitäten zurück.

Die vielen Bücher in Flourish & Blotts reizten sie sehr und am liebsten saß sie oben auf dem Dachboden in Sylives Gesellschaft oder draußen vor Florian Fortescues Eissalon und las. Oder sie spielte auf ihrer Viola, die sie schon bald aus dem Koffer herausholte.
Erst hatten die Geschäftsinhaber sie misstrauisch beäugt, aber mit der Zeit gwöhnten sie sich wohl an sie. Obwohl Em es immer wieder witzig fand, was für Reaktionen ihre Erscheinung hervorrief, war sie doch erleichtert darüber, dass man ihr nicht mehr ablehnend gegenüber stand. Sie freundete sich mit einigen, darunter auch Florian Fortescue, an und die anderen - wie gesagt, sie gewöhnten sich einfach an sie und zuckten nicht mehr erschreckt zusammen, wenn sie erschien.
Alles in allem war Em so glücklich, wie schon lange nicht mehr. Zur Mitter der Ferien wurde der Pub allmählig voller und Em half oft und kellnerte, obwohl einige der Gäste ihr Bestelltes und Em erst einmal gründlich musteren, bevor sie anfingen zu essen oder zu trinken, als ob sie fürchteten, dass Em ihre Sachen vergiften würde, was Em immer wieder zum schießen fand.
Interessant fand sie auch überhaupt, wer so in den Kessel kam und sich bewirten ließ.
Einmal lernte Em eine kleine Frau kennen, die sich als Frederike vorstellte und ein Frettchen auf der Schulter hatte. Neugierig hatte Em sie in ein Gespräch verwickelt und erfuhr, dass ihr Gegenüber eine Mea- Elfe war. Auf Ems Nachfrage erklärte Frederike ihr, was man unter einer Mea- Elfe verstand. Dass alle höchstens ein meter fünfzig groß waren, mit Elfen und Menschen gleichermaßen verwandt. Dass sie im Gegensatz zu Elfen keine Flügel, aber gleichermaßen spitze Ohren, ein spitzes Gesicht und zweifarbige Augen hatten. Besondere Verbindung hatten sie mit Tieren, jede hatte eins, mit dem sie gedanklich kommunizierten.
Was Em alles für Tiere hatte, interessierte die Elfe besonders. Und als sie ihr erzählte, dass sie einen Hippogreif hatte, wollte sie diesen unbedingt sehen - allerdings lies sie vorsichtshalber ihr Frettchen in Ems Zimmer zurück. Sie klärte Em über Verhalten und Verständnis der Tiere auf. Auch von Ems „Beo“ war sie begeistert und meinte, dass sie sich glücklich schätzen konnte, ein solches Tier zu besitzen, denn es war nach ihren Worten ein seltener Vogel, der tatsächlich mit allen möglichen Vogelarten, darunter auch Eulen, Beos und sogar sehr entfernt Phönixe, verwandt sei. Diese Vogelart nenne man Celenix und wenn sie trainiert seien, könnten sie wie Beos es können sogar sprechen, wie Frederike erwähnte.
So erfuhr Em nicht nur, wie sie ihre Tiere besser verstehen und ihnen etwas zu verstehen geben konnte, sondern auch, wie die Art von Beo hieß. Sie überlegte sich, wenn sie mal Zeit und Langeweile hätte, könnte sie ihm ja das Sprechen beibringen, soweit es Beos eben vermögen.

Ein anderes Mal lernte sie einen Drachenzähmer namens Kevin kennen, dem ein zahmer und freundlicher weißer Drache gehörte, den er Silvio nannte. Er erzählte Em viel über die Drachenzucht und - Zähmung in Rumänien, seinen Drachen und was er alles mit ihm machen konnte. Es faszinierte Em, dass es doch tatsächlich gute, zahme Drachen in dieser Welt gab. Kevin kannte sogar Charlie Weasley, was Em heraus fand, als sie das Gespräch geschickt in Richtung Mitarbeiter lenkte.
Als er sich verabschiedete, hatte Em schon zwei interessante Bekannte oder auch Freunde in dieser Welt: Frederike und Kevin, von denen sie auch die Adressen hatte. Beide hatten versprochen, von sich hören zu lassen. Solche Bekanntschaften konnte man wirklich nur im Tropfenden Kessel machen, fand Em.

Eines Tages lies Em fast das Tablett fallen, mit dem sie gerade Feuerwhisky transportierte, denn aus dem Kamin stiegen nacheinander sieben Rotschöpfe.
‚Die Weasleys!‘s, fuhr es Em durch den Kopf und unbewusst starrte sie sie an, bis einer der Zwillinge sich umdrehte und, als er sie erblickte, die rechte Augenbraue hob. Ihr Gesicht wurde heiß und schnell wandte sie sich um und stellte den Whisky ab.
Als sie am nächsten Tisch stand und die Bestellung aufnahm, beobachtete sie aus den Augenwinkeln, wie der Zwilling sich zu dem anderen beugte und mit dem Kopf in ihre Richtung nickte. Sie riefen ihrer Mutter etwas zu und setzten sich in Bewegung.
Zum ersten Mal verfluchte Em die auffällige Färbung ihrer Haare, die die beiden jetzt wahrscheinlich auf den Plan gerufen hatte. Sie eilte zur Theke, um die Bestellung weiter zu geben (drei mal Butterbier und einen Orangensaft) und verfolgte unauffällig, wie die beiden näher kamen.
Was wollten die von ihr? Klar, sie hatte nichts gegen sie, im Gegenteil, es waren ihre Lieblingsfiguren aus dem Buch, aber eigentlich hatte sie sich ihnen und ihrem Mundwerk noch nicht stellen wollen. Erst am Bahnhof hatte sie sich mit ihnen bekannt zu machen gedacht...


lg, Li'sar

_________________
Morgens kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Mittags kann ich nichts essen,
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Nachts kann ich nicht schlafen,
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Meine FF - Unbedingt lesen - hab noch einen Epilog!


Zuletzt bearbeitet von Li'sar am 30.12.2007, 12:46, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Janine0906
Schulsprecher


Offline
Alter: 16
Anmeldungsdatum: 24.09.2007
Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 29.12.2007, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Die beiden letzten Chaps sind wiedermal super!! Em scheint jetzt wirklich in "ihrer Welt" zu sein... Ich freu mich total für sie!!
Was soll das den heißen, das sie sich den Zwillingen lieber nicht stellen wollte?? Laughing
Also ist sie jetzt 11 und kommt in die 1. Klasse, hab ich das richtig verstanden?
Bitte weiter!! Very Happy

_________________
Harry Potter (und Charmed) for ever!!!!!!!!!!
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Wuermchen93
Orden des Merlin 2. Klasse


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Alter: 15
Anmeldungsdatum: 02.09.2007
Beiträge: 2387

BeitragVerfasst am: 29.12.2007, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich hab deine ganze FF jetzt auch mal gelesen und find sie einfachsupermegatoll! Voll die geile Idee,dass sie Joanne kennt und so,aber der Abschied von Fee war echt sooooooooo traurig! Aber naja,wenn Em sich in dieser Welt soo unendlich wohl fühlt!(naja,wer nicht^^) aber echt geile Idee! Schreib gaanz schnell weiter! Und achja,also ich würde sofort zu den Weasleys hinrennen und mich mit denen anfreunden xD

_________________


Das Geheimnis einer glücklichen Ehe liegt in vier Worten: "Du hast recht Liebling!"
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Feuerblitz
Schulsprecher


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Alter: 14
Anmeldungsdatum: 05.09.2006
Beiträge: 617
Wohnort: Tragwein

BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

So ich hab mich jetzt auch mal durch deine FF durchgeackert. Voll super!!! Ich könnte das nie so schreiben! Ich finds auch super, dass es einmal von jemand anderem handelt, nicht immer nur von HP und seinen Bekannnten sondern dass die Hauptperson eine "Außenstehende" ist. Ich bin schon voll neugierig auf Jo's Erklärung.
Schreib schnell weiter!!!!!!!

_________________
Was macht die Liebe so wunderbar?
Sie befreit uns vom engen Ich das uns in seine eigene kleine Welt verstrickt. Ihr Augenblicke größter Offenheit lassen uns, unser Partner und die ganze Welt miteineander verschmelzen. Die Erfahrung von "Raum-Freude-Untrennbarkeit" ist so kraftvoll, dass jedes Gefühl von Getrenntsein verschwindet.
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Li'sar
Orden des Merlin 1. Klasse


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Alter: 14
Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 3289
Wohnort: Malfoy Manor

BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Juchu! Noch mehr Mitleser! *freu*
In diesem Chap wird auch noch mal die Altersfrage geklärt...
___________________________________________

Nervös trommelte sie mit den Fingern auf die Theke und lächelte Tom zu, als sie das vertraute Streichen an den Beinen bemerkte. Unwillkürlich musste sie lächeln. Wie hatte sie je ohne dieses Gefühl leben können? Sie bückte sich und nahm Reni auf den Arm, die wie selbstverständlich weiter auf ihre Schulter und um den Hals kletterte.
Jemand schob sich neben sie - links und rechts. Aha. Die Zwillinge waren also angekommen. Die beiden studierten sie aufmerksam.
Okay. Ganz ruhig. Tu so, als würdest du sie nicht kennen.
Mit hochgezogenen Augenbrauen wandte Em sich erst dem einen, dann dem andern zu meinte: „Sie wünschen?“
Renis Schwanz streichelte ihre Wange. Weder Fred noch George sagte etwas, was Em doch verwunderte. Seit wann unterließen es die Zwillinge, mit Gags um sich zu werfen? Nach einer Weile wurde es ihr zu bunt. Sie stöhnte und fragte leicht gereizt:
„Was ist? Ich hab heute noch anderes und sicher auch besseres zu tun als mich von stummen Fischen anglotzen zu lassen!“
„Wie heißt du und wie alt bist du?“, kam es von links. Em musterte ihn aufmerksam und fragte dann: „Wer bist du? Fred oder George?“ Der Zwilling starrte sichtlich perplex zurück. Upps. Die beiden hatten vorher ja noch nicht erwähnt, wie sie hießen! Aber amüsant war es schon, ihre überraschten Gesichter zu sehen.
Einen Augenblick herrschte Stille, die nur von Tom unterbrochen wurde, der gerade das letzte Butterbier befüllte. Schließlich meinte der Rechte:
„Wir haben zuerst gefragt!“
Em grinste und stellte alles auf ihr Tablett, bevor sie sich von der Theke löste und sich zum Tisch durchschlängelte. Die Jungen liefen ihr hinterher.
„Jungs!“ Sie rollte entnervt mit den Augen und knallte das Tablett auf den Tisch, was diejenigen, die daran saßen, erschreckt zusammen zucken ließ und drehte sich zu ihnen.
„Ich heiße Esmeralda Zovo und bin elf Jahre alt. Zufrieden? Also, wer ist jetzt wer?“
„Ich bin George!“, antwortete der Linke wie aus der Pistole geschossen. Em nickte ihm zu.
„Dann bist du Fred?“, wandte sie sich an den anderen. Der zuckte mit den Schultern.
„Wohl oder übel, was?“ Okay. Der mit dem blauen T- Shirt war Fred, der mit dem grünen George. So weit dazu.
Zufrieden grinste Em und stellte die Butterbierkrüge und das Glas Orangensaft ab, bevor sie sich mit dem Tablett in der Hand dem nächsten Tisch zu wandte. Die Zwillinge blieben ihr auf den Fersen. Abrupt blieb sie stehen, sodass Fred gegen sie lief (George fing ihn auf) und wirbelte herum.
„Was ist denn noch?“
„Woher kennst du unsere Namen?“, gab Fred zurück, der sich den Kopf rieb, der für ihn sehr schmerzhaft gegen Ems geknallt war. Auch bei Em pochte eine Beule, aber nur kurz, dann war der Schmerz wie immer schnell verschwunden.
Na toll. Was sollte sie jetzt sagen? Wieso war ihr auch eben diese Frage rausgerutscht? Jetzt hatte sie den Salat. Oder auch die Brille auf. Obwohl, dass hatte sie ja sowieso. Aber es reichte doch auch, sie irgendwie ab zu speisen... oder sich einfach hellseherisch darzustellen. Ja, das ginge...
Sie lächelte geheimnisvoll. „Wissen ist Macht!“, deutete sie an und sagte zu dem Gast am Tisch: „Herzlich Willkommen im Tropfendem Kessel. Sie wünschen?“
„Gericht Nummer drei auf der Karte und einen Juicer!“
„Okay!“ Sie notierte es sich und steuerte die nächsten an. Es störte sie gewaltig, dass Fred immer noch nicht von ihr ab ließ, seinen Bruder auf den Fersen.Teufel auch! Sie konnte ihm doch schließlich nicht auf die Nase binden, dass sie sogar wusste, wann und wie er sterben würde - wenn sie es nicht verhindern würde können.
„Jungs, ihr nervt. Amüsiert euch in „Freud und Leid“, da seit ihr richtig. Ist der neue Scherzladen hier!“ Ahhrrg! Wieso konnte sie nicht ihre Klappe halten? Woher sollte sie wissen, dass sie darauf abfuhren? So darf das nicht weiter gehen, du musst dir überlegen, was du sagst, ermahnte sich Esmeralda.
Die Zwillinge sahen sich derweil stirnrunzelt an. „Woher weißt du das alles, verdammt?“, bohrte George nach.
Em zuckte gespielt ruhig mit den Schultern und meinte bloß: „Ich weiß es halt.“
Was sollte sie auch bessres sagen? Jedenfalls sollte es ihr eine Leere sein, nicht mehr so drauflos zu reden.... obwohl, wenn sie „hellsehen“ konnte, machte es ja nichts.... am besten, sie redete sich immer etwas damit raus, wenn ihr was rausrutschte....
„Aber woher?“ Die ließen aber auch echt nicht locker.
„Jungs, ich weiß viel zu viel, und das weiß ich halt. Ich weiß auch nicht, wo ich das immer herhabe!“, flunkerte sie. Hoffentlich gaben die sich jetzt zufrieden.
Dann fiel ihr etwas ein. Wenn die Weasleys hier waren, dann musste Ron ja auch seinen Brief bekommen haben...
„Ähm“, sie zögerte. Konnte sie das fragen? „Eins weiß ich allerdings nicht: Hat euer Bruder schon seinen Brief bekommen?“
Mit gerunzelter Stirn sahen sie sich wieder an, wobei sie exakt gleich aussahen. „Welchen Brief und welcher Bruder?“, hakte Fred nach.
Em seufzte. „Hat Ron schon seinen Brief aus Hogwarts bekommen?“
„Ähm, ja, heute, zusammen mit unseren, sonst wären wir nicht hier...“, antwortete George langsam.
„Verdammt!“, zischte Em. Was, wenn sie jetzt keinen bekam? Dann wäre alles gelaufen. Nein, das konnte nicht sein. Schließlich hatte sie sich gewünscht, dass sie eine Hexe ist. Und bisher war keiner der Wünsche daneben gegangen. Also müsste sie einen Brief bekommen haben, aber sie konnte sich an keinen erinnern. Jetzt bloß nicht in Panik ausbrechen, es gab bestimmt eine Erklärung dafür. Plötzlich fiel ihr ein, dass sie seit dem Morgen nicht mehr oben gewesen war...
Hastig drehte sie sich um und nahm die letzte Bestellung auf, bevor sie sich an den verduzten Zwillingen vorbei drängelte und die Bestellungen schnell an Tom weiter gab, der sich schon an iihre schnellen Entscheidungen gewöhnt hatte und nicht mehr erschreckt zusammen zuckte und stürmte nach oben. Sie hörte noch ein „Hey!“, das sich eindeutig nach den Zwillingen anhörte, aber das kümmerte sie nicht. Im Laufen nahm sie Reni von ihrer Schulter, an der die sich schon verzweifelt festgeklammert hatte, und streichelte sie mit fahrigen Fingern. Sie hörte ihr Herz laut pochen, während sie keuchend die letzten Stufen hinauf hastete und die Tür zu ihrem Zimmer aufriss.


lg, Li'sar

_________________
Morgens kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Mittags kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Abends kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Nachts kann ich nicht schlafen,
weil ich Hunger habe.


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Meine FF - Unbedingt lesen - hab noch einen Epilog!
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Lady Rose
Orden des Merlin 5. Klasse


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Alter: 15
Anmeldungsdatum: 11.06.2007
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BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

ich hab mir mal deine ganze FF durchgelesen, du hast echt tolle Ideen. und ich kann feuerblitz nur beipflichten, endlich mal eine FF von der Sicht eines "Außenstehenden."
du hast wirklich einen klasse schreibstil Wink
schreib schnell weiter

_________________
Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt?



Langeweile? dann lies...

immer noch nicht genug?


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Janine0906
Schulsprecher


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Beiträge: 640

BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Oje, hoffentlich hat sie einen Brief bekommen!! Sie hat es sich ja gewünscht, also kann doch nichts schiefgehen, oder? Sad
Ich glaube sie muss noch lernen ihren Mund bei gewissen Dingen zu halten, aber ich könnte das auch nicht... Wink
Bitte weiter!! Very Happy

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Harry Potter (und Charmed) for ever!!!!!!!!!!
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Li'sar
Orden des Merlin 1. Klasse


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BeitragVerfasst am: 31.12.2007, 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Danke franzi, das dus jetzt auch geschafft hast! Very Happy Und schön, dass es dir gefällt!
Nächster Chap, der Abschluss des Kapitels:
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Suchend schaute sie sich um. Beo saß auf seinem Käfig, was zwar nicht normal war, aber die Briefe wurden ja eigentlich immer von Schuleulen ausgetragen. Da stieß Beo einen wohlklingenden Schrei aus, breitete seine Flügel aus und flog sanft auf sie zu. Als er sich auf ihrer Schulter niederließ und ihr wie immer am Ohr knabberte, fragte Em ihn:
„Hm, Beo, weißt du zufällig, ob hier ein Brief angekommen ist. Also, nicht irgendeinen Brief, sondern einer aus Hogwarts?“
Wieder schrie Beo leise und flatterte von ihrer Schulter zurück zum Käfig. er ließ sich darauf nieder und nickte dann mit dem Kopf auf dem Schreibtisch. Stolpernd lief sie darauf zu. Am Zielort angekommen, entdeckte sie tatsächlich einen Brief, sauber adressiert an:

Miss E. Zovo,
letztes Zimmer unter dem Dach,
Tropfender Kessel,
London


Mit zitternden Fingern ließ sie Reni auf den Schreibtisch fallen, öffnete sie den Umschlag, zog den Brief heraus und ließ sich auf dem Stuhl nieder. In sauberer Schrift stand da smaragdgrün auf weiß:

HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI

Schulleiter: Albus Dumbledore
(Orden der Merlin, Erster Klasse, Großz., Hexenmst.
ganz hohes Tier, Internationale Vereinig. d. Zauberer)

Sehr geehrte Miss Zovo,
wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden Sie eine Liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände.
Das Schuljahr beginnt am 1.September. Wir erwarten ihre Eule spätestens am 31. Juli.

Mit freundlichen Grüßen

Minerva McGonagall
Stellvertretende Schulleiterin


Em ließ den Brief sinken. Sie hatte es geschafft. Sie hatte es wirklich geschafft, sie war aufgenommen worden. Sie hatte den Brief auswendig gekonnt, noch bevor sie hierher kam, so oft hatte sie ihn im Buch gelesen. Doch nun hielt sie ihn wirklich in der Hand.
„Oh, ich bin so glücklich. Wie kann man nur so glücklich sein? Nein, glücklicher gehts nicht!“, flüsterte Em und wandte sich Beo zu, der sich wieder auf ihrer Schulter nieder gelassen hatte.
„Nein!“, bestätigte er. Erschrocken rutschte zur seite weg vom Stuhl, im letzten Moment hielt sie sich noch an der Tischkannte fest.
„Du kannst ja sprechen!“, rief sie erstaunt.
„Vielleicht!“, nickte Beo.
„Was heißt vielleicht? Kannst du nur wenig?“, forschte Em nach.
„Ja!“
„Okay, also kannst du ja, nein, vielleicht. Noch mehr?“
„Noch nicht!“
Em ginste. „Doch, du kannst noch „Noch nicht“. Aber das ist doch schon sehr viel! Und ohne dass ich es dir beigebracht habe!“
„Falsch!“
„Wie, falsch? Ich... ich hab dir was beigebracht?“, fragte Em unsicher.
„Richtig!“, meinte der Vogel.
„Ist das jetzt wirklich alles?“, hakte Em vorsichtshalber nach.
„Ja!“
Kopfschüttelnd streichelte sie Beo und lachte. „Du bist mir einer! Sich einfach selbst was anzueignen! Aber ich habe eine Bitte: Bitte sprich noch mit niemandem sonst außer mir, okay?“
„Okay!“, wiederholte Beo.
Abermals schüttelte sie ihren Kopf und kniff ihm in den Schnabel. „Und schon ein neues Wort gelernt, was?“, schmunzelte sie.
Nachdenklich spielten ihre Finger mit dem Brief, bevor sie die Liste heraus zog. Sie wusste ja alles, was darauf stand, aber es schadete ja nichts, sich noch einmal zu vergewissern.

HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI

Uniform
Im ersten Jahr benötigen die Schüeler:
1. Drei Garnituren einfache Arbeitskleidung (schwarz)
2. Einen einfachen Spitzhut (schwarz) für tagsüber
3. Ein Paar Schutzhandschuhe (drachenhaut o. Ä.)
4. Einen Winterumhang (schwarz, mit silbernen Schnallen)

Bitte beachten Sie, dass alle Kleidungsstücke der Schüler mit Namensetiketen versehen sein müssen.

Lehrbücher
Alle Schüler sollten jeweils ein Exemplar der folgenden Werke besitzen:
- Miranda Habicht: Lehrbuch der Zaubersprüche, Band 1
- Bathilda Bagshot: Geschichte der Zauberei
- Adalbert Schwahfel: Theorie der Magie
- Emeric Wendel: Verwandlungen für Anfänger
- Phyllida Spore: Tausend Zauberkräuter und -pilze
- Arsenius Bunsen: Zaubertränke und Zauberbräue
- Lurch Scamander: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
- Quirin Sumo: Dunkle Kräfte. Ein Kurs zur Selbstverteidigung

Ferner werden benötigt:
- 1 Zauberstab
- 1 Kessel (Zinn, Normgröße 2)
- 1 Sortiment Glas- oder Kristallfläschchen
- 1 Teleskop
- 1 Waage aus Messing

Es ist den Schülern zudem freigestellt, eine Eule ODER eine Katze ODER eine Kröte mitzubringen.

DIE ELTERN SEIEN DARAN ERINNERT, DASS ERSTKLÄSSLER KEINE EIGENEN BESEN BESITZEN DÜRFEN.


„Okay!“, sagte Esmeralda zu sich selbst, „Ich glaube, ich habe ein Problem: Ich habe eine Eule -wenn man das so nennen kann- UND eine Katze - und dann noch einen Hippogreif, den ich unmöglich hier lassen kann...“
Sie holte etwas Pergament und ihren Füller heraus. Irgendwie sah sie nicht ein, dass sie mit Federn schreiben sollte, wo es doch mit einem Füller genauso gut und noch einfacher ging. Dann schrieb sie:

Sehr geehrte Professor McGonagall,
Ich habe den Brief erhalten. Allerdings habe ich ein Problem: Ich habe eine Eule - nun ja, einen Celenix - und eine Katze. Zusätzlich bin ich die Besitzerin eines Hippogreifs, den ich unmöglich unter der Obhut meines Vormunds in der Winkelgasse lassen kann. Nun weiß ich nicht, was ich tun soll. Vielleicht können Sie mir helfen?
Danke sehr.
Mit freundlichen Grüßen
Esmeralda Zovo

Sorgfältig faltete sie das Papier zusammen, steckte es in einen adressierten Umschlag und band es an Beos Fuß. Sie erklärte ihm:
„Das musst du nach Hogwarts bringen. Ich hoffe, du findest den Weg.“
„Ja!“, antwortete Beo, zwickte ihr noch einmal kräftig ins Ohr und flog durch das Fenster hinaus. Em blickte ihm nach, bis sie ihn nicht mehr sehen konnte und rieb sich ihr Ohr.
„Aua!“, murmelte sie leise. „Ich müsste ihm irgendwann mal sagen, bis vohin er gehen kann mit seinem Ohrzwicken. Aber dass er schon so viel reden kann, hätte ich nicht gedacht...“
Leise summend schnappte sie sich die Liste, stopfte sie sich in eine Tasche in ihrem Umhang (diese Dinger hatten erfreulich viele Taschen, Em hatte sich immer gewundert, wo die Leute aus den Büchern immer ihre Zauberstäbe hintaten) und schlenderte wieder nach unten. Reni lief ihr leichtfüßig hinterher.
Wieder unten, teilte Tom ihr mit:
„Die jungen Herren wollen dich hinterher noch einmal sprechen, falls du nicht verhindert bist!“ Er grinste, bevor er fortfuhr: „Allerdings scheinen sie nicht an so einen Abgang gewöhnt zu sein. Sie waren sogar recht empört darüber. Ich habe gesehen, dass du ziemlich genervt warst. Haben sie dich gestört?“
„Etwas. Aber es ging. Übrigens, Tom, ich habe meinen Brief bekommen!“ Glücklich strahlte sie ihn an. Er nickte lächelnd, reichte ihr die Hand, schüttelte sie und meinte:
„Herzlichen Glückwunsch! Ach ja, was ich vergessen habe dir zu sagen: Ich habe die Genehmigung vom Ministerium, dass du nachts mit Sylvie ausfliegen darfst!“
„Aber das ... das ist ja herrlich! Wundervoll!“, jubelte Em.
„Ja!“, schmunzelte Tom, „Aber jetzt husch, zurück an die Tische, ich brauch dich. Ich weiß nicht, wie ich je ohne dich ausgekommen bin!“
Er schüttelte den Kopf und wandte sich wieder den Leuten and der Bar zu. Em unterließ es, ihm zu sagen, dass er eigentlich ohne sie ganz gut klar gekommen wäre, jedenfalls laut Joanne und ihren Büchern. Aber wer wusste, wie unglücklich Tom wirklich gewesen wäre?
Naja, ich bin ja da, dachte Em und nahm ihre Arbeit wieder auf. Seelisch bereitete sie sich schon auf das Gespräch mit den Zwillingen vor. Was sie noch wollten? Doch wohl immer noch nicht die Quelle ihres Wissens? Mehr als sie schon gesagt hatte, würde sie auf keinen Fall sagen können. Aber das würde sie schon hinter sich bringen, da war Em zuversichtlich.
----------------------

lg, Li'sar

_________________
Morgens kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Mittags kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Abends kann ich nichts essen,
weil ich an dich denke.
Nachts kann ich nicht schlafen,
weil ich Hunger habe.


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Meine FF - Unbedingt lesen - hab noch einen Epilog!


Zuletzt bearbeitet von Li'sar am 01.01.2008, 12:56, insgesamt einmal bearbeitet
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Feuerblitz
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BeitragVerfasst am: 31.12.2007, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Super!! Ich finde die Weasley-Zwillinge voll cool und die paar kleinen Rausrutscher von Em auch. *zwinker* Mach weiter!!!

_________________
Was macht die Liebe so wunderbar?
Sie befreit uns vom engen Ich das uns in seine eigene kleine Welt verstrickt. Ihr Augenblicke größter Offenheit lassen uns, unser Partner und die ganze Welt miteineander verschmelzen. Die Erfahrung von "Raum-Freude-Untrennbarkeit" ist so kraftvoll, dass jedes Gefühl von Getrenntsein verschwindet.
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Wuermchen93
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BeitragVerfasst am: 01.01.2008, 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

Echt coole Chaps! Die Zwillinge sidn aber echt hartnäckig!!Und neugierig! Aber zum Glück hat sie den Hogwartsbrief,sonst wär alles umsonst gewesen!! Find ich cool,dass Beo schon ein bisschen sprechen kann und auch dass sie ausreien darf=) Jetzt muss sie nur noch alle Tiere mit nach Hogwarts nehmen dürfen und ...perfekt!Schreib gaaanz shcnell weiter!

_________________


Das Geheimnis einer glücklichen Ehe liegt in vier Worten: "Du hast recht Liebling!"
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Siria Black
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BeitragVerfasst am: 01.01.2008, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

heeey, wie kannst du es wagen? ^-^
wag es ja nicht noch einmal auch nur einen absatz zu machen, du hast weiterzuschreiben xD
das kannst du mit uns armen lesern nicht machen Surprised
ich mag wissen wies weitergeht x(
hmm.. auf jeden fall UMWERFEND KLASSE geschrieben - wie immer =D
schreib schnel weiter.. wehe wenn ich nicht bald was neues krieg xD
muha.. =)
tolle ideen, klasse schreibstil, geniale story.. was will man mehr?
ich würd ja gern kritik üben, aber mir fällt nichts ein x)
du hast nicht mal grammatik fehler oder sonst was (;
Lg
Siria x3

_________________
Hab ne neue FF Very Happy
~> ** ''Schwört ihr feierlich?'' ** <~



Remus & Tonks in Love forever <33
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Li'sar
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BeitragVerfasst am: 01.01.2008, 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für eure tollen Rewies!
Diesmal stelle ich das ganze nächste Kapitel online, ich wusste einfach nicht, wo ich es teilen sollte...

________________________________________________

10. Kapitel Zwillinge?

Richtig gesprochen hatte sie dann doch nicht mehr mit den Zwillingen, denn Molly hatte sie wie eine Herde Schafe in den Kamin getrieben, Fred hatte Em nur noch zugerufen:
„Wir sehen uns am 1. September!“
Nun, das war ja schon etwas. Bis zum ersten September war noch Zeit und wie gesagt, besonders viel zu reden gabs für Em ja nicht. Nur anzufreunden, denn das würde sie sich mit den Weasleys.
In dieser Nacht flog sie das erste Mal auf Sylvie, und sie gab Harry mit dem Gefühl des Fliegens auf einem Hippogreif ganz und gar nicht Recht. Es war wundervoll. Der Wind, der hier durch die Haare strich und den Umhang hinter ihr her flattern ließ, einfach das Gefühl, frei zu sein, überall hin zu können, wenn sie nur wollte.
Ein unbeschreibliches Kribbeln breitete sich in ihrem Magen aus, als Sylvie zum Sturzflug ansetzte und knapp über die Häuser hinwegfegte. Em duckte sich tief über ihrem Hals. Wenn sie keinen Sattel und kein Zaumzeug gehabt hätte, wäre sie schon längst herunter geflogen.
Irgendwann schloss sie einfach nur die Augen, umschlang Sylvies Hals und ließ das Zaumzeug fallen, um einfach mal dem stolzen Tier seine Freiheit und es führen zu lassen. Doch nicht lange, Em hatte das Gefühl, dass sie gerade losgeflogen waren, und es dämmerte und sie mussten zurück auf den Dachboden des Tropfenden Kessels.
Von da an flog sie so oft es ging und wenn sie nicht zu müde war, nachts auf Sylvies Rücken durch die Lüfte.

Da sie jetzt ihre Liste hatte, kaufte sie sich ihre Sachen, wobei sie manche schon vorher besorgt hatte, da sie sie ja kannte. Zusätzlich holte sie sich noch einige Bücher über die Fächer, vor allen Dingen Zaubertränke interessierte sie irgendwie. Als sie hierher kam, war sie zwar der festen Überzeugung, dass sie dieses Fach wie Harry und Co hassen würde, jedoch reizte es sie wider Erwarten sehr.
Die Uniform kaufte sie sich allerdings noch nicht, das hob sie sich bis zum 31. Juli auf. Da würde nämlich Harry in die Winkelgasse kommen. Und das war doch der perfekte Moment, ihn kennen zu lernen. Zwar würde Draco Malfoy daneben sitzten, aber was machte das schon? Sie würde sich nur ihrem späteren Feind vorstellen.
Auch ihr Zauberstab konnte warten, den würde sie sich zu Feier des Tages an ihrem Geburtstag holen, dem 1. August - wenn es denn ihr Geburtstag war. Denn wer wusste, ob Joanne ihn richtig angegben hatte?

Am Morgen des letzten Juli-Tages wachte sie aufgeregt und ziemlich früh auf. Heute war es soweit! Heute würde sie Harry kennenlernen! Sie hatte Tom gestern gefragt, ob sie frei haben dürfe und er hatte eingewilligt, wenn auch widerwillig. Da sie sowieso nicht mehr einschlafen konnte, stand sie auf und machte sich fertig.
Heute bekam sie wieder zu spüren, dass sie in Mädchen war, denn ihrer Meinung nach konnten nur Mädchen solche blöden Kleiderprobleme haben: Was sollte sie anziehen? Schließlich entschied sie sich für einen leichte, kurzärmligen und dunkelroten Umhang, unter dem sie ihr schwarzes Top und den Minirock mit kurzer, schwarzer Leggins anzog und ihre schwarzen Sandalen.
Ihre Haare ließ sie so, wie sie waren: Zerstrubbelt, denn sie hatte es aufgegeben sie zu glätten, außerdem fand sie, dass sie so wild durcheinander sowie so besser aussahen.
Dann fütterte sie ihre Tiere (Beo war noch nicht zurück, langsam machte Em sich Sorgen), hüpfte die Treppe hinunter und frühstückte genüsslich im Pub, der langsam wieder zum Leben erwachte. Gähnend saß in einer Ecke ein älterer Zauberer mit einer jungen Hexe in einem Gespräch vertieft, während Tom seine Gläser putze und ihr Guten Morgen wünschte.
Als sich der Pub langsam füllte und Hagrid immer noch nicht mit Harry auf der Bildfläche erschien, half sie Tom doch ein wenig, um sich die Zeit zu vertreiben. Malfoys Familie erkannte sie auf Anhieb, aber sie gingen gleich durch, nur um später ohne Draco zurück zu kehren und sich weiter hinter nieder zu lassen.
Sie war gerade hinten und holte noch ein paar Flaschen Butterbier (wie man das morgens trinken konnte, war ihr schleierhaft), da verstummte hinter ihr das Gemurmel im Schankraum. Dann hörte sie Tom rufen:
„Das Übliche, Hagrid?“
Und eine tiefe Stimme, die antwortete:
„Heute nicht, Tom, bin im Auftrag von Hogwarts unterwegs!“
Em grinste. Sie wusste ja, was als nächstes kam: Die Händeschüttellei. Der arme Harry.
Da war es auch schon:
„Du meine Güte! Ist das - kann das -?“ Tom. „Grundgütiger! Harry Potter ... welch eine Ehre.“ Und dann: „Willkommen zu Hause, Mr. Potter, willkommen zu Hause.“ Stühlerücken.
Em reichte es jetzt. Bevor Tom sie vielleicht holte, um sie dem berühmten Harry Potter vorzustellen, machte sie sich lieber aus dem Staub.
Vorsichtig luckte sie hinaus und sah, dass gerade alle mit dem Rücken zu ihr standen und sich wahrscheinlich um Harrys Hand balgten. Schnell huschte sie hinter der Tür hervor, die Stufen hinauf und durch die Tür zu der Wendeltreppe hindurch. Pfeifend stieg sie diese hinauf. Jetzt musste sie nur noch etwas warten, bis sie nach Gringgotts gingen. das konnte sie am besten von dem Fenster in der Mitte der Treppe aus beobachten.
Dort angekommen, ließ sie sich auf der Treppe nieder und spähte hinaus. Wie lange brauchten die denn da unten? Oder hatte sie sie verpasst? Nein, das konnte nicht sein.
Wenn sie in drei Minuten nicht kommen, beschloss Em, geh ich nach unten. Denn dann werden sie garantiert nicht mehr da sein. Sie hielt sich ihre Armbanduhr daneben.
Eine Minute.
Hatte sie zu sehr getrödelt? Nein, ganz bestimmt nicht. So lange konnte das Treppensteigen nicht gedauert haben.
Zwei Minuten.
Jetzt wurde es aber mal langsam Zeit, dass sie kamen. Unruhig rutschte auf der Stufe hin und her.
Drei Minuten.
Wenn sie jetzt nicht kamen, musste sie wohl oder übel nachschauen, wo sie geblieben waren... Also, nie und nimmer dauert Händeschütteln so lange!
Sie stand auf. Hier rum zu sitzen hatte keinen Sinn. Sie würde wieder nach unten gehen müssen. Mit einem letzten Blick aus dem Fenster wollte sie sich wieder an den Abstieg machen, da stockte sie und sah nochmal genauer hin.
Da waren sie! Hagrids riesige Gestalt war nicht zu übersehen. Der Junge neben ihm sah sich staunend um und Em verkniff sich ein Grinsen. Jaja, sie hatte die Stelle, wo Harry zum ersten mal in die Winkelgasse kam, noch genau im Kopf. Wie er sich vier Augenpaare mehr wünschte.
Nun ja, das hatte sie sich ja auch gewünscht, als sie sie erkundete. Aber sie hatte ja massenhaft Zeit gehabt. Sie riss sich von ihren Gedanken los und lief wieder hinunter in den Pub, wo sie von einem aufgeregtem Tom empfangen wurde.
„Stell dir vor, Harry Potter war hier!“
„Ich weiß!“, grinste Em.
Tom schaute sie nachdenklich an.
„Du weißt auch immer alles. Wo warst du eigentlich?“
„Ich war oben, um nachzuschauen, ob Beo schon da ist.“
Tom schlug sich gegen die Stirn.
„Da fällt mir ein, Hagrid hat mir ihn eben gegeben! Er meinte, er wäre wohl noch nie soweit geflogen und deshalb sehr kaputt. Und er hat gesagt, dass er sich schon auf deinen Hippogreif freut ...“
„Wo ist Beo?“, unterbrach ihn Em.
Tom deutete hinter sich auf die Theke. Da saß er, schon von einigen Leuten umringt, und putzte sein Gefieder. An seinem Fuß hing ein Brief.
„Beo!“, rief Em und lief auf ihn zu. Sie war froh, dass es ihm gut ging.
Doch ein Blick auf ihre Uhr sagte ihr, dass sie sich lieber nach draußen begeben sollte und den Moment abzupassen, wo Harry Madame Malkins betrat. Schnell nahm sie ihn mit nach draußen auf den Hof, wo sie das Pergament von seinem Fuß löste und ihm befahl, sich oben bei Sylvie auszuruhen. Kräftig stieß er sich von ihrer Schulter ab und verschwand.
Tom war ihr gefolgt, er wusste, dass man einen Zauberstab brauchte, um in die Winkelgasse zu kommen und öffnete ihr wie immer das Tor, bevor er wieder hinein ging. Den Brief in der Hand eilte sie zu Flourish & Blotts, was genau auf der Höhe gegenüber von dem Kleidungsgeschäft lag und schnappte sich ein Buch. Sie blätterte es auf und beobachtete über den Rand das Geschäft, während sie den Brief auseinander faltete und las.

Sehr geehrte Miss Zovo,
Da sie ihre Tiere schon lange bevor sie nach Hogwaarts aufgenommen wurden besaßen, denken wir, dass wir eine Ausnahmen machen können, was ihren Celenix und ihre Katze betrifft. Das sollte kein Problem sein. Ebenso der Hippogreif. Unser Wildhüter Hagrid hat sich bereit erklärt, ihn in der kleinen Herde, die auf unserem Gelände lebt, unter zu bringen.
Danke für ihre Benachrichtigung.

Mit freundlichen Grüßen

Minerva McGonagall

Stellvertretende Schulleiterin

„Dann wäre das ja geklärt!“, meinte Em erleichtert, faltete den Brief zusammen und steckte ihn in ihren Umhang, bevor sie wieder zum Geschäft spähte. Ach du Schreck! Gerade kam Hagrid mit großen Schritten auf den Laden zu und blieb davor stehen. Er hatte zwei große Tüten Eis in der Hand und hielt sie hoch, um Harry drinnen zu zeigen, dass er nicht rein konnte.
Sie schlug das Buch gespielt gelangweilt zu und legte es weg, bevor sie zu Madam Malkins schlenderte. Davor, blieb sie noch einmal kurz stehen, grüßte Hagrid und atmete tief durch. Dann öffnete sie die Tür und hörte das vertraute Bimmeln der Türglocke. Einmal war sie schon hier gewesen, um sich einen magenta und schwarz farbenden Umhang zu besorgen, den es nirgendwo anders gab.
„Ah, Miss Zovo, endlich kommen Sie! Es macht Ihnen doch nichts aus zu warten, oder?“, rief Madam Malkin von hinten, wo zwei Jungen auf Schemeln standen, die sich gerade unterhielten und ihre Umhänge abgesteckt bekamen. Malfoy und Harry. Sie hielten inne, als sie den Laden betrat.
„Nein“, antwortete Em.
„Dann kommen Sie rüber und setzten sie sich!“
Langsam, mit leicht zitternden Beinen und hoch erhobenen Hauptes schlenderte sie hinüber, wobei sie sich an den Hals griff und ihren Anhänger umfasste. Doch als sie Harry ansah, blieb sie abrupt stehen und starrte ihn an.
Nicht, weil er der Junge aus dem Buch war und sie ihn nun endlich zu Gesicht bekam.
Nicht, weil er vielleicht die Narbe hatte und weswegen ihn alle anstarrten.
Nicht, weil er ganz anders aussah wie der Darsteller vom Film.
Nein.
Sie sahen sich ähnlich. So ähnlich, wie ein Mädchen einem Jungen ähnlich sein kann. Em hatte eine andere Brille auf und die Färbung ihrer Haare, doch ansonsten sahen sie sich ähnlich, furchtbar ähnlich.
Harry klappte der Mund auf. Em beherrschte sich, sonst hätte sie es ihm sicher gleich getan. Die schleppende Stimme des Jungen neben Harry unterbrach die Stille.
„Seit ihr verwandt?“
Em wandte sich ihm zu. Sie hatte sich sein Gesicht spitzer vorgestellt und sein Haar noch etwas glatter, aber sonst sah er genau so aus wie Joanne ihn beschrieben hatte. Er hätte hübsch sein können, wenn nicht die glatten Haare wären und sein arroganter Gesichtsausdruck. Auch er sah ganz anders aus als der Darsteller im Film. Und er starrte sie unverhohlen an.
„Nicht das ich wüsste“, antwortete Harry.
Em schüttelte bekräftigent den Kopf. Dann meinte sie, um die Stimmung auf zu lockern:
„Ist ja sowieso egal. Worüber habt ihr euch unterhalten, als ich reinkam?“
In Gedanken beschäftigte sie aber immer noch die Frage, wieso sie und Harry sich so ähnlich sahen. Sie waren nicht verwandt, waren nicht am selben Tag geboren, sie war aus einer anderen Welt und Harry eine Figur aus einem Buch ...
„Wir sprachen gerade über Hexen und Zauberer“, riss Malfoy sie aus ihren Gedanken. „Ich halte überhaupt nichts davon, die andern aufzunehmen, ihr etwa? Die sind einfach anders erzogen worden als wir und gehören eben nicht dazu. Stell dir vor, manche von ihnen wissen nicht einmal von Hogwarts, bis sie ihren Brief bekommen. Ich meine, die alten Zaubererfamilien sollten unter sich bleiben...“
„Ich weiß noch nicht mal, von wem ich abstamme. Ich wurde vor dem Tropfenden Kessel abgelegt, als ich ein kleines Kind war. Bis vor ein paar Monaten habe ich bei einer alten Dame gelebt, die mich aufgezogen hat“, schaltete sich jetzt Em ein.
„Wie heißt ihr denn mit Nachnamen?“, wollte Malfoy wissen, doch in dem Augenblick sagte Madam Malkin zu Harry: „So, das wär‘s, mein Lieber! Miss Zovo, kommen sie!“
Harry sprang von seinem Schemel hinunter. Em sah ihm an, dass er sichtlich froh darüber war und zwinkerte ihm zu. Dann sagte sie:
„Wir sehn uns gleich im Kessel, okay?“
Etwas verwirrt antwortete Harry: „Okay!“
„Wir sehen uns in Hogwarts!“, rief ihm Malfoy hinterher. Harry zuckte die Schultern, bevor er hinaus ging und sein Eis von Hagrid entgegennahm.
Em wandte sich Malfoy zu. „Wie ich heiße, weißt du eigentlich schon, wenn du die Ohren aufgesperrt hast.“ Sie sagte es nicht unfreundlich, eher gleichgültig, sie wollte nicht bei der ersten Begegnung schon so voreingenommen erscheinen. Obwohl - wenn sie sich es genau überlegte, war sie dass schon, als sie das erste Mal von ihm gelesen hatte.
Malfoy zog die Stirn kraus und schüttelte den Kopf. Em seufzte.
„Ich heiße Zovo, Esmeralda Zovo.“
„Heißt du wirklich so? Wenn du doch vor der Tür des Pubs abgelegt wurdest?“
Er klang neugierig, gar nicht so arrogant wie eben.
Em zuckte die Schultern.
„Es stand jedenfalls in dem Brief drin, den der Unbekannte da gelassen hat. Außerdem ist es ja ein schöner Name.“
Malfoy nickte und starrte sie wieter an. DerTyp war ihr unheimlich. Er hatte sich gefälligst anders zu verhalten! Sie sah zwar ein bisschen verrückt aus mit ihrem Aufzug, aber doch nicht so zum anstarren!
„So, Sie sind fertig!“, sagte in diesem Moment die Frau, die Malfoy fertig gemacht hatte und er sprang herunter.
Die Türglocke klingelte und herein kam eine Frau mit hellblonden Haaren, die Em sofort als Mrs Malfoy wieder erkannte.
„Bist du fertig, Draco?“, fragte sie. Ihre grauen Augen musterten Em.
„Ja Mutter. Wir sehen uns in Hogwarts!“, rief er über die Schulter, als er mit seiner Mutter nach draußen ging, nachdem sie Uniform bezahlt hatte.
Grübelnd blieb Em als letzte. Wieso sahen sie und Harry sich, verdammt nochmal, so ähnlich? Oder war das Zufall? Das konnte sie nicht glauben. Wenn sie genauer nachdachte, erkannte sie, dass es für Außenstehende in und ihrem Harrys Schicksal Parallelen gab. Beide waren sie vor jemandes Türe gelegt worden und waren ohne Eltern aufgewachsen. Aber bei ihr war es nur eine Erklärung, die ein Wunsch hervor gerufen hatte. Mehr nicht.
Vielleicht waren sie ja astrologische Zwillinge, sowas sollte es ja geben. Und so abwegig war das ja nicht. Sie war schließlich angeblich nur einen Tag nach ihm geboren. das würde gehen ...
„So, Sie sind auch fertig!“, holte Madam Malkin sie wieder zurück in ihren Laden.
„Danke schön!“, meinte Em und hüpfte ebenfalls herunter. Nachdem sie bezahlt hatte, eilte mit den Uniformen unter dem Arm zurück zum Kessel, um Harry nicht zu verpassen.
Dort angekommen, bemerkte sie, dass er sich langsam leerte. Das war immer nach Mittag so. Die meisten schliefen bloß eine Nacht im Kessel und reisten dann weiter. Und selbst die längsten Langschläfer schliefen nicht länger als zwei.
„Na, Em, hast du deine Uniform? Wurde auch Zeit, dass du sie besorgst!“, rief ihr Tom entgegen. „Morgen ist der Zauberstab dran, wars nicht so? Dann muss ich dir endlich nicht mehr auf machen!“ Er zwinkerte ihr zu.
„Ich bringe sie bloß hoch und schaue nach Beo, dann komme ich wieder runter!“, versprach Em und machte sich auf den Weg nach oben. Im Nachhinein dachte sie, dass Harry soweiso nicht so schnell fertig sein würde, da er ja seine ganzen Einkäufe erledigen musste und nicht nur einen Teil, also hatte es keinen Sinn, sich zu beeilen.
Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass es Beo gut ging, nahm sie ihn und Reni, die sie auch auf dem Dachboden herumstreifend fand mit nach unten.
Pfeifend wischte sie mit Beo auf der Schulter einige Tische sauber und stellte die Stühle ran. Reni beobachtete sie von der Theke aus, wo sie unbeweglich saß, nur ihr Schwanz schwengte hin und her, während Tom sie manchmal im Nacken streichelte. Schließlich setzte sich Em zu ihnen an die Bar und spielte Zauberschach mit Tom, was sie oft taten, wenn kein Gast mehr kam.
Em, die das Spiel vorher nicht besonders gut gekonnt hatte (sie hatte es erst zweimal mit Fee gespielt), war inzwischen schon ganz gut. Wenn sie ehrlich war, gefielen ihr die beweglichen Figuren des Zauberschachs viel besser als die Starren aus der Muggelwelt. Reni verfolgte das Spiel mit starren Augen, Em hatte das Gefühl, als würde sie sich nur zu gerne auf das Spiel gestürzt und die davon hüpfenden Figuren gejagt. Beruhigend streichelte Em sie und flüsterte ihr leise etwas zu, wie Frederike es ihr beigebracht hatte. Augenblicklich entspannte sich die Kniesel und Em freute sich wieder aufs Neue, dass sie das Glück gehabt hatte, eine Mea- Elfe kennen zu lernen.
Die Hintertür wurde geöffnet und herein schob sich Hagrid mit Harry, der ziemlich vollbepackt war. Hedwig, naja, noch hieß sie nicht so, schrie ihnen entgegen und Beo schrie zurück. Em sprang von ihrem Hocker herunter und begrüßte ihn. Wieder fiel ihr ihre Ähnlichkeit auf. Auch Tom und Hagrid guckten zwischen ihnen hin und her, bis Em mit den Augen rollte und sagte:
„Wir sind nicht verwandt, somit zu der Frage. Wir haben uns vorher auch noch nie gesehen. Wir wissen selber nicht, wieso wir uns so ähnlich sind - vielleicht sind wir astrologische Zwillinge?“
Harry zuckte mit den Schultern.
„Setz dich!“, forderte Em ihn auf und deutete auf den Platz neben ihr. Dann wandte sie sich Hagrid zu.
„Hallo. Ich bin Esmeralda Zovo. Sie sind Hagrid, nicht war? Danke, dass sie meinen Hippogreif in ihre Herde aufnehmen und dass sie Beo mitgebracht haben!“
Hagrid blinzelte. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht auf.
„Das ist dein Vogel und dein Hippogreif? Ich würde ihn ja gern zu Gesicht bekommen, aber ...“
„... Sie sehen ihn ja früh genug. Außerdem glaube ich nicht, dass sie die Treppe zum Dachboden hochkommen!“, führte Em grinsend zu Ende und setzte sich wieder.
„Zum Dachboden? Der arme Kerl lebt da?“ Sein Gesicht verzog sich besorgt und mitleidig.
„Es ist eine sie. Außerdem ist der Dachboden quasi offen und dort wachsen Gras und Bäume!“
Em sah, wie Harry der Mund staunend aufklappte und musste beinahe kichern, beherrschte sich dann aber. Für ihn war schließlich alles, was mit Zauberei zu tun hatte, gänzlich neu. Er hatte nicht alles vorher in einem Buch gelesen.
„Dann ist ja gut!“, meinte Hagrid und ließ sich auf einem der Barhocker nieder, der etwas stämmiger war und so sein Gewicht tragen konnte.
Mit großen Augen betrachtete Harry die Figuren des Schachspiels.
„Zauberschach. So wie Muggelschach, nur mit beweglichen Figuren“, klärte ihn Em auf.
„Woher kennst du Muggelschach?“, hakte Tom nach.
Em wedelte mit der Hand.
„Eileen, die Dame, bei der ich vorher gelebt habe, hat mich die Muggel kennen und lieben gelernt!“, meinte sie. „Hab ich das noch nicht erwähnt?“
Tom schüttelte den Kopf. Noch mal den Kopf aus der Schlinge gezogen, dachte Em.
„Nein. Aber jetzt weiß ichs.“ Und er fing ein Gespräch mit Hagrid an.
„Na, gespannt auf Hogwarts?“, fragte Em Harry. Der nickte und streichelte Reni.
„Ich auch. Wie wärs, wenn wir uns am Bahnsteig treffen und zusammen ein Abteil nehmen?“
Harry sah sie erfreut an und nickte.
„Hey, kannst du auch reden?“, scherzte Em.
Harry seufzte. „Ja.“
„Anstrengender Tag gewesen, nicht?“
„Ja. Aber der Schönste meines Lebens!“, gab Harry zu.
Em nickte verständnissvoll. So hätte sie sich bestimmt auch gefühlt, wenn sie das, was Harry durchgemacht hatte, hätte erleben müssen. War sie nicht auch unbeschreiblich glücklich gewesen, als sie hier angekommen war? Außerdem wusste sie, was er fühlte. Sie hatte alles gelesen... irgendwie war das blöd. Sie stellte sich vor, das jemand ein Buch über sie schrieb, dass Milliarden mal verkauft wurde und alle wussten sie, was sie sie fühlte. Furchtbar. Sie schüttelte sich.
„Was hast du?“ Fragend sah Harry sie an.
„Nix!“, meinte sie schnell. Harry zog die Augenbrauen hoch.
„Nein, ehrlich!“, versicherte sie.
„Wenn du meinst ...“
„Ja. Übrigens, Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ Sie schüttelte ihm die Hand. „Ich hab leider kein Geschenk für dich.“
„Danke...!“, stammelte Harry. „das ist überhaupt nicht schlimm. Woher weißt du, dass ich heute Geburtstag habe?“
Em errötete leicht. Nicht schon wieder!
„Ich weiß es!“, sagte sie schlicht. „Frag nie, woher ich manche Sachen weiß, denn du wirst keine Antwort bekommen: Ich weiß es einfach“, warnte sie ihn.
„Okay ...“
„Ich hab morgen Geburtstag. Dann besorg ich zur Feier des Tages meinen Zauberstab.“
„Wieso hast du das nicht schon vorher gemacht?“
„Ich wollts einfach an meinem Geburtstag machen. Kein Plan warum. Einfach, weil es etwas besonderes ist, irgendwie.“
„Ja, da hast du recht ...“ Er blickte nachdenklich. Wahrscheinlich dachte er daran, was Ollivander zu seinem Zauberstab gesagt hatte.
„Was hast du, Harry?“ Als ob sie dass nicht wüsste.
„Ich weiß nicht ...!“
„Oh, Harry, wir müssen los!“, rief Hagrid in diesem Augenblick. Er reichte Em die Hand.
„War nett, dich kennen zu lernen, Esmeralda!“
„Gleichfalls, Hagrid! Tschau Harry, bis zum ersten September, oder soll ich dir schreiben?“
Begeistert nickte Harry. „Gerne!“
Mit einem letzten Winken verschwanden sie hinaus. Nachdenklich ließ sich Em zurück auf ihren Stuhl sinken und kraulte Beo an der Brust.
„Netter Junge, dieser Harry Potter, meinst du nicht?“, fragte Tom sie und wies seinen Springer auf den nächsten Platz. Em nickte nachdenklich und gab Beo einen Eulenkeks.
„Wieso sieht er dir wohl so ähnlich?“
Abermals zuckte Em bloß mit den Schultern, bevor sie laut sagte:
„Du da, Bauer ja, genau du, hau diesen blöden Springer weg, der stört!“


lg, Li'sar

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Meine FF - Unbedingt lesen - hab noch einen Epilog!
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Siria Black
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BeitragVerfasst am: 01.01.2008, 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hey echt voll cooool geschrieben, is ja genial dass sich die beiden so ähnlcih sehen, woran liegt das wohl? =))
ich finde du hast hagrid super toll beschrieben! und auch harry natürlich, er war mir nur ein bisschen ruhig^^
dass du gleich so viele altbekannte stellen aus dem buch eingebaut hast find ich auch eine gute idee, da kann man sich gleich mti der zeit ein bisschen zurecht finden =)
alles in allem also wieder ein tolles chap!!
freu mich aufs nächste Wink
lg
siria x3

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